Grenzkonflikt Kosovo-Serben schlagen Kompromiss vor

Die Serben haben versucht, der KFor Bedingungen für das Überqueren der Grenze zum Kosovo zu stellen. Die KFor wies den Vorschlag umgehend zurück. Die Barrikaden bleiben.

Soldaten der KFOR-Truppe im Kosovo

Soldaten der KFOR-Truppe im Kosovo

Im Grenzkonflikt zwischen Serbien und dem Kosovo hat die serbische Seite einen Vorschlag gemacht: Unter bestimmten Bedingungen boten serbische Führer im Nordkosovo den KFor-Soldaten und der EU-Polizei- und Justizmission im Kosovo (Eulex) freie Fahrt an. Dazu gehörte jedoch die Vorgabe, dass keine kosovo-albanischen Zoll- und Polizeibeamte zu den Grenzübergängen Jarinje und Brnjak gebracht werden dürfen. Eulex dürfe den kosovarischen Beamten außerdem keine "logistische Unterstützung" leisten, sagte der Verhandlungsführer der Kosovo-Serben Radenko Nedeljkovic.

KFor-Sprecher Uwe Nowitzki lehnte den Vorschlag umgehend ab. Es gebe "keinen Grund, irgendwelche Bedingungen für die Bewegungsfreiheit" anzunehmen, sagte er. Dies sei mit dem KFor-Mandat nicht vereinbar. KFor und Eulex hatten ähnliche Bedingungen bereits vergangene Woche zurückgewiesen.

Damit gibt es weiter keine Lösung im Grenzkonflikt zwischen Kosovo und Serbien. Die Serben in Nordkosovo erhalten die etwa 20 Barrikaden an der Grenze aufrecht. Die Straßensperren seien "ein legitimes Kampfmittel", sagte der Sprecher der Serben während einer Pressekonferenz.

KFor-Soldaten hatten am Wochenende vergeblich versucht, einige der Barrikaden zu räumen. Hunderte Serben hatten die Blockaden verteidigt. Am Sonntag war auch die Vermittlung des serbischen Staatspräsidenten Boris Tadic am Widerstand seiner Landsleute im Kosovo gescheitert.

Durch die Barrikaden ist das öffentliche Leben in Nordkosovo seit über einem Monat praktisch lahmgelegt. Auch die EU-Vermittlung zwischen Serben und Albanern liegt seitdem auf Eis. Sollte es bis Anfang Dezember keine Lösung geben, könnte sogar der Status Serbiens als EU-Beitrittskandidat gefährdet werden, berichteten Medien in Belgrad.

Hintergrund des Grenzkonflikts ist ein Handelsstreit zwischen Serbien und dem von ihm nicht anerkannten Kosovo. Im Juli hatte das Kosovo als Reaktion auf ein Einfuhrverbot von serbischer Seite ein Importverbot gegen serbische Waren verhängt. Daraufhin entbrannte ein von Ausschreitungen begleiteter Streit mit den Serben im Nordkosovo über die Kontrolle der Grenze. 

 
Leser-Kommentare
  1. Die Vorgänge erinnern an die Pariser Vorortverträge nach dem ersten Weltkrieg, als die Westmächte gewaltsam neue Grenzen gezogen haben, die mit ethnischen Grenzen nichts zu tun hatten, womit sie ohne Not neue Konfliktherde geschaffen haben.

    Es wäre vielleicht gut, wenn Politiker etwas über Geschichte studierten, bevor sie Kriege anfingen. Oder sie könnten den zweiten Schritt gleich mit erledigen und die ethnische Säuberung des Kosovo vollenden.

  2. sicherlich dürfen sie in deutschland auch unwahrheiten weitergeben. die nato und eu haben den auftrag im kosovo erhalten, die grenzen vor schmugglern usw. zu schützen. welche grenzen wurden denn von der nato gezogen? schmerzt es ihnen, dass es kein groß-serbien gibt? oder sind sie extrem links gerichtet, so dass alles was der westen unternimmt, für sie schlecht sein muss. als lösung für ihre problematik würde ich ihnen empfehlen, andere geschichtsbücher in die hand zu nehmen, oder auch mal alles durchzulesen.
    andererseits könnten sie dieses nato-land verlassen und nach serbien oder russland ziehen. die sind ja bekanntlich auch gegen die nato.

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    Im Gegensatz zu Drenica (Kosovo) gilt in Deutschland die freie Meinungsäusserung. Wenn wir mit der NATO-Mitgliedschaft nicht zufrieden sind, dürfen wir dies auch äussern. Wir verlieren dadurch weder unsere Staatsbürgerschaft noch unsere Grundrechte. Mitforist Azenion muss deswegen Deutschland nicht verlassen und wird auch nicht vertrieben werden, im Gegensatz zu vielen Serben und Albanern, die sich gegen die Usurpation der UCK gestellt haben. So wie die Kosovo-Albaner das Selbstbestimmungsrecht für sich proklamieren, müssen sie es auch jedem anderen zugestehen, seien es Deutsche, die mit dem Krisenmanagement im Kosovo nicht zufrieden sind oder Serben, die nicht als Rechtlose in einem Staat ohne garantierte Grundrechte leben wollen. Viele Kosovo-Albaner sind selbst Opfer der UCK-Strukturen, auch ihre Bürgerrechte sind eingeschränkt. Die UNMIK hat die Aufgabe, die Serben und Albaner vor diesen Strukturen zu schützen. Sie ist nicht befugt Staatsgrenzen zu schaffen noch den Status der immer noch unter Verwaltung der UN stehenden Provinz Kosovo zu ändern. Das schlechte Beispiel tragen sie selbst vor und beweisen uns einmal mehr, wie intolerant und gefährlich der albanische Nationalismus die über Jahrhunderte gewachsenen Rechtsstrukturen Europas und allen voran die Menschenrechte mit Füssen tritt. Geschichte fertig.

    • amras
    • 26.10.2011 um 10:14 Uhr

    Mich schmerzt vor allem, dass die Unabhängigkeit des Kosovo gegen das Völkerrecht und UN-Resolutionen, mit Verweis auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker mit Waffengewalt durchgesetzt wurde. Ob gerechtfertigt oder nicht mag ich nicht beurteilen. Mich stört nur extrem, dass wenn man sich schon nicht um das Völkerrecht schert, das dafür als "Ersatzbegründung" herangezogene Selbstbestimmungsrecht für alle gelten muss. Denn wenn die Kosovoalbaner sich als regionale Minderheit von Serbien abspalten dürfen, steht den Serben im Kosovo das gleiche Recht zu...

    Im Gegensatz zu Drenica (Kosovo) gilt in Deutschland die freie Meinungsäusserung. Wenn wir mit der NATO-Mitgliedschaft nicht zufrieden sind, dürfen wir dies auch äussern. Wir verlieren dadurch weder unsere Staatsbürgerschaft noch unsere Grundrechte. Mitforist Azenion muss deswegen Deutschland nicht verlassen und wird auch nicht vertrieben werden, im Gegensatz zu vielen Serben und Albanern, die sich gegen die Usurpation der UCK gestellt haben. So wie die Kosovo-Albaner das Selbstbestimmungsrecht für sich proklamieren, müssen sie es auch jedem anderen zugestehen, seien es Deutsche, die mit dem Krisenmanagement im Kosovo nicht zufrieden sind oder Serben, die nicht als Rechtlose in einem Staat ohne garantierte Grundrechte leben wollen. Viele Kosovo-Albaner sind selbst Opfer der UCK-Strukturen, auch ihre Bürgerrechte sind eingeschränkt. Die UNMIK hat die Aufgabe, die Serben und Albaner vor diesen Strukturen zu schützen. Sie ist nicht befugt Staatsgrenzen zu schaffen noch den Status der immer noch unter Verwaltung der UN stehenden Provinz Kosovo zu ändern. Das schlechte Beispiel tragen sie selbst vor und beweisen uns einmal mehr, wie intolerant und gefährlich der albanische Nationalismus die über Jahrhunderte gewachsenen Rechtsstrukturen Europas und allen voran die Menschenrechte mit Füssen tritt. Geschichte fertig.

    • amras
    • 26.10.2011 um 10:14 Uhr

    Mich schmerzt vor allem, dass die Unabhängigkeit des Kosovo gegen das Völkerrecht und UN-Resolutionen, mit Verweis auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker mit Waffengewalt durchgesetzt wurde. Ob gerechtfertigt oder nicht mag ich nicht beurteilen. Mich stört nur extrem, dass wenn man sich schon nicht um das Völkerrecht schert, das dafür als "Ersatzbegründung" herangezogene Selbstbestimmungsrecht für alle gelten muss. Denn wenn die Kosovoalbaner sich als regionale Minderheit von Serbien abspalten dürfen, steht den Serben im Kosovo das gleiche Recht zu...

    • A-RAP
    • 26.10.2011 um 9:59 Uhr

    Ich denke die NATO sollte hier mal durchgreifen und für Ordnung sorgen. Die Serben müssen endlich die Souveränität anderer Völker respektieren!

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    Wieso geht die Souveränität der Albaner über die der Serben, das versteh einer. Wie kann man selbst Souveräntität fordern und anderen gleichzeitig verweigern. Dies Bigotterie ist der Ursprung vieler Konflikte. Die Proklamation von Gewalt gegen die Wehrlosen ist ein Armutszeugnis. Souverän sieht anders aus.

    Wieso geht die Souveränität der Albaner über die der Serben, das versteh einer. Wie kann man selbst Souveräntität fordern und anderen gleichzeitig verweigern. Dies Bigotterie ist der Ursprung vieler Konflikte. Die Proklamation von Gewalt gegen die Wehrlosen ist ein Armutszeugnis. Souverän sieht anders aus.

  3. schleichend aber nachhaltig wurde die "Befriedung" unterwandert. Spätestens jetzt muss durchgegriffen werden, wenn man das Kosovo-Konstrukt lebensfähig erhalten will.

  4. Im Gegensatz zu Drenica (Kosovo) gilt in Deutschland die freie Meinungsäusserung. Wenn wir mit der NATO-Mitgliedschaft nicht zufrieden sind, dürfen wir dies auch äussern. Wir verlieren dadurch weder unsere Staatsbürgerschaft noch unsere Grundrechte. Mitforist Azenion muss deswegen Deutschland nicht verlassen und wird auch nicht vertrieben werden, im Gegensatz zu vielen Serben und Albanern, die sich gegen die Usurpation der UCK gestellt haben. So wie die Kosovo-Albaner das Selbstbestimmungsrecht für sich proklamieren, müssen sie es auch jedem anderen zugestehen, seien es Deutsche, die mit dem Krisenmanagement im Kosovo nicht zufrieden sind oder Serben, die nicht als Rechtlose in einem Staat ohne garantierte Grundrechte leben wollen. Viele Kosovo-Albaner sind selbst Opfer der UCK-Strukturen, auch ihre Bürgerrechte sind eingeschränkt. Die UNMIK hat die Aufgabe, die Serben und Albaner vor diesen Strukturen zu schützen. Sie ist nicht befugt Staatsgrenzen zu schaffen noch den Status der immer noch unter Verwaltung der UN stehenden Provinz Kosovo zu ändern. Das schlechte Beispiel tragen sie selbst vor und beweisen uns einmal mehr, wie intolerant und gefährlich der albanische Nationalismus die über Jahrhunderte gewachsenen Rechtsstrukturen Europas und allen voran die Menschenrechte mit Füssen tritt. Geschichte fertig.

    Antwort auf "@azenion"
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    Mit sicherheit können Sie ihre Behauptung untermauern das die Serben Rechtlos und und ohne garantierte Grundrechte leben im Kosovo.
    Soweit ich weiß, hat der Ahtisaari Plan den Serben großzügige Minderheitenrechte zugesprochen die es sonst nirgendwo auf der Welt giebt! Und diese Rechte werden von der Eulex und von der Kfor überwacht. Also wie kommen Sie auf solch einer Behauptung?

    Und vergessen wir nicht, nicht der Albanische Nationalismus sondern der Serbische Nationalismus hat Ex-Jugoslawien in Schutt und Asche gelegt!

    ich habe nicht dazu aufgerufen, ein land zu verlassen, es war und ist nur eine alternative. die eu ermöglicht seinen wohnsitz innerhalb der eu ohne größere probleme zu wechseln.
    warum schreiben sie über die uck? was hat die uck mit den barrikaden der serben im norden des kosovos zu tun?
    die uck wurde aufgelöst? eventuell sind es cetniks.
    warum gilt in drenica nicht die freie meinungsäußerung? bringen sie beweise für ihre märchen, oder sind sie einfach zu tiefst verletzt über den verloren gegangenen Krieg gegen die westliche allianz?! nicht umsonst sitzen serbische minister im kriegsverbrechertribunal. in der realität sieht die wahrheit nicht so aus, wie sie es darstellen. 99% der zu Kriegsverbrechen verurteilten in Den Haag sind serbische Militärangehörige, Minister und andere Beamte. der rest stammt aus dem gesamten ex-ju bereich. sie versuchen 1% mit 99% gleich zustellen. das ist so eine art versuch die eigenen Kriegsverbrechen zu relativieren. sicherlich sind 15000 tote albaner und über einer millionen vertriebener albaner irgendwie für sie erklärbar...War es die nato? oder die uck selbst? die serben haben sich ja nur verteitigt. jetzt verteitigen sie sich gegen die eu. welchen parteien gehören die bürgermeister dieser gemeinden? 2*serbische Radikale Partei, 1*SPS (milosevic partei), einmal Kostunica partei, der selbst albaner vertrieben hat.demnach verteitigen sie eine extrem-rechte serbische szene.oder wie kann man verstehen?

    Mit sicherheit können Sie ihre Behauptung untermauern das die Serben Rechtlos und und ohne garantierte Grundrechte leben im Kosovo.
    Soweit ich weiß, hat der Ahtisaari Plan den Serben großzügige Minderheitenrechte zugesprochen die es sonst nirgendwo auf der Welt giebt! Und diese Rechte werden von der Eulex und von der Kfor überwacht. Also wie kommen Sie auf solch einer Behauptung?

    Und vergessen wir nicht, nicht der Albanische Nationalismus sondern der Serbische Nationalismus hat Ex-Jugoslawien in Schutt und Asche gelegt!

    ich habe nicht dazu aufgerufen, ein land zu verlassen, es war und ist nur eine alternative. die eu ermöglicht seinen wohnsitz innerhalb der eu ohne größere probleme zu wechseln.
    warum schreiben sie über die uck? was hat die uck mit den barrikaden der serben im norden des kosovos zu tun?
    die uck wurde aufgelöst? eventuell sind es cetniks.
    warum gilt in drenica nicht die freie meinungsäußerung? bringen sie beweise für ihre märchen, oder sind sie einfach zu tiefst verletzt über den verloren gegangenen Krieg gegen die westliche allianz?! nicht umsonst sitzen serbische minister im kriegsverbrechertribunal. in der realität sieht die wahrheit nicht so aus, wie sie es darstellen. 99% der zu Kriegsverbrechen verurteilten in Den Haag sind serbische Militärangehörige, Minister und andere Beamte. der rest stammt aus dem gesamten ex-ju bereich. sie versuchen 1% mit 99% gleich zustellen. das ist so eine art versuch die eigenen Kriegsverbrechen zu relativieren. sicherlich sind 15000 tote albaner und über einer millionen vertriebener albaner irgendwie für sie erklärbar...War es die nato? oder die uck selbst? die serben haben sich ja nur verteitigt. jetzt verteitigen sie sich gegen die eu. welchen parteien gehören die bürgermeister dieser gemeinden? 2*serbische Radikale Partei, 1*SPS (milosevic partei), einmal Kostunica partei, der selbst albaner vertrieben hat.demnach verteitigen sie eine extrem-rechte serbische szene.oder wie kann man verstehen?

    • amras
    • 26.10.2011 um 10:14 Uhr

    Mich schmerzt vor allem, dass die Unabhängigkeit des Kosovo gegen das Völkerrecht und UN-Resolutionen, mit Verweis auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker mit Waffengewalt durchgesetzt wurde. Ob gerechtfertigt oder nicht mag ich nicht beurteilen. Mich stört nur extrem, dass wenn man sich schon nicht um das Völkerrecht schert, das dafür als "Ersatzbegründung" herangezogene Selbstbestimmungsrecht für alle gelten muss. Denn wenn die Kosovoalbaner sich als regionale Minderheit von Serbien abspalten dürfen, steht den Serben im Kosovo das gleiche Recht zu...

    Antwort auf "@azenion"
  5. Wieso geht die Souveränität der Albaner über die der Serben, das versteh einer. Wie kann man selbst Souveräntität fordern und anderen gleichzeitig verweigern. Dies Bigotterie ist der Ursprung vieler Konflikte. Die Proklamation von Gewalt gegen die Wehrlosen ist ein Armutszeugnis. Souverän sieht anders aus.

    Antwort auf "wozu verhandeln?"
    • Varech
    • 26.10.2011 um 10:25 Uhr

    Schöner "Kompromiss", wenn nur eine Seite behauptet es sei einer!

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