IsraelDas neue Leben des Gilad Schalit

Israels verlorener Sohn ist zurückgekehrt. Der schüchterne Jugendliche von einst ist jetzt eine Person des öffentlichen Lebens. Wird er damit klarkommen? Von G. Dachs

Viele Israelis hatten auf den Moment gewartet, in dem sie Gilad Schalit erstmals wieder mit eigenen Augen sehen würden. Erst dann wollten sie glauben, dass er wirklich am Leben ist. Ihnen sind noch die Särge präsent, die beim letzten Gefangenenaustausch an der libanesischen Grenze bis zum letzten Augenblick verborgen geblieben waren.

Im Juli 2008 war es zu einem Deal zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz gekommen, die unter anderem zur Freilassung des Terroristen Samir Kuntar geführt hat. Bis zum letzten Moment des "Austauschs" hatte die sich darüber ausgeschwiegen, ob die beiden im Juli 2006 entführten Soldaten Ehud Goldwasser und Eldad Regev noch am Leben seien. Morgens um neun Uhr ließ die Hisbollah dann die Fernsehbilder für sich sprechen: Bärtige Männer in Anzügen und mit Sonnenbrillen übergaben dem Internationalen Roten Kreuz zwei schmucklose schwarze Särge.

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Umso größer war die Erleichterung daher an diesem Dienstag über die ersten Bilder von Gilad Schalit. Das ägyptische Fernsehen zeigte sie: Auf den ersten Blick wirkte der mittlerweile 25-jährige Mann in relativ guter Verfassung, auch wenn er sich sichtlich schwer tat beim Atmen und man ihm die Anstrengung ansehen konnte. Aber er schaffte es, ohne Zögern auf die Fragen der Journalistin zu antworten. So erfuhr man, dass er bereits vor einer Woche über den Gefangenenaustausch unterrichtet worden war und er der ägyptischen Regierung für ihre Vermittlungsversuche danke. Natürlich habe er die ganze Zeit über Sehnsucht nach seiner Familie gehabt, ebenso wie nach der Freiheit. Er freue sich jetzt, nicht mehr den ganzen Tag allein sein zu müssen und wolle nun sein altes Leben zurückhaben, sagte Schalit.

Ob er denn jetzt mithelfen würde, überraschte ihn die Journalistin dann am Schluss noch mit der Frage, auch noch die restlichen 4.000 palästinensischen Gefangenen zu befreien? Gilad Schalit dachte kurz nach und sagte diplomatisch: "Ich würde mich sehr freuen, wenn sie zurückkämen, allerdings nicht um dann wieder gegen uns zu kämpfen." Danach betrat er erstmals wieder nach fast fünfeinhalb Jahren israelischen Boden. In Israel herrschte erst dann echte Erleichterung.

Aber bei aller Freude über seine Rückkehr – viele Israelis hegen gemischte Gefühle angesichts des Preises, der für Gilads Freilassung bezahlt wurde. Viele waren schockiert über die Namensliste der palästinensischen Häftlinge, die im Gegenzug freigekommen sind. Denn unter ihnen befinden sich 270 Terroristen, die – durch ihre Anschläge – insgesamt 300 Israelis auf dem Gewissen haben.

Der Beigeschmack von Gilads Heimkehr ist also ein bitterer. Zwar befürwortet eine Mehrheit in der Bevölkerung den Deal, doch sind immerhin 35 Prozent dagegen. Die Einwände der Gegner liegen auf der Hand: Ein solcher Handel würde die nächste Entführung eines Israelis geradezu herausfordern, außerdem könnten die freigelassenen Täter nun in Ruhe die nächste Terrorwelle vorbereiten. Angehörige von israelischen Terroropfern empfinden es als Verrat, dass die Mörder schon nach so kurzer Zeit wieder ihre Freiheit erlangt haben.

Die Befürworter hingegen argumentieren, dass Israel auch so vor Bedrohungen auf der Hut sein müsse und die Pflicht gehabt habe, Gilad zu retten, weil er lebte, weil ihm das der Staat schuldig war, der ihn in Uniform losgeschickt hatte. Dass ein Land bereit ist, für einen einzelnen Menschen so viel zu tun, halten sie nicht für ein Zeichen der Schwäche, sondern der Stärke.

Doch ist diese Debatte womöglich zu schwer für die schmalen Schultern von Gilad Schalit, der – ohne sein Zutun – von einem einfachen Soldaten zum nationalen Symbol mutiert ist.  Dass sich so viele in Israel über seine Rückkehr freuen, stärkt bestimmt, aber zu viel Aufmerksamkeit kann auch erschrecken. Einen Vorgeschmack seiner neuen Rolle als Held konnte Schalit bei seiner Rückkehr am Dienstagabend in seinen Heimatort bekommen. Mizpe Hila war vollgepflastert mit Willkommensplakaten, ein Menschenmeer formierte sich zum Empfangskomitee. Man jubelte, köpfte Champagner, sang und schwenkte Fahnen. Gilad saß im Auto mit der Hand auf der Brust und blickte ungläubig. Dann verschwand er im Haus. 

Die vielen in der Nähe stationierten Fernsehteams aus aller Welt warten nun ungeduldig auf eine Dreherlaubnis, die seine ersten Schritte ins alte Leben festhalten, das nie mehr dasselbe sein wird. Bisher wurden die Medien um Zurückhaltung gebeten, um Gilad zur nötigen Ruhe kommen zu lassen. Die Journalisten wurden dazu angehalten, zehn Tage lang ohne Erlaubnis der Familie Schalit keine Bilder oder Videoaufnahmen des Rückkehrers zu veröffentlichen. Aber auch diese Schonfrist wird irgendwann vorbei sein.

 
Leserkommentare
  1. "D.h., dass selbst nach den strengen Maßstäben der Beobachterorganisationen rund 3700 Palästinenser rechtmäßig wegen Terrorismus und anderer Verbrechen in insraelischen Gefängnissen sitzen."

    Nein, das heisst es nicht, da sich die Zahl NUR auf die Palästinenser bezieht, die überhaupt kein Verfahren hatten. Die unzähligen, die wegen völkerrechtswidriger Verfahren verurteilt wurden sind bei dieser Zahl gar nicht mit dabei.

    "Eine bessere Quote als... in ALLEN Nachbarstaaten (inklusive der pal. Gebiete(!)), wo Menschen wegen Homosexualität, Zugehörigkeit zur Opposition oder anderer "Verbrechen" festgehalten, gefoltert und ermordet werden."

    Und wieder das reflexartige "Mit-dem-Finger-auf-andere-zeigen", wie man es aus Israel kennt.

    Niemand versucht die Menschenrechtsverstöße in den Dikaturen in Syrien usw. zu entschuldigen.

    Für die Menschenrechtsverstöße in Israel finden sich immer wieder Menschen, die diese versuchen zu entschuldigen.

    Erschrecken und traurig.

    Israel foltert http://www.btselem.org/to...

    Israel inhaftiert Oppostionelle

    Israel ermordet ohne Gerichtsverfahren http://en.wikipedia.org/w...

    Das sind Fakten.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "335 von"
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    • achjaa
    • 19.10.2011 um 18:11 Uhr

    zeige ich mit dem Finger auf andere. Israel ist ein Staat mit einer pluralistischen Gesellschaft, dass seinen Bürgern jedweder "Kultur-" und Religionszugehörigkeit umfassende Rechte einräumt.
    Die Palästinenser hingegen kämpfen für ein Land, dass es in der Form nie gegeben hat, auf einem Stück Erde, das seit über 90(!) Jahren nicht mehr muslimisch regiert ist, gegen einen Staat, dessen einziger "Makel" ist, dass er mehrheitlich von Juden bewohnt wird.
    Unterstützt werden sie von "Brüdern", die ihnen noch nicht einmal die Integration in ihr eigenes Land gestatten, sondern diese in Camps ohne Rechte und Perspektive zusammenpferchen um sie der Weltöffentlichkeit als von den Juden fabriziertes Elend präsentieren zu können. Vergleiche einer einfach mal die Lebensverhältnisse von Palästinensern, die in Israel, Jordanien, Syrien und Gaza leben. Was fällt einem auf? Genau, gar nichts - weil es nicht darum geht, wie gut es den Leuten geht, sondern darum, wem die paar Quadratmeter eigentlich gehören sollten, auf denen die Siedler ihre Wohnungen ausbauen..

    • achjaa
    • 19.10.2011 um 18:31 Uhr

    "Niemand versucht die Menschenrechtsverstöße in den Dikaturen in Syrien usw. zu entschuldigen.

    Für die Menschenrechtsverstöße in Israel finden sich immer wieder Menschen, die diese versuchen zu entschuldigen."

    Um nochmal hierauf einzugehen: die meisten, die Israel für Menschenrechtsverstöße kritisieren tun dies, um implizit die Menschenrechtsverstöße, Hasspredigten und überhaupt den ganzen Antisemitismus in der Region kleinzureden und zu rechtfertigen. Nach dem Motto: "Ist doch klar, dass die Hamas die Israelis ins Meer schmeißen will - schließlich foltern die!".
    Opfer und Täter sollen so mal wieder vertauscht werden, da Israel für seine "Provokationen" (sprich: seine Anwesenheit) für die Aggressionen, die ihm entgegengebracht werden selbst verantwortlich sei.
    Es gibt keine rationalen Gründe, Israel für Menschenrechtsverletzungen an den Pranger zu stellen, anstatt entweder vor der eigenen Haustür zu kehren (machen übrigens viele Israelis auch - Meinungsfreiheit und Demonstrationsrecht sei dank) oder - wenn man schon in die Ferne geht, dann auch "echte" Menschenrechtsverletzungen zu verurteilen, von denen es mehr als genug gibt. Der einzige Grund, der mir einfällt dennoch zuerst auf Israel zu schimpfen ist der, dass man den Staat schon aufgrund seines "Charakters" abgelehnt.

    • achjaa
    • 19.10.2011 um 18:11 Uhr

    zeige ich mit dem Finger auf andere. Israel ist ein Staat mit einer pluralistischen Gesellschaft, dass seinen Bürgern jedweder "Kultur-" und Religionszugehörigkeit umfassende Rechte einräumt.
    Die Palästinenser hingegen kämpfen für ein Land, dass es in der Form nie gegeben hat, auf einem Stück Erde, das seit über 90(!) Jahren nicht mehr muslimisch regiert ist, gegen einen Staat, dessen einziger "Makel" ist, dass er mehrheitlich von Juden bewohnt wird.
    Unterstützt werden sie von "Brüdern", die ihnen noch nicht einmal die Integration in ihr eigenes Land gestatten, sondern diese in Camps ohne Rechte und Perspektive zusammenpferchen um sie der Weltöffentlichkeit als von den Juden fabriziertes Elend präsentieren zu können. Vergleiche einer einfach mal die Lebensverhältnisse von Palästinensern, die in Israel, Jordanien, Syrien und Gaza leben. Was fällt einem auf? Genau, gar nichts - weil es nicht darum geht, wie gut es den Leuten geht, sondern darum, wem die paar Quadratmeter eigentlich gehören sollten, auf denen die Siedler ihre Wohnungen ausbauen..

    • achjaa
    • 19.10.2011 um 18:31 Uhr

    "Niemand versucht die Menschenrechtsverstöße in den Dikaturen in Syrien usw. zu entschuldigen.

    Für die Menschenrechtsverstöße in Israel finden sich immer wieder Menschen, die diese versuchen zu entschuldigen."

    Um nochmal hierauf einzugehen: die meisten, die Israel für Menschenrechtsverstöße kritisieren tun dies, um implizit die Menschenrechtsverstöße, Hasspredigten und überhaupt den ganzen Antisemitismus in der Region kleinzureden und zu rechtfertigen. Nach dem Motto: "Ist doch klar, dass die Hamas die Israelis ins Meer schmeißen will - schließlich foltern die!".
    Opfer und Täter sollen so mal wieder vertauscht werden, da Israel für seine "Provokationen" (sprich: seine Anwesenheit) für die Aggressionen, die ihm entgegengebracht werden selbst verantwortlich sei.
    Es gibt keine rationalen Gründe, Israel für Menschenrechtsverletzungen an den Pranger zu stellen, anstatt entweder vor der eigenen Haustür zu kehren (machen übrigens viele Israelis auch - Meinungsfreiheit und Demonstrationsrecht sei dank) oder - wenn man schon in die Ferne geht, dann auch "echte" Menschenrechtsverletzungen zu verurteilen, von denen es mehr als genug gibt. Der einzige Grund, der mir einfällt dennoch zuerst auf Israel zu schimpfen ist der, dass man den Staat schon aufgrund seines "Charakters" abgelehnt.

  2. ... sie gleich annehmen meine Kritik hinge an dem Fakt, das das in Israel geschieht, bzw. das ich das nur deshalb kritisiere.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Lustig das"
  3. "Und zu Ihrer Frage, ob wir die Entführung billigend in Kauf genommen hätten, möchte in nur anmerken, dass Gilad und seine drei Kollegen auf einer Patrouille an der Grenze zu Gaza unterwegs waren, als das Fahrzeug von widerrechtlich nach Israel eingedrungenen Hamasniks überfallen wurde."

    es war keine patrouille sondern ein befestigter posten der angegriffen wurde.
    "Am frühen Morgen des 25. Juni 2006 drangen militante Freischärler durch einen selbstgegrabenen Tunnel in der Nähe von Kerem Schalom auf israelisches Gebiet vor und überfielen einen dort stationierten Posten. Bei dem Zwischenfall wurden zwei Soldaten der israelischen Armee getötet und vier weitere verletzt."
    http://de.wikipedia.org/w...

    sie haben also absolut nichts sinnvolles dazu gesagt, ob israel die entführung billigend in kauf genommen hat.

    "Wenn Sie mit Zahlen argumentieren, dann bitte mit den korrekten.
    Die 270 Terroristen sind nur und aussschliesslich Teil der 1. Gruppe von 450 Freigelassenen. Wer freigelassen wurde und wer nicht, war primär der Wunsch der Hamas. Diesem Wunsch wurde bis auf wenige Ausnahmen auch entsprochen.
    "

    das soll also bedeuten, dass die hamas den grossteil ihrer top-leute freigepresst hat? wenn ja, dann sind von den 6000 inhaftierten palästinensern über 5000 keine terroristen. mit ihrer pseudoargumentation erweisen sie israel einen bärendienst.

    Antwort auf "Darf ich korrigieren?"
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    Mein lieber polyvalenz, Sie haben außer verschwörungstheoretischem Gemunkel nichts sinnvolles dazu gesagt, ob Israel die Entführung billigend in Kauf genommen habe. Ihre Äußerungen haben nuru das eine Ziel, Israel doch noch irgendwie haftbar dafür zu machen, wenn schon an der objektive Urheberschaft der Tat nicht zu rütteln ist.
    Was Ihre Zahlenspiele betrifft, so ist es mir nicht möglich, hier einen logischen Gedankengang zu erkennen. Wie Sie aus der Auswahl von 1027 Freizulassenden Terroristen/Terrorverdächtigen durch die Hamas darauf schließen können, die zurückbleibenden 5000 Häftlinge wären keine Terroristen, da von der Hamas nicht ausgewählt, bleibt Ihr(wohl kaum lüftbares) Geheimnis. Nach welchen Kriterien die Hamas die Freizupressenden ausgewählt hat, dürfte dieser und sonst niemandem bekannt sein. Im übrigen ist die Ansicht, nur 270 der 477 der ersten Tranche seien Terroristen, eine irrige Ansicht: Exakt 282 dieser Ausgetauschten waren mit (oft mehrfach) lebenslänglicher Haft bestrafte Terroristen, insgesamt befanden sich unter den 477 gerade mal 10 noch nicht Verurteilte und 7, deren Haftstrafe weniger als 7 Jahre betrug.

    Mein lieber polyvalenz, Sie haben außer verschwörungstheoretischem Gemunkel nichts sinnvolles dazu gesagt, ob Israel die Entführung billigend in Kauf genommen habe. Ihre Äußerungen haben nuru das eine Ziel, Israel doch noch irgendwie haftbar dafür zu machen, wenn schon an der objektive Urheberschaft der Tat nicht zu rütteln ist.
    Was Ihre Zahlenspiele betrifft, so ist es mir nicht möglich, hier einen logischen Gedankengang zu erkennen. Wie Sie aus der Auswahl von 1027 Freizulassenden Terroristen/Terrorverdächtigen durch die Hamas darauf schließen können, die zurückbleibenden 5000 Häftlinge wären keine Terroristen, da von der Hamas nicht ausgewählt, bleibt Ihr(wohl kaum lüftbares) Geheimnis. Nach welchen Kriterien die Hamas die Freizupressenden ausgewählt hat, dürfte dieser und sonst niemandem bekannt sein. Im übrigen ist die Ansicht, nur 270 der 477 der ersten Tranche seien Terroristen, eine irrige Ansicht: Exakt 282 dieser Ausgetauschten waren mit (oft mehrfach) lebenslänglicher Haft bestrafte Terroristen, insgesamt befanden sich unter den 477 gerade mal 10 noch nicht Verurteilte und 7, deren Haftstrafe weniger als 7 Jahre betrug.

    • gag
    • 19.10.2011 um 17:17 Uhr

    "Unter den Häftlingen waren 270 Palästinenser die für den Tod von 300 Israelis verantwortlich waren."

    Wie schlimm sie den Tod von 300 Menschen finden dürfen Sie sich selbst beantworten.

    Und nein ich denke nicht, dass es normal ist, dass ein Soldat wie Shalit auf eigenem Staatsgebiet damit rechnen muss angegriffen und entführt zu werden.

    • gag
    • 19.10.2011 um 17:28 Uhr

    Nun "Aufenthalt in einer anderen Kultur" klingt ja doch etwas euphemistisch, aber immerhin eine kreative Umschreibung für 5 Jahre Geiselhaft.

    Eine Leserempfehlung
  4. "Richtig ist:
    Es handelt sich um eine Befreiung eines unbescholtenen Menschen und eine Entlassung von rechtmäßig verurteilten Mördern und Verbrechern.
    Und das ist gerecht!
    "

    sie halten es also für gerecht, wenn rechtmässig verurteilte mörder und verbrecher entlassen werden?
    das alleine ist schon bezeichnend. und wenn man noch die rechtmässigkeit von militärgerichten kritisch hinterfragt, bleibt von ihrer argumentation nichts mehr übrig.
    http://de.wikipedia.org/w...

    wie viele von militärgerichten verurteilte palästinenser sind "mörder und verbrecher", und wie viele sind tatsächlich unschuldig, bzw. unverhältnismässig hart bestrafte steinewerfer, einfach nur unbequem oder noch nicht einmal strafmündig?
    http://www.tagesspiegel.d...
    http://www.spiegel.de/pol...

    haben sie belastbare zahlen, die ihre wackelige argumentation wenigstens ein bisschen stützen?

    Antwort auf "Wieder ein Fehler"
    • achjaa
    • 19.10.2011 um 18:11 Uhr

    zeige ich mit dem Finger auf andere. Israel ist ein Staat mit einer pluralistischen Gesellschaft, dass seinen Bürgern jedweder "Kultur-" und Religionszugehörigkeit umfassende Rechte einräumt.
    Die Palästinenser hingegen kämpfen für ein Land, dass es in der Form nie gegeben hat, auf einem Stück Erde, das seit über 90(!) Jahren nicht mehr muslimisch regiert ist, gegen einen Staat, dessen einziger "Makel" ist, dass er mehrheitlich von Juden bewohnt wird.
    Unterstützt werden sie von "Brüdern", die ihnen noch nicht einmal die Integration in ihr eigenes Land gestatten, sondern diese in Camps ohne Rechte und Perspektive zusammenpferchen um sie der Weltöffentlichkeit als von den Juden fabriziertes Elend präsentieren zu können. Vergleiche einer einfach mal die Lebensverhältnisse von Palästinensern, die in Israel, Jordanien, Syrien und Gaza leben. Was fällt einem auf? Genau, gar nichts - weil es nicht darum geht, wie gut es den Leuten geht, sondern darum, wem die paar Quadratmeter eigentlich gehören sollten, auf denen die Siedler ihre Wohnungen ausbauen..

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    Antwort auf "Bitte logisch denken"
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    pure Propaganda.

    "Selbstverständlich zeige ich mit dem Finger auf andere."

    Reflexion über das "eigene" Handeln ist eben auch zu viel verlangt für viele. Schade.

    "Die Palästinenser hingegen kämpfen für ein Land, dass es in der Form nie gegeben hat, auf einem Stück Erde, das seit über 90(!) Jahren nicht mehr muslimisch regiert ist,"

    Und die Zionisten kämpfen für ein Land, dass es so in der Form seit ca. 2000 Jahren nicht gegeben hat..

    Langweilige israelische Regierungspropaganda.

    pure Propaganda.

    "Selbstverständlich zeige ich mit dem Finger auf andere."

    Reflexion über das "eigene" Handeln ist eben auch zu viel verlangt für viele. Schade.

    "Die Palästinenser hingegen kämpfen für ein Land, dass es in der Form nie gegeben hat, auf einem Stück Erde, das seit über 90(!) Jahren nicht mehr muslimisch regiert ist,"

    Und die Zionisten kämpfen für ein Land, dass es so in der Form seit ca. 2000 Jahren nicht gegeben hat..

    Langweilige israelische Regierungspropaganda.

  5. Mein lieber polyvalenz, Sie haben außer verschwörungstheoretischem Gemunkel nichts sinnvolles dazu gesagt, ob Israel die Entführung billigend in Kauf genommen habe. Ihre Äußerungen haben nuru das eine Ziel, Israel doch noch irgendwie haftbar dafür zu machen, wenn schon an der objektive Urheberschaft der Tat nicht zu rütteln ist.
    Was Ihre Zahlenspiele betrifft, so ist es mir nicht möglich, hier einen logischen Gedankengang zu erkennen. Wie Sie aus der Auswahl von 1027 Freizulassenden Terroristen/Terrorverdächtigen durch die Hamas darauf schließen können, die zurückbleibenden 5000 Häftlinge wären keine Terroristen, da von der Hamas nicht ausgewählt, bleibt Ihr(wohl kaum lüftbares) Geheimnis. Nach welchen Kriterien die Hamas die Freizupressenden ausgewählt hat, dürfte dieser und sonst niemandem bekannt sein. Im übrigen ist die Ansicht, nur 270 der 477 der ersten Tranche seien Terroristen, eine irrige Ansicht: Exakt 282 dieser Ausgetauschten waren mit (oft mehrfach) lebenslänglicher Haft bestrafte Terroristen, insgesamt befanden sich unter den 477 gerade mal 10 noch nicht Verurteilte und 7, deren Haftstrafe weniger als 7 Jahre betrug.

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