Nahost-KonfliktSpekulationen um Aufenthalt von Gilad Schalit

Der entführte Soldat Schalit soll binnen drei Tagen nach Israel zurückkehren. Das kündigte Hamas an. Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, er sei schon in Ägypten.

Ein Bild von dem verschleppten Soldaten Gilad Schalit an einer Mauer in Israel

Ein Bild von dem verschleppten Soldaten Gilad Schalit an einer Mauer in Israel

Der von der radikal-islamischen Hamas verschleppte israelische Soldat Gilad Schalit soll noch in dieser Woche in seine Heimat zurückkehren. "Der israelische Gefangene wird binnen drei Tagen wieder bei seiner Familie sein", sagte ein Sprecher von Hamas, der namentlich nicht genannt werden wollte.

Der Hamas-Funktionär Talal Nassar sagte hingegen, es sei noch zu früh für derartige Ankündigungen. Der Gefangenenaustausch, bei dem für Schalit mehr als 1.000 Palästinenser freigelassen werde, werde spätestens am 1. November abgeschlossen sein.

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Zuvor hatte ein hochrangiger ägyptischer Beamter behauptet, Schalit wäre bereits in Ägypten. Am Dienstagabend sei am Grenzübergang Rafah ein Auto mit getönten Scheiben über die Grenze in den palästinensischen Gaza-Streifen geschickt worden. Dieses sei kurz darauf mit Schalit nach Ägypten zurückgekehrt.

Sicherheitskreise in Kairo dementierten die Angaben. Hamas-Funktionär Nassar sagte dazu nur: "Ich kann dies weder bestätigen noch dementieren."

Ausreise Schalits erst nach Freilassung von Palästinensern

Nach mehr als fünf Jahren Verhandlungen hatten Israel und die im Gaza-Streifen herrschende Hamas schriftlich einen umfassenden Gefangenenaustausch vereinbart. Zu den Einzelheiten der Vereinbarung gehört, dass nach der Ankunft Schalits in Ägypten zunächst 450 Palästinenser und 27 Palästinenserinnen aus israelischen Gefängnissen freikommen sollen.

In einem zweiten Schritt sollen weitere 550 militante Palästinenser freigelassen werden – erst danach soll Schalit von Kairo nach Tel Aviv fliegen dürfen. Der Gefangenenaustausch ist das Ergebnis langwieriger Vermittlungsbemühungen von Deutschland und Ägypten.

Leserkommentare
  1. Lage diesen Soldaten ausfindig zu machen?

    Palästina ist ja auch nicht dermaßen überdimensioniert.
    Und ja, die Hamas hat es verstanden den Preis in die Höhe zu treiben.

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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Provokationen. Danke. Die Redaktion/sc

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  2. 2. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Provokationen. Danke. Die Redaktion/sc

  3. Bisher hatte Israel sich mit rd. 1:50 zufrieden gegeben.

    siehe : Operation "Gegossenes Blei"

    rd. 20 isrl. Soldaten
    rd. 800 Palästinenser (davon rd. 60% Frauen und Kinder)

    http://is.gd/5SJIs2

    Bitte diskutieren Sie konstruktiv das Artikelthema. Danke, die Redaktion/mk

  4. [...]

    Israel hat seit 1967 rd. 700.000 Gefangene gemacht, in der Mehrzahl Zivilisten, die z.T. nur gegen die völkerrechtswidrige Besetzung und die damit verbundenen Repressionen protestiert hatten.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf die Verharmlosung von Gewalt. Danke, die Redaktion/mk

  5. Ein Soldat, Herr/ Frau blurred, ist kein Objekt des Willens Dritter.
    Die Behandlung von Soldaten ist im Völkerrecht eingebettet - kein Soldat darf imn Friedenszeiten wahllos angegriffen, getötet oder auch "nur" entführt werden.

    Entgegen aller zivilisierten Ordnungen geht die palästinensische Führung seit jeher gewissenlos vor -
    Mord, Lynchmord oder auch Entführungen - man nimmt sich jedes Recht, unzivilisiert

    aber wehe, Israel antwortet dann, nach Mahnungen, Warnungen, Drohungen, Ultimaten, und wieder Mahnungen, Warnungen und neuem Ultimatum

    wehe, Israel antwortet -

    dann ist das das Ende jeglicher Zivilisation.

    Und so etwas will Staat werden - und soll es auch nach Willen der Israel- Verurteiler und - Vernichtungswilligen.
    Der wird ja auch gebraucht im UN- Reigen der UNrechtsstaaten - ein würdiger Vertreter dann im UN- Menschenrechtskreis. Zumal die Ausgangslage stimmt (Religion).

    Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/mk

    9 Leserempfehlungen
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    Zitat: "Entgegen aller zivilisierten Ordnungen geht die palästinensische Führung seit jeher gewissenlos vor -
    Mord, Lynchmord oder auch Entführungen..."

    "...der Chef des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, Joram Cohen: Israel habe sich in dem Abkommen nicht dazu verpflichtet, die entlassenen Palästinenser nicht auszuschalten, sagt er und meint damit wohl gezielte Tötungen." (Quelle: http://is.gd/sZWkNp)

    Was (wie alle gezielte Morde des Mossad) ebenfalls gegen das Völkerrecht verstößt. Oder?

    (Alle anderen Völkerrechtsverstöße auf denen Israel aufgebaut ist, wie Landraub, Wasserdiebstahl, illegale Besatzung usw. nicht zu vergessen)

    Für Schalid und jeden der Freigelassenen (Terroristen? Freiheitskämpfer?) freut es mich trotzdem.

    • Gafra
    • 12.10.2011 um 16:37 Uhr

    Die Behandlung von Soldaten ist im Völkerrecht eingebettet - kein Soldat darf imn Friedenszeiten wahllos angegriffen,...

    wenn da eine Friedenszeit ist.
    Hierzu dann noch ein paar Erzählungen aus dem Inneren dieser Friedenszeit!
    http://www.monde-diplomat...

    Zitat: "Entgegen aller zivilisierten Ordnungen geht die palästinensische Führung seit jeher gewissenlos vor -
    Mord, Lynchmord oder auch Entführungen..."

    "...der Chef des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet, Joram Cohen: Israel habe sich in dem Abkommen nicht dazu verpflichtet, die entlassenen Palästinenser nicht auszuschalten, sagt er und meint damit wohl gezielte Tötungen." (Quelle: http://is.gd/sZWkNp)

    Was (wie alle gezielte Morde des Mossad) ebenfalls gegen das Völkerrecht verstößt. Oder?

    (Alle anderen Völkerrechtsverstöße auf denen Israel aufgebaut ist, wie Landraub, Wasserdiebstahl, illegale Besatzung usw. nicht zu vergessen)

    Für Schalid und jeden der Freigelassenen (Terroristen? Freiheitskämpfer?) freut es mich trotzdem.

    • Gafra
    • 12.10.2011 um 16:37 Uhr

    Die Behandlung von Soldaten ist im Völkerrecht eingebettet - kein Soldat darf imn Friedenszeiten wahllos angegriffen,...

    wenn da eine Friedenszeit ist.
    Hierzu dann noch ein paar Erzählungen aus dem Inneren dieser Friedenszeit!
    http://www.monde-diplomat...

  6. Antwort der Hamas, auf den bedingungslosen Abzug der IDF aus Gaza 2005: die Gefangennahme Gilads und zehntausendfacher Raketenterror auf israelische Zivilisten.

    Daß Gilad nicht auffindbar ist, sollte zu denken geben. Es würde nicht verwundern, sollte er dem Weg des Geldes für die Hamas, in umgekehrter Richtung gefolgt sein.

    Ob Gilad indes frei kommt, kann erst geglaubt werden, wenn er es ist. Sollte Hamas die Weltöffentlichkeit erneut täuschen, bleibt zu hoffen, dies würde der letzte Fehler der Terrororganisation sein.

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  7. Die Hamas sieht den (Tausch-)Wert eines israelischen Soldaten also bei 1000 Palästinensern?

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  8. Im Gegensatz zu vielen geaeusserten Meinungen ist es nicht Israel was sich von den arabischen Revolten unter Druck sieht, sondern die Hamas. Sie waere es naemlich, die mit den Folgen eines Sturzes von Assad oder gar einem Aufstand in Gaza gegen die dortigen Machthaber in grosse Schwierigkeiten kommen wuerde.

    Daher musste die Hamas nun auf den Deal eingehen, der wie bereits zuvor hier diskutiert wurde, die perfide Haltung der Palaestinenser verdeutlicht, wenn es um die Menschlichkeit geht. Einem Menschen, der illegitim von einer Grenze entfuehrt wurde, die in jedem Fall Israel zuzurechnen ist, ueber 5 Jahre Hilfe vom Roten Kreuz zu verweigern verdeutlicht die moralischen Abgruende der Palaestinenser, die dies befuerworten.

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    Erstens:
    die Grenze des Gaza und die von Israel etablierte "Sicherheitszone" innerhalb! des Gaza Gebietes ist nicht unumstritten.

    Die Mär vom kompletten Rückzug aus Gaza unter Sharon ist genau dieses: eine Mär.

    Zweitens:
    jetzt einen Deal mit der radikalen Hamas zu machen ist leider allein dem fragwürdigen Interesse der israelischen Regierung geschuldet die radikale islamische Hamas gegenüber der Abbas PLO/ Fatah zu stärken - um deren Popularität durch ihren Schritt vor die UN zu gehen etwas entgegen zu setzen.
    Im jetzt erreichten Deal handeln Israel und die radikale islamische Hamas als Brüder im Geiste.

    Drittens:
    nicht zu vernachlässigen ist die perfide Spekulation (wiederum von Israel und Hamas gemeinsam) dass durch die Freilassung von Terroristen erneute Terroranschläge und Entführungen befeuert werden, welches die diplomatischen Erfolge der PLO/Fatah auf internationaler Ebene zerstören könnte.

    Es zeigen sich immer deutlicher zwei Fraktionen: Israel (Politik/Siedler,etc.) und Hamas auf der einen Seite und die PLO (sowie die Mehrheit der Frieden ersehnenden Israelis und Palästinenser) auf der anderen Seite.

    Ich hoffe, dass Gilad Shalit frei kommt und zu einer Stimme der Verständigung und des Friedens wird.

    Erstens:
    die Grenze des Gaza und die von Israel etablierte "Sicherheitszone" innerhalb! des Gaza Gebietes ist nicht unumstritten.

    Die Mär vom kompletten Rückzug aus Gaza unter Sharon ist genau dieses: eine Mär.

    Zweitens:
    jetzt einen Deal mit der radikalen Hamas zu machen ist leider allein dem fragwürdigen Interesse der israelischen Regierung geschuldet die radikale islamische Hamas gegenüber der Abbas PLO/ Fatah zu stärken - um deren Popularität durch ihren Schritt vor die UN zu gehen etwas entgegen zu setzen.
    Im jetzt erreichten Deal handeln Israel und die radikale islamische Hamas als Brüder im Geiste.

    Drittens:
    nicht zu vernachlässigen ist die perfide Spekulation (wiederum von Israel und Hamas gemeinsam) dass durch die Freilassung von Terroristen erneute Terroranschläge und Entführungen befeuert werden, welches die diplomatischen Erfolge der PLO/Fatah auf internationaler Ebene zerstören könnte.

    Es zeigen sich immer deutlicher zwei Fraktionen: Israel (Politik/Siedler,etc.) und Hamas auf der einen Seite und die PLO (sowie die Mehrheit der Frieden ersehnenden Israelis und Palästinenser) auf der anderen Seite.

    Ich hoffe, dass Gilad Shalit frei kommt und zu einer Stimme der Verständigung und des Friedens wird.

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