Nach der Wahl : Tunesien entdeckt seine Gräben

Die Islamisten suchen Verbündete in der linken Mitte. Das wird sie mäßigen - gut für Tunesien, das sich seiner Unterschiede erst bewusst wird.

Die Tunesier entdecken gerade viel. So stellen sie zum Beispiel fest, dass zwar nicht ihre Revolution religiös war, aber dass sie es sind, und zwar so profund, dass die meisten von ihnen das Politische nicht ohne das Heilige denken können.

Neun Monate nach der Revolution vom 14. Januar hat das Volk am vergangenen Sonntag seine verfassunggebende Versammlung gewählt, an einem weitgehend friedlichen Wahltag, und von den rund sieben Millionen Wahlberechtigten nahmen beinahe zwei Drittel teil. Die mitgliederstarke und stramm organisierte Islamistenpartei Ennahda erzielte den größten Erfolg. Sie dürfte in der Versammlung eine sehr starke relative Mehrheit erlangen; Sitze unabhängiger Islamisten kommen hinzu. Das Endresultat soll Dienstagnachmittag bekannt gegeben werden, denn es sind noch Einwände gegen den Ablauf der Wahl zu prüfen.

Der Wahlausgang kam nicht überraschend. Nach 23 Jahren Polizeistaat, der von jedermann verlangte, mit Korruption und Repression zu leben, dürstet das muslimische Land nach Moral. Sie war die leicht zu verstehende Botschaft der Islamisten. Und ist Ennahda nicht die Partei der Verfolgten, also der symbolische Gegenpol zur grassierenden Verderbtheit unter Ben Ali?

Die Tunesier entdecken außerdem, wie gespalten ihre Gesellschaft ist. Waren im revolutionären Januar die Stadt- und Landarmut noch mit den wohlhabenden Mittelschichten vereint, um die Diktatur abzuwerfen, registrieren die Beteiligten nun die Unterschiedlichkeit ihrer Interessen. Was die gebildeten Mittelschichten der Küstenstädte interessiert, das Ansehen Tunesiens im Westen, die Freiheit der Kunst und der Sexualität, ist Arbeitslosen im darbenden Binnenland eher egal.

Dies nicht erkannt zu haben, war ein schwerer Fehler jener Parteien, die den Kampf gegen die Islamisten zu ihrem Hauptthema gemacht hatten, ohne zu bemerken, dass das nur in ihren eigenen Kreisen gut ankam. Ennahda ging währenddessen von Haus zu Haus, und zwar dort, wo das Leben schlecht ist.

Weiterhin entdecken die Bürger jetzt das politische Tagesgeschäft einer Demokratie. Die Islamisten haben die absolute Mehrheit in der Konstituante verfehlt; sie suchen Verbündete in der linken Mitte, nicht zuletzt für die Installation der neuen Regierung. Das wird zu ihrer Mäßigung beitragen, und ebenso der Umstand, dass die Versammlung neuerliche Wahlen einberufen muss, sobald die Verfassung beschlossen ist.

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Kommentare

92 Kommentare Seite 1 von 10 Kommentieren

Was sind eigentlich Islamisten?

Ich würde mich freuen wenn die Zeit Redaktion mir erklärt wen Sie unter "Islamisten" verstehen. Soll ich mir einen muslimischen Politiker vorstellen, der versucht die Rechte der muslimischen Mehrheit zu vertreten? Oder ein Al Qaida Mitglied, der sich in Menschenmengen (auch Muslime)in die Luft sprengt? Ich bin der Meinung, dass das Wort "Islamist" missbraucht wird. Da die meisten Menschen nicht wissen wofür es steht können die Redakteure so indirekt den Islam angreifen..Mit "Muslime an der Macht" kann man schlecht jemanden Angst einjagen. Islamist hört sich schon besser an....

Islamismus?

Immer wenn es um Poltiker/Partei geht,die eine Identifikation bzw. Leitkultur islamischer Prägung propagiert,dann wird dieser/diese als islamistisch verunglimpft bzw. es wird ihnen/ihr eine Geheimagenda unterstellt.Dann gilt es anti-islamsche Kräfte zu unterstützen.Medial und Monetär.

Demokratie ist immer nur das,was wir wollen,das andere zu wählen haben.Wenn Menschen mal tatsächlich die Wahl haben und das wählen,was sie für richtig erachten,dann heisst es: Wählen ja,aber nicht islamische Parteien.
Warum eigentlich nicht?
Weil wir sie nicht mehr ganz so leicht kaufen können wie ihre säkularen Diktatoren und Massenmörder zuvor?!

Demokratie ist zu einem Heuchlerprodukt verkommen.
Wir akzeptieren nur Wahlen,deren Ergebnis UNS in den Kram passt!

Islamismus

Sie haben grundsätzlich natürlich Recht, das Wort Islamismus gebrauchen die meisten Menschen erstaunlich undifferenziert. Allerdings lässt sich an der vermehrten Nutzung des Begriffs durchaus ablesen, was einmal damit gemeint war, nämlich eine bestimmte, in Teilen heute vorherrschende Auslegung des politischen Islams. Herr Erdogan, Ministerpräsidenten der Türkei, wird selten als Islamist bezeichnet, er steht also für ein nicht-islamistisches Konzept islamischer Politik.

http://de.wikipedia.org/w...

beschreibt die Konzepte, welche sich unter dem Begriff "Islamismus" subsummieren ganz gut. Von der Zeit und anderen Nachrichtenquellen wünschte ich mir allerdings, wenn sie vor einer "Einordnung" der neuen Kräfte deren Ideen etwas ausführlicher beschrieben. Denn zwischen Islamismus und Islamismus gibt es teilweise durchaus himmelweiter Unterschiede und zur Einschätzung der Lage (jetzt in Tunesien) hülfe es zur Aufklärung durchaus tiefer die Ideologeme der an die Macht gekommenen Parteien zu beschreiben.

Zugegeben, das Zeitalter der Aufklärung ist allerdings auch vorüber.

"Wir akzeptiert doch die Wahl in Tunesien

"Wir" erlauben uns nur darauf hinzuweisen, dass die Wahl der Partei Ennahda eine blöde Entscheidung ist, wenn man auf individuelle Freiheitsrechte setzt.

Wer natürlich Sehnsucht hat, nach dem Kollektiv, nach der heimeligen Atmosphäre der Gruppe hat, dem gefällt der Islam gut. Der Islam setzt nämlich auf den Schutz der Rechte der Gruppe und nicht auf den Schutz der Rechte des Individuums.

Vielleicht liege ich ja falsch

Den Anhänger der Religion Islam habe ich immer wertfrei als Muslim verstanden, wie ich Christen als Anhänger des Christentums verstehe.

Islamisten hingegen verstand ich bisher als verbohrte Fanatiker mit verquerem Religionsverständnis, bzw. als gewaltbereite und unnachgiebige Machtmenschen, die sich die Religion Islam als wohlfeiles Mäntelchen für ihre Gewalttätigkeit und ihre Kujunierung der Völker umhängen.

76, M@rk Tw@yn - Der islamliebhaber kann jubeln

Die ungeliebte Umschreibung des gewalttätigen Islam, nämlich bisher Islamismus, hat eine offizielle Umdeutung gefunden, die alles viel übersichtlicher macht.
(siehe hier unter Redaktions- Empfehlungen)

So übersichtlich, das Gewalttätigkeit im Islam zwar wohl weiter mit Islamismus beschrieben werden kann
jetzt kommt aber die göttliche Erhellung:
Der kundige Islam- Liebhaber kann jetzt kontern: nicht so pauschal bitte! (Löschung beinhaltet)
Islamismus ist ein geordneter Sammelbegriff für islamische Strömungen
die Gewalttätigkeit ist im vorliegenden Fall zwar nachgewiesenermaßen leider vorhanden
aber Sie können es nicht dem Islamismus anhängen - der ist nämlich in anderen Bereichen moderat bis gemäßigt (siehe z. B. Türkei und Erdogan "Ein Muslim kann keinen Genozid verbrechen (auf Darfur gemünzt)).
Nein, ein islamistischer Akt ist ein zukünftig hier wohl ein gewalttätiger Akt, hat aber mit dem Islam nichts zu tun, mit Islamismus auch nicht - ist ein Akt ist ein Akt ist ein Akt.
Wie ich bei dem thread zu Apostasie- Todesurteil in Iran lesen kann: Das hat nichts mit Religion zu tun.

seit wann ist die Ennahda islamistisch?

ich werde nie verstehen warum man die Ennahda Partei als islamistisch bezeichnet. Sie ist zwar konservativ aber definitiv nicht islamistisch. Man kann sie mit der CDU/CSU vergleichen oder mit der türkischen AKP. Das sind alles konservative Parteien und haben einen gewissen Bezug zur Staatsreligion aber deshalb sind das noch lange keine Extremisten. Etwas mehr Differenzierung wäre also angebracht, vor allem bei einem seriösen Ballt wie der Zeit!
Nichtsdestotrotz beglückwünsche ich Tunesien zu den ersten freien Wahlen und wünsche Land und Leuten weiterhin viel Erfolg!

Ein Blick auf Wikipedia hilft

Ich persönlich hatte lange Zeit gedacht, Islamismus wäre ein Begriff, der Islam und Extremismus vereint (vielleicht ist das sogar so beabsichtigt gewesen) Schlielich hört man ja viel von islamistischem Terror.

Aber die eigentliche Bedeutung ist eine ganz andere, Zitat Wikipedia:

"„Islamismus“ ist ein breit gefasster Begriff, der verschiedene Bewegungen, Denkrichtungen und Ideologien vereint. Er leitet sich vom arabischen Begriff islamawiyya (إسلاموية) ab. Im Arabischen wird er oftmals durch den Begriff al-uṣūliyya (‏أصول‎ uṣūl „Wurzeln“, „Fundament“) ersetzt, die arabische Übersetzung des europäischen Konzeptes des Fundamentalismus. Islamisten bezeichnen sich im Arabischen neben islamiyun („Islamisten“) unterschiedlich als usuliyun („Fundamentalisten“), musalihun („Reformer“), oder salafiyun („Salafisten“)."

Das heißt im Klartext: die Gruppe der Islamisten umfasst alles von den extremen bis hin zu den liberalen Reformern, sofern sie sich als dem Islam zugehörig empfinden. Islamisten sind also per definitionem eine sehr heterogene Gruppe. In so fern ist der Vergleich zu einer christlichen Volkspartei gar nicht so falsch.

@A-RAB

Das geht leider gar nicht. Die CDU kennt die Trennung von Staat und Kirche (Religion) und hat bisher auch noch nicht den christlichen Glauben zur Staatsreligion erklärt - mit allen Nachteilen für Frauenrechte und Andergläubigen.

Mit der türkischen AKP ist sie vielleicht insofern vergleichbar als diese sehr klug nach und nach den säkularen Staat abbaut (das Militär war ja der "Bewacher" der Trennung von Staat und Religion), Gesetze einführt wie eines, dass die Nichtjungfräulichkeit einer Frau zu einem Scheidungsgrund deklariert. Auch die Presse gerät immer mehr unter den Einluss der AKP.

Islamisten

An keiner Stelle mache ich die Gleichung Islamismus=Extremismus auf, weder in diesem noch in einem anderen Text. Islamismus ist ein Standardbegriff, übrigens weithin in Tunesien benutzt, der den politischen Islam bezeichnet. Was Ennahda betrifft, so ist ihre Selbstbeschreibung in der Tat nicht radikal. Wer allerdings mit den Mitgliedern spricht, trifft auch auf Radikale. Dass das in der CDU der frühen Jahre nicht anders war, habe ich ebenfalls schon vermerkt und dafür wiederum Schelte von islamophober Seite bekommen. Aber so ist's nur recht, zwischen den Stühlen fühle ich mich am wohlsten.

Wie hätten Sie es denn gern?

wenn ich also hier in Deutschland einen Moslem Islamist nenne bin ich ein Islamhasser!
Wenn Herr von Randow diesen Begriff benutzt ist dies wohlüberlegt und differenziert.
Wie kann man sich eigentlich noch differenziert zu diesem Thema äussern wenn man schon von Mitkommentatoren in diese Ecke gestellt wird, weil diesen die Argumentation nicht gefällt?
Habe ich irgendwie den Sinn einer Disskusion missverstanden, daß diese dazu dienen soll Unterschiedliche Thesen auszutauschen und eventuell aus diesen Argumenten eine Conclusion zu ziehen die den einen oder anderen auf eine neue Ebene bringt?
Oder ist es in der zwischenzeit so das man sich für seine Meinung als Islamhasser bezeichnen lassen muss?
Und wer entscheidet das?
Sie?
Ich muss auch sagen das in dem Kommentar von Herrn Randow wieder eine sehr optimistische Beschreibung stattfindet. Denn warum wird eigentlich immer davon ausgegangen das sich Tunesien in eine Demokratie westlichen Einschlags entwickeln wird?
Selbst im Artikel wird auf die starke Verbundenheit zur Religion eingegangen. Dies muss man einfach endlich mal respektieren.
Was daraus wird kann ich nicht vorhersehen, es wird aber wenig mit dem zu tun haben was wir uns unter Demokratie im herkömmlichen Sinne vorstellen.
Bin ich jetzt auch ein Islamhasser?

Da Sie schon bei Erklärungen sind, Herr Randow -

und Sie verorten hier ja islamophobe Elemente, sie schreiben von Schelte von islamophober Seite:

sehen Sie Islamophobie auch dort angesetzt, wo der offizielle islamische Ansatzpunkt für Islamophobie ist:
nämlich beim schlimmstmöglichen Terrorismus

"Am 16. Mai 2007 äußerten in Islamabad die Außenminister der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) einhellig ihre Besorgnis über „die steigende Woge der Diskriminierung und der Intoleranz gegenüber Moslems, insbesondere in Europa und in Nord-Amerika“. Die Minister beschrieben die Islamophobie als „die schlimmste Form des Terrorismus“

Ihr Kollege Jörg Lau beschrieb das, was Sie hier usern anlasten, wie folgt:

"Eine Phobie ist schließlich etwas anderes als ideologische Voreingenommenheit – wie sie uns etwa in Form einer rassistischen Einstellung, eines religiösen Fanatismus oder politischer Parteilichkeit begegnen. -

Die Phobie muss behandelt werden wie andere bedrohlich psychische Erkrankungen. Der Phobiker verhält sich zwanghaft. Er kann anderen zur Gefahr werden und wird zugleich als Opfer einer Krankheit betrachtet, statt als Subjekt mit Überzeugungen und Meinungen, wie fragwürdig auch immer."

Hier der Link
http://blog.zeit.de/joerg...

Wenn dem so ist - welche Behandlung schlagen Sie denn vor?
Sanft und behutsam -
oder doch
der Heiligen Schrift angemessen, brachial?

War Atatürk islamophob?

Oder ist Spaniens PSOE als stets demokratisch gewählte Dauerregierungpartei 'katholophob', weil sie ein historisch wohl begründetes Problem mit dem dortigen Klerikalfaschismus hatte und hat?

Man sollte doch etwas vorsichtiger mit Begriffen sein...

Sicher, es gibt im Netz merkwürdige grundsätzlich antimuslimische Verschwörungstheoretiker (PI etc.), eine große Gefahr sind sie nicht.

Der Konflikt ist vielmehr anders gelagert: Angesichts der mittlerweile beachtlichen Gewalt- und Mordbilanz des religiösen Faschismus in Nordafrika (siehe Algerien) gibt es dort viele 'Islamophobe', die vielleicht nie Alkohol trinken und Schweinefleisch essen. Sie haben die Gefahr erkannt, die Aufklärung, Humanität und Zivilisation dort droht. Sie verdienen unsere Loyalität. Und müssen angesichts der akuten Gefahr für Leib und Leben, die ihnen durch fromme Fanatiker immer näherrückt, nicht noch gutmeinend belehrt werden.

An den Pranger mit ihnen!

Und, Herr Salzhaufen, was wollen Sie damit sagen?

Gehören Islamhasser zu den verachtenswerten Kreaturen? Soll es irgendjemand irgendjemandem verbieten, ein Islamhasser zu sein?

Gott sei Dank darf man hier so einiges hassen, ohne um Leib und Leben fürchten zu müssen.

Das Christentum z.B., deutlichst demonstriert hier in den Kommentaren zu den jeweiligen Artikeln, oder die CSU, oder die Atomkraft, den Kommunismus, etc., etc.

Islamhasser! Welch wirklich niederschmetterndes Urteil. In die Dschehenna mit ihm!

Sie Islamhasserhasser!

wäre sehr interessant

zu erfahren, woher und warum Sie, Herr von Randow zu solchen Aussagen kommen (können)

http://www.zeit.de/politi...

http://www.zeit.de/politi...

Ihre Berichterstattung scheint für mich nicht so richtig neutral, deshalb würde ich gerne wissen welche Quellen Sie benutzten und verwenden.
Natürlich dann in Form von funktionierenden Links oder richtig zitiert. Vielen Dank :)

Mir fehlt in Ihren Artikel eine wirklich neutrale Berichterstattung, auch über z.B. eine "grüne", "gelbe", etc. Partei.
So wie ich es mitbekommen habe, gibt es an die 100 Stück und nicht nur die Ennahda. Einfach ein kurzer Überblick über die 10 wichtigsten wäre ja schon mal etwas.

"Als Bündnispartner kommt insbesondere der in der linken Mitte angesiedelte Congrès pour la République (CPR) in Frage, eine durchweg demokratische Partei, geführt von dem untadeligen Menschenrechtler Moncef Marzouki. Dem CPR wird zur Stunde ein überraschender Erfolg vorhergesagt."
Das ist der einzige Abschnitt den ich in den letzten Artikeln über die tunesische Wahl gefunden habe, der eine andere Partei beschreibt. Sonst nichts.
Sry, aber die Meinungsmache zu und über die Ennahda-Partei ist zu offensichtlich.

entweder

Unwissenheit oder Naivität.
Sry, für die deutlichen Worte.

"Und dass Ennahda das Hauptthema ist, nicht nur in Europa oder Amerika sondern auch hier in Tunesien, das werden Sie kaum bestreiten, oder?"

Natürlich ist DAS das Thema Nummer 1. Warum wohl ?
Weil es wunderbar für den bösen Islamisten verwendbar ist, für die Angsttreiberei, für "das-war-doch-eh-klar" - Aussagen zu dem arabischen Frühling usw..
Damit lassen sich endloss viele Klicks und Auflagenquoten generieren.
Das mal als ganz kurzes Beschreibung.

Jetzt steh ich vor einem Dilemma, weil ich nicht abschätzen kann, ob Sie diesen Hintergrund kennen und damit spielen oder ob Sie diesen Hintergrund nicht kennen und mit dem "Mainstream" (~ Obriggehörigkeit) mitgehen wollen.

Und aus diesem Grund würde mich sehr interessieren, welche Quellen Sie für Ihre Artikel benutzen.
Vielen Dank für Ihr Entgegenkommen.

Profil der Parteien

Guten Tag,

auch mir fehlt ein Überlich über die verschiedenen Parteien in der tunesischen Politik und ich bin nur aufgrund eigener Rechereche fündig geworden. Ihnen sei diese Seite ans Herz gelegt, gegründet von einheimischen und Exil Tunesieren während der Revolution.

Zu finden sind Angaben über die verschiedenen Parteiprogramme bis hin zu ständig aktualisierten Wahlergebnissen, bis dato sind 159 Sitze von 217 vergeben. Das endgültige Resultat soll im Laufe dieses Nachmittags bekannt gegeben werden.

Ein Überlich über die wichtigsten Parteien:

-Aridha Chaabia (zur Zeit 23 Sitze und damit 2. stärkste Kraft)
http://www.tunisia-live.n...

sehr überraschend, dass diese Partei so weit vorne steht, niemand hatte sie auf dem Zettel. Der Führer dieser Partei, Hechmi Hamdi, lebt in London und ist Besitzer des Senderes ,,Mostakella". Ihm werden Verbindungen zum Ben Ali Regime nachgesagt, daher umso erschreckender, dass diese Partei so viele Sitze bekommen hat.

Die wahrscheinlichen Koalitionspartner CPR und Ettakol sind hier:

CPR:
-http://www.tunisia-live.n...

Ettakol
-http://www.tunisia-live.n...

Eine aktuelle Auszählung der Sitze finden Sie hier:
http://www.tunisia-live.n...