Die argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner (58) ist am Sonntag klar wiedergewählt worden. Nach der Auszählung von 70 Prozent der Wahlurnen kam Kirchner auf 53 Prozent der Stimmen. Den zweiten Platz erreichte ihr sozialistischer Herausforderer Hermes Binner mit 17 Prozent. Insgesamt bewarben sich sieben Kandidaten um das höchste Staatsamt.

"Ich bin die erste Frau, die als Präsidentin wiedergewählt wird. Mehr will ich nicht", sagte die Mitte-Links-Politikerin nach ihrem Wahlsieg. Das Ausmaß ihres Erfolgs beeindrucke sie und mache sie "unendlich dankbar".

Die Staatschefin profitierte von dem anhaltenden Wirtschaftswachstum, für das die Mehrzahl der Argentinier die Regierung verantwortlich macht. Mit Kirchner ist zum dritten Mal in Argentinien ein Staatschef zwei aufeinanderfolgende Amtszeiten an der Macht – nach Juan Domingo Perón (1945-1955) und Carlos Menem (1989-1999).

Knapp 29 Millionen Bürger waren außerdem aufgerufen, die Hälfte der Abgeordneten sowie ein Drittel der Senatoren neu zu bestimmen. Presseberichten zufolge gewann die Präsidentin bei dem Urnengang die Mehrheit im Kongress zurück und behielt die Mehrheit im Senat. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlbehörden unter den 75 Prozent, die bisher stets seit dem Ende der Militärdiktatur 1983 verzeichnet worden waren.

Kirchner ist die erste Frau, die in Argentinien für das höchste Staatsamt gewählt wurde. Sie hatte die Wahlen 2007 mit 45 Prozent der Stimmen gewonnen und das Amt als Nachfolgerin ihres Ehemanns Néstor Kirchner übernommen, der 2010 starb.