Tibet Selbstverbrennung aus Protest gegen China

Eine tibetische Nonne hat sich selbst angezündet, um gegen Chinas Herrschaft über Tibet zu demonstrieren. Immer häufiger töten sich tibetische Ordensleute.

Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über die Tibeter hat sich erneut eine Nonne verbrannt. Nach Angaben der chinesischen staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua erlag sie ihren schweren Verbrennungen.

Sie war aus dem Kloster Geden Choeling in Dawu in der tibetischen Präfektur Garze, der Provinz Sichuan. Auf einer Brücke habe sie sich mit Benzin überschüttet und angezündet, berichtete die Organisation Free Tibet aus London. "Lang lebe der Dalai Lama", habe sie gerufen und: "Lasst den Dalai Lama nach Tibet zurückkehren."

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Es ist bereits die elfte Selbstverbrennung in diesem Jahr – ein Hinweis auf die Verschärfung des Konflikts zwischen den Tibetern und dem chinesischen Staat. Palden Choetso ist die zweite Ordensfrau, die sich mit einer solchen Aktion das Leben genommen hat.

China warf dem religiösen Oberhaupt der Tibeter vor, die Mönche und Nonnen zu den Selbstverbrennungen angestiftet zu haben, meldetete Xinhua.

Die Free Tibet-Direktorin Stephanie Brigden sagte, die Selbstverbrennungen würden eindeutig demonstrieren, "dass die Tibeter weiter nach Freiheit rufen werden, egal, was es kostet." China müsse dem endlich entsprechen.

 
Leser-Kommentare
  1. Buddhisten die sich anzünden, sind wie Christen die in den Krieg ziehen.

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    Ein taktloser, unpassender und hinkender Vergleich.

    Wie zynisch muß man sein, um nicht mehr zu erschrecken, wenn ein Mensch zu einem solch drastischen Mittel wie der Selbstverbrennung greift? Für mich sind die bisher eingestellten Kommentare nicht nachvollziehbar, der erste Reflex bestand darin, eine Propagandaaktion der chinesischen Regierung zu vermuten, aber das scheint mir doch zu weit hergeholt.
    Die Tibetpolitik Chinas ist in meinen Augen eine ständige Vergewaltigung der einheimischen Bevölkerung, das ist nicht zu relativieren.

    Ein taktloser, unpassender und hinkender Vergleich.

    Wie zynisch muß man sein, um nicht mehr zu erschrecken, wenn ein Mensch zu einem solch drastischen Mittel wie der Selbstverbrennung greift? Für mich sind die bisher eingestellten Kommentare nicht nachvollziehbar, der erste Reflex bestand darin, eine Propagandaaktion der chinesischen Regierung zu vermuten, aber das scheint mir doch zu weit hergeholt.
    Die Tibetpolitik Chinas ist in meinen Augen eine ständige Vergewaltigung der einheimischen Bevölkerung, das ist nicht zu relativieren.

  2. Nonnen verbrennen sich nach alter Tradition, um Unmut über die Zustände in Tibet darzustellen.
    Das ist eine traurige Lage, aber die VRChina hat Tibet annektiert wie Russland Tschetschnien und das müssen originären Minderheiten wohl oder über hinnehmen.
    Der DaLai Lama sollte das offiziell nach 50 Jahren anerkennen, wie Willy Bandt und Helmut Kohl die Annexionen Polens mit der Oder-Neiße-Grenze 1972, 1990 anerkannten.

  3. Ein taktloser, unpassender und hinkender Vergleich.

  4. Das Leid der Tibeter ist einfach eine direkte Folge der Globalisierung. Diese neigt nunmal dazu, bereits vorhandene Kulturen zu zerstören bzw. durch die westliche Konsumhuren-Kultur zu ersetzen. Wenn China die stattgefundenen Veränderungen nicht verursacht hätte, dann wäre früher oder später "der Westen" bis nach Tibet gelangt und hätte denen etwas vom "freien Markt" erzählt. Ob das wirklich besser gewesen wäre, halte ich für fraglich ...

    • 2sheba
    • 04.11.2011 um 10:30 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf geschmacklose Kommentare. Danke, die Redaktion/mk

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    Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde entfernt. Die Redaktion/mk

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  5. Wie zynisch muß man sein, um nicht mehr zu erschrecken, wenn ein Mensch zu einem solch drastischen Mittel wie der Selbstverbrennung greift? Für mich sind die bisher eingestellten Kommentare nicht nachvollziehbar, der erste Reflex bestand darin, eine Propagandaaktion der chinesischen Regierung zu vermuten, aber das scheint mir doch zu weit hergeholt.
    Die Tibetpolitik Chinas ist in meinen Augen eine ständige Vergewaltigung der einheimischen Bevölkerung, das ist nicht zu relativieren.

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    da dies sich eindeutig gegen die Lehren von Buddha stellt. Stichwort: Edler Achtfacher Pfad - zynisch war das nicht gemeint. Über die Gründe der Selbstverbrennung will ich nicht spekulieren, auch will ich nicht nicht über Chinas Tibetpolitik diskutieren. Aber ein Buddhist der sich anzündet ist kein Buddhist. Korrekter wäre: Eine Frau die nach Buddha gesucht hat oder einem falschen Buddha gefolgt ist, hat sich angezündet. Keine schöne Tat meiner Meinung.

    da dies sich eindeutig gegen die Lehren von Buddha stellt. Stichwort: Edler Achtfacher Pfad - zynisch war das nicht gemeint. Über die Gründe der Selbstverbrennung will ich nicht spekulieren, auch will ich nicht nicht über Chinas Tibetpolitik diskutieren. Aber ein Buddhist der sich anzündet ist kein Buddhist. Korrekter wäre: Eine Frau die nach Buddha gesucht hat oder einem falschen Buddha gefolgt ist, hat sich angezündet. Keine schöne Tat meiner Meinung.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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  • Schlagworte China | Protest | Tibet | Lama | Xinhua | Sichuan | London
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