IslamistenÄgyptens wahre Revolution

Radikale Islamisten werden Ägyptens Politik mitbestimmen. Der Westen könnte noch froh sein, wenn sich das Militär politische Vorrechte sichert. Ein Kommentar

Das ist mehr als eine Überraschung, das ist ein Donnerschlag, ein Erdbeben, welches das politische Gesicht Ägyptens verändern wird: Der eigentliche Sieger der ersten Runde der Parlamentswahlen sind wohl die radikalen Islamisten der An-Nur-Partei. Diese bisher unbekannte politische Kraft könnte mit bis zu 20 Prozent der Stimmen auf dem zweiten Platz landen. Hinter den als gemäßigt geltenden Muslimbrüdern , deren Wahlsieg vorhersehbar war.

Damit werden islamistische Kräfte, die den Islam als politische Ideologie nutzen, wahrscheinlich über eine Mehrheit im Parlament verfügen – womöglich schaffen sie sogar eine Zweidrittelmehrheit. Einen klareren Schnitt mit dem alten Regime hätten die Ägypter nicht machen können.

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Man kann getrost von einer wirklichen Revolution sprechen.

Doch das vorläufige Ergebnis ist ein Desaster. Nicht, weil alle Islamisten an sich gefährlich sind. Sondern weil sie keine Koalition mit anderen gesellschaftlichen Gruppen bilden müssen. In der fragilen Umbruchsituation in Ägypten hätte eine Koalition von Islamisten und Liberalen am besten sichergestellt, dass die Kunst der Kompromisse geübt und die Politik von der Straße geholt wird. So wie in Tunesien die gemäßigte islamistische Ennahda mit zwei linken Parteien koaliert.

In Ägypten werden die Islamisten das nicht nötig haben. Selbst die Muslimbrüder sind nicht unbedingt glücklich über das gute Abschneiden ihrer radikalen Brüder, denn es gab Gründe, warum ein Wahlbündnis nicht zusammenkam. Zu strikt und engstirnig war das Islam-Verständnis der sogenannten Salafisten, während die Muslimbrüder einen "zivilen, nicht religiösen Staat" in ihrem Wahlprogramm propagierten.

Nun ist zudem die Gefahr groß, dass sich auch die radikalen Elemente innerhalb der Partei der Muslimbruderschaft gestärkt fühlen. Interessant dürfte allerdings werden, wie sich bald Islamisten unterschiedlicher Couleur im Namen des Islam gegenseitig in die Schranken weisen.

Leserkommentare
  1. "Die großen Verlierer sind die jungen und liberalen Ägypter, welche die Revolution ausgelöst und organisiert hatten. Sie waren das Gesicht Ägyptens während der Revolution. Sie waren die treibende Kraft im Kampf gegen die Vormacht der Militärs. Und sie sind nun außen vor. Denn die Mehrheit der Ägypter teilt ihre kulturelle Weltanschauung nicht."

    Nicht erst im Iran wurde deutlich, dass unsere naive Unterstützung von Demokratiebewegungen Ergenisse hervorrufen kann, die man dann später nicht mehr in den Griff bekommt. Ohne den damaligen Schah oder Mubarak zu glorifizieren, zeigt sich, dass auch bei der Demokratisierung gut gemeint oder gewollt nicht gut getan ist.
    Wenn dann die neuen Herrrscher zur Atombombe greifen, Botschaften stürmen lassen oder Minderheiten radikal verfolgen, wird der Katzenjammer groß sein. Auch wenn es für uns Deutsche schwer vorstellbar ist, Militär kann auch ein Fortschrittsfaktor und Friedensgarant sein.
    Islamistisch oder salafistisch geprägte Massen können mit ihrem Sendungsbewußtsein schnell zu Kreuzzüglern werden.
    Was macht der Westen dann?

    27 Leserempfehlungen
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    Worauf wollen Sie hinaus? Demokratie ja, aber bitte so wie wir uns das vorstellen? Zur Erinnerung: Demokratie ist die Herrschaft des Volkes (so war es zumindest mal dedacht).

    Wenn das ägyptische Volk nun islamisch regiert werden möchte, dann ist das ihr Wille und wir müssen das akzeptieren. Vielleicht wendet sich Ägypten dann ein bisschen ab vom Westen. So sei es. Wer sind wir, dass wir diese Entscheidung nicht tolerieren?

    Ausserdem sollten wir uns mal entspannen. Die Wahlen gehen noch eine Weile und noch ist nichts klar. Und wenn die Islamisten an die Macht kommen, dann gibt es früher oder später wieder Wahlen.

    Demokratie funktioniert nicht von heute auf morgen und muss auch erlernt werden. Genauso wie die Deutschen 4 jahre Frau Merkel ertragen müssen, werden die Ägypter ein paar Jahre die Islamisten ertragen müssen. Optimalerweise lernt man aus solchen Fehlern.

    Alles ist besser als eine Kleptokraten Diktatur, die das Land ausbeutet und Menschenrecht mit Füßen tritt.

    "dass unsere naive Unterstützung von Demokratiebewegungen Ergenisse hervorrufen kann,"

    Könnten sie vielleicht kurz erklären, welche Demokratiebewegung "wir" unterstützt haben?

    - Etwa die in Bahrain, wo das Abschlachten von Demonstranten seitens der EU gerechtfertigt wurde?

    - oder vielleicht meinen sie die Unterstützung genau jener "Demokratie"-Islamisten in Libyen, die sie jetzt in Ägypten verteufeln?

    - oder aber sie meinen die Demokratiebwegungen in Ägypten, die vom Westen in Stich gelassen wurde und wird? Wo an einem Diktator, der zehntausende Menschenleben auf dem Gewissen hatte noch bis zuletzt festgehalten wurde, wo "wir" derzeit immer noch die Übergangs-Militärdiktatur unterstützten, obwohl diese schlimmer als Mubarak agiert?

    - oder meinen sie die Demokratiebewegung in Tunesien, die ebenfalls vom Westen in Stich gelassen wurde und Frankreich dem Diktator sogar bis zuletzt noch das Exil anbieten wollte?

    "Ohne den damaligen Schah oder Mubarak zu glorifizieren, zeigt sich, dass auch bei der Demokratisierung gut gemeint oder gewollt nicht gut getan ist."

    Das scheint mir eher eine groteske Verdrehung der Tatsachen zu sein. Die einzige Demokratie-Bewegung/-Regierung im Iran (Mossadegh) wurde vom Westen beseitigt und man hat einem blutrünstigen Diktator wieder zurück an die Macht geholfen. Das war überhaupt erst der Anlass für die iranische islamistische Revolution.

    Und genauso wie es die Schuld des Westens war, dass im Iran Islamisten an die Macht gekommen sind, wird Ähnliches ebenfalls für Ägypten gelten. Die fehlende Unterstützung der liberalen Kräfte in Ägypten stärkt die Islamisten und treibt die Bürger in Fänge der Radikalen.

    " Die großen Verlierer sind die jungen und liberalen Ägypter, welche die Revolution ausgelöst und organisiert hatten. Sie waren das Gesicht Ägyptens während der Revolution. Sie waren die treibende Kraft im Kampf gegen die Vormacht der Militärs. Und sie sind nun außen vor. Denn die Mehrheit der Ägypter teilt ihre kulturelle Weltanschauung nicht. "

    Bevor das gekeife gegen die vermeintlich Demokratie-unfähigen Araber los geht:
    Verliefen die "Revolutionen" auf europäischen Boden von 1848 bis 1990 Jahren viel anders?
    Konnten sich die progressiven Kräfte, die i.d.R. die Revolutionen initiierten, dort gegenüber den (mächtigeren, weil i.d.R. besitzenden bzw. hoch vermögenden) reaktionären Kräften halten?

    Und wenn es doch gelang, das sich die progressiven Kräfte durchsetzen konnten, war stets eine imperialistische Streitmacht zur Stelle, die jene gesellschaftlichen Experimente binnen kurzer Zeit mit Feuer und Schwert unterband (hier federführend: England, Frankreich, Deutschland, Italien, USA).

    Was haben die Ostblock-Revolutionen nach 1989 gebracht?
    Statt der greifbaren gesellschaftlichen Freiheit hat man die wirtschaftliche "Freiheit" gewählt, sich zwischen 25 verschiedenen Klopapiersorten entscheiden zu können!
    Im Gegenzug bestimmen dann heute nicht mehr die autoritären Parteifunktionäre über das eigene Leben, sondern Oligarchen und Vermögende oder anomymisiert: "Die Märkte".

    Also kein Grund hier überheblich zu werden...

    Worauf wollen Sie hinaus? Demokratie ja, aber bitte so wie wir uns das vorstellen? Zur Erinnerung: Demokratie ist die Herrschaft des Volkes (so war es zumindest mal dedacht).

    Wenn das ägyptische Volk nun islamisch regiert werden möchte, dann ist das ihr Wille und wir müssen das akzeptieren. Vielleicht wendet sich Ägypten dann ein bisschen ab vom Westen. So sei es. Wer sind wir, dass wir diese Entscheidung nicht tolerieren?

    Ausserdem sollten wir uns mal entspannen. Die Wahlen gehen noch eine Weile und noch ist nichts klar. Und wenn die Islamisten an die Macht kommen, dann gibt es früher oder später wieder Wahlen.

    Demokratie funktioniert nicht von heute auf morgen und muss auch erlernt werden. Genauso wie die Deutschen 4 jahre Frau Merkel ertragen müssen, werden die Ägypter ein paar Jahre die Islamisten ertragen müssen. Optimalerweise lernt man aus solchen Fehlern.

    Alles ist besser als eine Kleptokraten Diktatur, die das Land ausbeutet und Menschenrecht mit Füßen tritt.

    "dass unsere naive Unterstützung von Demokratiebewegungen Ergenisse hervorrufen kann,"

    Könnten sie vielleicht kurz erklären, welche Demokratiebewegung "wir" unterstützt haben?

    - Etwa die in Bahrain, wo das Abschlachten von Demonstranten seitens der EU gerechtfertigt wurde?

    - oder vielleicht meinen sie die Unterstützung genau jener "Demokratie"-Islamisten in Libyen, die sie jetzt in Ägypten verteufeln?

    - oder aber sie meinen die Demokratiebwegungen in Ägypten, die vom Westen in Stich gelassen wurde und wird? Wo an einem Diktator, der zehntausende Menschenleben auf dem Gewissen hatte noch bis zuletzt festgehalten wurde, wo "wir" derzeit immer noch die Übergangs-Militärdiktatur unterstützten, obwohl diese schlimmer als Mubarak agiert?

    - oder meinen sie die Demokratiebewegung in Tunesien, die ebenfalls vom Westen in Stich gelassen wurde und Frankreich dem Diktator sogar bis zuletzt noch das Exil anbieten wollte?

    "Ohne den damaligen Schah oder Mubarak zu glorifizieren, zeigt sich, dass auch bei der Demokratisierung gut gemeint oder gewollt nicht gut getan ist."

    Das scheint mir eher eine groteske Verdrehung der Tatsachen zu sein. Die einzige Demokratie-Bewegung/-Regierung im Iran (Mossadegh) wurde vom Westen beseitigt und man hat einem blutrünstigen Diktator wieder zurück an die Macht geholfen. Das war überhaupt erst der Anlass für die iranische islamistische Revolution.

    Und genauso wie es die Schuld des Westens war, dass im Iran Islamisten an die Macht gekommen sind, wird Ähnliches ebenfalls für Ägypten gelten. Die fehlende Unterstützung der liberalen Kräfte in Ägypten stärkt die Islamisten und treibt die Bürger in Fänge der Radikalen.

    " Die großen Verlierer sind die jungen und liberalen Ägypter, welche die Revolution ausgelöst und organisiert hatten. Sie waren das Gesicht Ägyptens während der Revolution. Sie waren die treibende Kraft im Kampf gegen die Vormacht der Militärs. Und sie sind nun außen vor. Denn die Mehrheit der Ägypter teilt ihre kulturelle Weltanschauung nicht. "

    Bevor das gekeife gegen die vermeintlich Demokratie-unfähigen Araber los geht:
    Verliefen die "Revolutionen" auf europäischen Boden von 1848 bis 1990 Jahren viel anders?
    Konnten sich die progressiven Kräfte, die i.d.R. die Revolutionen initiierten, dort gegenüber den (mächtigeren, weil i.d.R. besitzenden bzw. hoch vermögenden) reaktionären Kräften halten?

    Und wenn es doch gelang, das sich die progressiven Kräfte durchsetzen konnten, war stets eine imperialistische Streitmacht zur Stelle, die jene gesellschaftlichen Experimente binnen kurzer Zeit mit Feuer und Schwert unterband (hier federführend: England, Frankreich, Deutschland, Italien, USA).

    Was haben die Ostblock-Revolutionen nach 1989 gebracht?
    Statt der greifbaren gesellschaftlichen Freiheit hat man die wirtschaftliche "Freiheit" gewählt, sich zwischen 25 verschiedenen Klopapiersorten entscheiden zu können!
    Im Gegenzug bestimmen dann heute nicht mehr die autoritären Parteifunktionäre über das eigene Leben, sondern Oligarchen und Vermögende oder anomymisiert: "Die Märkte".

    Also kein Grund hier überheblich zu werden...

  2. werden die Frauen sein...da bleib nur zu hoffen, dass die Revolution in Syrien nicht gelingt vom Standpunkt der Frauenrechte siehts unter dem Assad-Regime nämlich noch recht gut aus...

    20 Leserempfehlungen
    • Unhold
    • 02.12.2011 um 14:27 Uhr

    Auf Israel wollte ja niemand hören, und jetzt ist die Überraschung groß?

    16 Leserempfehlungen
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    • Cando
    • 03.12.2011 um 10:56 Uhr

    ... Alarmschlagen kommt dieses Ergebnis kaum überraschend.

    Schon die Muslimbrüder, die in den Medien ja stets als "moderat", "gemäßigt" und "konservativ" bezeichnet werden haben Pläne, die sich mit dem europäischen Demokratieverständnis nicht vereinen lassen: Vor allem hinsichtlich von Frauenrechten und der Einschränkung von Rechten der Minderheiten oder Andersgläubiger im Allgemeinen.

    Was wir hier nun haben ist das Resultat des "jungen und liberalen" arabischen Frühlings, der in weiten Strecken vielleicht jung, sicherlich aber nicht liberal war. Wo sollen denn all die Facebooker und Turnschuhträger nun sein, die sich eine Demokratie nach westlichem Vorbild wünschten?

    Liebe Leute, schließen Sie bitte nicht vom äußeren Erscheinungsbild so schnell auf eine politische Grundeinstellung.

    • Cando
    • 03.12.2011 um 10:56 Uhr

    ... Alarmschlagen kommt dieses Ergebnis kaum überraschend.

    Schon die Muslimbrüder, die in den Medien ja stets als "moderat", "gemäßigt" und "konservativ" bezeichnet werden haben Pläne, die sich mit dem europäischen Demokratieverständnis nicht vereinen lassen: Vor allem hinsichtlich von Frauenrechten und der Einschränkung von Rechten der Minderheiten oder Andersgläubiger im Allgemeinen.

    Was wir hier nun haben ist das Resultat des "jungen und liberalen" arabischen Frühlings, der in weiten Strecken vielleicht jung, sicherlich aber nicht liberal war. Wo sollen denn all die Facebooker und Turnschuhträger nun sein, die sich eine Demokratie nach westlichem Vorbild wünschten?

    Liebe Leute, schließen Sie bitte nicht vom äußeren Erscheinungsbild so schnell auf eine politische Grundeinstellung.

  3. War es nicht auch die Zeit, die sich mit Jubelkommentaren über den arabischen Frühling ausgelassen hat?
    Waren nicht die Warner ratzfatz in die rechtsradikale Ecke und als ewig Gestrige gebrandmarkt?
    Dabei war die Entwicklung doch schon lange vorauszusehen, man musste nur versuchen, das Wesen des Islam und seine Auswirkungen (auch auf die Politik/Demokratie) zu verstehen.
    Aber selbst jetzt kann man noch nicht auf ein ideologiebefreites Denken hoffen - wir werden die nächste Zeit erst mal erleben: Augen zu und durch!
    Dabei werden wir noch viel Spaß mit den Islamisten bekommen.
    Wetten?

    25 Leserempfehlungen
    • BerndL
    • 02.12.2011 um 14:31 Uhr

    und schneller eingetreten als ich es befürchtet hatte.
    Da wird wohl auch bald ein kalter arabischer Winter kommen.

    14 Leserempfehlungen
  4. Eher nicht!
    Wie man an der Türkei deutlich sieht

    11 Leserempfehlungen
    • etone
    • 02.12.2011 um 14:35 Uhr

    "Nun stehen die Liberalen und auch der Westen vor einem moralischen Dilemma: Sie könnten eines Tages noch froh sein, dass die Militärs sich politische Vorrechte sichern wollen, die mit einer Demokratie eigentlich unvereinbar sind."

    Sensationell, wir akzeptieren Demokratie also nur, wenn das rauskommt, was wir wollen. Das Gedächtnis ist kurz, in Algerien wurde genau so gehandelt, wie es in diesem Zitat nahegelegt wird, das Ergebnis ist ein Desaster. Ich bin peinlich berührt, dass ich so ein Zitat in einem liberalen (?) Blatt finde.

    8 Leserempfehlungen
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    • qbrick
    • 02.12.2011 um 15:31 Uhr

    Was Demokratie ist, bestimmen wir, wer denn sonst. Demokratie ist ein Werkzeug, den Menschen zu befreien - von Zwängen jeder Art. Es ist ein zivilisatorisches Projekt, das als einziges wirklich von Wert ist.
    Den Gebrauch dieses Werkzeugs (es kann die Form eines Hammers oder einer Feder annehmen) sollten die satten Europäer wieder erlernen, sonst werden die Bewohner dieses Erdteils und die anderer Erdteile kein Glück finden.

    Sie sagen, wir akzeptieren die Ergebnisse einer demokratischen Wahl nur, wenn sie uns genehm erscheint:
    Hitler ist auch durch eine demokratische Wahl an die Macht gekommen. Wenn Fraurechte dermaßen ignoriert werden muss man sogar solche Wahlen ablehnen.
    In Algerien hat haben Islamisten ihr wahres Gesicht gezeigt und Tausenden Frauen und Kindern die Kehlen durchgeschnitten. Wären sie aber an die Macht gekommen, hätten sie sie nie mehr -mit keiner Wahl- wieder abgegegben. Islamisten benutzen die Demokratie, um an die Macht zu kommen, dann schaffen sie sie ab.

    • qbrick
    • 02.12.2011 um 15:31 Uhr

    Was Demokratie ist, bestimmen wir, wer denn sonst. Demokratie ist ein Werkzeug, den Menschen zu befreien - von Zwängen jeder Art. Es ist ein zivilisatorisches Projekt, das als einziges wirklich von Wert ist.
    Den Gebrauch dieses Werkzeugs (es kann die Form eines Hammers oder einer Feder annehmen) sollten die satten Europäer wieder erlernen, sonst werden die Bewohner dieses Erdteils und die anderer Erdteile kein Glück finden.

    Sie sagen, wir akzeptieren die Ergebnisse einer demokratischen Wahl nur, wenn sie uns genehm erscheint:
    Hitler ist auch durch eine demokratische Wahl an die Macht gekommen. Wenn Fraurechte dermaßen ignoriert werden muss man sogar solche Wahlen ablehnen.
    In Algerien hat haben Islamisten ihr wahres Gesicht gezeigt und Tausenden Frauen und Kindern die Kehlen durchgeschnitten. Wären sie aber an die Macht gekommen, hätten sie sie nie mehr -mit keiner Wahl- wieder abgegegben. Islamisten benutzen die Demokratie, um an die Macht zu kommen, dann schaffen sie sie ab.

  5. Super !
    GAZA läßt grüßen!
    Will unsere Bundeswehr und Claudia Roth in Ägypten auch bald Mädchenschulen bauen und Brunnen bohren?
    Dann sollen sie sich gleich zum neuen Mandat nach einem Afghanistan-Abzug für Ägypten 2014 melden.

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