Afghanistan Viele Tote bei Anschlag in Kabul
In Afghanistan sind auf schiitische Muslime beim Aschura-Fest mehrere Anschläge verübt worden. Allein in Kabul starben mehr als 50 Menschen.
In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat sich ein Selbstmordattentäter inmitten schiitischer Muslime in die Luft gesprengt. Er tötete dabei mindestens 50 Menschen. Mehr als 100 seien durch die Explosion verletzt worden, sagte der Chef der Kabuler Kriminalpolizei. Die Explosion ereignete sich in der Nähe eines Schreins am Eingang eines wichtigen schiitischen Heiligtums in Kabul. Dort hatten sich Hunderte Pilger anlässlich des Aschura-Festes versammelt.
Kurz darauf kam es zu einer Explosion vor einem weiteren Schiiten-Heiligtum in Stadtzentrum von Masar-i-Scharif im Norden Afghanistans. Der Polizei zufolge wurden mindestens vier Menschen getötet und 17 weitere verletzt, als ein an einem Fahrrad befestigter Sprengsatz explodierte.
Der Polizei zufolge galt der Angriff einer Zusammenkunft schiitischer Muslime anlässlich des Aschura-Festes. Mit dem Aschura-Fest erinnern die Schiiten an den Tod des Enkels des Propheten Mohammed, Imam Hussein. Es ist eines der wichtigsten Feste der schiitischen Muslime und in Afghanistan ein Feiertag.
Taliban bestreiten Verantwortung
Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlägen. Die afghanischen Behörden vermuten jedoch sunnitische Extremisten hinter den Taten. Diese haben in der Vergangenheit wiederholt religiöse Zeremonien und Heiligtümer ihrer schiitischen Rivalen angegriffen. Die sunnitischen Taliban wiesen die Verantwortung zurück. @font-face { font-family: "MS 明朝"; }@font-face { font-family: "Cambria Math"; }p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal { margin: 0cm 0cm 0.0001pt; font-size: 12pt; font-family: "Times New Roman"; }.MsoChpDefault { font-size: 10pt; }div.WordSection1 { page: WordSection1; }
Der afghanischen Präsident Hamid Karsai verurteilte die Anschläge. Es sei das erste Mal in der jüngeren Geschichte seines Landes, dass der Terror an einem so wichtigen religiösen Feiertag entfesselt worden sei.
Mindestens zwei Tote bei Gefecht im Norden Afghanistans
Im Einsatzgebiet der Bundeswehr im Nordosten Afghanistans sind bei einem Gefecht zwischen Sicherheitskräften und Aufständischen mindestens zwei Polizisten getötet worden. Mindestens fünf weitere Einsatzkräfte würden nach den Zusammenstößen in der Provinz Badachschan noch vermisst, sagte Gouverneur Abdul Rauf Rasikh. Sie seien möglicherweise von den radikal-islamischen Taliban gefangen genommen worden.
Ein Taliban-Sprecher sagte, Kämpfer hätten die Sicherheitskräfte bereits am Montag attackiert und dabei 30 Polizisten in ihre Gewalt gebracht. Angaben der Aufständischen gelten als wenig zuverlässig und haben sich oft als falsch herausgestellt.
In Badachschans Provinzhauptstadt Feisabad sollen afghanische Armee und Polizei in Kürze offiziell die Verantwortung für die Sicherheit von der Bundeswehr übernehmen.
- Datum 06.12.2011 - 10:01 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
- Kommentare 13
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Warum nicht?
Afghanistans Shiiten liegen zur Grenze des Iran wie Irak zur Grenze des Iran liegt.
Wnn jetzt die Glaubenrichtungen noch auf sich gehtzt werden, dann sollte Deutschland sofort aus dem 35-jährigen-Krieg sich verabschieden.
Da ist jeder Hopfen und jedes Malz verloren.
Wieder haben die Stammesbrüder von Karzai (Er nennt die Taliban als "unzufriedene Brüder") die Schiiten - sie sind Nichtpaschtunen bzw. Nichtafghanen und die Mehrheit von ihnen sind Hazara und Qezelbsch.
Die Taliban haben 1996-2001 Genozide an die nichtafghanischen Völker, besonders an Hazara in dem "Paschtunenland" verübt. Der Westen und die USA möchten gerne mit diesen Verbrechern verhandeln und sie noch an der Macht bringen.
Warum ist die Welt, besonders Deutschland paschtunenfreundlich?
Rußland und England bekämpften sich bis 1919 in Afghanistan. Deutschland hat ab 1922 sich für Afghanistan engagiert. Seitdem hat Deutschland überwiegend Paschtunen=Afghanen Stipendien in D gewährt. Ebenso die anderen Länder.
Deswegen haben sie nur diese Länder irregeführt. Vertreter der Nichtafghanen haben sie bei Westen als "Verbrecher" bezeichnet, während die Taliban als "Brüder".
Kennt jemand vor 1990, ein Hazara in Deutschland war
Karzai soll sich schämen für die Tat seiner unzufriedenen Brüder. Er soll nicht mehr verhandeln, sondern handeln und die internationalen Summen nicht an seine Brüder indirekt schicken; denn alle Taliban sind Paschtunen, auch wenn nicht alle Paschtunen Taliban sind.
Nun ist die Errichtung eines föderalen Systems angesagt. Die Nichtpaschtunen sollten ihre eigenen Regionen verwalten. Karzai als Paschtune profitiert von der Eleminierung der Nichtpaschtunen.
Vor Augen der UNO werden die Gebiete der Hazara von paschtunischen Nomaden (Taliban) angegriffen.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und diskutieren Sie sachlich zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/vn
Sie wissen auch, dass ohne Verhandlungen mit Mullah Omar und Co. nichts in meinem Land, was Ihren Kommentaren nach auch Ihres ist, nichts weitergehen wird.
Des Weiteren bezeichnen sie die paschtunische Kuchi (Nomaden) als Taliban, nur weil sie immer wieder Streit mit den Hazara in Bamiyan haben. Das ist absolut unerhört.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und diskutieren Sie sachlich zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/vn
Sie wissen auch, dass ohne Verhandlungen mit Mullah Omar und Co. nichts in meinem Land, was Ihren Kommentaren nach auch Ihres ist, nichts weitergehen wird.
Des Weiteren bezeichnen sie die paschtunische Kuchi (Nomaden) als Taliban, nur weil sie immer wieder Streit mit den Hazara in Bamiyan haben. Das ist absolut unerhört.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/ag
Je sensationeller, desto höher die Verkaufs- bzw Klickzahlen. Das könnte man vielleicht auch auf die Neigungen der Leserschaft zurückführen.
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"Der Polizei zufolge galt der Angriff einer Zusammenkunft schiitischer Muslime anlässlich des Aschura-Festes. Mit dem Aschura-Fest erinnern die Schiiten an den Tod des Enkels des Propheten Mohammed, Imam Hussein. Es ist eines der wichtigsten Feste der schiitischen Muslime und in Afghanistan ein Feiertag."
Wer kann denn wirklich ernsthaft der Meinung sein, dass militärische Einsätze in diesem Land etwas bewirken?
Raus da!
zwischen dem Iran (immer noch schiitisch, soweit ich weiss) und den Taliban (sunnitisch, fundamentalistisch, whatever) ja recht viele Unterstützer zu haben scheint, freue ich mich schon auf die entsprechenden Erklärungen zu diesen heutigen Anschlägen.
dass der Trauertag von Schiiten und Sunniten begangen werden, wobei nur die sunnitischen Sekten wie Wahabiten und Salafisten nicht feiern.
Schließlich handelt sich um den Tod des Sohns von Fatima und Ali und um das Enkelkind sowie Urenkelkind des Propheten.
Die Suniten u.a. in Afghanistan begehen den Trauertag nicht mit öffentlichen Selbsteißelung wie die Schiiten. Selbstgeißelung fand auch im Iran in der Schah-Zeit im Iran statt. Sowohl der Shah von Iran als auch Khomeini und Khamenei jetzt appellieren, dass die Leute keine öffentliche Selbstgeißelung üben.
Die Sunniten Afghanistan nehmen an der Trauerfeierlichkeiten zwar teil, aber führen keine autoaggressiven Zeremonien; Ferner kochen die Sunniten in Afghanistan Milchreis und verteilen diese mit Getränken unter den Einwohnern als Erinnerung an Durst und Hunger der Enkelkinder des Profeten Mohammad im Schlacht von Kerbala, die am 10.Oktober 680 stattfand.
Es war einwenig naiv, 72 Männer, darunter die Enkelkinder des Propheten, gegen 10 000 Mann starken Truppen von Yazid I. zu kämpfen, aber wie wir sehen; das Blut hat über den Schwert gesiegt, zumindest bis heute.
Die islamischen Sekten wie Salafisten und Wahabisten (z.B. Saudi Arabien und Taliban) betrachten die Schiiten nicht als Moslems.
Der Islam hat zwar zwei großen Konfessionen aber er hat auch über 1000 Richtungen, Sekten, Ordnen und Schulen, bei vielen von ihnen ist Musik Bestandteil der Meditation, während bei Taliban die Musik ist verpönt.
die Taliban unterstützt. Die Gründe sind,
1. Paschtunen sind Sunniten
2. Taliban sind Paschtunen und sunnitische Wahabiten
3. Taliban betrachten Schiiten als Nichtmoslems
4. Saudi Arabien sind gegen Iran
Sollte es herauskommen, dass die Regierung Irans die wahabistischen Taliban unterstützt, bekommt die iranische Regierung Probleme mit eigenen Staatsbürgern.
Zwar scheint eine Zusammenarbeit zwischen den beiden wegen den USA verständlich zu sein. Aber Mottos wie der Feind meines Feindes ist ein Freund von mir scheint eher in den USA zu praktizieren als von einem Islamischen Staats- und Religionsführer für gut zu heißen.
Ahmadinejad würde von seinem Führer Ärger bekommen.
Aber auf niemand ist heutezutage Verlass.
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