Internationale KonferenzMerkel sagt Afghanen langfristige Hilfe zu

Auch nach 2014 kann Afghanistan auf internationale Unterstützung bauen, verspricht Kanzlerin Merkel. US-Außenministerin Clinton macht Reformen zur Bedingung für Hilfe.

Zu Beginn der internationalen Afghanistan-Konferenz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Menschen am Hindukusch nachhaltige Unterstützung der internationalen Gemeinschaft zugesichert. In ihrer Begrüßungsrede sagte sie, auch nach dem Abzug der internationalen Kampftruppen im Jahr 2014 gehe es darum, die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte, den politischen Versöhnungsprozess und den wirtschaftlichen Wiederaufbau voranzubringen. Dem schloss sich Außenminister Guido Westerwelle (FDP) an.

Die Außenministerin der USA, Hillary Clinton, hingegen forderte den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai auf, in seinem Land Reformen voranzubringen. Dies sei die Voraussetzung für weitere finanzielle Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, sagte sie. Clinton sprach in diesem Zusammenhang von einer "wechselseitigen Rechenschaftspflicht". Gleichzeitig lobte sie Karsai dafür, eigenständig Verpflichtungen einzugehen wie das Versprechen, im Jahr 2014 faire Präsidentschaftswahlen zu organisieren.

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In einem Abschlusspapier der Konferenz haben sich Afghanistan und die internationale Staatengemeinschaft offenbar auf gegenseitige Verpflichtungen für die Zeit nach dem Abzug der internationalen Kampftruppen 2014 geeinigt. Einzelheiten wurden aber noch nicht bekanntgegeben.

Noch mindestens zehn Jahre Hilfsbedarf

Karsai bekräftigte seinen Willen, die angekündigten Reformen auch tatsächlich umzusetzen. "Wir fühlen uns den Reformen, die wir versprochen haben, weiter verpflichtet", sagte er. Allerdings geht er davon aus, dass Afghanistan mindestens noch zehn Jahre lang internationale Hilfen benötigen wird. Sein Volk wolle aber "die Großzügigkeit der internationalen Gemeinschaft" nicht "einen Tag länger als nötig in Anspruch nehmen", sagte er.

Der Präsident hob in seiner Rede auch die Fortschritte hervor, die seit 2001 erreicht worden seien. So seien in zehn Jahren mehr Straßen gebaut worden als je zuvor in Afghanistan. Dennoch stünde das Land vor Herausforderungen, die das Potenzial hätten, den Fortschritt zunichte zu machen. "Unsere junge Demokratie bleibt zerbrechlich", sagte er. Die größten Schwierigkeiten bereiteten die schlechte Sicherheitslage und die Korruption, die er in Zukunft stärker zu bekämpfen gedenke.

Karsai sagte, seine Regierung werde sich weiterhin um Aussöhnung mit den Aufständischen bemühen. Die Ermordung von Ex-Präsident Burhanuddin Rabbani, der Verhandlungen mit den Taliban in die Wege leiten sollte, sei aber ein schwerer Rückschlag gewesen.

Leserkommentare
  1. ...Frau Merkel marschiert mit dem deutschen Füllhorn in der Welt herum.
    Wir sind so reich, Deutschland kann es sich gleichzeitig sogar erlauben 20% seiner Kinder in Armut und Hunger aufwachsen zu lassen und sie jetzt schon als "Sozialstaatsadel" abzuschreiben.

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    ist auch in zweiter Ehe kinderlos.

    Sie kennt dieses Gefühl nicht.

    ist auch in zweiter Ehe kinderlos.

    Sie kennt dieses Gefühl nicht.

  2. ist auch in zweiter Ehe kinderlos.

    Sie kennt dieses Gefühl nicht.

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    Antwort auf "großzügige Hilfen"
  3. kennen Sie Ihrerseits nicht das Gefühl, kinderlos zu sein.
    Sollte das von Frau Merkel vielleicht nicht gewollt sein, so wäre Ihr Kommentar nicht nur geschmack- sondern auch gefühllos.

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    Der Schnitzelflüsterer ausgetauscht. Für meinen Kommentar 3 gibt es keine Veranlassung mehr, bitte löschen Sie die 3. Vielen Dank, und liebe Grüße an den Mitforisten.

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  4. zur Gewährung der Allgemeinen Menschenrechte nachweisen.

    Erst letzte Woche konnte man in der Presse die Meldung verfolgen, wonach in Afghanistan eine Frau
    nach oder eben wegen einer Vergewaltigung mit Folgen
    nach jetzt 2 Jahren Gefängnis nur deshalb freikommt (auf Anweisung des hier berichteten Herrn Karsai) nachdem sie sich (aus "freiem" Entschluss ...) verpflichtet hat, ihren Vergewaltiger zu ehelichen!
    Grundlage dieses Vorgangs ist natürlich die Rechtslage nach der Schariah
    und es wurde von der Frau "erwartet", dass die Ehelichung natürlich aus freien Stücken zu geschehen hat -
    sie wollte ja freikommen, damit das Kind nicht weiter im Gefängnis aufwachsen muss - samt der vergewaltigten, und dafür verurteilten, jungen Frau.
    Herr Wulff - diese Zustände sind, samt oder kraft Religion, AUCH hier angekommen. Noch verdeckt.
    Vielleicht kann Herr Wulff da ein wenig mithelfen diese Dinge, die mit dieser Religion verbunden sind, klar anzusprechen und die Allgemeinen Menschenrechte und deren Gewährung auch in Afghanistan, einzubitten.

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    [...]
    Wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt muss dieser im besten Fall das Opfer entschädigen sowie eine Bestrafung entgegen nehmen und im Grenzfall wird der Täter hingerichtet. Und hier gibt es keine Auslegung.

    "....Die Bestrafung soll an dem Vergewaltiger durchgeführt werden und es gibt keine Bestrafung für die Frau die vergewaltigt wurde, bei welchem Grund auch immer...."
    Nehmen Sie sich bitte Zeit und lesen Sie hier die Wahrheit, Kommentar Nummero 3:
    http://www.ahlu-sunnah.co...

    Dass es so ein ähnliches Urteil gibt, konnte ich höchstens im alten Testament nachlesen.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/se

    [...]
    Wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt muss dieser im besten Fall das Opfer entschädigen sowie eine Bestrafung entgegen nehmen und im Grenzfall wird der Täter hingerichtet. Und hier gibt es keine Auslegung.

    "....Die Bestrafung soll an dem Vergewaltiger durchgeführt werden und es gibt keine Bestrafung für die Frau die vergewaltigt wurde, bei welchem Grund auch immer...."
    Nehmen Sie sich bitte Zeit und lesen Sie hier die Wahrheit, Kommentar Nummero 3:
    http://www.ahlu-sunnah.co...

    Dass es so ein ähnliches Urteil gibt, konnte ich höchstens im alten Testament nachlesen.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/se

  5. Und siehe da: Es erschien ein Engel, der sprach: "Afghanen, fürchtet Euch nicht. Euch gehört der Boden - und uns Eure Rohstoffe auf Ewigkeit, Amen."

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  6. über die Vergabe von Abbaurechten in Afghanistan gelesen habe, war die Erfolgsmeldung von - China.
    Gehören die auch zur westlichen Allianz in Afghanistan?
    Dann hätten Sie allerdings Recht.

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    Es lohnt sich derzeit mehr, die Rechte beliebig zu verpachten, als selbst zu investieren und auszubeuten. Solange neben der Mine aber eine US-Militärbasis steht, ist der eigentliche Herr im Hause trotzdem keine chinesische Firma. Sicher lässt man sich die Schürfrechte auch anständig bezahlen. Die Afghanen sehen davon aber sicher keinen Cent.

    Es lohnt sich derzeit mehr, die Rechte beliebig zu verpachten, als selbst zu investieren und auszubeuten. Solange neben der Mine aber eine US-Militärbasis steht, ist der eigentliche Herr im Hause trotzdem keine chinesische Firma. Sicher lässt man sich die Schürfrechte auch anständig bezahlen. Die Afghanen sehen davon aber sicher keinen Cent.

    • mkrm
    • 05.12.2011 um 18:52 Uhr

    Nach einem Jahrzehnt voller Bombardierungen und Zerstörungen ist das wohl die einfachste Hilfe die mann leisten kann, wenn mann seine Truppen abziehen will und langsam die Lügen ausgehen.

    Geld schicken.

    Ist wohl das mindeste!

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  7. Medienbericht der US-Streitkräfte (NICHT China!), datiert Juni 2010: "Pentagon-Vertreter und amerikanische Geologen sind in Afghanistan laut einem US-Armee Bericht auf Rohstoffvorkommen im Wert von einer Billion Dollar gestossen. US-General David Petraeus, Kommandeur des Central-Command der US-Streitkräfte, ist begeistert."

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