Militärmission US-Drohne sollte angeblich Atomanlagen in Iran ausspähen

Neue Details über den Verlust einer US-Drohne in Iran. Laut "New York Times" sollte das Fluggerät Informationen über die Atomanlagen des Landes sammeln.

Die vergangene Woche abgestürzte US-Drohne in Iran soll einem Zeitungsbericht zufolge zur Ortung iranischer Atomanlagen gedient haben. Es handele sich um eine der geheimsten Missionen der USA mit dem Ziel, Informationen über Iran zu sammeln, berichtete die New York Times unter Berufung auf mit der Mission vertraute ausländische Beamte und US-Experten. Der Absturz der Drohne habe diese Mission erst publik gemacht. Teheran hatte vergangene Woche davon gesprochen, die Drohne abgeschossen zu haben, was von der US-Regierung nicht bestätigt wurde. US-Zeitungen hatten daraufhin Militärexperten zitiert, die vielmehr von einem technischen Defekt ausgingen.

Weiter zitierte die New York Times aus einer kürzlich gehaltenen Rede von Tom Donilon, dem nationalen Sicherheitsberater von Präsident Barack Obama. Danach sagte er: "Wir werden weiter aggressiv arbeiten, um alle neuen Bemühungen Irans aufzudecken, die mit dem Atomprogramm zusammenhängen." Die Zeitung sieht darin eine versteckte Bestätigung der geheimen Missionen.

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Die Washington Post berichtete, dass diese geheimen Missionen sowie Wirtschaftssanktionen gegen Iran die wichtigsten Mittel der US-Regierung seien, um Druck auf das Land hinsichtlich seines umstrittenen Atomprogramms auszuüben. Wie die Zeitung weiter berichtet, steigerte Washington zudem seine Waffenverkäufe an Golfstaaten und an Israel, um für eine mögliche Militäraktion gegen Iran gewappnet zu sein.

Sollte tatsächlich eine geheime Tarnkappendrohne des Typs RQ-170 in Iran niedergegangen sein, könnte dies einen erheblichen Rückschlag für das US-Militär bedeuten, schrieb die Zeitung weiter. Teheran könnte dadurch Einblicke in die  Technologie bekommen und so Hinweise erhalten, wie man die Drohnen entdecken kann. Es bestehe auch die Möglichkeit, dass Iran die Technologie nach China oder Russland weiterverkaufe, wo sie dann nachgebaut werden könnte.

Derweil hat das iranische Außenministerium die Schweizer Botschafterin in Teheran einbestellt, die dort die US-Interessen vertritt, berichtete das iranische Staatsfernsehen. Damit wolle Iran "gegen die Verletzung seines Luftraums protestieren". Das Eindringen der Drohne zeige "die Steigerung der geheimen Missionen der USA zur Provokation des Iran". Teheran erwarte eine "sofortige Reaktion" seitens der USA, berichtete der Sender auf seiner Internetseite.

Iran hatte am Sonntag erklärt, eine US-Drohne vom Typ RQ-170 abgeschossen zu haben, die ins Grenzgebiet im Osten des Landes eingedrungen sei. Das Pentagon erklärte, keine Informationen zum Abschuss der Drohne vorliegen zu haben. Der Kontakt zu der Drohne ging nach Angaben der Nato-Truppe in Afghanistan im Westen Afghanistans nahe der iranischen Grenze verloren. Die RQ-170 ist eine vergleichsweise neue Aufklärungsdrohne, die US-Luftwaffe bestätigte ihre Existenz erst im vergangenen Jahr. Medienberichten zufolge dienen die in Afghanistan stationierten Flugobjekte auch dazu, Pakistan und Iran auszuspähen.

 
Leser-Kommentare
    • FahadA
    • 08.12.2011 um 20:11 Uhr

    ... relativiert die Behauptung, der Iran arbeite an Atombomben komplett. Eigentlich schade. Wie lange warten wir jetzt schon auf die smoking gun? Wie lange schon werden wir darueber informiert, dass der Iran wenige Jahre oder Monate oder Wochen von einer Atombombe entfernt ist. Erinnert sich noch einer an von Randows und Ladurners Buechlein "Die iranische Bombe" von 2006, das von einer globalen Bedrohung handelte (vor dem 2007 NIE der amerikanischen Geheimdienste, der es mehr oder weniger ausschloss, dass Iran eine Bombe verfolgt, obsolet also; der 2011 NIE kam offenbar nicht zu anderen Ergebnissen, darum ist er geheim)? Nein, und das ist auch gut so.

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    • joG
    • 08.12.2011 um 20:30 Uhr

    ... relativiert die Behauptung, der Iran arbeite an Atombomben komplett. "

    Wieso?

    "Wie lange schon werden wir darueber informiert, dass der Iran wenige Jahre oder Monate oder Wochen von einer Atombombe entfernt ist.

    Schon mal was von Stuxnet gehört??

    • joG
    • 08.12.2011 um 20:30 Uhr

    ... relativiert die Behauptung, der Iran arbeite an Atombomben komplett. "

    Wieso?

    "Wie lange schon werden wir darueber informiert, dass der Iran wenige Jahre oder Monate oder Wochen von einer Atombombe entfernt ist.

    Schon mal was von Stuxnet gehört??

    • keibe
    • 08.12.2011 um 20:20 Uhr

    und mir das Foto zum Artikel betrachte, hätte es zum Einsatz und Verlust der Drohne nicht kommen müssen. Die Ausspäher hätten doch lediglich Google-Earth bemühen müssen.

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    mit nichts lassen sich leichter Kriege planen als mit Google Earth (http://www.oe24.at/digita...).

    bietet ja genauso Livebilder, wie Google Streeview ;)

    An diesen Drohnen verdienen viele Leute viel Geld.
    Da muss man schon ab und zu in den Medien erscheinen.

    Ausserdem zeigen die amerikanischen Bemühungen doch, wie sehr die amerikanische Regierung und der Herr Friedens Nobelpreisträger doch besorgt sich, den Weltfrieden zu erhalten. Seinen sie dankbar!

    mit nichts lassen sich leichter Kriege planen als mit Google Earth (http://www.oe24.at/digita...).

    bietet ja genauso Livebilder, wie Google Streeview ;)

    An diesen Drohnen verdienen viele Leute viel Geld.
    Da muss man schon ab und zu in den Medien erscheinen.

    Ausserdem zeigen die amerikanischen Bemühungen doch, wie sehr die amerikanische Regierung und der Herr Friedens Nobelpreisträger doch besorgt sich, den Weltfrieden zu erhalten. Seinen sie dankbar!

  1. ´´FahadA´´
    Sie könnten bei Ihrem nächsten Besuch in Persien ja die Anlagen fotographieren, dann brauchen die Amerikaner keine Drohnen.
    Könnte allerdings sein, dass Sie abgeschossen werden, denn offensichtlich ist der Iran nicht sehr kooperativ, was seine Atomanlagen angeht.
    Vorschlag zur Deeskalation : die Machthaber dort gewähren der Atomaufsicht freien Zugang, das wäre Ihnen aber wohl zu einfach.
    Drum : die Eskalation immer schön weiter treiben.
    Haben die Machthaber dort nicht kapiert, dass der Westernheld irgendwann seinen Colt zieht und auch schiesst ?
    Auch Hussein musste das feststellen.

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    "die Machthaber dort gewähren der Atomaufsicht freien Zugang, das wäre Ihnen aber wohl zu einfach."

    So wie die Israelis und die Inder und die Pakistanis und und und? Aber da brauchts halt keine Atomaufsicht, alldieweil die genannten "Freunde" der USA sind...

    Sie haben ja so recht....
    Wir sollten alle ganz glücklich darüber sein, dass unsere amerikanischen und israelischen Freunde einen Atomkrieg sicher nur dann beginnen werden, wenn es gar nicht mehr anders geht.

    Korrektur: Saddam Hussein mußte feststellen, was das "land of the brave, home of the free" mit mißliebigen Nationen macht die Erdöl, aber KEINE Atomwaffen haben.

    Das US-Imperium befindet sich politisch, finanziell und wirtschaftlich genauso im Todeskampf, wie das weströmische Reich im 3. - 4. Jahrhundert - und heute wie damals wird die Beute aus Kriegszügen (heutzutage auch finanziell, siehe Rating-Agenturen!) benötigt um den unvermeidlichen Zusammenbruch noch ein wenig aufzuschieben.

    "die Machthaber dort gewähren der Atomaufsicht freien Zugang, das wäre Ihnen aber wohl zu einfach."

    So wie die Israelis und die Inder und die Pakistanis und und und? Aber da brauchts halt keine Atomaufsicht, alldieweil die genannten "Freunde" der USA sind...

    Sie haben ja so recht....
    Wir sollten alle ganz glücklich darüber sein, dass unsere amerikanischen und israelischen Freunde einen Atomkrieg sicher nur dann beginnen werden, wenn es gar nicht mehr anders geht.

    Korrektur: Saddam Hussein mußte feststellen, was das "land of the brave, home of the free" mit mißliebigen Nationen macht die Erdöl, aber KEINE Atomwaffen haben.

    Das US-Imperium befindet sich politisch, finanziell und wirtschaftlich genauso im Todeskampf, wie das weströmische Reich im 3. - 4. Jahrhundert - und heute wie damals wird die Beute aus Kriegszügen (heutzutage auch finanziell, siehe Rating-Agenturen!) benötigt um den unvermeidlichen Zusammenbruch noch ein wenig aufzuschieben.

  2. .. "nahezu unbeschädigt" in die Hände des Irans gelangen konnte, und augenscheinlich entsprechende Videoaufnahmen von ihr in das iranische Fernsehen. War es eine Cyberattacke auf die Steuerung der Drohne? Abgeschossen, wie überwiegend berichtet, wurde sie jedenfalls nicht: http://wp.me/pVd0L-ZB

    Eine Leser-Empfehlung
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    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se

    HAT ABER DIE MACHT DER MULLAHs IM BEREICHE DER ELEKTRONIK UND IN FOLGE IM BEREICH DER ELEKTRONISCHEN KRIEGSFÜHRUNG AUFGEDECKT.
    ABER NUN EINE ANTWORT AUF:
    4. Unklar ist, wie die Drohne.. "nahezu unbeschädigt" in die Hände des Irans gelangen konnte,
    KURZ NACH ÜBERSCHREITUNG DER GRENZE DES GOTTESSTAATES HABEN DIE MULLAHs DIE MASCHINE AUS DER KONTROLLE DER INVASOREN HERAUSGESCHLAGEN
    und augenscheinlich entsprechende Videoaufnahmen von ihr in das iranische Fernsehen. War es eine Cyberattacke auf die Steuerung der Drohne?
    NEIN; NACHMENSCHLICHER LOGIK WOHL EINE CYBERVERTEIDIGUNG Abgeschossen, wie überwiegend berichtet, wurde sie jedenfalls nicht
    LOGISCH: WER DAS DING UNTER EIGENE KONTROLLE BRINGEN ÜHREN KANN; IST AUCH IM sTANDE FÜR WEICHE LANDUNG DESSELBEN SORGEN.
    Gruß

    Sofern Sie Zitate oder Tatsachenbehauptungen veröffentlichen, bitten wir um Verweise auf eine entsprechende Quelle. Danke, die Redaktion/se

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se

    HAT ABER DIE MACHT DER MULLAHs IM BEREICHE DER ELEKTRONIK UND IN FOLGE IM BEREICH DER ELEKTRONISCHEN KRIEGSFÜHRUNG AUFGEDECKT.
    ABER NUN EINE ANTWORT AUF:
    4. Unklar ist, wie die Drohne.. "nahezu unbeschädigt" in die Hände des Irans gelangen konnte,
    KURZ NACH ÜBERSCHREITUNG DER GRENZE DES GOTTESSTAATES HABEN DIE MULLAHs DIE MASCHINE AUS DER KONTROLLE DER INVASOREN HERAUSGESCHLAGEN
    und augenscheinlich entsprechende Videoaufnahmen von ihr in das iranische Fernsehen. War es eine Cyberattacke auf die Steuerung der Drohne?
    NEIN; NACHMENSCHLICHER LOGIK WOHL EINE CYBERVERTEIDIGUNG Abgeschossen, wie überwiegend berichtet, wurde sie jedenfalls nicht
    LOGISCH: WER DAS DING UNTER EIGENE KONTROLLE BRINGEN ÜHREN KANN; IST AUCH IM sTANDE FÜR WEICHE LANDUNG DESSELBEN SORGEN.
    Gruß

    Sofern Sie Zitate oder Tatsachenbehauptungen veröffentlichen, bitten wir um Verweise auf eine entsprechende Quelle. Danke, die Redaktion/se

  3. 5. Stimmt

    mit nichts lassen sich leichter Kriege planen als mit Google Earth (http://www.oe24.at/digita...).

    • joG
    • 08.12.2011 um 20:30 Uhr

    ... relativiert die Behauptung, der Iran arbeite an Atombomben komplett. "

    Wieso?

    • FahadA
    • 08.12.2011 um 20:32 Uhr

    Sie koennen das auch. Nehmen Sie ein Taxi und fahren von Qom nach Kashan und weiter nach Esfahan (ich liebe diese Strecke). Sie koennen die Anlage bei Natanz gar nicht verfehlen, die liegt direkt neben der Autobahn. Da ist nix geheim (von Randow wird's bestaetigen). Ich war in 2006 etwa 2 km von Fordow entfernt. Aus Interesse an dem Salzsee, von der Anlage wusste man damals noch nichts. In 2008/09 war ich Gastprofessor an der Universitaet in Esfahan. Das Gaestehaus liegt hinterm Berg wo auf der anderen Seite die Urananlage Esfahans liegt. Nehmen Sie ein Taxi und machen Sie Fotos.

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    Klar können Sie Fotografieren, aber nicht die Anlage. Die Anlage sehen Sie gar nicht. Das, was Sie gesehen haben, sind wenn überhaupt unwichtige Teile davon. Zu den Geheimen Stellen, läßt man Sie bestimmt nicht. Ich bin in den letzten Jahren mindestens 3 mal diese Strecke gefahren.

    Klar können Sie Fotografieren, aber nicht die Anlage. Die Anlage sehen Sie gar nicht. Das, was Sie gesehen haben, sind wenn überhaupt unwichtige Teile davon. Zu den Geheimen Stellen, läßt man Sie bestimmt nicht. Ich bin in den letzten Jahren mindestens 3 mal diese Strecke gefahren.

  4. Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se

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    In diesem Falle war der BND vermutlich der Auffassung, auf der angezapften Frequenz einen besonders perfiden Drogentransport zu beobachten und anzuhalten.

    In diesem Falle war der BND vermutlich der Auffassung, auf der angezapften Frequenz einen besonders perfiden Drogentransport zu beobachten und anzuhalten.

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