Klimawandel Kanada verabschiedet sich vorzeitig von Kyoto-Vereinbarungen

Der Klimagipfel ist mit guten Vorsätzen gerade zu Ende gegangen. Nun steigt Kanada vorzeitig aus dem Kyoto-Protokoll aus. Es entgeht einer Strafzahlung in Milliardenhöhe.

Der kanadische Umweltminister Peter Kent

Der kanadische Umweltminister Peter Kent

Einen Tag nach dem Ende der Weltklimakonferenz hat Kanada seinen Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll erklärt. "Wir berufen uns auf das Recht Kanadas, formell aus Kyoto auszusteigen", sagte der kanadische Umweltminister Peter Kent. Das Abkommen sei eher ein "Hindernis" als der "Weg nach vorn" zu einer weltweiten Lösung gegen den Klimawandel, sagte Kent.

Sein Land sei der Auffassung, dass im Kampf gegen die Erderwärmung nur rechtlich bindende Verpflichtungen zur Reduzierung der Treibhausgase für alle Klimasünder sinnvoll seien, sagte Kent. Kanada ist das erste Land, das das Kyoto-Protokoll ratifiziert hat und sich vorzeitig aus dem Abkommen zurückzieht.

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Kanada hatte sich mit dem Kyoto-Protokoll dazu verpflichtet, bis 2012 seinen Ausstoß an klimaschädlichem CO2 um sechs Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 zu senken. Dieses Ziel hätte das Land weit verfehlt. Im vergangenen Jahr lag der Wert für die Treibhausgas-Emissionen Kanadas um mehr als 35 Prozent über den Daten von 1990. Mit dem Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll umgeht Kanada nun eine Strafzahlung in Milliardenhöhe für die nicht eingehaltenen Klimaziele.

G20

Ein Weltklimavertrag wird die Welt nicht vor den Folgen des Klimawandels retten. Dafür kommt er zu spät. Doch es tut sich einiges beim Klimaschutz.

Mehrfach haben G-20-Gipfel beschlossen, die Subventionen für fossile Energien zu streichen. Die Internationale Energieagentur hat errechnet, dass 2010 rund 490 Milliarden Dollar dafür ausgegeben worden sind. Die Bundesregierung ist der Meinung, es gebe in Deutschland keine Subventionen für fossile Energien. Das Umweltbundesamt hat jedoch in seinem Bericht über umweltschädliche Subventionen 17,7 Milliarden Euro entsprechender Beihilfen ermittelt – von Steinkohlesubventionen bis Agrardiesel.

Erschienen im Tagesspiegel

EU

Die Europäische Union hat sich 2007 verpflichtet, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken und bis dahin einen Anteil erneuerbarer Energien von 20 Prozent zu erreichen. Das Ziel, die Energieeffizienz um 20 Prozent zu erhöhen, ist dagegen nicht verpflichtend und wird nach Einschätzung von EU-Energiekommissar Günther Oettinger auch nur zur Hälfte erreicht werden. Die EU hat angeboten, ihre Treibhausgasemissionen um 30 Prozent zu senken, wenn andere Staaten nachziehen. Dieses Versprechen wird sie nach dem Durban-Gipfel halten müssen.

Erschienen im Tagesspiegel

Deutschland

Die Energiewende in Deutschland wird weltweit als Experiment gesehen, an dem sich entscheidet, ob ein Industriestaat seinen Energiebedarf mit erneuerbaren Energien decken kann. Gelingt das, wäre das ein starkes Argument.

Erschienen im Tagesspiegel

China

Im jüngsten Fünfjahresplan hat China eine starke Erhöhung seiner Energieeffizienz beschlossen. Außerdem hat China im vergangenen Jahr 54 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien gesteckt. Allerdings sind auch nirgendwo in den vergangenen zehn Jahren mehr Kohlekraftwerke gebaut worden. In sechs Provinzen soll nun ein Emissionshandel ausprobiert werden. Derzeit entscheidet sich, ob China einen Weg in eine kohlenstoffarme Zukunft findet.

Erschienen im Tagesspiegel

USA

In den USA ist die Klimadebatte Teil des Streits über die Rolle des Staates. Eine stabile Mehrheit wünscht sich einen schwachen Staat und hält Regulierungen für Teufelszeug. Dennoch gibt es zwei regionale Emissionshandelssysteme in den USA. Wichtige Bundesstaaten wie Kalifornien haben sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Das gilt auch für viele Großstädte.

Erschienen im Tagesspiegel

Umweltminister Kent kritisierte, dass Kanada eine Milliardenstrafe hätte zahlen müssen, das Land aber nur für knapp zwei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich sei. Künftig wolle Kanada einem heimischen Klimaplan folgen. Demnach soll die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2006 gesenkt werden. Kritikern zufolge wäre das eine Reduzierung von knapp drei Prozent im Vergleich zu 1990.

Das 1997 vereinbarte Kyoto-Protokoll ist das bislang einzige globale Klimaschutzabkommen, das verbindliche Vorgaben für die Emission von Treibhausgasen macht. Ratifiziert haben es mehr als 190 Staaten, doch gelten die Emissionsvorgaben nur für insgesamt 37 Industriestaaten, nicht für Schwellen- und Entwicklungsländer wie China oder Indien. Dies hatte Kanada bereits in der Vergangenheit kritisiert. Auch die USA sind nicht an das Abkommen gebunden.

Auf dem Weltklimagipfel im südafrikanischen Durban hatten die Delegierten aus mehr als 190 Staaten nach Marathonsitzungen einen Fahrplan hin zu einem neuen globalen Klimaschutzabkommen beschlossen. Demnach soll bis 2015 ein neuer Vertrag ausgehandelt werden, der nach der Ratifikation ab 2020 wirksam werden soll. Damit keine Lücke entsteht, soll das im nächsten Jahr auslaufende Kyoto-Protokoll fortgeschrieben werden. Kanadas Umweltminister Kent hatte bereits während des Treffens gesagt, dass das Kyoto-Abkommen für sein Land der Vergangenheit angehöre.

 
Leser-Kommentare
    • ludna
    • 13.12.2011 um 7:55 Uhr

    Jeder Staat kann einfach aus seinen Verträgen aussteigen. Also lasst diesen Gipfel-Unsinn und macht keine Verträge.

    18 Leser-Empfehlungen
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    > Ratifiziert haben es mehr als 190 Staaten, doch gelten die Emissionsvorgaben nur für insgesamt 37 Industriestaaten, nicht für Schwellen- und Entwicklungsländer wie China oder Indien. Dies hatte Kanada bereits in der Vergangenheit kritisiert. Auch die USA sind nicht an das Abkommen gebunden. <

    Damit ist der Unsinn doch klar dokumentiert. Warum regen sich die Menschen eigentlich über Cameron auf, nur weil er Sonderrechte für GB will?

    > Ratifiziert haben es mehr als 190 Staaten, doch gelten die Emissionsvorgaben nur für insgesamt 37 Industriestaaten, nicht für Schwellen- und Entwicklungsländer wie China oder Indien. Dies hatte Kanada bereits in der Vergangenheit kritisiert. Auch die USA sind nicht an das Abkommen gebunden. <

    Damit ist der Unsinn doch klar dokumentiert. Warum regen sich die Menschen eigentlich über Cameron auf, nur weil er Sonderrechte für GB will?

  1. Zu schön um wahr zu sein

    17 Leser-Empfehlungen
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    • joG
    • 13.12.2011 um 9:21 Uhr

    .... der "Weg nach vorn""

    Das war die Feststellung der Bush Regierung damals. Sie bewahrheitete sich auch. Genau die damaligen Einwände waren, nun wissen wir es, wenn es uns interessiert, richtig. Es sind einige neuen Faktoren weniger hinzugekommen als wichtiger geworden, aber Kyoto war (wie der Maastrichter&Lissabonner Vertrag) in sich defekt und wurde nur durch die Incantationen plausiblisiert.

    "Der Anfang vom Ende des Ablaßhandels? Zu schön um wahr zu sein." :-))

    Warum sind es immer nur die anderen Länder, die sich zu rationalen Entscheidungen durchringen können?

    • joG
    • 13.12.2011 um 9:21 Uhr

    .... der "Weg nach vorn""

    Das war die Feststellung der Bush Regierung damals. Sie bewahrheitete sich auch. Genau die damaligen Einwände waren, nun wissen wir es, wenn es uns interessiert, richtig. Es sind einige neuen Faktoren weniger hinzugekommen als wichtiger geworden, aber Kyoto war (wie der Maastrichter&Lissabonner Vertrag) in sich defekt und wurde nur durch die Incantationen plausiblisiert.

    "Der Anfang vom Ende des Ablaßhandels? Zu schön um wahr zu sein." :-))

    Warum sind es immer nur die anderen Länder, die sich zu rationalen Entscheidungen durchringen können?

    • Anay
    • 13.12.2011 um 7:56 Uhr

    Mal schauen, ob die Queen eingreift. Bei NAFTA und anderen politischen Entscheidungen kanadischer Vorgängerregierungen hat sie über den Governor General so oft dazwischengefunkt, bis eine Regierung gewählt war, die ihre Politik unterstützt.

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    • ludna
    • 13.12.2011 um 8:08 Uhr

    So weit ich weiss, wird der Governor General faktisch (nach Protokoll schon) nicht mehr vom englischen Königshaus eingesetzt.

    "Mal schauen, ob die Queen eingreift."
    Elizabeth II. ist zwar (über die Commonwealth-Schiene) kanadisches Staatsoberhaupt, hat aber - wie auch z. B. in Australien - nicht einmal die Befugnisse eines deutschen Bundespräsidenten (also so gut wie keine).
    "Eingreifen" ist also nicht.
    Und das ist auch gut so.

    • ludna
    • 13.12.2011 um 8:08 Uhr

    So weit ich weiss, wird der Governor General faktisch (nach Protokoll schon) nicht mehr vom englischen Königshaus eingesetzt.

    "Mal schauen, ob die Queen eingreift."
    Elizabeth II. ist zwar (über die Commonwealth-Schiene) kanadisches Staatsoberhaupt, hat aber - wie auch z. B. in Australien - nicht einmal die Befugnisse eines deutschen Bundespräsidenten (also so gut wie keine).
    "Eingreifen" ist also nicht.
    Und das ist auch gut so.

  2. 4. Kanada

    Kanada positioniert sich schon länger als ein radikal umweltfeindliches Land: Ölsände (tar sands, http://www.greenpeace.org... Keystone XL www.foe.org/news/archives......).

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    ist so eben auf "Ramsch" gefallen.

    Ja, der Raubbau an der Umwelt ist in Kanada besonders hässlich. Solange wir aber alle weiter mit dem Auto fahren wollen, spritschluckende SUV produzieren und auch kaufen und fleißig Kraftstoff verbrauchen, sind wir auch mitverantwortlich für die Umweltzerstörung.

    • Karl63
    • 13.12.2011 um 9:39 Uhr

    weil bei der Trennung von Öl und Sand relativ viel Energie benötigt wird. Es entstehen also schon bei der Gewinnung von Öl (auf diesem Weg) Treibhausgase und bei dessen Verbrennung dann nochmals entsprechend. Bislang ist es erklärte Absicht der Kanadier, diese Form der Gewinnung von Erdöl weiter auszubauen, auch wenn hernach ganze Landstriche in eine Mondlandschaft verwandelt sind.
    Dass man unter diesen Voraussetzungen sich nicht in der Lage sieht, die Vorgaben aus dem Protokoll von Kyoto zu erfüllen, sollte nicht ernsthaft verwundern - dennoch ist es äußerst fragwürdig, was da geschieht.
    Der sparsamere Konsum von Erdölprodukten ist auch eine Sache der Mentalität - und da hat ganz Nordamerika noch erheblichen Nachholbedarf.

    ist so eben auf "Ramsch" gefallen.

    Ja, der Raubbau an der Umwelt ist in Kanada besonders hässlich. Solange wir aber alle weiter mit dem Auto fahren wollen, spritschluckende SUV produzieren und auch kaufen und fleißig Kraftstoff verbrauchen, sind wir auch mitverantwortlich für die Umweltzerstörung.

    • Karl63
    • 13.12.2011 um 9:39 Uhr

    weil bei der Trennung von Öl und Sand relativ viel Energie benötigt wird. Es entstehen also schon bei der Gewinnung von Öl (auf diesem Weg) Treibhausgase und bei dessen Verbrennung dann nochmals entsprechend. Bislang ist es erklärte Absicht der Kanadier, diese Form der Gewinnung von Erdöl weiter auszubauen, auch wenn hernach ganze Landstriche in eine Mondlandschaft verwandelt sind.
    Dass man unter diesen Voraussetzungen sich nicht in der Lage sieht, die Vorgaben aus dem Protokoll von Kyoto zu erfüllen, sollte nicht ernsthaft verwundern - dennoch ist es äußerst fragwürdig, was da geschieht.
    Der sparsamere Konsum von Erdölprodukten ist auch eine Sache der Mentalität - und da hat ganz Nordamerika noch erheblichen Nachholbedarf.

  3. vernünftige Leute.
    Wir hätten auch dringend ein paar davon nötig.

    13 Leser-Empfehlungen
  4. Ob sich der Mensch für den Klimawandel verantwortlich zeichnet, ist mittlerweile auch unter Wissenschaftlern mehr als umstritten, eine gute PR Maschine hat ihr Übriges getan, um uns vom selbstgemachten Klimawandel zu überzeugen.

    Übrigends ein bombiges Geschäft, die Sache mit dem Klimawandel. Was wir auch sicher wissen ist, daß es den Klimawandel schon länger als die Menschheit gibt, und die Erde drehte sich auch so weiter.

    Wie sich eine leicht/schwer verblödete Spezies, welches sich für den Nabel allen Seins hält, gegen die Sonne (entscheidender Faktor beim Klimawandel) und die Zyklen von Mutter Erde zur Wehr setzen will, obwohl diese es nicht einmal schafft friedlich miteinander und der Natur umzugehen, ist mir ein völliges Rätsel.

    An diesem Punkt, Waidmanns Heil. Besser die Taube auf dem Dach, als den Spatz in der Hand, möchte man glauben.

    Das Geld, welches durch die Klimahysterie in die Kassen der Konzerne gewirtschaftet wird, wäre in der Renaturierung Deutschlands/der Welt besser angelegt.

    Jedem das Seine.

    20 Leser-Empfehlungen
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    • pakZ
    • 13.12.2011 um 8:32 Uhr

    würde man ihrer argumentation folgen, hätten wir mittlerweile keine ozonschicht mehr und könnten uns lediglich mit lichtschutzfaktor 40 auf die straße trauen.

    aber vermutlich war auch diese geschichte bloß ausgedacht.

    ist aber auch verflucht raffiniert, wie sich weltweit so viele wissenschaftler zusammenklüngeln, um uns einen vom pferd zu erzählen.

    immerhin gibt es ja auch tatsächlich unbegrenzt kohle, erdgas, erdöl - so das es auch absolut keinen anderen grund geben kann, warum ein umstieg in erneuerbare energien sinnvoll sein könnte.
    smog, deepwater horizon.. pfff.. was ist das schon?

    "Ob sich der Mensch für den Klimawandel verantwortlich zeichnet, ist mittlerweile auch unter Wissenschaftlern mehr als umstritten"
    Aha.? Nennen Sie doch mal einen Wissenschaftler von Format - anerkannt und immer noch forschend, der den Zusammenhang zwischen einer Erhöhung des Gehaltes von CO2 in der Atmosphäre und einer Erwärmung der selben Grundsätzlich in Zweifel zieht. Wenn die Sache "mehr als umstritten" ist, wie sie sagen, können Sie vermutlich mit Leichtigkeit zehn und mehr nennen.

    "Was wir auch sicher wissen ist, dass es den Klimawandel schon länger als die Menschheit gibt, und die Erde drehte sich auch so weiter."
    Es bestreitet niemand, dass es auch ohne Menschen Klimaveränderungen gab. Nur dieses Mal haben wir die Hände im Spiel.

    vielleicht sollten Sie mal die Zeitachse in Ihren Argumentationen betrachten. Es gab schon immer Klimaveränderungen, aber diesesmal geht es 50 mal so schnell. Und die Beschleunigung steigt ebenfalls ;)

    Entfernt. Kritik an der Moderation können Sie an community@zeit.de senden. Der Kommentarbereich ist der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten. Danke. Die Redaktion/ag

    Eiin Schelm, wer Böses dabei denkt... Ihre Argumentation ist ausgesprochen schwach, wie übrigens meistens von den sog. Klimaskeptikern. Sie ist nichts weiter, als eini Freibrief, so weitermachen zu können, wie bisher, denn was interessiert mich, was in 50 oder 100 Jahren ist. Nach mir die Sinnflut ist ein Sprichwort, was in dem Fall zu 100% passt.

    Ja, Klimawandel hat es immer gegeben. Das ist wahrscheinlich auch das einzige, wo die Klimaskeptiger Recht haben. Nur blenden Sie aus, dass Klimawandel in der Vergangenheit Zyklen durchlief, die Mensch und Natur ausgesprochen viel Zeit ließen, sich entsprechend anzupassen. Die fehlt uns in dem Fall. Es geht halt fünfzig Mal so schnell und wenn Sie Pech haben, werden Sie es erleben, ohne großartige Anpassungsmöglichkeiten. Leider (!) werden wir in Deutschland und Europa wohl verhältnismäßig glimpflich davon kommen, jedenfalls innerhalb dieses Jahrhunderts. Die Leidtragenden werden die sein, die den Klimawandel kaum verursacht haben. Aber wen kümmerts? Im Zweifel machen wir die Grenzen dicht. Soll der Rotz doch sehen, wo er bleibt.

    • LB
    • 13.12.2011 um 11:16 Uhr

    "Übrigends ein bombiges Geschäft, die Sache mit dem Klimawandel."

    Sie sind aber ernsthaft noch nie auf die Idee, gekommen, dass umgekehrt die Arbeit sog. Klimaskeptiker ein bombiges Geschäft ist? Ich meine, auf deren Seite steht doch Geld und Macht einflussreicher Konzerne, insbesondere im Rohstoffbereich. Man sollte nicht mit Steinen schmeißen, wenn man im Glashaus sitzt.

    "Das Geld, welches durch die Klimahysterie in die Kassen der Konzerne gewirtschaftet wird"

    Durch die Klimahysterie? Was meinen Sie wieviel Geld in die Kassen einer gewaltigen Industrie seit Jahrzehnten geschäffelt wird, eben weil nicht sie was geändert hat. Sollten Sie auf die Industrie der erneuerbaren Energien anspielen, die ist marginal im Vergleich dazu.

    MfG aus dem Pott
    LB

    • pakZ
    • 13.12.2011 um 8:32 Uhr

    würde man ihrer argumentation folgen, hätten wir mittlerweile keine ozonschicht mehr und könnten uns lediglich mit lichtschutzfaktor 40 auf die straße trauen.

    aber vermutlich war auch diese geschichte bloß ausgedacht.

    ist aber auch verflucht raffiniert, wie sich weltweit so viele wissenschaftler zusammenklüngeln, um uns einen vom pferd zu erzählen.

    immerhin gibt es ja auch tatsächlich unbegrenzt kohle, erdgas, erdöl - so das es auch absolut keinen anderen grund geben kann, warum ein umstieg in erneuerbare energien sinnvoll sein könnte.
    smog, deepwater horizon.. pfff.. was ist das schon?

    "Ob sich der Mensch für den Klimawandel verantwortlich zeichnet, ist mittlerweile auch unter Wissenschaftlern mehr als umstritten"
    Aha.? Nennen Sie doch mal einen Wissenschaftler von Format - anerkannt und immer noch forschend, der den Zusammenhang zwischen einer Erhöhung des Gehaltes von CO2 in der Atmosphäre und einer Erwärmung der selben Grundsätzlich in Zweifel zieht. Wenn die Sache "mehr als umstritten" ist, wie sie sagen, können Sie vermutlich mit Leichtigkeit zehn und mehr nennen.

    "Was wir auch sicher wissen ist, dass es den Klimawandel schon länger als die Menschheit gibt, und die Erde drehte sich auch so weiter."
    Es bestreitet niemand, dass es auch ohne Menschen Klimaveränderungen gab. Nur dieses Mal haben wir die Hände im Spiel.

    vielleicht sollten Sie mal die Zeitachse in Ihren Argumentationen betrachten. Es gab schon immer Klimaveränderungen, aber diesesmal geht es 50 mal so schnell. Und die Beschleunigung steigt ebenfalls ;)

    Entfernt. Kritik an der Moderation können Sie an community@zeit.de senden. Der Kommentarbereich ist der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten. Danke. Die Redaktion/ag

    Eiin Schelm, wer Böses dabei denkt... Ihre Argumentation ist ausgesprochen schwach, wie übrigens meistens von den sog. Klimaskeptikern. Sie ist nichts weiter, als eini Freibrief, so weitermachen zu können, wie bisher, denn was interessiert mich, was in 50 oder 100 Jahren ist. Nach mir die Sinnflut ist ein Sprichwort, was in dem Fall zu 100% passt.

    Ja, Klimawandel hat es immer gegeben. Das ist wahrscheinlich auch das einzige, wo die Klimaskeptiger Recht haben. Nur blenden Sie aus, dass Klimawandel in der Vergangenheit Zyklen durchlief, die Mensch und Natur ausgesprochen viel Zeit ließen, sich entsprechend anzupassen. Die fehlt uns in dem Fall. Es geht halt fünfzig Mal so schnell und wenn Sie Pech haben, werden Sie es erleben, ohne großartige Anpassungsmöglichkeiten. Leider (!) werden wir in Deutschland und Europa wohl verhältnismäßig glimpflich davon kommen, jedenfalls innerhalb dieses Jahrhunderts. Die Leidtragenden werden die sein, die den Klimawandel kaum verursacht haben. Aber wen kümmerts? Im Zweifel machen wir die Grenzen dicht. Soll der Rotz doch sehen, wo er bleibt.

    • LB
    • 13.12.2011 um 11:16 Uhr

    "Übrigends ein bombiges Geschäft, die Sache mit dem Klimawandel."

    Sie sind aber ernsthaft noch nie auf die Idee, gekommen, dass umgekehrt die Arbeit sog. Klimaskeptiker ein bombiges Geschäft ist? Ich meine, auf deren Seite steht doch Geld und Macht einflussreicher Konzerne, insbesondere im Rohstoffbereich. Man sollte nicht mit Steinen schmeißen, wenn man im Glashaus sitzt.

    "Das Geld, welches durch die Klimahysterie in die Kassen der Konzerne gewirtschaftet wird"

    Durch die Klimahysterie? Was meinen Sie wieviel Geld in die Kassen einer gewaltigen Industrie seit Jahrzehnten geschäffelt wird, eben weil nicht sie was geändert hat. Sollten Sie auf die Industrie der erneuerbaren Energien anspielen, die ist marginal im Vergleich dazu.

    MfG aus dem Pott
    LB

    • ludna
    • 13.12.2011 um 8:08 Uhr

    So weit ich weiss, wird der Governor General faktisch (nach Protokoll schon) nicht mehr vom englischen Königshaus eingesetzt.

    Antwort auf "Mal schauen..."
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    • Anay
    • 13.12.2011 um 8:35 Uhr

    Das hat keinen Einfluss auf seine Arbeit für Monarch und Monarchie. Ob er nun von der Königin direkt eingesetzt wird, die dafür sowieso Berater und Sondierer hat, oder ob die Berater/Sondierer öffentlich arbeiten, ist Jacke wie Hose. Monarchisten sind sie alle. Und wenn die Queen will, dass Kanada im Kyoto-Protokoll bleibt, wird sie schon einen Weg finden.

    • Anay
    • 13.12.2011 um 8:35 Uhr

    Das hat keinen Einfluss auf seine Arbeit für Monarch und Monarchie. Ob er nun von der Königin direkt eingesetzt wird, die dafür sowieso Berater und Sondierer hat, oder ob die Berater/Sondierer öffentlich arbeiten, ist Jacke wie Hose. Monarchisten sind sie alle. Und wenn die Queen will, dass Kanada im Kyoto-Protokoll bleibt, wird sie schon einen Weg finden.

  5. ich so die kommentare lese, wird nur bestätigt was ich schon immer befürchtet habe. der mensch ist unfähig sich seiner verantwortung zu stellen. es ist mir egal ob sie mit irgend welchen statistiken herum wedeln oder nicht. der mensch hat seinen teil (der wirklich nicht unbeträchtlich ist) zum klimawandel beigetragen. wer dies nicht einsehen kann oder einsehen will tut mir wiklich leid. auch jetzt noch wird um geld und arbeitsplätze geschachert, obwohl die ganze welt auf dem spiel steht. ich schäme mich mensch zu sein.

    11 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    sich nicht zu schämen.
    Wie Sie lassen sich viele von Polit-Gauklern und Scharlatanen
    beeinflussen.

    • ludna
    • 13.12.2011 um 8:18 Uhr

    Die ganze Welt steht nicht auf dem Spiel. Ob menschengemacht oder nicht, die Welt übersteht das schon. Die Welt hatte ja auch schon ganz andere Klimaverhältnisse als zur Zeit.

    Was in der Tat auf dem Spiel steht, ist unser Zusammenleben auf dem Planeten. Was ist, wenn grosse Flüchtlingsströme auftreten ?
    Darauf muss man Antworten finden, nicht versuchen den klimatischen Status quo zu erhalten, was ohnehin nicht geht. Wir haben schon leichtere politische Probleme nicht lösen können (als Menschheit,siehe Israel/Palestina). Was sollen wir dann mit noch mehr Flüchtlingen machen ? [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    "es ist mir egal ob sie mit irgend welchen statistiken herum wedeln oder nicht. der mensch hat seinen teil (der wirklich nicht unbeträchtlich ist) zum klimawandel beigetragen. wer dies nicht einsehen kann oder einsehen will tut mir wiklich leid."

    Mit anderen Worten, Sie bitten darum, daß man Sie nicht mit Tatsachen verwirrt, wo Sie doch Ihre Meinung haben?

    "auch jetzt noch wird um geld und arbeitsplätze geschachert, obwohl die ganze welt auf dem spiel steht. ich schäme mich mensch zu sein."

    Es ist mir ja unendlich peinlich, von solch profanen Dinge wie dem schnöden Mammon zu reden, wo es Ihnen ja um nicht weniger geht als die Welt vorm Untergang zu retten. Aber wenn es sich dabei um meine Geldbörse handelt, die für einen solchen Kult zur Beschwörung der Erd- und Sonnengeister herangezogen werden soll, um sie hinsichtlich der Klimaveränderung gnädig zu stimmen, neige ich schon zur genaueren Hinterfragung derlei Tuns.

    war ja irgendwie klar das man nur das versteht was man verstehen will, in meinem kommentar. aber ihre entgegnung:"Aber wenn es sich dabei um meine Geldbörse handelt, die für einen solchen Kult zur Beschwörung der Erd- und Sonnengeister herangezogen werden soll, um sie hinsichtlich der Klimaveränderung gnädig zu stimmen, neige ich schon zur genaueren Hinterfragung derlei Tuns." , zeigt mir nur allzudeutlich das sie nicht begriffen haben, das es halt einfach um mehr geht als um ihren geldbeutel. es gibt genug dinge die weniger sinn machen und zugleich viel mehr ihren "geldbeutel" beanspruchen als der versuch die welt im gleichgewicht zu halten.
    und das was sie mit tatsachen meinen ist einfach eine realitäts verweigerung. und dies verwirrt mich keines wegs, da es doch wohl im wesen des menschen liegt nur das als wichtig zu erachten was einem unmittelbar betrifft. und in ihrem fall ist es ihr geldbeutel. :-)

    sich nicht zu schämen.
    Wie Sie lassen sich viele von Polit-Gauklern und Scharlatanen
    beeinflussen.

    • ludna
    • 13.12.2011 um 8:18 Uhr

    Die ganze Welt steht nicht auf dem Spiel. Ob menschengemacht oder nicht, die Welt übersteht das schon. Die Welt hatte ja auch schon ganz andere Klimaverhältnisse als zur Zeit.

    Was in der Tat auf dem Spiel steht, ist unser Zusammenleben auf dem Planeten. Was ist, wenn grosse Flüchtlingsströme auftreten ?
    Darauf muss man Antworten finden, nicht versuchen den klimatischen Status quo zu erhalten, was ohnehin nicht geht. Wir haben schon leichtere politische Probleme nicht lösen können (als Menschheit,siehe Israel/Palestina). Was sollen wir dann mit noch mehr Flüchtlingen machen ? [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    "es ist mir egal ob sie mit irgend welchen statistiken herum wedeln oder nicht. der mensch hat seinen teil (der wirklich nicht unbeträchtlich ist) zum klimawandel beigetragen. wer dies nicht einsehen kann oder einsehen will tut mir wiklich leid."

    Mit anderen Worten, Sie bitten darum, daß man Sie nicht mit Tatsachen verwirrt, wo Sie doch Ihre Meinung haben?

    "auch jetzt noch wird um geld und arbeitsplätze geschachert, obwohl die ganze welt auf dem spiel steht. ich schäme mich mensch zu sein."

    Es ist mir ja unendlich peinlich, von solch profanen Dinge wie dem schnöden Mammon zu reden, wo es Ihnen ja um nicht weniger geht als die Welt vorm Untergang zu retten. Aber wenn es sich dabei um meine Geldbörse handelt, die für einen solchen Kult zur Beschwörung der Erd- und Sonnengeister herangezogen werden soll, um sie hinsichtlich der Klimaveränderung gnädig zu stimmen, neige ich schon zur genaueren Hinterfragung derlei Tuns.

    war ja irgendwie klar das man nur das versteht was man verstehen will, in meinem kommentar. aber ihre entgegnung:"Aber wenn es sich dabei um meine Geldbörse handelt, die für einen solchen Kult zur Beschwörung der Erd- und Sonnengeister herangezogen werden soll, um sie hinsichtlich der Klimaveränderung gnädig zu stimmen, neige ich schon zur genaueren Hinterfragung derlei Tuns." , zeigt mir nur allzudeutlich das sie nicht begriffen haben, das es halt einfach um mehr geht als um ihren geldbeutel. es gibt genug dinge die weniger sinn machen und zugleich viel mehr ihren "geldbeutel" beanspruchen als der versuch die welt im gleichgewicht zu halten.
    und das was sie mit tatsachen meinen ist einfach eine realitäts verweigerung. und dies verwirrt mich keines wegs, da es doch wohl im wesen des menschen liegt nur das als wichtig zu erachten was einem unmittelbar betrifft. und in ihrem fall ist es ihr geldbeutel. :-)

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