US-RechteSchicksalsjahr für die Tea Party – und für Amerika

Im Wahljahr 2012 wird sich zeigen, ob die Tea Party wirkliche Macht erlangt. Gelingt ihr dies, werden sich die USA radikal verändern.

Selbst moderate Republikaner wie Mitt Romney kungeln inzwischen mit der Tea Party.

Selbst moderate Republikaner wie Mitt Romney kungeln inzwischen mit der Tea Party.

Die Tea Party begann als Protestbewegung gegen Milliardensubventionen für Banken, hohe Steuern und hohe Staatsschulden und in Sorge um eine schwierige Ökonomie. Mittlerweile hat sie sich als Partei gegen hispanische Immigranten und affirmative action , also Bevorzugung von ethnischen Minderheiten auf den Universitäten und dem Arbeitsmarkt, etabliert, sie ist gegen Abtreibung und Schwulenehe, für Sozialabbau, Bürgerkriegsrevisionismus und Kirchenbesuch. Und letztlich geht es deren Mitgliedern darum, einen ungeliebten schwarzen Präsidenten aus dem Amt zu kegeln, einen, der aus ihrer Sicht intellektuell, fremd und ausländisch wirkt.

Einige langjährige republikanische Karrierepolitiker haben sich der Tea Party angeschlossen oder sie tun zumindest so, um Wähler zu gewinnen, oder vielleicht auch bloß Käufer für ihr neuestes Buch oder ihre DVDs. Aber es gibt auch Republikaner, die fürchten, dieser Zirkus aus Populärrassisten, bibeltreuen Fundamentalisten, New-World-Order-Verschwörungstheoretikern und fettnäpfchensuchenden Sprücheklopfern schade der Partei. Ihre Stimmen sind leise, nur wenige Prominente sind dabei und womöglich werden sie sich bis zur Wahl am 6. November 2012 nicht durchsetzen, aber sie versuchen es.

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Zu diesen zählt Grover Norquist, der Reagan-Ökonom und Verfechter niedriger Steuern, der heute mit einer Moslemin verheiratet ist. "Entweder sind wir eine Republikanische Partei, die für alle ethnischen Gruppen und Religionen offen ist oder aber wir gehen unter", erkannte er. Insbesondere das Schwulen-Bashing der Religiösen Rechten will Norquist nicht mitmachen – aus grundsätzlichen, aber auch aus taktischen Erwägungen. Denn das werde, glaubt er, der GOP, der Grand Old Party, langfristig schaden. Norquist gehört dem Beirat der Organisation GOProud an, einem Schwulenverband innerhalb der Republikaner, er wirbt schon des Längeren um die Stimmen konservativer Schwuler, und er hat kürzlich gar Ann Coulter als Beraterin angeworben, die sich seitdem für eine "rechte Judy Garland" hält.

Ehemalige Anhänger wenden sich ab

Andere Konservative warnen, dass die Tea Party die Republikaner wegen ihrer xenophoben Attitüde in die Sackgasse führen werde. Dazu zählt David Frum, der für George W. Bush die Wendung Axis of Evil erfand, und dessen "Frum Forum" Tea-Party-Kritikern heute eine Plattform bietet. Der bekannteste Abweichler aber ist Charles Johnson, der Betreiber des Blogs Little Green Footballs , das lange als ultrarechte Bastion galt. Doch als Sumpfblüten wie Pam Geller und Glenn Beck aufkamen, hat sich der bekennende Libertäre auf Obama-Kritiker eingeschossen. In einem Eintrag vom November 2009 erklärte er, dass er keine Verschwörungstheorien und keine Hassreden der Rechten mehr unterstützen wolle.

Johnsons Umschwung wurde ausgerechnet durch die europäischen Freunde der Tea Party bewirkt. Der Blogger erfuhr von einer Anti-Dschihad-Veranstaltung in Brüssel, zu der Geller gefahren war, und er entdeckte auf der Teilnehmerliste den belgischen Politiker Filip Dewinter. Dewinter ist Chef der Vlaams Belang, Nachfolgeorganisation des rechtspopulistischen Vlaams Bloc. Die Geschichte von Vlaams Belang, stellte Johnson fest, reiche "zurück bis zur falschen Seite im Zweiten Weltkrieg" (rechte Flamen hatten damals die Nazis unterstützt; es gab ein flämisches Infanteriebataillon der Wehrmacht), zudem verbreite die Partei Hetzparolen und "opportunistische Bösartigkeiten" aller Art. So habe Vlaams Belang in marokkanischen Zeitungen inseriert, um die Leute dort zu warnen, nach Belgien zu kommen. Dewinter selbst hatte gesagt, dass die multikulturelle Gesellschaft in Flandern zu einer "multikriminellen Gesellschaft" geführt habe. Der Kampf gegen den Islamofaschismus, sagte Johnson zur New York Times , sollte es nicht notwendig machen, sich mit dem Faschismus der älteren Sorte zu identifizieren.

Leserkommentare
  1. die sich einen hohen Lebensstandard vermutlich auch auf Kosten anderer "ergaunert" haben.
    Die gegen Mindestlöhne und die gleichen Grundrechte und - Versorgung für alle sind.

    Die nichts daran finden, das ihr Wohlstand auf Sklaverei und Ausbeutung anderer basiert.

    Die sich "per orderi mufti" als etwas Besseres empfinden.

    Es ist schon erstaunlich, das im 21. Jahrhundert immer noch sowas etwas möglich ist.

    Bleibt nur zu hoffen, das es mal wieder einen Aufstand der Anständigen gibt.

    Denn Amerika ist nicht dadurch besser geworden,..das die Einkommensschere sich gewaltig geöffnet hat.

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    Wann gab es zuletzt einen Aufstand der Anständigen in Amerika? 2008 sah ess vielleicht so aus und jetzt ist schon wieder einer nötig?

    "Was ist von "Leuten" zu erwarten..
    die sich einen hohen Lebensstandard vermutlich auch auf Kosten anderer "ergaunert" haben."

    Wie haben die das gemacht? Schreiben sie mal Tacheles. Das klingt iwie nach Lafo und Trittin bei Menschen bei Maischberger

    Wann gab es zuletzt einen Aufstand der Anständigen in Amerika? 2008 sah ess vielleicht so aus und jetzt ist schon wieder einer nötig?

    "Was ist von "Leuten" zu erwarten..
    die sich einen hohen Lebensstandard vermutlich auch auf Kosten anderer "ergaunert" haben."

    Wie haben die das gemacht? Schreiben sie mal Tacheles. Das klingt iwie nach Lafo und Trittin bei Menschen bei Maischberger

  2. Hat an das nicht auch geglaubt, als Obama noch "hope" hieß?

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    • joG
    • 30.12.2011 um 10:49 Uhr

    ....in einer Gesellschaft, das man hier immer hört. Der Artikel ist Meinung und Meinungsmache. Wenn bspw ein Amerikaner über den Patriot Act klagt ist das irgendwo verständlich. Dort waren die Regeln enorm liberal. Wenn das ein Deutscher tut, ist das selbst verblendet indem man den Balken im eigenen Auge nicht sieht. In vielen Dingen sind die Reglungen des PA wesentlich weniger beschränkend noch so misstrauisch gegen die Menschen als hier. Ein Amerikaner wäre schockiert von etlichen Regeln, die hier die Bevölkerung kontrollieren oder deren Freiheit beschränken.

    Dann ist da noch die moralische Hybris der Relativisten. Das ist intellektuell so lächerlich, dass man wirklich nicht weiß, wie man ihm höfflich begegnen kann. Aber das ist die hiesige Kultur innerhalb deren man wie ein Schwarm über das herfällt, was man nicht versteht.

    • joG
    • 30.12.2011 um 10:49 Uhr

    ....in einer Gesellschaft, das man hier immer hört. Der Artikel ist Meinung und Meinungsmache. Wenn bspw ein Amerikaner über den Patriot Act klagt ist das irgendwo verständlich. Dort waren die Regeln enorm liberal. Wenn das ein Deutscher tut, ist das selbst verblendet indem man den Balken im eigenen Auge nicht sieht. In vielen Dingen sind die Reglungen des PA wesentlich weniger beschränkend noch so misstrauisch gegen die Menschen als hier. Ein Amerikaner wäre schockiert von etlichen Regeln, die hier die Bevölkerung kontrollieren oder deren Freiheit beschränken.

    Dann ist da noch die moralische Hybris der Relativisten. Das ist intellektuell so lächerlich, dass man wirklich nicht weiß, wie man ihm höfflich begegnen kann. Aber das ist die hiesige Kultur innerhalb deren man wie ein Schwarm über das herfällt, was man nicht versteht.

  3. ...der Tea-Party eher abstoßend finde, muss ich doch sagen, dass ich es gut finde, wenn die ewige Bankenretterei und Schuldenmacherei unserer westlichen Regierungen einmal von einer rechten Partei in Frage gestellt wird.

    Vom Hartz IV-Empfänger bis zum Bankmanager hat jeder Verantwortung für seine Handlungen zu tragen. Daran erinnert uns diese Partei.

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    ...obwohl ihrem Grundgedanken zugestimmt werden müsste:

    "Vom Hartz IV-Empfänger bis zum Bankmanager hat jeder Verantwortung für seine Handlungen zu tragen. Daran erinnert uns diese Partei."

    Ist es immer erneut von großer Bedeutung hinzuweisen dass die Verantwortung und die Last der Krise aus allgemeinen Interesse unverhältnismäßig verteilt worden sind.

    H-4 ist nicht die Ursache, sonder die Folge der ungelösten Systemproblemen des globalen Finanzsystems.

    Was wir brauchen ist der freie Markt auch in der Geschäftswelt der Banken und etwas allgemein betrachtend der Finanzindustrie. Die Monopolstellung der Banken ließ H-4-Problematik entstehen und nicht umgekehrt.

    das gerade die Tea-Party von dem Top 1% aufgebaut wurde mit Geldern und eingesetzten Stimmungsmachern. Die Republikaner sind als Partei nur dafür da das Leben der Reichen besser zu machen. Da es aber nur so wenig richtig Reiche gibt brauch man Instrumente um die " Normalos und Rednecks " zu überzeugen. Daher wird der Fokus auf unwichtige Themen wie Abtreibung und Schwulenehe gelegt anstatt auf wichtige Inhalte die Wirtschaft oder Gesellschaftsentwicklung betreffen.

    Die Tea Party wurde gegründet und aufgebaut um den Democrats in 2010 die Mehrheit im Senat weg zu nehmen. Dies ist gelungen und zeigt ein mal mehr das die Leute die hinter den Kulissen der GOP arbeiten genau wissen wie sie das amerikanische Volk zu manipulieren haben.
    Als es tatsächlich ans sparen gehen sollte waren es die Republikaner die nur im Sozialen und Bildungssektor einsparen wollten und die Militärindustrie, Banken, Reiche, Subventionen für Öl und Energiemultis und Steuerkürzungen aus der BushZeit beibehalten wollten. Dafür brauchten sie die Mehrheit im Senat. Diese haben sie sich mit rechter Hetze und Polemik gesichert.

    Die schlimmste terroristische Bedrohung in den USA kommt von den fundametalen Rechten die Senatorinnen in den Kopf schießen und Abtreibungkliniken in die Luft sprengen.
    Die meisten Unterstützer der Tea Party wissen nichtmal wie sie instrumentalisert werden. Diese Bewegung ist ein Witz und zum Schutz der Reichen.
    Die Reps schützen Reiche,Corps.Banken und Rüstung.

    • Run76
    • 30.12.2011 um 13:31 Uhr

    und nach meiner Erfahrung würde ein vergleichbares System der Unterstützung für Langzeitarbeitslose hier niemals Unterstützung finden - nicht einmal bei den Demokraten aber erst recht nicht in der Tea Party. Insofern ist der Gedanke, dass Alle Verantwortung für sich tragen zwar ganz nett. In den USA wird der bei den Ärmsten allerdings bereits radikaler umgesetzt als in fast jeder anderen Industrienation. Wo ich lebe (Connecticut) bekommen ärmere Frauen ihr Kind oft noch zu Hause, weil ohne Versicherung das Geld für's Krankenhaus fehlt. Die Spendenbereitschaft der Amerikaner (und auch bei mir) ist deshalb so viel höher als in Deutschland, weil man die Armut fast jeden Tag auf der Straße sieht. Ob es politisch richtig ist, dass sich jedes kaltherzige A... dieser Unterstützung verweigern kann, weil sie nicht institutionalisiert ist, würde ich mal anzweifeln. Die Tea Party will also nur einen Staat weiter beschneiden, der bereits jetzt in vielen Bereichen auf dem Rückzug ist (Infrastruktur, Kürzungen bei Schulen, etc.). Wer das für Deutschland will, weiß hoffentlich, was das bedeutet: Soziale Errungenschaften von Jahrzehnten würden binnen kürzester Zeit ausradiert... Zu ihrer fragwürdigen Ausklammerung rassistischer Tendenzen in der Tea Party will ich lieber nicht zu viel sagen. Nur: "Abgesehen von ... ist er doch ganz vernünftig" ist eine Einstellung, die uns vor sieben Jahrzehnten schon mal in Teufels Küche gebracht hat. Rassismus ist nicht relativierbar.

    ...Verantwortung für seine Handlungen zu tragen. Daran erinnert uns diese Partei."

    Zeichnet sich die Tea Party nicht vor allem dadurch aus, dass sie die Reichen (die Bankmanager) zu einem guten Teil aus der (Steuer-)Verantwortung raus haben will?

    Gab's da nicht vor ein/zwei Monaten einen Tea Party-Schreihals, der forderte, dass endlich mal die 50 Prozent der Amerikaner, die bisher gar keine Einkommensteuer zahlen, weil sie zu wenig verdienen, für die Finanzierung des Staates geradestehen sollen?

    Ich sehe die Tea Party als Beleg, dass keine Idee zu blöde ist, um sie nicht auf eine politische Agenda setzten zu können. Was mir wiederum die Sicherheit gibt, dass nichts sicher ist.

    ...obwohl ihrem Grundgedanken zugestimmt werden müsste:

    "Vom Hartz IV-Empfänger bis zum Bankmanager hat jeder Verantwortung für seine Handlungen zu tragen. Daran erinnert uns diese Partei."

    Ist es immer erneut von großer Bedeutung hinzuweisen dass die Verantwortung und die Last der Krise aus allgemeinen Interesse unverhältnismäßig verteilt worden sind.

    H-4 ist nicht die Ursache, sonder die Folge der ungelösten Systemproblemen des globalen Finanzsystems.

    Was wir brauchen ist der freie Markt auch in der Geschäftswelt der Banken und etwas allgemein betrachtend der Finanzindustrie. Die Monopolstellung der Banken ließ H-4-Problematik entstehen und nicht umgekehrt.

    das gerade die Tea-Party von dem Top 1% aufgebaut wurde mit Geldern und eingesetzten Stimmungsmachern. Die Republikaner sind als Partei nur dafür da das Leben der Reichen besser zu machen. Da es aber nur so wenig richtig Reiche gibt brauch man Instrumente um die " Normalos und Rednecks " zu überzeugen. Daher wird der Fokus auf unwichtige Themen wie Abtreibung und Schwulenehe gelegt anstatt auf wichtige Inhalte die Wirtschaft oder Gesellschaftsentwicklung betreffen.

    Die Tea Party wurde gegründet und aufgebaut um den Democrats in 2010 die Mehrheit im Senat weg zu nehmen. Dies ist gelungen und zeigt ein mal mehr das die Leute die hinter den Kulissen der GOP arbeiten genau wissen wie sie das amerikanische Volk zu manipulieren haben.
    Als es tatsächlich ans sparen gehen sollte waren es die Republikaner die nur im Sozialen und Bildungssektor einsparen wollten und die Militärindustrie, Banken, Reiche, Subventionen für Öl und Energiemultis und Steuerkürzungen aus der BushZeit beibehalten wollten. Dafür brauchten sie die Mehrheit im Senat. Diese haben sie sich mit rechter Hetze und Polemik gesichert.

    Die schlimmste terroristische Bedrohung in den USA kommt von den fundametalen Rechten die Senatorinnen in den Kopf schießen und Abtreibungkliniken in die Luft sprengen.
    Die meisten Unterstützer der Tea Party wissen nichtmal wie sie instrumentalisert werden. Diese Bewegung ist ein Witz und zum Schutz der Reichen.
    Die Reps schützen Reiche,Corps.Banken und Rüstung.

    • Run76
    • 30.12.2011 um 13:31 Uhr

    und nach meiner Erfahrung würde ein vergleichbares System der Unterstützung für Langzeitarbeitslose hier niemals Unterstützung finden - nicht einmal bei den Demokraten aber erst recht nicht in der Tea Party. Insofern ist der Gedanke, dass Alle Verantwortung für sich tragen zwar ganz nett. In den USA wird der bei den Ärmsten allerdings bereits radikaler umgesetzt als in fast jeder anderen Industrienation. Wo ich lebe (Connecticut) bekommen ärmere Frauen ihr Kind oft noch zu Hause, weil ohne Versicherung das Geld für's Krankenhaus fehlt. Die Spendenbereitschaft der Amerikaner (und auch bei mir) ist deshalb so viel höher als in Deutschland, weil man die Armut fast jeden Tag auf der Straße sieht. Ob es politisch richtig ist, dass sich jedes kaltherzige A... dieser Unterstützung verweigern kann, weil sie nicht institutionalisiert ist, würde ich mal anzweifeln. Die Tea Party will also nur einen Staat weiter beschneiden, der bereits jetzt in vielen Bereichen auf dem Rückzug ist (Infrastruktur, Kürzungen bei Schulen, etc.). Wer das für Deutschland will, weiß hoffentlich, was das bedeutet: Soziale Errungenschaften von Jahrzehnten würden binnen kürzester Zeit ausradiert... Zu ihrer fragwürdigen Ausklammerung rassistischer Tendenzen in der Tea Party will ich lieber nicht zu viel sagen. Nur: "Abgesehen von ... ist er doch ganz vernünftig" ist eine Einstellung, die uns vor sieben Jahrzehnten schon mal in Teufels Küche gebracht hat. Rassismus ist nicht relativierbar.

    ...Verantwortung für seine Handlungen zu tragen. Daran erinnert uns diese Partei."

    Zeichnet sich die Tea Party nicht vor allem dadurch aus, dass sie die Reichen (die Bankmanager) zu einem guten Teil aus der (Steuer-)Verantwortung raus haben will?

    Gab's da nicht vor ein/zwei Monaten einen Tea Party-Schreihals, der forderte, dass endlich mal die 50 Prozent der Amerikaner, die bisher gar keine Einkommensteuer zahlen, weil sie zu wenig verdienen, für die Finanzierung des Staates geradestehen sollen?

    Ich sehe die Tea Party als Beleg, dass keine Idee zu blöde ist, um sie nicht auf eine politische Agenda setzten zu können. Was mir wiederum die Sicherheit gibt, dass nichts sicher ist.

  4. erklärt er vielleicht einfach Iran den Krieg und die eigenen Reihen sind wieder geschlossen.

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  5. nur werden die Rahmenbedingungen nunmal vor allem durch die Gesetze gesetzt.

    Und diese schaffen die Politiker/innen.., denn das ist ihre originäre Aufgabe.

    Und wenn diese Gesetze "Mist" sind, dann ist das ergebnis u.a. auch Mist.

    Der Fisch stinkt immer vom Kopf her, sagt man.

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  6. Wann gab es zuletzt einen Aufstand der Anständigen in Amerika? 2008 sah ess vielleicht so aus und jetzt ist schon wieder einer nötig?

  7. Die Republikaner sind inhaltlich leer und die Teaparty ist romantisch und beschwört Heile Zeiten. Auf dieser Basis nimmt das Schicksal seinen Lauf.

    Obama bleibt drann und macht weiterhin Politik wie Georg W. Busch zu seinen besten Zeiten. Was für ein Dilemma.

    Wir in Europa können da nur auf Abstand gehen. Einen Marschall-Plan für die USA können wir nicht stemmen.

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  8. Niemand sollte mehr behaupten, dieses national-patriotische Heil-Geschrei sei eine europäische oder gar deutsche Eigenart.
    Es ist bemerkenswert, wie sehr die Amerikaner im Durchschnitt auf diesen patriotischen Freedom - against socialism - no tax - gods own country Unfug anspringen.

    Der durchschnittliche Amerikaner weiß allerdings nicht allzu viel über die Welt; für ausgiebige Reisen fehlt ihm auch meist das Geld. Aber auch, wenn das kein Problem ist, darf kurz an George W. Bush erinnert werden. Der ist vor seiner Präsidentschaft nicht aus Texas herausgekommen. Man stelle sich das mal vor.
    Sorgen kann einem auch der durchschnittliche Bildungsgrad dieser Tea-Party-Helden bereiten. Mrs. Palin meint Russland gut zu kennen, weil man bei der Jagd in Alaska ja fast bis dorthin sehen kann...aha.
    Mal sehen, wie lange Amerika sich diese von einer Demokratie mittlerweile weit entfernten Plutokratie noch leisten möchte.

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    Ich weiss nicht mehr genau wer es sagte (ich glaube Volker Pispers):

    "Als in Europa im 19. Jhd schon über die Aufklärung diskutiert wurde, hatte Amerika grad die Sklavenhaltung etabliert - natürlich kommt man da zu einem völlig anderen Ergebnis."

    Man könnte meinen das Weltbild eines Durchschnittsamerikaner besteht zu 50% aus Pathos und zu 50% aus Propaganda.

    Tut man auch.
    Amerika wird sich nach dem nächsten Bürgerkrieg verändern. Bis dahin wird die Engstirnigkeit, Arroganz und Ignoranz der US-amerikanischen Regierung den Dampfer tapfer in den Abgrund schiffern.

    • joG
    • 30.12.2011 um 11:09 Uhr

    ...Ihres Beitrags lese, so muss ich immer wieder die Wunderlichkeit feststellen, wie man genau die Fehler bei Anderen feststellt, die man selbst mit der eigenen Äußerung demonstriert. So hat man selbst eine relativistische Ideologie, die aber andere Vorstellungen bewertet, als wäre die eigene Wertvorstellung "richtig" und nicht laufender Änderung unterworfen. Es erinnert mich an Kinder, die meinen die Wahl einer Marke sei wichtig sowie wesentlich und definiere die Qualität seiner eigenen Gruppe obwohl sie lediglich versucht zu signalisieren, dass man Bedeutung hat.

    von Vorurteilen, die auch die eigentliche Substanz dieses Artikels sind. Wir sollten uns an die eigene Nase fassen und unsere eigenen Probleme loesen.

    George W Bush ist ursprünglich garnicht aus Texas. Somit kann man davon ausgehen, dass er auch schon vor seiner Präsidentschaft außerhalb Texas war. Er hat in Havard und Yale studiert. Diese Unis liegen ebenfalls nicht in Texas. Zudem hat er zwei Jahre in China gelebt. Ebenfalls außerhalb von Texas. Aber für 12 Leute entspricht dies wohl was sie denken wollen.

    Im Artikel sind ebenfalls haarsträubende Fehler. Ron Paul zum Rest der Tea-Party einzuordnen ist kompletter Unfug. Denn erst ist gegen den Patriot Act, hat gegen den Irak-krieg gestimmt und will Schwulen ebenfalls mehr Recht gewähren.
    Außenpolitisch ist er ein non-interventionist.
    Aber so erfüllt der Artikel wohl das, was die meisten Menschen über Amerika bzw. die Tea-Party denken wollen

    Ich weiss nicht mehr genau wer es sagte (ich glaube Volker Pispers):

    "Als in Europa im 19. Jhd schon über die Aufklärung diskutiert wurde, hatte Amerika grad die Sklavenhaltung etabliert - natürlich kommt man da zu einem völlig anderen Ergebnis."

    Man könnte meinen das Weltbild eines Durchschnittsamerikaner besteht zu 50% aus Pathos und zu 50% aus Propaganda.

    Tut man auch.
    Amerika wird sich nach dem nächsten Bürgerkrieg verändern. Bis dahin wird die Engstirnigkeit, Arroganz und Ignoranz der US-amerikanischen Regierung den Dampfer tapfer in den Abgrund schiffern.

    • joG
    • 30.12.2011 um 11:09 Uhr

    ...Ihres Beitrags lese, so muss ich immer wieder die Wunderlichkeit feststellen, wie man genau die Fehler bei Anderen feststellt, die man selbst mit der eigenen Äußerung demonstriert. So hat man selbst eine relativistische Ideologie, die aber andere Vorstellungen bewertet, als wäre die eigene Wertvorstellung "richtig" und nicht laufender Änderung unterworfen. Es erinnert mich an Kinder, die meinen die Wahl einer Marke sei wichtig sowie wesentlich und definiere die Qualität seiner eigenen Gruppe obwohl sie lediglich versucht zu signalisieren, dass man Bedeutung hat.

    von Vorurteilen, die auch die eigentliche Substanz dieses Artikels sind. Wir sollten uns an die eigene Nase fassen und unsere eigenen Probleme loesen.

    George W Bush ist ursprünglich garnicht aus Texas. Somit kann man davon ausgehen, dass er auch schon vor seiner Präsidentschaft außerhalb Texas war. Er hat in Havard und Yale studiert. Diese Unis liegen ebenfalls nicht in Texas. Zudem hat er zwei Jahre in China gelebt. Ebenfalls außerhalb von Texas. Aber für 12 Leute entspricht dies wohl was sie denken wollen.

    Im Artikel sind ebenfalls haarsträubende Fehler. Ron Paul zum Rest der Tea-Party einzuordnen ist kompletter Unfug. Denn erst ist gegen den Patriot Act, hat gegen den Irak-krieg gestimmt und will Schwulen ebenfalls mehr Recht gewähren.
    Außenpolitisch ist er ein non-interventionist.
    Aber so erfüllt der Artikel wohl das, was die meisten Menschen über Amerika bzw. die Tea-Party denken wollen

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