Ungarn: Orbáns umstrittenes Mediengesetz teils verfassungswidrig
Das ungarische Verfassungsgericht hat einige Passagen des Mediengesetzes gekippt. Allerdings tritt 2012 eine neue Verfassung mit noch mehr Einschränkungen in Kraft.
Das ungarische Verfassungsgericht hat Teile des Mediengesetzes des Landes für verfassungswidrig erklärt. Das Gericht entschied, Bestimmungen, nach denen Journalisten ihre Quellen offenlegen und Informationen an die von Ministerpräsident Viktor Orbán Partei dominierten Medienbehörde NMHH liefern müssen, verstoßen gegen die Verfassung. Das gilt auch für die Regelung, nach der Online- und Printmedien "ausgewogen" berichten müssen. Die betreffenden Passagen wurden außer Kraft gesetzt.
Das Mediengesetz war im vergangenen Jahr von der Zweidrittelmehrheit der rechtspopulistischen Regierungspartei Fidesz im Parlament gebilligt worden. Es trat zu Beginn dieses Jahres in Kraft. Insbesondere die Ausdehnung der Kontroll- und Sanktionsbefugnisse der NMHH hatte Proteste im In- und Ausland hervorgerufen. Kritiker sahen in den Bestimmungen das Potenzial für eine künftige Zensur. Nach Kritik seitens der EU-Kommission wurde das Gesetz in eher unwesentlichen Punkten nachgebessert.
Allerdings ist trotz der Entscheidung der Verfassungsrichter unklar, inwieweit ihr Urteil überhaupt wirksam werden kann. Das Parlament hat bereits eine neue Verfassung beschlossen, die 2012 in Kraft treten wird. Diese hebelt in Teilen die Gewaltenteilung in Ungarn aus.
Proteste gegen Orbáns "Diktatur"
Die ungarischen Oppositionsparteien riefen für Freitag zu Protesten gegen Orbáns "Diktatur" auf. Am Freitag werde die Regierung mit der Verabschiedung einer neuen Regelung im Parlament die "letzten Nägel in den Sarg der Demokratie treiben", erklärte die linksgerichtete Umweltpartei LMP. Die Regelung sieht vor, dass für Gesetze, die im Schnellverfahren verabschiedet werden, künftig eine Zweidrittelmehrheit ausreicht, statt einer Vierfünftelmehrheit wie bisher. Die Gesetze sollen zudem in zwei Tagen verabschiedet werden, wobei jede Oppositionspartei nur ein Rederecht von 15 Minuten hätte. Laut LMP hieße das, dass Ungarn künftig "per Dekret regiert" werde.
Die Partei Demokratische Koalition (DK) des früheren Regierungschefs Ferenc Gyurcsany erklärte, eine derartige Regelung, die faktisch die Parlamentsdebatte außer Kraft setze, sei 1933 bei der Machtübernahme Adolf Hitlers in Deutschland eingeführt worden. Die größte Oppositionspartei MSZP sprach von einer "neuen Etappe zur Liquidierung des Parlamentarismus". An der Großdemonstration vor dem ungarischen Parlament wollen sich auch mehrere Nichtregierungsorganisationen beteiligen.
Dieser Text wurde nachträglich korrigiert. Die Angabe über bisherige und künftige Mehrheiten, die für die Verabschiedung von Gesetzen notwendig sind, waren falsch.






...Orban und seine Fidesz zu wählen. Müssen sie ihn halt wieder loswerden.
Natürlich haben alle Ungarn Orban gewählt. Jede/r einzelne.
Und sie sehen sich sicherlich auch direkt Verantwortlich für jede Bundesregierung; Egal ob sie sie gewählt haben oder nicht?
Und das Politiker nach der Wahl sich ein bisschen anders verhalten, als sie vor der Wahl versprochen haben ist auch undenkbar?
Natürlich haben alle Ungarn Orban gewählt. Jede/r einzelne.
Und sie sehen sich sicherlich auch direkt Verantwortlich für jede Bundesregierung; Egal ob sie sie gewählt haben oder nicht?
Und das Politiker nach der Wahl sich ein bisschen anders verhalten, als sie vor der Wahl versprochen haben ist auch undenkbar?
In die Sache mit den Mehrheiten hat sich ein Fehler eingeschlichen. Eine Zweidrittelmehrheit entspricht 66 Prozent, eine Dreifünftelmehrheit hingegen 60 Prozent.
Ob der Fehler bei Orbans Regierung liegt? Oder ist es doch nur ein langweiliger Tippfehler?
Offensichtlich tritt mit der neuen Verfassung auch eine neue Mathematik in Kraft:
"(...) künftig nicht mehr eine Dreifünftel-, sondern nur noch eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist"
Das Gericht hat drei Gesetze vernichtet. Das Kirchengesetz wegen der Art seines Zustandekommens. Das Mediengesetz ua wegen der im Artikel genannten Gründe. Außerdem eine Regelung der Strafprozessordnung, wonach Beschuldigte in den ersten 48 Stunden ihrer Verhaftung ihren Verteidiger nicht sehen dürfen. Erfreulich ist, dass das Verfassungsgericht funktioniert und dass nicht die ZEIT Orban mit Hitler vergleicht, sondern lediglich den Vorgänger Orbans mit diesem Vergleich zitiert.
>>Die Regelung sieht vor, dass für Gesetze, die im Schnellverfahren verabschiedet werden, künftig nicht mehr eine Dreifünftel-, sondern nur noch eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist.<<
==============================================================
D.h. nicht mehr 60% sondern NUR NOCH 66,6%??
Die Oppositionsparteien waren offenbar so unfähig, dass die Mehrheit Orban wählte und sich von ihm wirtschaftlichen Fortschritt versprach.
Wir können nun nur abwarten, ob dieses Versprechen eingelöst wird.
Ungarn braucht EU Gelder mehr denn je.
Also wird es die EU schon machen.
Das am Ende Verhältnissen entstehen ,die wie
vor Orban waren.
Lobbyismus,Vetternwirtschaft,Volksverdummung so wie
in vielen EU Ländern.
Eigendlich hat mir Orbans Plan zu Gunsten seines Landes
Gut gefallen .
Aber in der Gutmenschen EU darf das nicht sein
Ungarn braucht EU Gelder mehr denn je.
Also wird es die EU schon machen.
Das am Ende Verhältnissen entstehen ,die wie
vor Orban waren.
Lobbyismus,Vetternwirtschaft,Volksverdummung so wie
in vielen EU Ländern.
Eigendlich hat mir Orbans Plan zu Gunsten seines Landes
Gut gefallen .
Aber in der Gutmenschen EU darf das nicht sein
Natürlich haben alle Ungarn Orban gewählt. Jede/r einzelne.
Und sie sehen sich sicherlich auch direkt Verantwortlich für jede Bundesregierung; Egal ob sie sie gewählt haben oder nicht?
Und das Politiker nach der Wahl sich ein bisschen anders verhalten, als sie vor der Wahl versprochen haben ist auch undenkbar?
Der Kommentar wurde wieder hergestellt. Die Redaktion/mk
Der Kommentar wurde wieder hergestellt. Die Redaktion/mk
Ungarn braucht EU Gelder mehr denn je.
Also wird es die EU schon machen.
Das am Ende Verhältnissen entstehen ,die wie
vor Orban waren.
Lobbyismus,Vetternwirtschaft,Volksverdummung so wie
in vielen EU Ländern.
Eigendlich hat mir Orbans Plan zu Gunsten seines Landes
Gut gefallen .
Aber in der Gutmenschen EU darf das nicht sein
Was ist denn das Gegenteil von einem Gutmenschen? Ein Bösmensch?
Und inwiefern ist es zu Gunsten eines Volkes, wenn die Medien mundtot gemacht werden?
Was ist denn das Gegenteil von einem Gutmenschen? Ein Bösmensch?
Und inwiefern ist es zu Gunsten eines Volkes, wenn die Medien mundtot gemacht werden?
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren