Rüstungsexport : USA liefern Waffen für 30 Milliarden Dollar an Saudi-Arabien

Dutzende F-15-Kampfbomber wird Boeing nach Saudi-Arabien liefern. Der Waffendeal sei eine "Schlüsselkomponente" zur Sicherheit in der Golfregion, teilten die USA mit.
Ein US-amerikanischer F-15-Kampfjet © Emmanuel Dunand/AFP/Getty Images

Die USA haben mit Saudi-Arabien einen Vertrag zur Lieferung von Militärflugzeugen im Gesamtwert von knapp 30 Milliarden Dollar geschlossen. Die USA liefern 84 Kampfbomber der Firma Boeing vom Typ F15, teilte das Weiße Haus mit. Dabei handelt es sich um einen der weltweit modernsten Kampfjets.

Außerdem sollen 70 Maschinen der saudischen Luftwaffe modernisiert werden. Hinzu kämen noch die Lieferung von Munition, Ersatzteilen sowie Training und Wartung, sagte ein Sprecher des US-Präsidenten Barack Obama.

Der Auftrag werde in den USA mehr als 50.000 Arbeitsplätze sichern und der US-Wirtschaft pro Jahr einen Schub von 3,5 Milliarden Dollar geben, teilte das Weiße Haus mit. Die Vereinbarung sei ein Zeichen dafür, dass die USA auf ein starkes saudisches Militär in der Region setzten. Das sei "eine Schlüsselkomponente zur regionalen Sicherheit".

USA bestreitet Zusammenhang mit jüngster Iran-Eskalation

In den vergangenen Tagen hatte Teheran mit der Drohung einer Blockade der Öltransporte am Golf die Spannungen der Region weiter verschärft. US-Regierungsbeamte bestritten allerdings, dass es einen direkten Zusammenhang mit den gegenwärtigen Spannungen gebe. Das Rüstungsgeschäft sei jahrelang eingefädelt und bereits vor Weihnachten abgeschlossen worden.

Die jetzt besiegelte Vereinbarung ist Teil eines insgesamt 60 Milliarden Dollar (43 Milliarden Euro) umfassenden Deals zwischen beiden Ländern, dem der US-Kongress bereits vor einem Jahr zugestimmt hatte. Es handele sich um das größte Rüstungsgeschäft in der Geschichte beider Länder, hieß es. Bereits Ende 2010 hatte die US-Regierung das Waffengeschäft ausdrücklich mit der wachsenden Militärmacht Teherans begründet.

Das Gesamtgeschäft von 60 Milliarden Dollar ist auf eine Laufzeit von über zehn Jahren ausgelegt. Zusätzlich zu dem am Donnerstag geschlossenen Vertrag ist die Lieferung von 70 Apache-Kampfhubschraubern, verschiedenen Raketentypen sowie Radarsystemen vorgesehen.

Die Lieferung werde "eine deutliche Botschaft an die Länder der Region senden, dass wir gewillt sind, die Sicherheit unserer wichtigsten Verbündeten am Arabischen Golf und in der weiteren Region des Nahen Osten zu unterstützen", sagte der Staatssekretär für politische und militärische Angelegenheiten, Andrew Shapiro, Ende 2010.

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Kommentare

37 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

und die Deutschen ?

Die kleinlichen Ideale, welche uns daran hindern hier auch mal abzusahnen, halten wir doch sowieso nicht ein.
Leider.

Hätten die jetzt schon unsere Leos, würden die möglicherweise auch Eurofigther kaufen, unser U-boot und ähnliches.

Immerhin haben wir Ihnen beim Bau der Mauer geholfen...

Zukunft ohne Waffen

Diese Flieger werden nie eingesetzt werden. Die Saudis könnten ihr Geld ebensogut verheizen.

Die Zukunft wird ohne Kriege sein und die Schwerter werden, so ist es versprochen, zu Pflugscharen. Und Gott hält seine Versprechen! Es hat bereits begonnen und bald wird die ganze Erde von Liebe und Frieden erfüllt sein. Es ist jetzt an der Zeit.