Nordkorea-Experte "Wir wissen nicht, wie Kim Jong Un tickt"

Der Tod Kim Jong Ils wird Nordkorea verändern. Doch die neue Führung gibt sich sehr ideologisch, berichtet der Korea-Experte Viktor Cha. Sie ist daher unberechenbar.

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un

Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un

ZEIT ONLINE: Sieht man in Nordkorea nach dem Tod Kim Jong Ils schon Zeichen einer politischen Wende?

Victor Cha: Merkwürdigerweise ist die Ideologie der neuen Staatsführung noch radikaler als zu Kim Jong Ils Zeiten. Langfristig wird das aber nicht durchzuhalten sein. Der Hauptgrund dafür ist, dass es den Koreanern im Moment sehr schlecht geht. Je ärmer sie werden, desto öfter nutzen sie den Schwarzmarkt. Und durch den Schwarzmarkt werden sie mit den Denkstrukturen des Kapitalismus vertraut. Wenn die Staatsführung dieses Phänomen nicht rechtzeitig wahrnimmt, wird es zu heftigen sozialen Unruhen kommen. Spätestens seit der großen Hungernot der neunziger Jahre wissen wir, dass das Distributionssystem nicht funktioniert. Der Staat hat die Bürger schon seit Langem im Stich gelassen.

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ZEIT ONLINE: Aber bis jetzt hat sich nichts getan.

Victor Cha
Victor Cha

Der US-amerikanische Korea-Experte leitete zwischen 2004 und 2007 das Ostasien-Department im Sicherheitsrat des Weißen Hauses. Gleichzeitig war er Vorsitzender der US-Delegation bei den Sechs-Parteien-Gesprächen mit der nordkoreanischen Regierung. Im März erscheint sein Buch "Das unmögliche Land" über den schwierigen Weg zur Wiedervereinigung zwischen Nord- und Südkorea.

Cha: Wir müssen versuchen, die Wendepunkte in der Weltgeschichte rechtzeitig zu erkennen. Normalerweise sind Historiker und Politikwissenschaftler immer zu spät. Keiner konnte zum Beispiel den arabischen Frühling vorhersagen. Der Tod Kim Jong Ils wird auf jeden Fall zu einem Wendepunkt führen.

ZEIT ONLINE: Was können Südkorea, die USA oder China tun, um Veränderungen in Nordkorea zu befördern?

Cha: Im Moment müssen wir abwarten. Vor allem, weil wir nicht wissen, was im Moment in Nordkorea passiert. Bis jetzt dachten wir, dass Diplomatie immer der beste Weg ist, um Fortschritte zu erzielen. Das war jedoch unter Kim Jong Il. Wir wissen nicht, wie sein Nachfolger Kim Jong Un tickt. Jene Länder, die sich gerade mit dem nordkoreanischen Problem beschäftigen, könnten aber untereinander eine Strategie ausarbeiten, um sich auf einen Zusammenbruch des Regimes vorzubereiten.

ZEIT ONLINE: Welche Rolle wird China im Fall eines Zusammenbruchs spielen?

Cha: Notwendigerweise eine sehr wichtige Rolle: China hat diplomatische Gesandte im Land und Kontakte mit hochrangigen Vertretern der Regierung, der Partei und des Militärs. Ob die Informationen, über die die Chinesen verfügen, korrekt sind, wissen wir nicht. Sie könnten ihr Insider-Wissen als Hebel in den internationalen Verhandlungen nutzen. Was die Chinesen offensichtlich nicht wollen, ist ein einiges Korea mit einer starken Verbindung zu den USA direkt an ihren Grenzen.

ZEIT ONLINE: Im August noch trafen sich Kim Jong Il und der russische Präsident Dmitrij Medwedjew in Ulan Ude. Will Russland eine Rolle im Post-Kim-Szenario spielen?

Cha: Es war immer Putins Ziel, die Beziehungen zwischen Nordkorea und Russland zu stärken. Über zehn Jahre lang hatten die zwei Länder nichts miteinander zu tun. Jetzt scheint Russland wieder an Nordkorea interessiert zu sein, vor allem wegen der transsibirischen Eisenbahn und der Pipeline, die das russische Gas nach Südkorea bringen soll. Sollte Russland Nordkorea mit Gas versorgen, wäre das eine clevere Alternative zur Kernkraft. Ich glaube, dass nicht mal China so glücklich darüber wäre, hätte Nordkorea Atomkraftwerke.

ZEIT ONLINE: Was können Südkorea, die USA und China im Fall eines Regime-Zusammenbruchs tun?

Cha: Sollte es tatsächlich dazu kommen, würde jedes Land, das im Moment eine Rolle in den Verhandlungen spielt, vor allem die eigenen Interessen vertreten. China würde sich um die Frage der Grenzen und der Flüchtlinge kümmern. Südkorea würde im Gegenteil gleich die interne Stabilität im Blick haben. Für die USA ginge es nur um die Sicherstellung der Atomwaffen. Wir würden gerne solche Szenarien mit China besprechen, dafür gibt es aber zu wenig gegenseitiges Vertrauen.

ZEIT ONLINE: Was geschieht, wenn das Regime nicht stürzt?

Cha: Dann muss man hoffen, dass das Militär die Macht übernimmt. Kim Jong Un ist noch ziemlich jung, sehr bald wird er Entscheidungen treffen müssen und dabei sicher Fehler machen. Es ist daher einfacher, es mit einer Militärdiktatur zu tun zu haben, als mit einem Staat, der auf einem Personenkult fußt. Die Generäle könnten dringende Wirtschaftsreformen einführen, die bislang von der Kim-Familie strikt abgelehnt werden. Die Lage in einem Land muss schon ziemlich krass sein, wenn man sagen muss: "Besser eine Militärdiktatur!"

ZEIT ONLINE: Könnte es zu einem Machtkampf innerhalb der Führungsriege kommen?

Cha: Ja. Eine Figur, die man in diesem Zusammenhang auf keinem Fall unterschätzen darf, ist Kim Jong Ils jüngere Schwester Kim Kyong-hui, das einzige Familienmitglied aus Kims engerem Kreis, das noch eine wichtige Rolle in der Politik spielt. Sie ist der Link zwischen Kim Jong Un und seinem Onkel Chang Sung-taek, dem Chef der Arbeiterpartei. Sollte ihr etwas passieren, würden die zwei Pfeiler des Staates, die Partei und die Kim-Familie keine Verbindung mehr haben.

Sollte es aber tatsächlich zu einem Machtverlust der Kims kommen, würden wir wohl sehr spät davon erfahren. Keiner in der Regierung tritt einfach vor und sagt: "Ich bin dagegen." Man wird das eher an der Lage in den Grenzregionen spüren. Sollten zum Beispiel die Regionalregierungen beginnen, eine eigene Politik zu betreiben, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass sie keine Richtlinien mehr aus Pjöngjang bekommen.

ZEIT ONLINE: Angeblich hat Kim Jong Il nach der Verschlechterung seiner Gesundheitslage 2009 die Machtübergabe sehr sorgfältig geplant.

Cha: Selbst wenn er das getan hat, ist es unwahrscheinlich, dass seine Pläne über den hundertsten Geburtstag von Staatsgründer Kim Il Sung am 15. April hinausgehen. Ich würde sehr genau hinschauen, was ab dem Tag in Nordkorea geschieht. Die Regierung hat inzwischen sehr viel getan, um das Image von Kim Jong Un zu stärken. Plötzlich heißt es, dass er der Stratege ist, der alle Militäraktionen der letzten Jahre, alle Provokationen geplant hat. Wäre das mehr als eine Propagandalüge, gäbe es aber noch mehr Gründe, sich Sorgen zu machen.

ZEIT ONLINE: Wie würden die Nordkoreaner auf eine Wende reagieren?

Cha: Sie wären schockiert, wenn sie zum ersten Mal die Welt auf der anderen Seite der Grenze sehen. Obwohl sie durch China schon den Eindruck haben müssen, dass es anderen Ländern besser geht, glaube ich, dass sich keiner richtig vorstellen kann, wie zurückgeblieben ihr Land ist. Wenn man sich Nordkorea heute anschaut, sieht man, was Südkorea in den sechziger Jahren noch war. Das ganze Leben der Nordkoreaner wird nur von einem Gedanken beherrscht: dem Dienst an dem Geliebten Führer. Wenn ihnen plötzlich ihr Fundament genommen wird, gäbe es in ihrem Leben plötzlich ein riesiges Vakuum.

ZEIT ONLINE: Bei der Ausarbeitung verschiedener Szenarien für die Wiedervereinigung Koreas hat das Zentrum für Strategische und Internationale Studien (CSIS) das deutsche Beispiel angeführt. Was sind die wichtigsten Lehren aus der deutschen Wende?

Cha: Die Wiedervereinigung Koreas wird wesentlich schwieriger sein als die Deutschlands. Die Unterschiede zwischen den zwei Bevölkerungsgruppen sind im Fall Koreas viel größer. Das deutsche Beispiel hat uns sehr pragmatische Sachen beigebracht, vom Übergang zur gemeinsamen Währung bis hin zur Aufrechterhaltung mancher Verwaltungsapparate. Der Punkt ist aber: Die DDR hatte immer Kontakte mit West-Deutschland und mit dem Rest der Welt, Nordkorea nicht. Das sieht man schon am Beispiel der nordkoreanischen Flüchtlinge, die nach Südkorea ziehen. Sie kommen dort nur selten klar. Sie schaffen keinen Schulabschluss, keinen normalen Einstieg in die Berufswelt und haben eine unglaublich hohe Depressions- und Selbstmordrate.

Der Tag, an dem die Grenze fallen wird, wird für Korea der Tag sein, an dem die Geschichte des 20. Jahrhunderts endet.

 
Leser-Kommentare
  1. wenn ich mir die Bilder des neuen Beherrschers Nordkoreas so ansehe, bin ich mir nicht sicher ob er überhaupt tickt oder ob das nicht andere für ihn tun.

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  2. wenn man sich diesen fettsack im gegensatz zur unterernährten bevölkerung ansieht, ist einem alles klar.
    free korea!

  3. Per IB-Liste gesendet bekommen: Die Konrad-Adenauer-Stiftung und der National Advisory Council for Democratic Peaceful Unification der Republik Korea laden zu folgender Veranstaltung ein:
    2. KOREANISCH-DEUTSCHES FORUM FÜR FRIEDEN
    Thema: Wie kann die friedliche Wiedervereinigung Koreas gelingen?
    Termin: Montag, den 30. Januar 2012, 14.30 Uhr – 19.00 Uhr,
    Veranstaltungsort: Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung, Tiergartenstr. 35, 10785 Berlin
    Programm: unter http://www.kas.de/wf/de/1...

    Die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstaltet zusammen mit der Botschaft der Republik Koreas und dem National Advisory Council for Democratic Peaceful Unification Koreas das 2. Koreanisch-Deutsche Forum für Frieden.

    Das Hauptaugenmerk des Forums wird sich tagesaktuell den Folgen der Machtübergabe in Nordkorea nach dem unerwartet frühen Ableben Kim Jong-ils widmen. Welche Optionen bietet eine neue, friedliche Annäherung auf der koreanischen Halbinsel? Welche außen- und sicherheitspolitischen Positionen sind von dem „Großen Nachfolger“ und der Führungsriege aus Militär und Verwandtschaft der Kims in Pjöngjang zu erwarten? Inwieweit wird der Parlaments- und Präsidentschaftswahlkampf in Südkorea eine Rolle für Beziehungen zum Norden spielen? Welche Rolle kann Deutschland und die EU bei einem Annäherungs- und möglichen Wiedervereinigungsprozess spielen? Und können unsere koreanischen Partner vom schwierigen, jedoch erfolgreichen Beispiel der deutschen Wiedervereinigung lernen?

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    • LaoLu
    • 29.01.2012 um 0:39 Uhr

    Na gut, da bin ich ja beruhigt, das wird dann ja völlig ohne jegliche ideologische Scheuklappen über die Bühne gehen.

    Sagen Sie, was ist denn mit der Friedrich Naumann Stiftung?

    Machen die nichts?

    • LaoLu
    • 29.01.2012 um 0:39 Uhr

    Na gut, da bin ich ja beruhigt, das wird dann ja völlig ohne jegliche ideologische Scheuklappen über die Bühne gehen.

    Sagen Sie, was ist denn mit der Friedrich Naumann Stiftung?

    Machen die nichts?

  4. doch die Frage, ob überhaupt einer der angrenzenden Staaten ein Interesse an einer Wiedervereinigung der beiden Koreas hat. Die Kosten für die südkoreanische Wirtschaft wären gigantisch und in China müsste mit einer gewaltigen Flüchtlingswelle gerechnet werden. Außerdem wären da noch die Interessen der VR und der USA, die wohl beide versuchen würden die koreanische Halbinsel unter ihren Einfluss zu bringen. Die US-Regierung hat ja jüngst eine stärkere Präsenz in der Region angekündigt, was in Beijing nicht gerade Begeisterungsstürme auslöste. Schließlich sieht man sich dort selbst als neue regionale Großmacht. Es könnte also sein, dass Korea zum Zankapfel zwischen China und den USA wird. Es bleibt nur zu hoffen, dass den Menschen in Nordkorea so bald wie möglich geholfen werden kann.

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    Ich gebe Ihnen völlig recht. Meiner Meinung nach werden leider die finanziellen und wirtschaftlichen Aspekte, bzw. das vordergründige Interesse der USA und der VR China für die weitere Entwicklung Nordkoreas ausschlaggebend sein. Aus persönlichen Gesprächen mit einer jungen Südkoreanerin erfuhr ich, dass vor Allem ein Einbruch der geschaffenen wirtschaftlichen Situation Südkoreas befürchtet wird, sollte eine "Wiedervereinigung" beider Länder stattfinden. Das kann leider weder im Interesse Südkoreas selbst noch im Interesse der VR China oder den USA sein. So traurig es auch sein mag: Leider regiert Geld immer noch die Welt.

    ...wenn ich die sükoreanische wirtschaft wäre, würde ich mir nicht sehnlicher wünschen, als eine schnellstmögliche wiedervereinigung. weshalb? oben im norden warten 22 millionen potentielle kunden, in einem markt ohne jegliche konkurrenz. dazu langfristig billigarbeitskräfte für kostengünstigste expansion und niederlassungen, das ganze auch noch ohne devisenschwankungen oder einfuhrzölle, die bevölkerung spricht sogar die selbe sprache. gehts leichter?

    Ich gebe Ihnen völlig recht. Meiner Meinung nach werden leider die finanziellen und wirtschaftlichen Aspekte, bzw. das vordergründige Interesse der USA und der VR China für die weitere Entwicklung Nordkoreas ausschlaggebend sein. Aus persönlichen Gesprächen mit einer jungen Südkoreanerin erfuhr ich, dass vor Allem ein Einbruch der geschaffenen wirtschaftlichen Situation Südkoreas befürchtet wird, sollte eine "Wiedervereinigung" beider Länder stattfinden. Das kann leider weder im Interesse Südkoreas selbst noch im Interesse der VR China oder den USA sein. So traurig es auch sein mag: Leider regiert Geld immer noch die Welt.

    ...wenn ich die sükoreanische wirtschaft wäre, würde ich mir nicht sehnlicher wünschen, als eine schnellstmögliche wiedervereinigung. weshalb? oben im norden warten 22 millionen potentielle kunden, in einem markt ohne jegliche konkurrenz. dazu langfristig billigarbeitskräfte für kostengünstigste expansion und niederlassungen, das ganze auch noch ohne devisenschwankungen oder einfuhrzölle, die bevölkerung spricht sogar die selbe sprache. gehts leichter?

  5. Ich gebe Ihnen völlig recht. Meiner Meinung nach werden leider die finanziellen und wirtschaftlichen Aspekte, bzw. das vordergründige Interesse der USA und der VR China für die weitere Entwicklung Nordkoreas ausschlaggebend sein. Aus persönlichen Gesprächen mit einer jungen Südkoreanerin erfuhr ich, dass vor Allem ein Einbruch der geschaffenen wirtschaftlichen Situation Südkoreas befürchtet wird, sollte eine "Wiedervereinigung" beider Länder stattfinden. Das kann leider weder im Interesse Südkoreas selbst noch im Interesse der VR China oder den USA sein. So traurig es auch sein mag: Leider regiert Geld immer noch die Welt.

    Antwort auf "Es stellt sich"
  6. ...wenn ich die sükoreanische wirtschaft wäre, würde ich mir nicht sehnlicher wünschen, als eine schnellstmögliche wiedervereinigung. weshalb? oben im norden warten 22 millionen potentielle kunden, in einem markt ohne jegliche konkurrenz. dazu langfristig billigarbeitskräfte für kostengünstigste expansion und niederlassungen, das ganze auch noch ohne devisenschwankungen oder einfuhrzölle, die bevölkerung spricht sogar die selbe sprache. gehts leichter?

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    • LaoLu
    • 29.01.2012 um 0:44 Uhr

    in der Welt, ich kann mich da noch dunkel dran erinnern...

    In der Theorie bestimmt ein schöner Gedanke aber:
    - Der Südkoreanische Won ist nicht die stärkste Währung (um es gelinde auszudrücken)
    - Der Nordkoreanische Won wird nicht einmal als Währung international anerkannt.
    Das heißt es müsste zu einer einer neuen Währungsverteilung kommen mit allen bekannten Risiken.
    Die 22 Millionen potentiellen Kunden, die momentan teilweise nicht einmal genug Geld besitzen, um sich eine gesunde, ja nichtmal eine ausreichende Grundernährung leisten können, würden sich bestimmt nicht direkt einen Kleinwagen irgendeines Fabrikats aus Südkorea kaufen und auch kein Mobiltelefon ... . Ganz abgesehen davon, dass die meisten Menschen nicht einmal wissen, was ein Mobiltelefon ist oder wie man ein Auto fährt.

    • LaoLu
    • 29.01.2012 um 0:44 Uhr

    in der Welt, ich kann mich da noch dunkel dran erinnern...

    In der Theorie bestimmt ein schöner Gedanke aber:
    - Der Südkoreanische Won ist nicht die stärkste Währung (um es gelinde auszudrücken)
    - Der Nordkoreanische Won wird nicht einmal als Währung international anerkannt.
    Das heißt es müsste zu einer einer neuen Währungsverteilung kommen mit allen bekannten Risiken.
    Die 22 Millionen potentiellen Kunden, die momentan teilweise nicht einmal genug Geld besitzen, um sich eine gesunde, ja nichtmal eine ausreichende Grundernährung leisten können, würden sich bestimmt nicht direkt einen Kleinwagen irgendeines Fabrikats aus Südkorea kaufen und auch kein Mobiltelefon ... . Ganz abgesehen davon, dass die meisten Menschen nicht einmal wissen, was ein Mobiltelefon ist oder wie man ein Auto fährt.

    • xpeten
    • 28.01.2012 um 14:42 Uhr

    könnte ein solches Regime nicht hergehen, die Weltgemeinschaft terrorisieren und Menschen wegen "Nichttrauerns" ins Arbeitslager stecken.

    Es sind die Weltmächte China, Russland und USA, die durch Duldung, Unterstützung und Waffenlieferungen den Machterhalt solcher Despoten erst möglich machen.

    Im mit weitem Abstand am meisten militarisierten Land der Welt wird mehr als 25% des BIP für Waffen und Militär ausgegeben, während die Bevölkerung erfriert und verhungert. Und die Großmächte tun so, als ob sie sich nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen könnten und schauen zu - oder wohl eher weg.

    Ein Trauerspiel. Eigentlich ist die Staatengemeinschaft verpflichtet, sich bei der nordkoreanischen Bevölkerung für das Nichtstun zu entschuldigen. Wir haben zwar keine Ballons mit Socken ins Honneckerland schicken müssen, aber die Situation war doch sehr vergleichbar. Geduld, liebe Koreaner, das Ende solcher Unrechtsregime ist immer nur eine Frage der Zeit.

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    • LaoLu
    • 29.01.2012 um 0:48 Uhr

    die Weltgemeinschaft, xpeten?

    Habe ich da irgendwelche Nachrichten übersehen?

    • LaoLu
    • 29.01.2012 um 0:48 Uhr

    die Weltgemeinschaft, xpeten?

    Habe ich da irgendwelche Nachrichten übersehen?

  7. Südkorea unterzog die deutsche Wende einem äußerst gründlichen Studium und kam zu dem enttäuschenden Ergebnis, dass es unter keinen Umständen in der Lage sein würde, eine Wiedervereinigung nach deutschem Vorbild zu verkraften. Die jetzigen Bestrebungen gehen daher eher in der Richtung, den derzeitigen Status quo aufrecht zu erhalten.

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