Afghanistan : Verteidigungsminister bestätigt Leichenschändung durch US-Soldaten

Leon Panetta hält das Video für echt, in dem US-Soldaten in Afghanistan auf Leichen urinieren. Er nennt das Verhalten abstoßend und aufs tiefste verwerflich.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta hat mit scharfer Kritik auf ein Skandalvideo aus Afghanistan reagiert. Auf den Aufnahmen sind US-Soldaten zu sehen, die auf tote Aufständische in Afghanistan urinieren. Das Video sei "äußerst bedauernswert", sagte Panetta.

Die Soldaten hätten sich "vollkommen unangemessen" verhalten und würden zur Verantwortung gezogen. Panetta bestätigte damit die Echtheit des Films. Die US-Marineinfanterie und die internationalen Truppen in Afghanistan seien angewiesen worden, den Vorfall zu untersuchen. Die Herkunft und Echtheit des im Internet verbreiteten Amateurvideos war zunächst ungeklärt.

In dem 39 Sekunden langen Video sind vier Männer in US-Uniform zu sehen, die scherzend über drei Leichen urinieren . Einer der Soldaten sagt "Schönen Tag noch, Kumpel", während er sich offenbar bewusst ist, gefilmt zu werden. Ein anderer spricht von einer "Dusche". Ein Untertitel beschreibt die Urinierenden als Mitglieder eines Sniper -Teams aus Camp Lejeune (US-Staat North Carolina ), die Toten als Taliban.

Pentagon-Sprecher John Kirby sagte, die Aufnahmen hätten ihm "den Magen umgedreht". Egal unter welchen Umständen das Video entstanden und wer die Personen darin seien, handele es sich um ein "abstoßendes, monströses und inakzeptables Verhalten für jede Person in Uniform". Ein Militärvertreter, der anonym bleiben wollte, sagte, Helm und Waffen eines der Beteiligten in dem Video deuteten darauf hin, dass es sich um Mitglieder einer Elite-Scharfschützeneinheit handeln könnte.

Vergehen von US-Soldaten

Die muslimische US-Bürgerrechtsvereinigung Council on American-Islamic Relations (CAIR) verurteilte die Leichenschändung. Sollte sich das Video als echt herausstellen, könne es "andere Soldaten und Zivilisten" gefährden. CAIR vertraue darauf, dass der Fall umgehend und auf transparente Weise aufgeklärt werde und "angemessene Schritte" ergriffen würden. Mögliche Schuldige müssten nach der US-Militärgesetzgebung und US-Gesetz bestraft werden.

Das Video wäre nicht der erste Beleg für Vergehen US-amerikanischer Soldaten in Afghanistan. Im vergangenen Jahr war etwa bekannt geworden, dass Soldaten ein sogenanntes Kill Team ("Tötungsteam") gebildet und Jagd auf afghanische Zivilisten gemacht hatten . Dafür hatte ein Militärgericht die Armeeangehörigen verurteilt .

In Afghanistan sind derzeit etwa 20.000 Marines stationiert, die meisten in den Regionen Kandahar im Süden und Helmand im Südwesten. Insgesamt sind rund 130.000 US- und NATO-Soldaten in Afghanistan im Kampf gegen Taliban-Kämpfer im Einsatz.
 

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Kommentare

125 Kommentare Seite 1 von 15 Kommentieren

Verbrechen aus Stress???

"da neigt man halt zu Übergangshandlungen/Stressabbau auf die etwas andere"

Das ist keine Entschuldigung. Leichen dürfen auch nicht von gestressten Soldaten geschändet werden. Da gibt es Gesetze und Moral. Diese Soldaten sind Verbrecher.

"und was in anderen Kriegen geschehen ist an Greultaten ausgeübt durch die Soldaten, dagegen ist das hier Pipifax."

Ja und? Mord ist schlimmer als Vergewaltigung, sollen wir jetzt keiner Vergewaltigung mehr nachgehen? Vergewaltigung ist schlimmer als Steuerbetrug, sollen wir jetzt Steuerbetrug Straffrei stellen? Dieses Argument ist wertlos. Amerikanische Soldaten haben auf Kinder und Journalisten mit Freude und Genuss geschossen, das ist um Längen schlimmer finde ich, weil es Mord ist, dennoch empöre ich mich über diese Leichenschändung (sofern sie stimmt) und verlange Aufklärung und Strafverfolgung.

Fragen

Ich habe mal ein paar kleine Fragen/Anmerkungen zu Ihren beiden Kommentaren:
-Aus welchen Kommentaren entnehmen Sie, dass hier Verbrechen wie Mord an Zivilisten bzw. Gesestzesverstöße allgemein als erlaubt angesehen werden?
Ich habe nur Kommentare gesehen in denen das Verhalten der mutmaßlichen US Marines als verständlich angesehen wird!

-Wie kommen Sie darauf, dass Oberst Klein den Tod von Kindern bewusst in Kauf genommen? Denn das wäre ja Voraussetzung für das Vorliegen eines Verbrechens. Mir ist nichts derartiges bekannt.

-Bei Leichenschändung im § 168 StGB als Störung der Totenruhe handelt es sich auch in Deutschland nur um ein Vergehen, kein Verbrechen!

-Von wem Verlangen Sie Aufklärung und Strafverfolgung; und vor allem mit welcher Berechtigung?

Das Einzige wobei ich Ihnen Recht gebe ist, dass diese Kerle, wenn sich die Vorwürfe so bestätigen, bestraft gehören!

Sowas

kann man auch nur schreiben wenn man in einer solchen Situation noch nicht war, der immense Druck/Stress in einem Einsatz ist mit wenig Sachen hier in D vergleichbar; wie gesagt will natürlich nix beschönigen oder verteidigen. aber wenn so etwas geschieht machen das meist Leute die zuhause eure Söhne sein könnten, werden zu so etwas erst unter dem Einsatzgeschehen, Gruppenzwang spielt sicher auch eine Rolle.

Wenn der

Kriegseinsatz zu Verbrechen wie Leichenschändung führt, und das nach ihrer Einsicht normal weil Menschlich ist, sollte es keinen Kriegseinsatz geben. Es ist ein Hohn und Spott auf die Toten, wenn wir Soldaten aus Stressgründen erlauben Verbrechen zu verüben.

Meine Meinung von Soldaten könnte ohnehin kaum niedriger sein, solche Ereignisse bestätigen sie noch weiter.

Zudem habe ich, off-topic, kein Verständnis für Menschen, die glauben ihr Land zu verteidigen, in dem sie am A. der Welt Menschen ermorden und töten, ohne auch nur den geringsten Beweis, dass dies dadurch ermöglicht wird. Krieg sollte wenn überhaupt letztes Mittel sein, in Amerika und immer mehr in Europa ist Krieg aber zum normalen politischen Mittel geworden, wie Staatsbesuche oder Entwicklungshilfe. Krieg ist Alltag geworden und damit sind solche Szenen häufig geworden. Kein Grund es so zu verharmlosen, wie Sie es tun. Grund dazu endlich wieder eine große Friedensbewegung anzustreben und jeden einzelnen solcher verbrecherischen Soldaten zu verurteilen. Entsprechend der Gesetze.

Antworten

zu 1:
Wenn Menschen Leichenschändung mit "Stressabbau" und Kriegsnormalität verharmlosen,dann muss ich davon ausgehen, dass jede Moral und Menschlichkeit ad acta gelegt wurde, und man fortan aus Gemütsregung und Laune Verbrechen verüben kann.

zu 2: Oberst klein hat nachweislich und nachzulesen, mehrere Stunden über Videoaufnahmen die Szene beobachten können. Er konnte sehen, dass der Tanker stecken blieb und Menschen Benzin abpumpten. Dadurch musste er auch sehen, dass überhaupt keine Gefahr von diesem Diebstahl ausgegangen ist. Deutschland darf in diesem "Krieg" nur töten, wenn es angegriffen wird. Ein Diebstahl ist kein Angriff, es wurde nur befürchtet, dass damit in Zukunft angegriffen wird. Man hatte also die Situation genau analysiert und sich dennoch zur Bombe entscheiden anstatt, als viel besser ausgestattet Deutschland Bodentruppen zu entsenden, die den festgefahrenen Tanker von den Zivilisten und möglichen Taliban entfernen.

zu 3: Meiner Einsicht nach ist ein verbrechen eine Straftat die mit einem Mindestmaß von einem Jahr bestraft wird. Leichenschändung ist nach ihremArtikel mit bis zu 3 Jahren zu bestrafen. Andererseits könnte je nach Ausmaß auch eine Geldstrafe drin sein, ann wäre es ein Vergehen.

zu 4: Als Mensch und Befürworter der Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit verlange ich Aufklärung vom Amerikanischen Staat. Dieses Video ist glaubwürdig, weil wir solche Handlungen von US-Seite aus der Vergangenheit kennen. Daher muss die USA dem nachgehen.

Letzter Versuch

Wenn hier jemand schreibt, dass er das Verhalten der Soldaten für verständlich hält, bedeutet dies nicht, dass er es gutheißt oder für rechtmäßig erachtet. Was ist daran so schwer zu verstehen?!

Meines Erachtens hätte Oberst Klein den Angriff nicht befohlen, wenn er nicht davon ausgegangen wäre, dass die Tanklaster eine Bedrohung für die deutschen Soldaten darstellten. Damit fehlt es dann aber am Vorsatz ein (Kriegs)Verbrechen zu begehen; auch wenn sein Verhalten objektiv falsch war.

Genau, Leichenschändung wäre dann ein Verbrechen, wenn z.B. im Gesetztestext stehen würde "...wird mit Freiheitstrafe nicht unter 1+ Jahren bestraft." Da hier jedoch nur eine Freiheitsstrafe bis(!) 3 Jahre verhängt werden kann, handelt es sich um ein Vergehen.

Was....

"Wenn hier jemand schreibt, dass er das Verhalten der Soldaten für verständlich hält, bedeutet dies nicht, dass er es gutheißt oder für rechtmäßig erachtet. Was ist daran so schwer zu verstehen?!"

Was bedeutet es denn? Wie kann man anders auf möglicher Leichenschändung reagieren als mit Abscheu und dem Ruf nach Aufklärung? Was für ein Mensch ist man, wenn man zunächst Entschuldigungen für den Täter sucht, als Gerechtigkeit für das Opfer?

"Damit fehlt es dann aber am Vorsatz ein (Kriegs)Verbrechen zu begehen"

Wie bitte? ich darf also ein Kriegsverbrechen vergehen, wenn ich es nicht vorsätzlich tue? Ein Fahrlässiges Kriegsverbrechen also? Und was ist daran Fahrlässig wenn man nach mehreren Stunden Beobachtung in aller Ruhe und mit höchster Sicherheit für sich selbst eine Bombe auf einen festgefahrenen Tanklastzug abwerfen lässt? Wie kann ein festgefahrener Tanklastzug, der wie Oberst klein durch die Videoaufnahmen wusste, seit Stunden von Menschen angepumpt wird, eine akute Gefahr(!) sein? Für mich persönlich ist das, was klein befohlenen hat ein Mord an Kindern, Zivilisten und Terroristen. Dass das nicht geahndet wurde, ist für mich nur ein Beweis dafür, dass es den Akteuren nicht um das WOhl der Afghanen geht, sondern um ihr eigenes, wirtschaftliches. Benzin gegen Menschenleben.

Verbrechen

"Genau, Leichenschändung wäre dann ein Verbrechen, wenn z.B. im Gesetztestext stehen würde "...wird mit Freiheitstrafe nicht unter 1+ Jahren bestraft." Da hier jedoch nur eine Freiheitsstrafe bis(!) 3 Jahre verhängt werden kann, handelt es sich um ein Vergehen."

Das ist Ihre Interpretation. Belegen Sie mir diese Sichtweise aus juristischer Sicht. Man könnte es genau so so sehen, dass jemand der die Geldstrafe oder die 11 Monate bekommt ein Vergehen begangen hat und jemand der die 2 oder 3 Jahre bekommt, das Verbrechen begeht. Schließlich muss er ja etwas schlimmeres getan haben als der, der die Geldstrafe bekam. Auf eine Leiche zu urinieren, das aufzunehmen und dabei höhnische Bemerkungen abzulassen ist für mich 3 Jahre wert.

Aber gerne

Der Beleg ist der Wortlaut des § 12 I StGB. Dort steht "Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind."
Bei § 168 StGB gibt es nur eine Höchststrafe von drei Jahren aber eben keine Mindeststrafe. Auf die konkrete Bestrafung des jeweiligen Täters kommt es dabei nicht an, sondern nur auf die in der jeweiligen Norm vorgesehene allgemeine Strafandrohung.
Dies kann man auch gut an § 140 I Nr. 2 StPO erkennen, der zwingend die Mitwirkung eines Verteidigers vorsieht, wenn dem Beschuldigten ein Verbrechen zur Last gelegt wird. Wenn es hier wirklich auf das individuelle Strafmaß ankäme müsste das Gericht ja schon vorher wissen, welche Strafe der Beschuldigte bekommen wird, um zu entscheiden, ob ein Vertediger bestellt werden muss. Gleiches gilt übrigens auch bei der Zuständigkeit der Gerichte.

87, Liebe Dame: Es gibt eine Geschichte aus dem Vietnamkrieg

die durch ein Foto untermauert ist, auf der
der Polizeichef (von Saigon ?)
auf offener Straße einem gefangengenommenen Vietcong die Pistole an den Kopf setzt und abdrückt
in Nahaufnahme.

Die Geschichte dahinter soll sein: Er hatte gerade mitgeteilt bekommen, dass ein naher Bekannter von den Vietcong getötet worden war.

Ich kann den Menschen in dem Moment verstehen.
Ich kann die Tat nicht gutheißen, sie ist auch nicht rechtmäßig
aber der Mensch hat in einer Ausnahmesituation in einer Art und Weise gehandelt, die man als im Affekt unter Umständen
aner:
verurteilen muss.

Wenn Menschen tagtäglich den eigenen Tod vor Augen hat
und den Tod von nahen Freunden miterlebt
dann eventuell aus einer Kampfhandlung kommend
Dinge tut, die dann bei Ihnen zu Hause am Bildschirm aber auch so etwas von abartig und unmenschlich sind

und Sie keine gedankliche Nähe zu diesen Menschen nehmen können/ wollen

dann haben Sie niemals auch nur andeutungsweise mitbekommen, was Extremsituation ist.

Ob das hier so war - wissen Sie's?
Oder vorverurteilen Sie auf Verdacht
noch bevor eindeutige Tatbestände korrekt nachrecherchiert vorliegen.
Bei SPON war unter dem Foto wenigstens noch zu lesen
dass für die Autenzität des Gezeigten keine Verantwortung übernommen werden kann.

mit dieser

argumentation kann man alles, vom keulenschlag des neandethalers über die kreuzzüge und die verbrechen des wwII bis heute, verteidigen.

"Wenn Menschen tagtäglich den eigenen Tod vor Augen hat
und den Tod von nahen Freunden miterlebt
dann eventuell aus einer Kampfhandlung kommend
Dinge tut, die dann bei Ihnen zu Hause am Bildschirm aber auch so etwas von abartig und unmenschlich sind"

Warum hatten wir dann Nürnberger Prozesse? Wofür Den Haag? Wieso spricht man überhaupt von Kriegverbrechen oder jeh nach situation, von völkermord?

War das nicht, nach ihrer entschuldigenden interpretation, nur stress der ein ventil suchte? etwas für das wir verständnis haben sollten?

Ich denke nicht.

noch 97 Cilt-Commander - Ich bediene mich jetzt einmal

Ihres Ausrisses meines vorposts

"Wenn Menschen tagtäglich den eigenen Tod vor Augen hat
und den Tod von nahen Freunden miterlebt
dann eventuell aus einer Kampfhandlung kommend
Dinge tut, die dann bei Ihnen zu Hause am Bildschirm aber auch so etwas von abartig und unmenschlich sind" -

und frage Sie und Andere:

Haben Sie schon einmal davon gehört, dass aus Kriegen haufenweise menschliche Wracks mit Kriegstraumata der horrendsten Arten nach Hause kommen?
Menschen, die vorher ganz normal aufwuchsen
kommen als Gefühlskrüppel und leere menschliche Körperhüllen wieder nach Hause zurück.

Ein Teil, dem im Anfanfsstadium auszuweichen, sind die ansonsten undenkbarsten Reaktionen solcher Menschen um Vorhergegangenes in irgendeiner Weise zu kompensieren.
Das Einfachste ist das laute Aussichherausschreien, die Selbstkasteiung
aber auch bei anderen Gewalttaten aus der eigenen Ohnmacht heraus.

Dies zu schreiben, bedeutet sicher lediglich Perlen vor die Rüssler zu werfen, sei's drum.

Dies zu schreiben

"bedeutet sicher lediglich Perlen vor die Rüssler zu werfen, sei's drum."

Mag ihre ansicht sein. Ich kann ihrer Argumentation gut folgen, sie verstehen aber leider nicht akzeptieren.

Nicht weil Menschen keine Schwächen (das hier könnte man salop gesagt als massive charakterschwäche auslegen) zugestehen oder mich zu einem Moralapostel erster güte hochspreche. Wie man selbst in solchen Situationen handelt weiß man wohl erst wenn man in eben jener steckt (so bitter das jetzt vielleicht klingt).

Nein ich kann es nicht Akzeptieren weil die US-Regierung sowie ihr Militär alles daran tut dies als einzelfälle abzutun, als ausversehen,aber setzen sie sich mal mit dem drill der usmc auseinander. dann wirkt das ausversehen nich mehr so ausversehen, sondern als antrainierte verachtung.

Da werden sehr junge Menschen zu kaputtniks gemacht, während das land das sie verheizt sich als könig des guten des unfehlbaren aufspielt. Da wird Whitewash betrieben wo es nur geht, wenn wird ein hansel von ganz unten abgeurteilt (auch zurecht anbei) während es von oben angeordnet so weitergeht wie eh und jeh..

Man inszeniert sich als die Guten, als die Friedensbringer und bringt dabei krieg über die halbe welt. und steht ja anbei auch in den staatlöchern für den nächsten krieg.

Dabei ist man kein deut besser ja ehr noch schlimmer als seine opponenten.

Affeckt

Ich höre zum ersten mal, dass jemand im Affekt auf eine Leiche uriniert. Warne diese Leute denn irgendwie Blasenkrank? Und die entwürdigenden Kommentare waren wohl auch im Affekt? Wissen Sie überhaupt was Affekt bedeutet?

Sie verteidigen ein Vergehen/Verbrechen, wollen dass wir Verständnis für die Verbrecher haben, aber mit keinem Wort haben Sie die Opfer verteidigt und ihren Tod hinterfragt und die Schändung geächtete. Sie haben von vornherein die Soldaten in Schutz genommen und nun reden Sie sich mit Wortklauberei heraus. Ich sage, wenn man Verständnis für eien tat hat, dann sagt man, dass sie aus dem Verstand heraus erklärbar ist, dass sie verständlich ist. Etwas, dass verständlich ist, man also gute Gründe hat, es zu tun, das kann nicht unter Strafe stehen. Deswegen steht es auch nicht unter Strafe gegen seine Familie nicht auszusagen. Weil wir als Humanisten Verständnis dafür haben, dass die Familie einem nahe steht. Niemand aber sollte Verständnis für Leichenschänder haben. Jedenfalls nicht als erste Reaktion auf eine solche Information. Höchstens im wissenschaftlichen Bereich an der Uni, wo man versuchen sollte, das psychologisch zu ergründen. Gesellschaftlich müssen wir aber alle, gegen solche Taten einstehen und Opferschutz betreiben.

119, - Frau Buh, Sie irren ein weiteres Mal.

Ihre Worte hier:
"Sie verteidigen ein Vergehen/Verbrechen, wollen dass wir Verständnis für die Verbrecher haben, aber mit keinem Wort haben Sie die Opfer verteidigt und ihren Tod hinterfragt und die Schändung geächtete."

Meine Worte gestern (in Komm. 104)
"Und auf die, so es welche sind, Opfer auf dem Foto: Auch da muss geprüft werden, um was für Opfer es sich handelt.
Nicht um der Leichenschändung wegen, die ist gegeben.

Waren es Angreifer, ist die Situation für die GI's eine andere als wenn es sich um Unbewaffnete gehandelt haben sollte."

Außerdem schrieb ich mehrmals von widerlich und abscheulich mit Blick auf diese Tat
sowie von widerlichen und abscheulichen Vergehen auf allen Seiten
sowie von umenschlichen Verbrechen auf allen Seiten.
Welche unmenschlichen Verbrechen der US- Amerikaner Ihnen dazu einfallen, weiss ich nicht
ich meine die unmenschlichen Verbrechen auf allen Seiten.

UNlogisch

ich halte das für mehr als unlogisch. Ein vergehen ist etwas weniger schlimmes als ein Verbrechen. Ein Vergewaltigen begeht ein Verbrechen ein Leichenschänder nur ein Vergehen obwohl beide 3 Jahre bekommen?

Von mir aus mag das juristisch korrekt sein, aber moralisch ist es das nicht, denn in der moralischen Bewertung muss es um den Täter und seine Tat gehen. Und die war, wie bereits durch die Analogie gezeigt, verbrecherisch.

Nichts Neues,die Verhinderung von Veröffenlichungen der Wahrheit

über Kriegsverbrechen der eigenen Truppe scheint wohl obere Priorität zu haben.Wo gehobelt wird, fallen Späne,da die US Kriegmaschinerie weltweit agiert,besonders aber den Nahen Osten und deren angrenzende Gebiete im -Blickfeld- hat,werden die bekannten Begleitumstände beim Töten und Morden scheinbar hingenommen.Zumal wenn es sich nicht um US-Bürger handelt.Nach aussen werden bekannt gewordene Verbrechen der eigenen Truppe offiziell untersucht und oft relativiert oder vergraben.Die eigene teilweise schiesswütige (degenerierte?)Bevölkerung hat anscheinend auch nur wenig Intereese an wirklicher Aufklärung,weil die Alarmsten ganze Arbeit geleistet haben.Den Rest erledigen die überwiegend eingebetteten US-Medien.Immer wieder auch auffällig,die Verantwortungslosigkeit bei den Befehlshabern,die diese -Friedenskämpfer- erst zu Killer machen.Am Ende wird,falls erforderlich das kleinste Glied in der Kette angeklagt.Ein Land daß 10 Jahre Guantanamo schon zulässt ,weiterhin die eigene Bevölkerung desinformiert und die Rechte ausser Kraft setzt,weltweit durch zunehmende Drohnenangriffe auch hunderte von unschuldigen Ziviilisten ermordet,hat seine Glaubwürdigkeit verspielt und ist eine Gefahr für den Weltfrieden.Wir als Vasall sollten dieses falsche Spiel unserer Schutzmacht nicht noch unterstützen.

Schade

Mal ganz abgesehen davon, dass das Verhalten dieser Typen, wenn es denn so stattgefunden hat, einfach nur widerlich ist und es eindeutig die Folgen von Krieg im Zusammenspiel mit ungeeigneter Führung auf Menschen zeigt, ist der Artikel mal wieder ein Beispiel für nicht ordentlich recherchiert bzw. zumindest unglücklich formuliert.

Ob es sich bei den US Marines wirklich um eine Eliteeinheit handelt, kann man bei einer Mannschaftsstärke von mehr als 200.000 Soldaten bezweifeln. Sie als "Elite-Einheit der Armee" zu bezeichnen ist darüber hinaus auch noch deswegen unglücklich, weil es sich bei dem US Marine Corps um eine eigene Teilstreitkraft handelt.
Was die Bezeichnung "Elite-Scharfschützeneinheit" in diesem Zusammenhang bedeuten soll ist mir völlig schleicherhaft. Soll wohl nur cool klingen. An dem im Bild gezeigten Helm ist erst mal nichts Ungewöhnliches zu erkennen. Die Waffe, die belegt, dass es sich um Scharfschützen handelt, wurde im Foto mal ganz geschickt mit ausgeblendet. Dafür lässt das Tarnmuster (MARPAT) der Kampfanzüge gut erkennen, dass es sich um Marines handelt.
Zusammengefasst gesagt: eine Agenturmeldung umzuformulieren reicht nicht; man sollte schon selbst recherchieren!

Wie sollte diese Vorbereitung aussehen?

Man kann den Gegner nicht bekämpfen und dabei dämonsieren und auch töten wollen, um ihn dann würdig zu behandeln.

Diesen Schlenker bekommen wohl nur Menschen mit großem Heldenkomplex hin, die den Gegner erst heftig bekämpfen, um ihm nach dessen Niederlage die Ehre zu erweisen, die nicht bekämpften Toten zuteil würde.

Ich halte das nicht nur psychologisch sondern auch in der schlichten Durchführung für sehr schwierig und bei dem Druck, den die Soldaten bei ständiger Bedrohung ihres Lebens und ihrer Gesundheit ausgesetzt sind, für nahezu unmöglich.

Ein Problem ist wohl mehr, dass irgendjemand immer seine Kamera in den Weg hält, denn ich kann mir kaum eine solche Kampfsituation vorstellen, in der es keine Entwürdigung des Besiegten in gestischer oder sonstiger Form gibt.

Ja, ich kann das meinen Kindern erklären...

denn das ist genau das, was passiert, wenn man einen Gegner bis auf den Tod bekämpft. Man nimmt ihm im Verlauf des Kampfes nicht nur sein Leben, wenn man es richtig macht, sondern auch seine Würde, denn einen Ebenbürdigen könnte man nicht töten.

Deshalb war meine Hoffnung auch vor diesen aktuellen Bildern immer, dass solche Kriegssituationen etwas sind, das mir erspart bleibt, denn die Mechanismen hat mir ein Verwandter sehr gut aus eigenem Erleben geschildert. Und im Laufe meines Studiums lernte ich, dass meine Idee, dass es unvermeidlich ist, wenn solche Kämpfe passieren auch solche Handlungen zu erleben, richtig zu sein scheint.

Deshalb würde ich sagen, dass die Kamera das Problem ist oder der Krieg an sich.

37, Schandmaul 1987 - Ehre im Namen, wem Ehre gebührt.

Sie hetzen blind drauflos.
Darf ich Sie daran erinnern, wie, ich meine in Mogadischu/ Somalia, der nackte Leichnam eines US- Piloten durch die Stadt
geschleift und weiter geschändet wurde, die Genitalien verstümmelt?

Es gibt haufenweise Fotos von abgeschnittenen Köpfen in den Händen grinsender Soldateska.

Sie können in jedes Kriegsgebiet auf jedem göttlich- paradiesischen Zipfel unserer Erde gehen
und Sie werden entmenschlichte Greuel zu sehen bekommen, dass Sie wünschten, Sie hätten nicht hingeguckt.

Haben Sie meinen Kommentar gelesen ?

Ich schrieb, dass wir uns die Menschenrechte/ Menschenwürde/ Moral/ Anstand/ etc. auf die Fahnen schreiben; die westliche Allianz. Die quasi nur Gutes bringt.

Dass Somalis und andere Menschen aus 3te Welt Länder Leichenschändung begehen, erwarten wir doch eh.
Durch RTL, Sat1 und Co "wissen" wir doch, dass wir eine überlegene Rasse sind und diese Menschen bestialisch/ wild sind.
Zumindest, dass man vor denen Misstrauen haben muss.

Das in diesem Kontext müsste Sinn ergeben, für mich jedenfalls.