Streit um Atomprogramm Irans Parlament will Öl-Exporte nach Europa stoppen

Das Parlament in Teheran plant, den EU-Sanktionen zuvorkommen – das würde besonders Euro-Krisenstaaten treffen. Allerdings trifft es nicht die letzte Entscheidung.

Das iranische Parlament will dem angekündigten Ölembargo der EU zuvorkommen und einen sofortigen Stopp der Öllieferungen nach Europa durchsetzen. Wie mehrere iranische Medien übereinstimmend berichteten, bereitet der Energieausschuss des Parlaments einen entsprechenden Gesetzentwurf vor, über den bereits am Sonntag abgestimmt werden soll. Sollte das Gesetz angenommen werden, müsste die iranische Regierung noch vor der Umsetzung des EU-Embargos jede Öllieferung nach Europa stoppen.

Die EU-Staaten hatten sich am Montag auf ein Ölembargo verständigt, um den Iran zum Einlenken im Streit um das Atomprogramm zu zwingen: Die Regierung soll internationale Kontrolle zulassen und damit nachweisbar auf Atomwaffen verzichten. Mit dem Beschluss, der bis zum 1. Juli schrittweise in Kraft tritt, dürfen Rohöl und Ölprodukte aus dem Iran nicht mehr in die EU eingeführt, eingekauft, transportiert, finanziert oder versichert werden. Zudem wird die iranische Zentralbank mit Sanktionen belegt.

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Den Aufschub des Embargos bis zum Juli hatte die EU beschlossen, weil der Iran vor allem Italien, Spanien und Griechenland mit Öl beliefert. Etwa ein Fünftel der iranischen Ölausfuhren gehen in die EU. Ein Stopp der Exporte könnte den Ölpreis nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 20 bis 30 Prozent nach oben treiben. Zudem müssten sich die betroffenen EU-Länder zügig nach anderen Lieferanten umsehen. Griechenland etwa bezieht ein Drittels seines Ölbedarfs aus dem Iran.

Ob sich das Parlament aber mit seiner Forderung durchsetzen kann, ist noch nicht abzusehen. Die iranischen Abgeordneten haben in der Vergangenheit schon mehrmals drastische politische Entscheidungen getroffen, die von der Regierung jedoch meistens ignoriert wurden. Im vergangenen Jahr forderte das Parlament beispielsweise, die Zusammenarbeit mit der internationalen Atomenergiebehörde zu revidieren – ohne Konsequenzen.

 
Leser-Kommentare
    • Harzer
    • 26.01.2012 um 13:52 Uhr

    ... :http://www.goldseiten.de/artikel/126002--Die-Geruechtekueche-brodelt~-Will-Indien-wirklich-iranisches-Oel-in-Gold-bezahlen.html

    "Wir die israelische Nachrichtenseite DEBKAfile meldet, plant Indien, iranisches Erdöl anstatt mit Petrodollar künftig mit Gold zu bezahlen. Damit könnten die jüngst angekündigten Sanktionen gegen Teheran umgangen werden.

    Laut der Meldung könnte auch China dem Beispiel Indiens folgen und das iranische Erdöl bald mit Gold bezahlen. Zusammen nehmen Indien und China 40 Prozent der gesamten Ölexporte des Iran ab. ..."

  1. 2. ha ha

    Entfernt. Verzichten Sie auf polemische und unsachliche Äußerungen. Die Redaktion/mak

  2. Ich bin mir sicher das Italien, Spanien und Griechenland das Embargo nicht unbedingt begrüßen. Es ist wirklich unverantwortlich was die EU da veranstaltet.
    Die Lage in Griechenland ist schon dramatisch genug.
    Die Iraner werden einach andere Abnehmer für das Öl finden(China freut sich schon).

    11 Leser-Empfehlungen
  3. Warum sollten die Iraner geduldig den Europäern solange Öl liefern, bis sie es nicht mehr brauchen? Da würde man ja vermuten, sie hätten zu heiß gebadet.

  4. habe ich für de iran. es ist einfach ein witz, was sich die amerikaner dort leisten. das ganze mal andersrum gedacht hier: http://bettercentury.blog...

    ich wünsche noch einen friedvollen tag!

    • WiKa
    • 26.01.2012 um 14:03 Uhr

    … und das Ungemach über welches dabei so ungern redet. Die eigentliche A-Bombe des Iran ist ganz anders strukturiert, so etwas wird uns aber verheimlicht. Sie können dieses Mörderteil aber mal im Bild bewundern, nebst Beschreibung der gruseligen Funktionsweise:
    A-Bombe des Iran 1.000 mal gefährlicher – USA in Panik
    Und alles andere rund um das Thema ist eher Ablenkung. Selbstverständlich kann man nicht wirklich zugeben, dass die eigentliche Interessenlage eine andere ist, dann müsste man sich ja den Vorwurf gefallen lassen imperialistische Ziele zu verfolgen. Ergo machen wir weiter die Irak-Strategie, solange die iranische Bombe herbeireden bis alle nach Krieg schreien. Und dazu noch hoffen, dass der Iran den ein oder anderen Fehler macht der als Rechtfertigung für einen Waffengang herhalten kann. Ziemlich verlogen würde ich sagen.

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    Sei uns Gnädig... eine solche Waffe macht mir angst....

    ;-)

    Sei uns Gnädig... eine solche Waffe macht mir angst....

    ;-)

  5. ...die das nicht kommmen sahen.

    • freerk
    • 26.01.2012 um 14:04 Uhr

    das weiß ja jeder.., nicht umsonst werden selbst kleine Ölfunde als Sensation gefeiert :)

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