Finnland Favorit Niinistö muss in die Stichwahl
Der Konservative Niinistö hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Finnland gewonnen. In der Stichwahl im Februar muss er gegen den Grünen Haavisto antreten.
Der konservative Ex-Minister Sauli Niinistö hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Finnland gewonnen. Nach der Auszählung der Stimmen kam der 63-jährige Niinistö auf 37 Prozent und verfehlte damit die absolute Mehrheit. Er tritt in zwei Wochen bei einer Stichwahl gegen den Grünen Pekka Haavisto an. Für den ehemaligen Umweltminister stimmten 18,5 Prozent der Wähler.
Hinter Haavisto folgte der liberale Ex-Außenminister Paavo Väyrynen mit 17,5 Prozent auf dem dritten Platz. Die bisherige Präsidentin Tarja Halonen durfte nach zwei Amtszeiten seit 2000 nicht erneut antreten. Halonens sozialdemokratische Partei hat in den letzten 30 Jahren ohne Unterbrechung das Staatsoberhaupt in Helsinki gestellt.
Der rechtspopulistische EU-Kritiker Timo Soini kam bei der Direktwahl mit 9,4 Prozent auf den vierten Platz. Er hatte mit seiner Partei Wahre Finnen bei den vergangenen Parlamentswahlen fast 20 Prozent der Stimmen gewonnen. Noch hinter Soini landete der frühere sozialdemokratische Regierungschef Paavo Lipponen abgeschlagen mit 6,7 Prozent auf dem fünften Platz.
An der ersten Runde der Wahl beteiligten sich 72,7 Prozent der 4,4 Millionen Stimmberechtigten. Finnlands Staatsoberhaupt wird für sechs Jahre gewählt und hat im Wesentlichen repräsentative Aufgaben. Zur zweiten und entscheidenden Runde ist die Bevölkerung des nordeuropäischen Landes für den 5. Februar aufgerufen.
- Datum 23.01.2012 - 07:09 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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"Der rechtspopulistische Eu-Kritiker Timo Soini ist mit sechs Prozent chancenlos. [...] Noch hinter Soini landete der frühere sozialdemokratische Regierungschef Paavo Lipponen abgeschlagen mit 7,3 Prozent auf dem fünften Platz."
Dann wären 7,3% weniger als 6%.
Müsste so etwas nicht beim Übernehmen des Textes von dpa auffallen?
In der nächsten Runde haben wir den Kandidaten Haavisto, worüber ich mich freue.
Das schlechte Abschneiden des Kandidaten der Rechtspopulisten ist erfreulich.
Es zeigt das die Rechtspopulisten ihren Höhepunkt überschritten haben. Auch in Schweden, Norwegen und Dänemark haben sie bei Wahlen verloren. Die Schweizer SVP ist einer der großen Verlierer der letzten Nationalratswahlen. Und wenn man die Tea Party in den USA auch in die Riege der Rechtspopulisten einordnen will, was ich finde durchaus berechtigt ist, dann stellt die Zweidrittelmehrheit für Gingrich/Romney im ultrakonservativen South Carolina wohl den politischen Wendepunkt dieser Bewegung dar.
Es zeigt sich, das wenn die gemäßigten Parteien nicht nur sympathische, sondern auch vernünftige Kandidaten aufstellen, die Populisten von links und rechts kaum Land sehen.
Liebe(r) heathcliff,
vielen Dank für den Hinweis. Wir haben inzwischen die Zahlen korrigiert und die Ergebnisse auf den neuesten Stand nach Auszählung der Stimmen gebracht.
Herzliche Grüße, die Nachrichtenredaktion von ZEIT ONLINE.
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