Reaktion auf Anschlag Frankreich setzt alle Militäroperationen in Afghanistan aus

Ein afghanischer Soldat hat vier französische Armeeangehörige erschossen. Frankreichs Präsident Sarkozy denkt deshalb nun sogar über einen vorzeitigen Truppenabzug nach.

Nach dem Tod von vier französischen Soldaten in Afghanistan hat die Regierung in Paris alle unterstützenden Militäroperationen für die afghanische Armee vorerst gestoppt. Präsident Nicolas Sarkozy schloss auch einen vorzeitigen Abzug seiner Truppen nicht aus, die Hilfe bei der Ausbildung sei ebenfalls eingestellt. Der französische Verteidigungsminister Gérard Longuet werde nach Afghanistan reisen. "Die französische Armee ist nicht in Afghanistan, um sich von afghanischen Soldaten beschießen zu lassen", sagte Sarkozy.

Die Soldaten der internationalen Afghanistan-Truppe Isaf waren im Osten des Landes bei einem Angriff durch einen Uniformierten getötet worden. 15 weitere wurden verletzt. Ein Mann in der Uniform der afghanischen Armee habe im Distrikt Tagab der Provinz Kapisa das Feuer auf die Soldaten eröffnet, schilderte ein Vertreter der afghanischen Sicherheitskräfte den Vorfall. Die Isaf teilte mit, der mutmaßliche Schütze sei festgenommen worden. Die Provinz gilt als einer der Brennpunkte des Aufstands der Taliban.

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Im Einsatz in Afghanistan starben bislang mehr als 80 französische Soldaten. Frankreich hat bereits mit dem Abzug begonnen und noch etwa 3.600 Soldaten dort stationiert.

Eine Reihe von Anschlägen von einzelnen afghanischen Soldaten auf Nato-Kräfte hatte in den vergangenen Monaten das Misstrauen zwischen westlichen Militärs und ihren einheimischen Verbündeten verstärkt. Die Isaf-Schutztruppe will sich bis 2014 aus dem Land zurückziehen und bis dahin das Kommando an die im Aufbau begriffene afghanische Armee abgeben. Vor elf Monaten hatte ein afghanischer Soldat auf einem Außenposten in der nordafghanischen Provinz Baghlan drei deutsche Soldaten erschossen.

Die New York Times zitierte am Freitag aus einem geheimen US-Militärbericht, wonach die Zahl tödlicher Angriffe einheimischer Soldaten auf ausländische Kameraden dramatisch zugenommen habe. Zwischen Mai 2007 und dem Ende des Berichtszeitraums vier Jahre später seien mindestens 58 westliche Soldaten bei 26 solcher Vorfälle getötet worden. Das seien sechs Prozent aller Soldaten, die in dieser Zeit in Afghanistan bei feindlichen Angriffen gestorben seien.

 
Leser-Kommentare
    • k2
    • 20.01.2012 um 13:17 Uhr

    Regierungssprecher und PR-Spezialisten berichten von Kampfhandlungen im Feld
    von Afghanistan. Jeder Satz wird lange
    auf die juristische Goldwaage gelegt.
    Direkt von Soldaten aus erster Hand
    sollen wir nichts erfahren, denn das
    ist heute leider die einzige Devise.

    Die Websites der Fremdenlegionssoldaten
    vor Ort wie auch des Verteidigungsressorts
    sind stumm.

    Einsatzgebiet :

    http://www.defense.gouv.f...

    Recherche der Basen vor Ort

    http://www.defense.gouv.f...

    Das Regiment im Kampfgebiet
    "2e Régiment étranger de génie"
    mit militärischem Gruss von mir haha haha

    http://2reg.legion-etrang...

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    • k2
    • 20.01.2012 um 13:36 Uhr

    http://www.defense.gouv.f...

    Franz. Schreibweise 2. Recherche Tagab (vallée de la Kapisa)

    http://www.defense.gouv.f...

    • k2
    • 20.01.2012 um 13:36 Uhr

    http://www.defense.gouv.f...

    Franz. Schreibweise 2. Recherche Tagab (vallée de la Kapisa)

    http://www.defense.gouv.f...

    • jamiju
    • 20.01.2012 um 13:27 Uhr

    jeden tropf blut und leben umsonst!!! zeit zu aufwachen!

  1. 3. [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie beim Artikelthema. Danke, die Redaktion/jz

    • k2
    • 20.01.2012 um 13:36 Uhr

    http://www.defense.gouv.f...

    Franz. Schreibweise 2. Recherche Tagab (vallée de la Kapisa)

    http://www.defense.gouv.f...

    • Timnik
    • 20.01.2012 um 13:38 Uhr

    Der sinnlose Tod dieser 4 französischen Soldaten ist ein weiteres Indiz, dass der unnütze Krieg in Afghanistan schnellstens beendet werden muss. Für wen sterben diese Soldaten?
    Für die Afghanen? Nein, sie wollen keine fremden Soldaten
    Für die Freiheit? nein, denn wessen freiheit soll denn dort erkämpft werden? Unsere nicht!

  2. ich kann mich nicht erinnern, dass die afghanen die französische regierung darum gebeten hat, soldaten in ihrem land zu stationieren. oder sollte man besser sagen, das land zu besetzen?

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    • Harzer
    • 20.01.2012 um 18:36 Uhr

    ... dann denken Sie mal gut nach ... !!

    ("ich kann mich nicht erinnern, dass die afghanen die französische regierung darum gebeten haben, soldaten in ihrem land zu stationieren. oder sollte man besser sagen, das land zu besetzen?")

    • Harzer
    • 20.01.2012 um 18:36 Uhr

    ... dann denken Sie mal gut nach ... !!

    ("ich kann mich nicht erinnern, dass die afghanen die französische regierung darum gebeten haben, soldaten in ihrem land zu stationieren. oder sollte man besser sagen, das land zu besetzen?")

  3. Dieser Einsatz und diese Besetzung eines fremden Landes haben sofort aufzuhören. Diesem Land können unsere Kultur und unsere Werte nicht mit Waffengewalt näher gebracht werden. Ich spreche hier nicht für die dortigen Verhältnisse, eher im Gegenteil.

    Aber es gibt das Recht auf die Selbstbestimmung aller Völker und nur weil wir in Deutschland nicht soverän sind, müssen wir dies nicht an anderen auslassen.

    Stopt diesen Wahnsinn, Irak, Afgnaistan, Lybien, in JEDEM Land hat die Zivilbevölkerung mehr gelitten, als Nutzen gezogen, und jeder Feldzug wurde uns als ganz toller, menschlicher und demokratischer Schachzug verkauft.

    Bei uns werden die Menschen belogen und dort ermordet. Stellt Euch mal vor, das wäre bei uns ähnlich. Was Du nicht willst, dies fürge auch keinem anderen zu.

  4. 10 Jahre haben die Russen dort gekämpft und nichts erreicht.
    Dann sind alle auf den Demokratisierer Bush herein gefallen.
    Jetzt wird es Zeit wach zu werden und auszusteigen, in dem Land siegt keiner.
    Der von Amerika eingesetzte Mohnbauer für Opium,namens Karsai soll
    sehen wie er mit diesem chaotischem Land zurecht kommt ohne unser
    Geld.
    Karsai wollte ja ohnehin dass die Fremden das Land verlassen.

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    • k2
    • 20.01.2012 um 16:22 Uhr

    http://lignesdedefense.bl...

    Mit Senator
    RENE HOFFER "Président de la POLYNESIE FRANCAISE" empfehle ich Afghanistan
    im Lichte der Maori, Iwi und der Papuas
    zu besprechen. Er hat ein offenes Ohr!

    • k2
    • 20.01.2012 um 16:22 Uhr

    http://lignesdedefense.bl...

    Mit Senator
    RENE HOFFER "Président de la POLYNESIE FRANCAISE" empfehle ich Afghanistan
    im Lichte der Maori, Iwi und der Papuas
    zu besprechen. Er hat ein offenes Ohr!

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