Teheran Atomexperten beenden Iran-Besuch ergebnislos
Sechs IAEA-Experten sind aus dem Iran wiedergekommen, ohne eine Atomanlage von innen gesehen zu haben. Derweil beraten Israel und die USA über einen möglichen Angriff.
© AFP/Freier Fotograf

Der Reaktor des Kernkraftwerks Buschehr im Iran von innen
Die ranghohe Delegation der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) hat ihren dreitägigen Besuch im Iran ohne greifbares Ergebnis beendet. Wie iranische Medien berichteten, vereinbarten beide Seiten eine Fortsetzung des Dialogs. Iranischen Meldungen zufolge haben die sechs Mitglieder der Delegation in den drei Tagen keine Atomanlage besichtigt.
Das Team um den belgischen Chefinspekteur Herman Nackaert wollte versuchen, die Voraussetzungen für eine Wiederaufnahme der zum Stillstand gekommenen Gespräche über das iranische Atomprogramm zu schaffen. Die amtliche Nachrichtenagentur Irna hatte vor dem Besuch gemeldet, die Inspekteure würden "wahrscheinlich" die Urananreicherungsanlage Fordo südlich von Teheran besuchen. Dort soll Uran auf bis zu 20 Prozent angereichert werden, was nicht für eine Atomwaffe reichen würde. Offenbar fand der Besuch jedoch nicht statt.
Israelischer Geheimdienst und USA beraten über Angriff auf Iran
Die USA und ihre Verbündeten werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben und verhängten seit dem Jahr 2007 immer striktere Strafmaßnahmen gegen das Land. Die iranische Führung weist die Beschuldigungen zurück und pocht auf ihr Recht, ein ziviles Atomprogramm zu verfolgen. Die IAEA sprach in ihrem letzten Bericht vom November 2011 von einer "möglichen militärischen Dimension" des Programms, woraufhin etwa die EU ein Öl-Embargo gegen den Iran verhängte.
Nach Einschätzung des US-Geheimdienstdirektors James Clapper können Sanktionen und Diplomatie die iranische Führung zur Einstellung ihres umstrittenen Atomprogramms bewegen. Teheran lasse sich von einer Kosten-Nutzen-Rechnung leiten, deshalb sei es auch beeinflussbar, sagte Clapper vor dem Geheimdienstausschuss des Senats. Gleichzeitig steige die Gefahr von iranischen Terrorattacken auf amerikanischem Boden. Iranische Offizielle hätten ihr Kalkül geändert und seien nun zu bedrohlicheren Handlungen bereit.
Ein militärisches Eingreifen scheint weiterhin nicht ausgeschlossen. Der Chef des israelischen Auslandsgeheimdiensts Mossad, Tamir Pardo, beriet Medienberichten zufolge in Washington über einen möglichen Angriff Israels auf iranische Atomanlagen. Die Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Senats, die Demokratin Dianne Feinstein, habe die normalerweise geheim gehaltene Information "versehentlich" verbreitet. Demnach traf Pardo außer mit Feinstein auch mit CIA-Chef David Petraeus zusammen.
- Datum 01.02.2012 - 06:28 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
- Kommentare 50
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na dann kann es ja losgehen!
TIME TO ATTACK IRAN!
dankenswerter weise hat ZEIT ONLINE erst vor ein paar tagen darüber berichtet, dass die neocons in den usa NICHTS unversucht lasssen, einen krieg gegen den iran vom zaun zu brechen. der "concil on foreign relations" ist die speerspitze dieser bewegung. in deren zeitschrift "foreign affairs" wird in o.g. artikel OFFEN zum krieg aufgerufen. in deutschland wäre so was strafbar. wie absurd das verhalten unseres werten bündnispartners eigentlich ist, fällt einem erst so richtig auf, wenn man die sache einmal andersrum denkt: http://bettercentury.blog...
ich wünsche einen sonnigen sibirischen tag!
"Teheran lasse sich von einer Kosten-Nutzen-Rechnung leiten, deshalb sei es auch beeinflussbar"
Also doch rationell und nicht "Mad Mullahs" wie es immer wieder heisst.
Im vergangenen Jahr berichtete der Spiegel über Meir Dagan, genauer darüber wie dieser nach seinem Ausscheiden beim Mossad durch Israel zieht, um Vorträge zu halten in denen er (als Privatmann) ausdrücklich vor den Folgen eines Militärschlages gegen die Iranischen Atomanlagen warnt.
Im vergangenen Jahr berichtete der Spiegel über Meir Dagan, genauer darüber wie dieser nach seinem Ausscheiden beim Mossad durch Israel zieht, um Vorträge zu halten in denen er (als Privatmann) ausdrücklich vor den Folgen eines Militärschlages gegen die Iranischen Atomanlagen warnt.
"Wie iranische Medien berichteten, vereinbarten beide Seiten eine Fortsetzung des Dialogs."
Na also, Dialog ist doch gut.
Die IAEA sprach in ihrem letzten Bericht vom November 2011 von einer "möglichen militärischen Dimension" des Programms, woraufhin etwa die EU ein Öl-Embargo gegen den Iran verhängte.
...Möglich eventuell vielleicht"...
Vage Vermutungen sollen heutzutage schon reale Embargos "gerechtfertigt" erscheinen lassen?
"die Demokratin Dianne Feinstein, habe die normalerweise geheim gehaltene Information "versehentlich" verbreitet. "
"Versehentlich", na dann...
Der Iran hätte ja die Inspektoren ihre Arbeit machen lassen können, dann hätte man Klarheit darüber gehabt.
Wollte der Iran nicht - wieso?
Der Iran hätte ja die Inspektoren ihre Arbeit machen lassen können, dann hätte man Klarheit darüber gehabt.
Wollte der Iran nicht - wieso?
"Derweil beraten Israel und die USA über einen möglichen Angriff."
Das war schon seit Monaten abzusehen, nur hat sich da noch keine Zeitung getraut das Wort "Angriff" in den Mund zu nehmen.
Wir das jetzt wenigstens von der Weltgemeinschaft als das anerkannt was es ist und entsprechend verurteilt? Was sagt meine Kanzlerin dazu oder der Herr Verteidigungsminister? (Streben nach einem Angriffsfkrieg)
"Gleichzeitig steige die Gefahr von iranischen Terrorattacken auf amerikanischem Boden."
Das ist mir neu. Wer sagt das auf Grund welcher Erkenntnisse?
Also es erhärtet sich bei mir immer mehr der Verdacht, daß die waren Menschenrechtsverarchter in den USA und Israel sitzen und nicht im Iran.
Bomben auf Teheran sind Verteidigung und weden öffentlich und unverholen geplant und propagiert.
Mögliche aber völlig unwahrscheinliche Gegenschläge sind dann Terrorattacken.
Amerika und Israel hetzen zum völkerrechtswiedrigen Anriffskrieg und Europa zum Wirtschafts- und Finanzkrieg.
Vielleicht ist es an der Zeit sich vom Begriff Terror zu Distanzieren bis man sich über die Bedeutung wirklich einig ist.
"Bomben auf Teheran sind Verteidigung und weden öffentlich und unverholen geplant und propagiert.
Mögliche aber völlig unwahrscheinliche Gegenschläge sind dann Terrorattacken."
Es ist leider so wie Sie es beschreiben.
Der Westen spielt wieder einmal den Anklaeger , Verurteiler und Vollstrecker in einer Einheit frei nach dem Motto:
IT'S NOT FASCISM , WHEN WE DO IT !
"Sechs IAEA-Experten sind aus dem Iran wiedergekommen, ohne eine Atomanlage von innen gesehen zu haben."
Implikation: der Iran verweigert die Besichtigung und Kontrolle durch die IAEA.
Im Artikel dann lediglich vage Spekulationen was die da überhaupt gemacht haben oder machen wollten.
"Bomben auf Teheran sind Verteidigung und weden öffentlich und unverholen geplant und propagiert.
Mögliche aber völlig unwahrscheinliche Gegenschläge sind dann Terrorattacken."
Es ist leider so wie Sie es beschreiben.
Der Westen spielt wieder einmal den Anklaeger , Verurteiler und Vollstrecker in einer Einheit frei nach dem Motto:
IT'S NOT FASCISM , WHEN WE DO IT !
"Sechs IAEA-Experten sind aus dem Iran wiedergekommen, ohne eine Atomanlage von innen gesehen zu haben."
Implikation: der Iran verweigert die Besichtigung und Kontrolle durch die IAEA.
Im Artikel dann lediglich vage Spekulationen was die da überhaupt gemacht haben oder machen wollten.
"It's almost a hymn of praise to what one Jewish Israeli scholar has called Iranophobia, an irrational fear promoted by the Jewish state because "Israel needs an existential threat." Why? To sustain the myth that shapes its national identity: the myth of Israel's insecurity.
.......Israel will attack Iran because of a "peculiar Israeli mixture of fear -- rooted in the sense that Israel is dependent on the tacit support of other nations to survive -- and tenacity, the fierce conviction, right or wrong, that only the Israelis can ultimately defend themselves."
Fear of what? Defend against whom? It doesn't really matter. Israeli political life has always been built on the premise that Israel's very existence is threatened by some new Hitler bent on destroying the Jewish people. How can Israel prove that Jews can defend themselves if there's no anti-semitic "evil-doer" to fight against?"......
"Indeed, Israel is safe from any attack, as the strength of its (largely U.S.-funded) military and the history of its war success proves.
But as long as the myth of Israel's insecurity pervades American political life, an incumbent desperate to get re-elected just might feel forced to let the Israelis attack Iran. The only thing that would stand in the way is a better informed American electorate. Apparently that's not what the New York Times Magazine sees as its mission."
www.huffingtonpost.com/ir...
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke. Die Redaktion/sc
wo er einen Vertrag zur finanziellen Unterstützung
Yad Vashems unterzeichnet hat.
Solange es bei derartigen Verträgen bleibt..gut.
wo er einen Vertrag zur finanziellen Unterstützung
Yad Vashems unterzeichnet hat.
Solange es bei derartigen Verträgen bleibt..gut.
wo er einen Vertrag zur finanziellen Unterstützung
Yad Vashems unterzeichnet hat.
Solange es bei derartigen Verträgen bleibt..gut.
Machen wir uns nichts vor: die BRD ist aktiv an der Aufrüstung Israels beteiligt. Die gesamte israelische U-Boot-Flotte (d.h. die modernen U-Boote vom Typ "Dolphin") stammen aus Deutschland, zwei geschenkt (Regierung Schröder), die anderen zu großen Teilen subventioniert.
Die Lieferung des letzten Boots, Nr. 5 dürfte es sein, ist erst vor einigen Monaten beschlossen worden; unterstützt vom deutschen Steuerzahler mit einem dreistelligen Millionenbetrag.
Nun die Preisfrage: waren die Lieferungen bisher vor dem Hintergrund der dt. Rüstungsexportkontrollen (Stichwort: Export von Kriegswaffen in Krisenregionen) schon problematisch (vorsichtig ausgedrückt) - was geschieht denn im Falle eines israelischen Angriffs (Stichwort: Angriffskrieg = Kriegsverbrechen) auf den Iran?
Man nehme nur einmal an, die israelische Marine feuert von den aus Deutschland stammenden U-Booten, die auf Wunsch extra mit speziellen Torpedorohren zum Verschuss von Raketen / Marschflugkörpern ausgestattet wurden (nämlich Kaliber 650mm anstatt der Standardgröße 533mm), Marschflugkörper in den Iran? Konventionell, oder vielleicht auch nuklear bestückt?
Wie würde sich unsere Bundesregierung überhaupt zu so einem Angriff stellen?
Machen wir uns nichts vor: die BRD ist aktiv an der Aufrüstung Israels beteiligt. Die gesamte israelische U-Boot-Flotte (d.h. die modernen U-Boote vom Typ "Dolphin") stammen aus Deutschland, zwei geschenkt (Regierung Schröder), die anderen zu großen Teilen subventioniert.
Die Lieferung des letzten Boots, Nr. 5 dürfte es sein, ist erst vor einigen Monaten beschlossen worden; unterstützt vom deutschen Steuerzahler mit einem dreistelligen Millionenbetrag.
Nun die Preisfrage: waren die Lieferungen bisher vor dem Hintergrund der dt. Rüstungsexportkontrollen (Stichwort: Export von Kriegswaffen in Krisenregionen) schon problematisch (vorsichtig ausgedrückt) - was geschieht denn im Falle eines israelischen Angriffs (Stichwort: Angriffskrieg = Kriegsverbrechen) auf den Iran?
Man nehme nur einmal an, die israelische Marine feuert von den aus Deutschland stammenden U-Booten, die auf Wunsch extra mit speziellen Torpedorohren zum Verschuss von Raketen / Marschflugkörpern ausgestattet wurden (nämlich Kaliber 650mm anstatt der Standardgröße 533mm), Marschflugkörper in den Iran? Konventionell, oder vielleicht auch nuklear bestückt?
Wie würde sich unsere Bundesregierung überhaupt zu so einem Angriff stellen?
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