Konflikt: Dutzende Tote bei Anschlag auf Pilger im Irak
Der Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten im Irak führt zu mehr Gewalt: Im Süden des Landes und in Bagdad starben bei Anschlägen mindestens 50 Menschen.
© Ali Al-Saadi/AFP/Getty Images

In einem nördlichen Stadtviertel in der irakischen Hauptstadt Bagdad explodierten zwei Autobomben.
Bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Pilger im Süden des Iraks sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 72 Menschen wurden nach Angaben der Provinzverwaltung bei der Explosion in Batha bei Nassirija verletzt. Die Explosion ereignete sich an einer Polizeikontrollstelle westlich der Stadt. Die Pilgergruppe war den Angaben zufolge auf dem Weg zum Heiligen Schrein von Kerbela.
Der Anschlag ereignete sich nur wenige Stunden nachdem vier Bomben in Bagdad explodiert waren. Mindestens 22 Menschen kamen ums Leben. Der Polizei zufolge wurden bei zwei Explosionen im verarmten Stadtteil Sadr City im Nordosten der Stadt zehn Menschen getötet und 37 verletzt. Kurz darauf explodierten im Nordwesten der Stadt zwei Autobomben. Dabei kamen amtlichen Angaben zufolge mindestens 12 Menschen ums Leben und 32 wurden verletzt. Beide Stadtteile werden mehrheitlich von schiitischen Muslimen bewohnt.
"Die Politiker streiten um die Macht und wir müssen den Preis dafür bezahlen", sagte ein Arbeiter, der sich in der Nähe eines Anschlagsortes in Bagdad befand, Al Jazeera. Im Irak kommt es seit Wochen immer wieder zu schweren Anschlägen.
Die Regierung, die bislang von Schiiten, Sunniten und Kurden getragen wird, ist zerstritten. Hintergrund ist der Versuch des schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki, zwei sunnitische Widersacher aus dem Amt zu drängen. Wegen der Konflikte zwischen den Religionsgruppen stand der Irak schon in den Jahren 2006 und 2007 kurz vor einem Bürgerkrieg.







"Die Politiker streiten um die Macht und wir müssen den Preis dafür bezahlen", sagte ein Arbeiter..."
dieser arbeiter trifft den nagel auf den kopf. das was der irak braucht ist eine nationale aussöhnung. aber ihrer politiker interessiert es nicht, was aus diesem arbeiter wird, es interessiert sie nur, wie sie ihre eigene macht und einfluss stärken können.
Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/mk
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