Atomstreit : Iran reagiert mit großen Drohgebärden auf US-Sanktionen

Irans Präsident Ahmadineschad hat auf neue Sanktionen mit Drohungen und Mittelstreckenraketen-Tests reagiert. Außerdem verkündete er einen Durchbruch im Atomprogramm.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadineschad bei einer Rede in der Urananreicherungsanlage in Natans © dpa

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadineschad hat eine entschlossene Reaktion seines Landes auf neue US-Sanktionen angekündigt . Iran werde "dem Druck seiner Feinde" entgegentreten, hieß es in einer Mitteilung des Staatschefs an die Notenbank, die auf der Internetseite der Präsidentschaft veröffentlicht wurde.

"Wir müssen das Volk und die Nation gegen Verschwörungen der Feinde verteidigen", schreibt Ahmadineschad darin weiter. Derzeit habe die iranische Wirtschaft im Übrigen "keine Probleme". Die US-Sanktionen betreffen insbesondere die Zentralbank in Teheran .

Die Drohungen Ahmadineschads wurden durch eine Militäraktion Irans unterstrichen.

Iran testet Mittelstrecken-Raketen

Die Armee feuerte im Rahmen eines Marinemanövers nahe der Seestraße von Hormus eine Mittelstreckenrakete ab , wie der für die Übung zuständige Admiral Mahmud Mussawi laut Nachrichtenagentur Irna sagte. Die Rakete verfüge über "neueste Technologie" und sei in Iran "entwickelt und hergestellt" worden. Mussawi kündigte zudem an, dass die Marine am Montag zum Abschluss ihres am 24. Dezember begonnenen Manövers eine Sperrung der Meerenge von Hormus üben werde. Die Durchfahrt sämtlicher Schiffe solle so unmöglich gemacht werden, wenn die Islamische Republik dies beschließe.

Der Admiral sagte in diesem Zusammenhang jedoch auch, sein Land habe nicht die Absicht, die für Öltransporte wichtige Meerenge von Hormus dauerhaft zu blockieren. Am Dienstag hatte Irans Vizepräsident Mohammed Resa Rahimi das noch anders ausgedrückt und eine mögliche Sperrung der Meerenge für Öltransporte angedeutet.

Zudem hatte Iran angekündigt, Langstreckenraketen zu testen. Diese könnten Israel und die US-Militärstationen im Nahen Osten erreichen. Die USA hatten trotz dieser Drohung am Samstag neue Sanktionen wegen des umstrittenen Atomprogramms Irans in Kraft gesetzt. Die Strafmaßnahmen treffen die iranische Wirtschaft empfindlich und sollen die Führung weiter unter Druck setzen. Die Europäische Union kündigte ihre Entscheidung über eine Ausweitung der Sanktionen für spätestens den 30. Januar an.

Gleichzeitig wurde auch bekannt, dass die USA ihre Verbündeten in der Golfregion mit weiteren Kampfjets und Abfangraketen ausstatten wollen. Die USA hatten angekündigt, eine Blockade der Meerenge von Hormus nicht hinnehmen zu wollen.

Iran fertigt erstmals atomare Brennstäbe an

Nach den Mittelstreckenraketen-Tests am Neujahrstag verkündete Iran zudem einen weiteren Durchbruch im umstrittenen Atomprogramm.

Erstmals sollen Ingenieure des Landes nach eigenen Angaben einen atomaren Brennstab selbst gefertigt und getestet haben. Der Brennstab sei in einem Forschungsreaktor in Teheran eingesetzt worden, teilte die iranische Atomenergiebehörde nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Irna mit. Der kleine Leichtwasserreaktor war noch zu Zeiten des 1979 gestürzten Schahs mit US-Hilfe gebaut worden. Der Teheraner Reaktor dient offiziell medizinischen Zwecken.

Die bisher dort eingesetzten Brennstäbe hatte das Land im Jahr 1993 aus Argentinien gekauft, die Vorräte sind inzwischen aber fast aufgebraucht. Der Reaktor arbeitet mit Brennstäben, in denen das Uran auf 20 Prozent angereichert ist. Bei diesem Anreicherungsgrad kann Uran nur zu zivilen Zwecken genutzt werden, erst ab mehr als 90 Prozent kann es zum Bau einer Atombombe verwendet werden.

Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Israel und die USA haben deshalb auch Militärschläge gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen.

Iran sendet zweideutige Signale

Noch am Samstag hatte Teheran sich bereiterklärt, die seit fast einem Jahr auf Eis liegenden Gespräche über das Atomprogramm wieder aufzunehmen . Brüssel reagierte vorsichtig. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton habe schon im Oktober an Chefunterhändler Said Dschalili geschrieben und bisher keine Antwort erhalten, hieß es.

Auch das  Auswärtige Amt zeigte sich zurückhaltend. "Diese Meldungen wurden aufmerksam registriert", sagte ein Sprecher. Es zählten nicht vage Ankündigungen, sondern nur konkrete nachprüfbare Taten. "Es liegt im eigenen Interesse Irans, endlich seine internationalen Verpflichtungen zu erfüllen und Transparenz beim Atomprogramm zu schaffen. Nur so können weitere Sanktionen vermieden werden", sagte der Sprecher.

Mit Blick auf die Lage am Persischen Golf insgesamt zeigte sich Außenminister Guido Westerwelle ( FDP ) besorgt, dass die verbale Eskalation in eine tatsächliche Eskalation mit unabsehbaren Folgen münden könnte.

Hinweis: In einer früheren Version des Textes hieß es, Uran könne erst ab mehr als 90 Grad Celsius für den Bau von Atomwaffen benutzt werden. Richtig muss es heißen: erst ab einem Anreicherungsgrad von 90 Prozent.

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Kommentare

154 Kommentare Seite 1 von 12 Kommentieren

Aha, das wissen sie woher? Amerikanische Think Tanks

beschäftigen sich seit einiger Zeit mit exakt diesem Thema. Man kann davon ausgehen, dass man in Washington deren Ergüsse liest, wenn man das Theater in den letzten Monaten, was wir in den Medien beobachten konnte, bedenkt.

Selber lesen und mit der bisherigen historischen Realität abgleichen.

http://www.brookings.edu/...

Der Fall des Irans in die Hemisphäre des Westens ist ohne jeden Zweifel Endziel der amerikanischen Middle East Agenda.

The Project of th New American Century = pnac !

Geehrter User pnac , mit Ihrem Kommentar haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen.
Sie muessten noch erwaehnen , dass die PNAC eine " FULL SCECTRUM DOMINANCE " der Welt vorsieht , eine 'unopolare/unilaterale Neue Weltordnung ' , mit Herren und Knechten.
Auf der offiziellen Webseite der PNAC kann man folgende Namen finden ( Alles bekannte Gesichter ) :

http://www.newamericancen...

William J. Bennett
Jeb Bush
Dick Cheney
Eliot A. Cohen
Midge Decter
Paula Dobriansky
Steve Forbes
Aaron Friedberg
Francis Fukuyama
Zalmay Khalilzad
Donald Rumsfeld
George Weigel
Paul Wolfowitz

Ja genau

Hier eine Liste der korruptesten Profiteure des Irak-Krieges (Halliburton ist übrigens an 1. Stelle):

http://www.businesspundit...

zufällig war Dick Cheney jahrelang wichtiger Mitarbeiter und Anteilseigner bei Halliburton, wie kann man hier bloß einen Zusammenhang vermuten. Halliburton ist wichtigster Zulieferer der Ölkonzerne im Irak, auch wenn auch andere Nationen bei den Ölverträgen zum Zuge gekommen sind, das sagt wenig, es ist ein leichtes, über juristische Konstuktionen wichtige Profiteure zu verschleiern.

Zu chinesischen Ölgesellschaften, die Verträge im Irak bekommen haben: schließlich haben die Chinesen über ihre gewaltigen Staatsanleihenkäufe den Krieg bezahlt, dann können sie ja auch einen Teil der Beute abbekommen.

Wichtig ist, in welcher Währung Öl exportiert wird: Irak, Iran, Venezuela haben angedroht, Öl für Euro zu verkaufen. In allen 3 Ländern wird ein Regimechange angestrebt, was für ein Zufall!

Und das bringt es auch??

Sie glauben doch ihre eigenen Worte nicht!
Damals schon zur Zeit vor der islamischen Revolution hatte der Westen nichts Besseres zu tun als sich einzumischen - mit dem Resultat, dass genau das heutige Regime sich so etabliert hat wie es existiert.

Heute wiederholt sich die Dummheit. Die Propaganda des iranischen Regimes unterstreicht nämlich nahezu exakt das Fehlverhalten des Westens, und das ist einem Wandel in der Politik nicht zuträglich. Anzumerken wäre beispielsweise, warum z.B. die USA und Israel ein Anrecht auf Atomenergie haben welches der Iran nicht haben soll. Zweitens: Soll es im Falle eines gewaltsamen Umbruchs genauso werden wie in Afghanistan, Irak? Als faktische Kolonien des Westens?
Drittens: Die Sanktionen richten sich nicht gegen das Regime. Sie richten sich gegen Menschen, die lediglich im Iran leben und mit dem Regime nichts zu tun haben.

Mehr Druck? Damit unterstützen sie nur die Radikalen in der Politik.
Drohungen? Damit unterstützen sie nur die Meinung radikaler iranischer Generäle die die USA und Israel am liebsten ausgelöscht sehen...
Noch mehr Kriegspropaganda? Damit mobilisieren sie lediglich das iranische Volk, sich gegen eine Kolonialisierung zur Wehr zu setzen.

Das Problem heutiger Politik ist einfach, dass sie genau DIESES Verhalten so unterstützt. Der Ansatz zu einer Lösung dieses Problems hingegen sieht vollkommen anders aus.

Freunde statt Beuteöl

Die Welt ist abhängig vom ÖL. Das reicht noch ca. 40 Jahre. Wenn der Iran es schafft den Ami solange vor der Tür zu halten oder nur mit einem blauen Auge davonzukommen haben Sie es geschafft. Diktatur, Israel, Demokratie spielen dabei keine Rolle. Iran ist der letzte Puzzlestein im Mittleren Osten. Danach gehts nach Afrika auf Raubtour.
Der Sehel wimmelt schon von Al'Quaida. Mit entführten Touristen und Piraten auf Land und Wasser ködert man die Euröpäer als den moralischn Garant. Wir folgen und bekommen einen kleinen Teil der Beute. Die britisch/amerkinasche Gier nach dem Öl hat den mittleren Osten zu dem gemacht was er ist. Und Sie wird in Afrika noch schlimmeres anrichten.
Vor den Toren Europas diese Chaos von den Amis initiert. Vorsicht. Europa, warum gehst du nicht den Weg der Partnerschaft zu deinen Nachbarn im mittleren Osten und in Afrika, warum machst du dich nicht noch schneller unabhängig vom Öl, das bald versigt, warum folgst du diesem Blinden Koloss Amerika bei jedem Raubzug zu deinen Nachbarn?
Iran sollte der Wendepunkt für Europa sein, seinen eigenen friedlichen Weg zu gehen und echte neue Freunde gewinnen in Afrika und nahen Osten. Das wir mehr Wert sein als alles übriggebliebene Öl.

Zunächst würde ich mich gerne....

....für den Link bedanken. Er fasst recht gut zusammen, wie die potentiellen Vorgehen zu den Herausforderungen strukturiert werden können, die Iran an die amerikanische bzw der internationalen Organisationen, Koalitionen und nationalen Spieler stellt. Auch ist er hilfreich darin, das Umfeld der dortigen Situation aussieht.

Andererseits sehe ich eigentlich in Bezug zu meinem Beitrag nur die Feststellung als erweiternd, dass es durchaus auch bei entsprechenden Annahmen und Gefahren Einschätzungen militärische Mittel trotz ihrer Kosten notwendig scheinen können und Arbeit gegen das Regime unterschwellig verfolgt werden sinnvoll scheinen kann. Da ich für den Augenblick glaube, dass die USA wenig Appetit haben die Kosten einer direkten Entfernung des Regimes haben, komme ich wiederum für den Augenblick zum Schluss, dass weitere Anstrengungen einer nicht-militärischen Vorgehensweise wahrscheinlicher scheint als sofort auf diesen Weg einzuschwenken. Das schließt für die Zukunft jedoch solche Maßnahmen nicht aus.

"Unrechtsregime"???

Was soll denn das sein?

Nachdem die CDU/CSU/SPD die Linken seit zwei Jahren dazu nötigt, die DDR als ominösen "Unrechtsstaat" zu bezeichnen (das Wort gibt es nicht und es entbehrt auch jeden Sinnes) fängt nun die selbe Sch... auch an anderer Stelle an?

Sollten Sie tatsächlich irgendwelche Beweise fuer die fehlende Legitimation der Regierung haben, geben Sie diese einfach an eine Nicht-Regierungs-Organisation weiter, die international Wahlen beobachtet. Ich glaube mich erinnern zu können, dass die Regierung Achmadinedschad, so schmerzhaft und verwunderlich das auch ist, legitim gewählt wurde.

Aber bitte nicht diese bescheuerten selbstgebauten Worthülsen. Damit kann man auf nem Parteitag punkten - aber für mehr reicht es nicht!

Zweifel und Kritik muss in jedem Fall erlaubt sein

Sollten Sie tatsächlich irgendwelche Beweise fuer die fehlende Legitimation der Regierung haben, geben Sie diese einfach an eine Nicht-Regierungs-Organisation weiter, die international Wahlen beobachtet. Ich glaube mich erinnern zu können, dass die Regierung Achmadinedschad, so schmerzhaft und verwunderlich das auch ist, legitim gewählt wurde.

Da wissen Sie mehr als ich. Es gab leute, die das bezweifelt haben. So oder so, egal wie legitim ein Präsident gewählt wurde: Es ist definitiv illegitim, Zweifel an der Legitimität seiner Wahl unter Strafe zu stellen, womöglich gar unter Todesstrafe.

Mein Rat für 2012: wach bleiben!

Wer zu lange wach bleibt, sieht irgendwann weiße Mäuse...

Eskalation

Man fragt sich, was mit diesem Säbelrasseln (auch früher Kanonenbootpolitik genannt )erreicht werden soll.
Warum lassen die Mullahs nicht die Urananreicherungsanlagen inspizieren und gut ist.
Im Koran steht jedenfalls nichts darüber, dass man Atombomben bauen muss um politische Ziele zu erreichen.
Bruachen die Mullahs einen Krieg um das Volk hinter sich wieder zu einen ? Die letzten Demos weisen ja darauf hin, dass es ihnen weggelaufen ist.

?????

"Warum lassen die Mullahs nicht die Urananreicherungsanlagen inspizieren und gut ist."
Das haben sie längst getan. Darum gehts ja auch gar nicht, denn die Herstellung von Brennstäben und die Urananreicherung sind nunmal Teil eines jeden zivilen Atomprogrammes. Es geht um Vorwürfe, ein militärisches Atomprogramm zu unterhalten. Die IAEA hat bei ihren zahlreichen Inspektionen allerdings niemals Indizien dafür gefunden. Und jetzt die Preisfrage: Wie soll der Iran etwas ausräumen, für das es keine Anhaltspunkte gibt?

Jeder Versuch ist zwecklos ?

"Und jetzt die Preisfrage: Wie soll der Iran etwas ausräumen, für das es keine Anhaltspunkte gibt?"

Der Iran wird es dem Westen und Allen voraus der USA ( inkl. der Israel Lobby , AIPAC etc. ) nie und niemals recht machen koennen.
Auch ein sofortiger und einseitiger Stopp aller Nuklearaktivitaeten wuerde an den Kriegsabsichten der US/EU Kriegsachse nicht das Geringste aendern.
Unter Khatami stellte der Iran die Urananreicherung einseitig ein und unterschrieb das beruehmte Zusatzprotokoll ( AP ) , was brachte es ?
Rein gar nichts . Bush The Younger 'befoerdete' den Iran zur Achse des Boesen.
Die Kriegslogik folgt niemals dem gesunden Menschenverstand , sondern dient nur dem einzigen Zweck , um die ' Kriegsbestie' zu zuechten.

Die Urananreicherungsanlagen sind der IAEO

doch längst bekannt.
Die Urananreicherung in Natans findet unter Beobachtung der IAEO statt.
Die Kooperation mit der IAEO nützt leider dem Iran überhaupt nichts. Der Iran kann machen was er will -
der Krieg ist beschlossene Sache. Und zwar nicht wegen
des "Atomprogramms".
Es geht auschließlich darum, unliebsame Regierungen zu
beseitigen.

Wer schmeißt da mit Lehm

Die "Eskalation" in ihrer Überschrift ist eindeutig auf Konto des Westen zu buchen.

Iran HAT die Inspektoren ins Land reingelassen, mehrmals...

http://www.haaretz.com/ne...

http://news.antiwar.com/2...

...bloss einige Länder kamen mit immer neue Bedingungen und - wie Sie - absurde Vorwürfe.
Iran hat auch über die Turkei und Russland Angebote gemacht, über diesen Weg angereichertes Uran zu importieren, statt selber herzustellen. Auch das wollte der Westen nicht.

Wer diesen Krieg will und braucht, kann man aus der westlichen Geschichte lesen: immer wenn finanzielle Krisen im Westen wüteten, war die Zeit reif für neue Kriegen.

Genau das ist nicht passiert -

nämlich die Inspektion der Atomanlagen. Nicht nur, das das iranische Regime atomare Aufbereitungsanlagen verspätet angemeldet hat - nachdem die Amerikaner solche zusätzlichen Anlagen entdeckt hatten.

Der Hauptgrund für gegenwärtigen Spannungen ist, das sich die Mullahs schlichtweg verweigern, den Inspekteuren von der IAEO Ihren Job machen zu lassen.

Dazu gehört auch, das verweigert wird, von Reaktoren chemische Analyse nehmen zu dürfen.

Davon, das die mittlerweile 3000 Zentrifugen zur höheren Aufbereitung des Urans ungenehmigt angeschafft worden sind, will ich erst gar nicht erst reden.

Hinzu kommt, das ehemalige iranische Borschafter davon berichtet haben, das nordkoreanische Atomspezialisten einen regen Kontakt und Austusch mit dem iranischen Regime hatten.

Ansonsten hat der pakistanische Entwickler der Atombombe im Fernsehen öffentlich eingestanden und sich beim pakistanischen Volk dafür entschuldigt, Blaupausen zur Herstekllung einer A Bombe weiter gegeben zu haben.

Das iranische Regime könnte diesem ganzen Spuk übernacht ein Ende bereiten: Zulassung der Inspekteure zur uneingeschränkten Kontrolle.

Aber genau das läßt das iranische Regime nicht zu.

"Uneingeschränkte Kontrolle"

Kein einziges souveränes Land ist dazu verpflichtet "uneingeschränkte" Kontrollen ausländischer Organisationen zuzulassen, sprich: uneingeschränkte Spionage zwecks Kriegsvorbereitung.

Was haben dem Irak die Kontrollen genützt, wozu haben die UN-Sanktionen geführt? - das Land wurde zur Sturmreife ausgehungert (unter ensetzlichen Qualen der Zivilbevölkerung) und nach Strich und Faden ausspioniert, danach hat man es kaputtgebombt und erobert.

irrationale fundamentalisten

"Meine Preisfrage: Warum nur machen es Gestalten wie Saddam Hussein und Achmaddinedjad ihren Gegnern so einfach?"

Gute Frage: Ich meine, es liegt daran, dass man das Regime des Iran nicht mit rationalen Kriterien fassen kann. Die Ayatollahs machen nicht das, was für Sie rational am vorteilhaftesten wäre. Sie richten Ihr handeln nach religiösen Dogmen aus. Auch ein vermeintlich unbesiegbarer Feind wie die USA wird mit Hilfe Allahs und der Atombombe besiegt werden. Deshalb darf ein Staat wie der Iran niemals solche Waffen in die Hände bekommen.

Der Iran will die Atombombe auch gar nicht,...

...denn nach islamischem Recht, auf dem der islamische Iran aufbaut, ist der Besitz von Massenvernichtungswaffen verboten, da solche eine Gefahr für die Menschheit darstellen. Hier soll keiner mit dem Argument kommen, der Iran verwende dieses Rechtsurteil als Vorwand und Deckmantel zur Anreicherung von militärisch ausnutzbarem Uran. Das ist nur eine Sichtweise, die belegt, dass die Unterstellung ungültig ist - zusätzlich zu all den offensichtlichen Beweisen der IAEA und der Ereignisse, denen viele anscheinend blind gegenüberstehen.

Für wie bekloppt hält man uns eigentlich?

"Warum nur machen es Gestalten wie Saddam Hussein und Achmaddinedjad ihren Gegnern so einfach?"
Ja, das ist die Frage. Meine Antwort darauf lautet, weil es uns durch ständige Flaschinformationen in der Presse so vermittelt wird. Da fahren zigtausende Soldaten auf Flugzeugträgern durch die Strasse von Hormus, Israel und die USA reden seit Monaten lautstark über einen Angriffskrieg, Sanktionen über Sanktionen aufgrund von Geheimdienstinformationen einer der Kriegsparteien, die durch die Kontrollen der IAEA bisher nicht verifiziert worden sind, Milliardenschwere Waffenlieferungen in die Region - und wir bekommen eingebläut, dass der Iran die USA angreifen will. Für wie bekloppt hält man uns eigentlich?

Das war mal so - leider

tatsächlich hatte sich Khomenei noch 1988 gegen Atomwaffen ausgesprochen. Er fand damals Atomwaffen unislamisch.

Allerdings hat sich seit 2005, in einem prozess der seit ca. 2003 oder 2004 andauert, einiges verändert:

Die Militärs sind mittlerweile an der Macht - und diese nutzen oder besser gesagt "benutzen" Religion nur noch als Fake-Ideologie im Sinne ihrer Interessen. Seit dem Irakkrieg, den der Iran spätestens seit 1982 ohne Not weitergeführt hatte, weil Saddam Hussein damals Reparation Ausgleich und Waffenstillstand angeboten hatte, hat das Bedürfniss des iranischen Regimes nach Waffensystemen, A-waffen und Raketen entstehen lassen.

Ansonsten ist der Iran dabei, die Vorherrschaft in der Region gegen die Türkei und gegen die restlichen arabischen Staaten mit Syrien zu erlangen.

Das ist der eigentliche Grund warum der Iran heute Atomwaffen baut.

Verdrehung der Wahrheiten

Haben Sie handfeste Beweise für ihre Unterstellungen? Nein!
An dem islamischen und demokratischen System in Iran hat sich nichts geändert, was man nach den demokratisch geführten Wahlen im Sommer 2009 und den Massendemonstrationen zur Unterstützung der islamischen Regierung sehr deutlich erkennen konnte. Denn die "Grüne Revolution" wurde von den USA ins Leben gerufen, genau wie sie jetzt andere Werkzeuge zu Hilfe nehmen, um ihren unersättlichen Geiz nach Macht und Ressourcen zu befriedigen. Im März 2012 stehen Parlamentswahlen in Iran an. Da wird sich wieder einmal zeigen, dass das System islamisch und demokratisch zugleich ist. Öffnen Sie die Augen! Die Menschen verfolgen immer noch den gleichen Pfad, den Imam Khomeini (möge Gott mit ihm zufrieden sein) für sie mithilfe Gottes geebnet hat.

Ihre Anschuldigungen erinnern nur allzu gut an die propagandistischen Medien des Westen, besonders der USA, die den unwissenden Menschen falsche Tatsachen einreden wollen, wobei sie - zugestanden - sehr erfolgreich zu sein scheinen.

Dass sie Iran beschuldigen, den Irak-Krieg weitergeführt zu haben, ist ja eine Lächerlichkeit, die keines weiteren Kommentares bedarf. Hier verdrehen Sie einfach die Tatsachen und machen den Täter zum Opfer und umgekehrt...

Beweise für militärische Regierung, für Bestreben nach Vorherrschaft? Eindeutig NEIN!

Ihre Argumentationen mangeln jeglicher Vernunft und sind gefüllt mit Iran-Hass und USA-Propaganda.

Tut mir

sehr Leid, aber das islamistisch-totalitäre System im Iran hat sowohl gesellschaftlich/kulturelle als auch politisch/wirtschaftlich versagt. Das Regime in Teheran überlebt seit Sommer 2009 nur durch Repression und Unterdrückung der breiten Bevölkerung. Hinrichtungen, Folter und Verhaftungen gehören zur Tagesordnung. In Jugend- Drogenkonsum und Kriminalität ist Iran genauso wie bei Korruption unter top ten der Region zu finden. Mit der Verfolgung und Vernichtung von Bahais und Homosexuellen wollen wir wegen selbstverständliches Allgemeinwissen erst gar nicht anfangen zu erzählen.

'mal ganz léger gefragt:

Zitat Anfang:
Das sollte die internationale Gemeinschaft der Demokratien und des Friedens auch Herrn Ahmadineschad klar mache.
Zitat Ende.

Wen meinen Sie den mit dieser internationalen Gemeinschaft des Edelmuts?

Alle (fast) Diktatoren dieser Welt haben als "Verbündete" der westlichen Demokratien begonnen, oder wurden sogar inthronisiert.

Zu Feinden wurden die erst, als sie nicht mehr spurten!

...und wie gelangen Sie zu der Erkenntnis, dass aus der arabischen Revolution heraus Demokratien und nicht wieder, nur anders gefärbte "Mullah-Staaten" kreißen?

Halten Sie letztendlich unser schönes, plebiszitär demokratisches Deutschland für ein solch "leuchtendes" Vorbild?

Ein frohes neues Jahr.

Anders gefärbt

"...und wie gelangen Sie zu der Erkenntnis, dass aus der arabischen Revolution heraus Demokratien und nicht wieder, nur anders gefärbte "Mullah-Staaten" kreißen?"

Richtig, man muss sich nur einmal angucken, was für "Parteien" in Tunesien und Ägypten als Sieger aus den Wahlen hervorgegangen sind bzw. hervorgehen werden.
Und Libyen soll ja künftig Scharia-"Rechtsstaat" sein.

Alternativen?

Naja, ich würde sgen die Chinesen zeigen es dem saturierten Westen gerade. Ist aber nur ein Beispiel! Wieviel Blutzoll eine sog. Demokratie fordern kann hat die Weimarer Republik wohl ausreichend bewiesen. Der super demokratische amerikanische Imperialismus gibt, ueber die Zeit gesehen, dies noch zu übertreffen. das arrogante und koloniale Auftreten des von Ihnen so hoch gelobten Westens (nur dort gibt es ja die von Ihnen zitierten Mehrheitsdiktaturen) im Iran wird noch einen ganz besonderen Blutzoll fordern.