Öl-Embargo USA unterstützen EU-Sanktionen gegen den Iran
Die USA haben sich erfreut über die europäischen Sanktionen gegen den Iran gezeigt und selbst weitere erlassen. Russland kritisierte das Embargo der EU als "einseitig".
© Jewel Samad/AFP/Getty Images

US-Präsident Barack Obama in New York
US-Präsident Barack Obama hat die Strafmaßnahmen der Europäischen Union gegen den Iran positiv kommentiert. "Diese Sanktionen zeigen einmal mehr die Einheit der Weltgemeinschaft, wenn es um die ernsthafte Bedrohung durch das iranische Atomprogramm geht", sagte der Präsident. Auch die USA würden weitere Strafmaßnahmen verhängen, um den Druck zu erhöhen, kündigte Obama an.
Die EU begründet ihren Schritt mit dem Streit um das Nuklearprogramm Teherans. "Wir werden es nicht akzeptieren, dass der Iran eine Atomwaffe erwirbt", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und dem britischen Premierminister David Cameron. Der Iran bestreitet, unter dem Vorwand einer zivilen Atomforschung an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu arbeiten.
Auch Australien will ein Importverbot für Öl aus dem Iran verhängen, kündigte der Außenminister Kevin Rudd an. Unter Verweis auf die Entscheidung der EU für das Ölembargo gegen den Iran, sagte Rudd: "Wir in Australien werden exakt dasselbe machen."
Unmittelbar nach dem EU-Beschluss zum Öl-Embargo gegen den Iran hatten die USA Sanktionen gegen das drittgrößte iranische Geldinstitut erlassen, die Bank Tejarat. Finanzinstitutionen mit Verbindungen zu sanktionierten Banken droht der Verlust ihres Zugangs zum US-Finanzsystem. Die Bank Tejarat sei einer der letzten Zugangsmöglichkeiten des Irans gewesen, sagte der Staatssekretär im Finanzministerium, David Cohen.
Teheran und Moskau kritisieren Sanktionen
Die Führung in Teheran warnte vor negativen Konsequenzen des Embargos, wie steigenden Rohölpreisen. Außerdem kündigte sie an, keinerlei Zugeständnisse im Atomstreit zu machen. Vize-Außenminister Abbas Araqchi fügte nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Irna hinzu: "Je mehr sie sich (die EU) in Richtung Sanktionen bewegt, desto mehr Hürden wird es bei der Beilegung des Nuklearstreits geben."
Auch Russland kritisiert das Vorgehen der Europäischen Union. "Diese einseitigen Schritte sind nicht hilfreich", kritisierte der russische Außenminister Sergej Lawrow. Es bestehe kein Anlass, über die im UN-Sicherheitsrat vereinbarte gemeinsame Linie hinauszugehen.
Die EU-Außenminister hatten am Montag neben dem Öl-Embargo auch beschlossen, die Konten der iranischen Zentralbank in Europa einzufrieren. Die "beispiellosen Sanktionen" – so Bundesaußenminister Guido Westerwelle – sollen den Iran dazu bringen, internationale Kontrollen seines umstrittenen Atomprogramms zuzulassen und damit auf Atomwaffen zu verzichten.
- Datum 24.01.2012 - 07:30 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Was bedeutet es, "die Konten der iranischen Zentralbank in Europa einzufrieren"
Geht es hier um Bares, oder darum iranische Währung in Euro oder Dollar zu konvertieren, oder um die Möglichkeit Dollar-Anleihen zu emittieren?
Was sind die praktischen Konsequenzen?
Man stelle sich vor, dass z.B. Russland sich anmaßt, Konten der Wertegemeinschaft einfach mal so einzufrieren, einfach ein Embargo zu verhängen, Personen nicht einreisen zu lassen ....Zum anderen sagte Russland, man könne darüber verhandeln, aber erst müsse die Wertegemeinschaft ihre Position, die Ursache für den Konflikt war, aufgeben. Die Ursache des Konfliktes sind Vermutungen, keine Fakten.
Und nun stelle man sich das Geschrei der Wertegemeinschaft vor. Erst dann begreift man, was sich hier abspielt bzw. abgespielt wird.
"Time to attack iran"...
...lautet die Überschrift eines Artikels, der in der aktuellen Ausgabe des "foreign affairs" abgeruckt ist. Diese Zeitschrift ist das Sprachrohr des führenden US-Thinktanks in Sachen Aussenpolitik. Damit ist klar wohin die Reise geht. Etwas ausführlicher bei bettercentury.blogspot. http://bettercentury.blog...
Äußerst schade, dass auch unsere Regierung sich nicht zu schade ist, in diese Kriegshetze einzustimmen.
So paradox es klingt: Ein mit Atomwaffen gerüsteter Iran wäre eine friedenssichernde Maßnahme in der Region.
> So paradox es klingt: Ein mit Atomwaffen
> gerüsteter Iran wäre eine
> friedenssichernde Maßnahme in der Region.
Entschuldigung, aber das nun wirklich Dummfug. Unabhängig davon, was man von den Sanktionen der EU oder der US-amerikanischen Aussenpolitik halten mag.
es gab noch nichts Vergleichbares auf der Welt, das so viel Frieden gebracht hat wie die Atombombe, sogar die abgeworfenen haben diese Entwicklung unterstützt.
Unfrieden ist zur Zeit nur dort zu erwarten, wo mindestens eine Seite keine Atombomben besitzt.
> So paradox es klingt: Ein mit Atomwaffen
> gerüsteter Iran wäre eine
> friedenssichernde Maßnahme in der Region.
Entschuldigung, aber das nun wirklich Dummfug. Unabhängig davon, was man von den Sanktionen der EU oder der US-amerikanischen Aussenpolitik halten mag.
es gab noch nichts Vergleichbares auf der Welt, das so viel Frieden gebracht hat wie die Atombombe, sogar die abgeworfenen haben diese Entwicklung unterstützt.
Unfrieden ist zur Zeit nur dort zu erwarten, wo mindestens eine Seite keine Atombomben besitzt.
Bis Juli sollen sich die EU Länder andere Öllieferanten suchen. Ob die das wirklich machen, ist die Frage. Die haben doch auch alle versprochen, weniger Schulden zu machen. Wenns hart kommt, verlangt man einfach von den Befürwortern der Sanktionen, die sollen sich um den Ersatz kümmern, und die Mehrkosten bezahlen.
> So paradox es klingt: Ein mit Atomwaffen
> gerüsteter Iran wäre eine
> friedenssichernde Maßnahme in der Region.
Entschuldigung, aber das nun wirklich Dummfug. Unabhängig davon, was man von den Sanktionen der EU oder der US-amerikanischen Aussenpolitik halten mag.
... zu vermuten, dass der Iran dann relativ sicher vor den israelisch-amerikanischen Drangsalierungen wäre. Solange der Iran keine Atomwaffe besitzt, kann man bedenkenlos mit dem Säbel rasseln, Luftangriffe androhen und sogar durchführen (wer würde Israel oder die U.S.A. hindern?), was auch immer.
Man denke an das instruktive Beispiel Nordkorea, welches sicher auch von den Iranern rezipiert wurde.
Die Atombombe, das bedeutet Autonomität, Sicherheit vor Bedrohung von Außen für den Iran; das jedenfalls viel mehr als eine Bedrohung "für die Welt".
ist viel unwahrscheinlicher als ein Krieg mit einem nicht-atomaren Iran.
... zu vermuten, dass der Iran dann relativ sicher vor den israelisch-amerikanischen Drangsalierungen wäre. Solange der Iran keine Atomwaffe besitzt, kann man bedenkenlos mit dem Säbel rasseln, Luftangriffe androhen und sogar durchführen (wer würde Israel oder die U.S.A. hindern?), was auch immer.
Man denke an das instruktive Beispiel Nordkorea, welches sicher auch von den Iranern rezipiert wurde.
Die Atombombe, das bedeutet Autonomität, Sicherheit vor Bedrohung von Außen für den Iran; das jedenfalls viel mehr als eine Bedrohung "für die Welt".
ist viel unwahrscheinlicher als ein Krieg mit einem nicht-atomaren Iran.
Entfernt, kein konstruktiver Debattenbeitrag. Die Redaktion/sh
"Die USA haben sich erfreut über die europäischen Sanktionen gegen den Iran gezeigt und selbst weitere erlassen."
Jetzt freuen sich also die Ursprungs-Sanktionierer , dass die neuen Sanktionierer auch endlich schaerfer sanktionieren.
Ein Festival von Sanktionen , Sanktionierer und Sanktionierten , ach wie herrlich.
Kann man eigentlich auch die Bild-Zeitung sanktionieren , oder das Musikantenstadl , nur so eine Idee...
"Wir werden es nicht akzeptieren, dass der Iran eine Atomwaffe erwirbt"
Sollte es nicht darum gehen dem Iran eine Eigenerzeugung zu erschweren, oder wurde mangels Beweisen dem Iran plötzlich eine neue Absicht unterstellt.
Aus meiner Sicht kann vermutlich keine Sanktion der EU einen Erwerb von Atomwaffen vermeiden.
Es fällt mir äußerst schwer eine friedliche Absicht hinter den Sanktionen zu erkennen.
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