Jahrestag "Ägypten hat noch einen langen Weg vor sich"
Zehntausende feiern auf dem Tahrir-Platz in Kairo den Beginn der Revolution vor einem Jahr. Diejenigen aber, die die Proteste damals anstießen, sind nicht dabei.
© Jeff J. Mitchell/Getty Images

Zehntausende feiern auf dem Tahrir-Platz in Kairo den ersten Jahrestag der Revolution
Endlich meint es die Sonne wieder gut mit Ägypten. Wochenlang verhangener Himmel, Nächte nahe dem Gefrierpunkt, abends zuvor sogar stundenlange Wolkenbrücke, am Jahrestag der Revolution jedoch präsentierte sich der Himmel über Kairo erstmals seit Langem wieder in strahlendem Blau. Und der himmlische Glanz färbte ab auf die Gemüter.
Fröhlich und entspannt strömten den ganzen Tag Zehntausende auf dem Tahrir-Platz, um den Beginn der Proteste gegen Hosni Mubarak vor genau einem Jahr und den späteren Rücktritt des Ewig-Pharao zu feiern. In der Mubarak-Zeit einst der "Feiertag der Polizei" ist der 25. Januar in diesem Jahr erstmals der "Feiertag der Revolution".
Gamal Abdelhamid ist von Autogrammjägern umlagert, der 53-Jährige als langjähriger Trainer des Fußball-Lokalmatadors Zamalek eine Berühmtheit in der Stadt. "Das ist der glücklichste Tag meines Lebens", sagt er. "Wir haben uns die Freiheit erkämpft, und wir werden sie nicht mehr hergeben". Endlich könne er ohne Angst sagen, was er wolle – und schüttelt weiter kräftig die Hände seiner Fans.
Alle sind sich einig: Das Militär muss abtreten
Wie er, so denken viele auf dem Tahrir-Platz und zählen die Erfolge auf: Mubarak vor Gericht, saubere Wahlen zum ersten demokratischen Parlament und nun bald ein neuer Präsident. Fliegende Händler kurven mit ihren Karren durch die Menge, beladen mit Erdnüssen, Cola, Tee und Datteln. Aus den Öfen für Süßkartoffeln ziehen dicke Rauchschwaden durch das Meer von Fahnen.
Zanab Ebrahim und Asmaa Ramdan verschnaufen ein wenig an einem Teestand, die eine mit offenem Gesicht und Wollmütze, die andere verschleiert bis auf einen Augenschlitz, die Hände mit Wollhandschuhen bedeckt. Asmaa hat die Muslimbrüder gewählt, ihre beste Freundin Zanab das "Bündnis für Ägypten", das als stärkste Fraktion des liberalen Lagers gerade mal 30 der 498 Mandate erringen konnte. "Wir unterscheiden uns in vielen Ansichten: Frauenrechte, Familie, Religion", sagen beiden. Nur in einem sind wir uns absolut einig – das Militär muss bis Ende Juni abtreten und die Macht übergeben.
- Datum 25.01.2012 - 17:34 Uhr
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- Quelle Tagesspiegel
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Entfernt. Bitte bemühen Sie sich zugunsten eines konstruktiven Diskussionsverlaufes um einen sachlich argumentierten Beitrag. Danke, die Redaktion/lv
Aufgrund einer massiven, quasi panikhaften Kapitalflucht, den einbrechenden Touristenzahlen und den daraus resultierenden dramatisch abschmelzenden Devisenreserven, inclusive einer galoppierenden Inflation besonders bei den Lebensmitteln, droht dem Land nun schlimmstenfalls eine echte Hungersnot, da die Hälfte aller (Grund-)nahrungsmittel und auch die Brennstoffe zum Kochen und Heizen aus dem Ausland importiert werden müssen. Und ohne Devisen geht das halt nicht. Daher hier ein paar Realitäten jenseits der "Jetzt_wird_alles_gut"-Rosarotbrille:
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LINK: http://www.atimes.com/ati...
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Wer sich die Wirtschaftsdaten Agyptens anschaut, der kommt schnell zu dem Schluß, daß dem Land ein Desaster bevorsteht.
Hohe Schulden, hohes Defizit, negatives Wachstum und eine miese Bonität (Fitch: BB-).
Abwarten wer dann als die Schuldigen ausgerufen werden.
Einer weitere "Demokratisierung" des Landes wird das jedenfalls nicht förderlich sein.
Wer sich die Wirtschaftsdaten Agyptens anschaut, der kommt schnell zu dem Schluß, daß dem Land ein Desaster bevorsteht.
Hohe Schulden, hohes Defizit, negatives Wachstum und eine miese Bonität (Fitch: BB-).
Abwarten wer dann als die Schuldigen ausgerufen werden.
Einer weitere "Demokratisierung" des Landes wird das jedenfalls nicht förderlich sein.
Hier auch noch ein interessanter Artikel aus der New York Times: http://www.nytimes.com/20...
Wer sich die Wirtschaftsdaten Agyptens anschaut, der kommt schnell zu dem Schluß, daß dem Land ein Desaster bevorsteht.
Hohe Schulden, hohes Defizit, negatives Wachstum und eine miese Bonität (Fitch: BB-).
Abwarten wer dann als die Schuldigen ausgerufen werden.
Einer weitere "Demokratisierung" des Landes wird das jedenfalls nicht förderlich sein.
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