Israel und Palästina Anlauf für Nahost-Friedensverhandlungen gescheitert

Israelis und Palästinenser werden vorerst keine neuen Friedensverhandlungen aufnehmen. Ein letztes Treffen auf Druck des Nahost-Quartetts ging ohne Ergebnis zu Ende.

Mahmud Abbas und Benjamin Netanjahu während der letzten direkten Nahost-Friedensgespräche in Washington im Jahr 2010 (01.09.2010).

Mahmud Abbas und Benjamin Netanjahu während der letzten direkten Nahost-Friedensgespräche in Washington im Jahr 2010 (01.09.2010).

Die Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern haben sich vorerst zerschlagen. Ein letztes Treffen zwischen den Unterhändlern beider Seiten in Jordanien habe keinen Durchbruch erzielt, meldete der israelische Rundfunk. Der jordanische Außenminister Nasser Dschude sagte, es werde nun erst einmal eine einwöchige Pause geben. In dieser Zeit wolle man die Ergebnisse der Anfang Januar begonnenen Gespräche auswerten.

"Die Israelis haben nichts Neues in dieses Treffen eingebracht", sagte ein Vertreter der Palästinenser. "Wir werden jetzt unsere Möglichkeiten prüfen und uns mit unseren Brüdern in der Arabischen Liga am 4. Februar beraten."

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An diesem Donnerstag endet eine dreimonatige Frist, die das Nahost-Quartett aus USA, Russland, Vereinten Nationen und EU den Palästinensern und Israelis gesetzt hatte. Während der Vorgespräche sollten beide Seiten Vorschläge für den Verlauf von Grenzen sowie Sicherheitsregelungen machen. Es waren die ersten direkten Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern seit September 2010.

EU und UN wollen sich um Annäherung bemühen

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton will am Donnerstag mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammentreffen. Sie rief beide Seiten dazu auf, ihre Friedensgespräche wieder aufzunehmen. Nur so sei die beabsichtigte Zwei-Staaten-Lösung zu verwirklichen, sagte sie bei einem Besuch im Gazastreifen. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will sich kommende Woche bei einem Besuch in der Region um eine Annäherung bemühen.

Abbas hatte zuletzt im Interview mit der ZEIT noch für eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern geworben. Diese sind seit Ende 2010 unterbrochen. Damals hatte sich Israel geweigert, einen Baustopp jüdischer Siedlungen im besetzten Westjordanland zu verlängern. Die Palästinenser wollen nicht weiter verhandeln, so lange Israel Siedlungen auf Gebieten errichtet, auf denen sie ihren eigenen Staat gründen wollen. Israel fordert dagegen Gespräche ohne Vorbedingungen.

 
Leser-Kommentare
  1. Es ist doch blauäugig anzunehmen, dass sich die Parteien jemals werden einigen können.
    Wenn sich zwei Parteien nicht einigen können, was tut man da ?
    Man kann dann nur zu einem dritten ( in diesem Fall vielleicht denm Sicherheitsrat der UNO ) gehen ,der die Macht hat eine einsame Entscheidung zu fällen und diese auch unter Androhung von Gewalt durchzusetzen.
    Dann sind beide Parteien unzufrieden , können gegenüber ihrer Klientel aber auf ihre Machtlosigkeit verweisen, auf die Imperialisten schimpfen, ihre Hände waschen und brauchen keine Angst zu haben, von ihren Anhängern gesteinigt zu werden.
    Im Sicherheitsrat müsste eine Art Konklave eingerichtet werden, die erst bei Einigung aufgehoben wird.
    Hat jemand eine bessere durchführbare Idee ?

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    Die Amis unterstützen bedingungslos Israel. Israel wäre schon mehr als 750 mal im UNO Sicherheitsrat verurteilt aber die USA hat es immer verhindert (Veto Recht). "Die USA ist unter der totalen Kontrolle Israels". Ariel Sharon

    sondern es verhandelt die Besatzungsmacht mit den Besetzten.
    Wie ein Gefängsniswärter mit dem Gefangenen.
    Und die Besatzungsmacht hat das erklärte Ziel und arbeitet
    täglich daran, das Land der Besetzten in Besitz zu nehmen.
    Was soll dabei herauskommen?
    Die Netanyahu/Lieberman-Regierung betrachtet das West-Jordanland als Teil des "heiligen" Israel, ihr Ziel ist es, dieses Land für Israel in Besitz zu nehmen.
    Daran arbeiten sie bewusst, planmäßig jeden Tag.
    Das Land der Palästinenser wird immer kleiner durch die
    neuen "araberreinen" Städte und Dörfer (Siedlungen genannt).
    Die Palästinenser haben dem nichts entgegenzusetzen, sie
    haben keinerlei Macht.
    Was sollten Verhandlungen also bringen, ausser Zeitgewinn
    für die israelische Annektion? Aber selbst das braucht Israel nicht mehr...

    Die Amis unterstützen bedingungslos Israel. Israel wäre schon mehr als 750 mal im UNO Sicherheitsrat verurteilt aber die USA hat es immer verhindert (Veto Recht). "Die USA ist unter der totalen Kontrolle Israels". Ariel Sharon

    sondern es verhandelt die Besatzungsmacht mit den Besetzten.
    Wie ein Gefängsniswärter mit dem Gefangenen.
    Und die Besatzungsmacht hat das erklärte Ziel und arbeitet
    täglich daran, das Land der Besetzten in Besitz zu nehmen.
    Was soll dabei herauskommen?
    Die Netanyahu/Lieberman-Regierung betrachtet das West-Jordanland als Teil des "heiligen" Israel, ihr Ziel ist es, dieses Land für Israel in Besitz zu nehmen.
    Daran arbeiten sie bewusst, planmäßig jeden Tag.
    Das Land der Palästinenser wird immer kleiner durch die
    neuen "araberreinen" Städte und Dörfer (Siedlungen genannt).
    Die Palästinenser haben dem nichts entgegenzusetzen, sie
    haben keinerlei Macht.
    Was sollten Verhandlungen also bringen, ausser Zeitgewinn
    für die israelische Annektion? Aber selbst das braucht Israel nicht mehr...

  2. und zwar mit allem bis Sie sich endlich einigen und ein dauerhafter Frieden herrscht.
    Sowohl Israel als auch Palästina sind davon abhängig.
    Aber ich denke ,Israel hat zu viele gute reiche Freunde in der Welt,wie sonst könnte das ganze Kriegstreiben finanziert werden...

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    “Wie wäre es mit einem Lieferboykot für Beide?
    und zwar mit allem bis Sie sich endlich einigen und ein dauerhafter Frieden herrscht.
    Sowohl Israel als auch Palästina sind davon abhängig.“
    Ich fürchte ein solcher Boycott würde nur die politische Rechte auf der Israelischen Seite in der Ansicht bestärken daß man sich nur auf sich selber verlassen kann und alle gegen uns sind. Auf der Palästinensischen Seite würden die gemäßigten Kräfte geschwächt werden.
    Falls Sie in dem Irrglauben leben Israel wäre ein Agrarstaat mit Avokados, Baumwolle, Blumen, Datteln und Milchkühen und das er nur von aussen abhängig ist und nicht umgekehrt – hier etwas Stoff zum Nachdenken.
    Israel ist eine von acht Nationen die in der Lage sind Satelliten ins Orbit zu bringen.Die Technologie die NASA nutzt um Bilder vom Mars zu übertragen wurde von zwei Israelis entwickelt.
    Das einzige Entwicklungszentrum welches Microsoft ausserhalb der USA betreibt sitzt in Israel. Auch Motorola unterhält hier ein Entwicklungszentrum – es ist sein grösstes.
    Nach der USA und Kanada hat Israel die größte Zahl von Hi-tech Firmen die an der NASDAQ gehandelt werden.
    Kann also sein daß Sie ihrerseits bereit sein müßten zumindest auf einige elektronische Gadgets und vielleicht auch auf einige medizinische Geräte zu verzichten.

    “Wie wäre es mit einem Lieferboykot für Beide?
    und zwar mit allem bis Sie sich endlich einigen und ein dauerhafter Frieden herrscht.
    Sowohl Israel als auch Palästina sind davon abhängig.“
    Ich fürchte ein solcher Boycott würde nur die politische Rechte auf der Israelischen Seite in der Ansicht bestärken daß man sich nur auf sich selber verlassen kann und alle gegen uns sind. Auf der Palästinensischen Seite würden die gemäßigten Kräfte geschwächt werden.
    Falls Sie in dem Irrglauben leben Israel wäre ein Agrarstaat mit Avokados, Baumwolle, Blumen, Datteln und Milchkühen und das er nur von aussen abhängig ist und nicht umgekehrt – hier etwas Stoff zum Nachdenken.
    Israel ist eine von acht Nationen die in der Lage sind Satelliten ins Orbit zu bringen.Die Technologie die NASA nutzt um Bilder vom Mars zu übertragen wurde von zwei Israelis entwickelt.
    Das einzige Entwicklungszentrum welches Microsoft ausserhalb der USA betreibt sitzt in Israel. Auch Motorola unterhält hier ein Entwicklungszentrum – es ist sein grösstes.
    Nach der USA und Kanada hat Israel die größte Zahl von Hi-tech Firmen die an der NASDAQ gehandelt werden.
    Kann also sein daß Sie ihrerseits bereit sein müßten zumindest auf einige elektronische Gadgets und vielleicht auch auf einige medizinische Geräte zu verzichten.

  3. die eine Seite die andere tot haben möchte? Alle Verhandlungsangebote der Palästinenser sind meiner Meinung nach nur dazu da um im Westen als moralischer Sieger dazustehen.
    Die von den Palästinensern demokratisch gewählte Hamas hat in Artikel 7 ihrer Charta die Absicht alle Juden zu töten festgeschrieben. Der oberste geistige Führer der Fatah hat erst zur Tötung aller Juden aufgerufen.

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    • Jamuro
    • 26.01.2012 um 13:50 Uhr

    nicht will?

    Wer will denn nicht? Wer versucht seit zig Jahren ständig einen Popasamz aufzubauen und sich als alleiniges Opfer zu stilisieren? Richtig: Israel, oder besser gesagt das vorherrschende politische Israel.
    Natürlich gibt es auch genügend palästinensische Knallköpfe, aber so wie das ständig versucht wird darzustellen mit Israel in der alleinigen und ausschließlichen Opferrolle, so geht das halt nicht.

    Schauen Sie sich Grenzverlauf und Siedlungsentwicklung von 1948 bis 2011 an und Sie werden sehen, wer hier das eigentliche Friedenshindernis ist.
    Was übrigens zum Missfallen mancher Politoffizieller auch von israelischen Friedensinitiativen zu 100% geteilt wird.
    Es gibt sie nämlich, die israelischen Friedensbemühten, wie es sie auch auf palästinensischer Seite gibt.

    Ständig Menschen Land, Haus und Besitz staatlich sanktioniert zu rauben nur weil man über eine aberwitzig hochgerüstete Militärmacht verfügt, ist nicht gerade eine friedensstiftende Maßnahme. Und mir ist nicht bekannt dass es eine Vielzahl von militärisch gesicherten palästinensischen Siedlungsposten im israelischen Kernland gibt. Oder habe ich einfach nur etwas nicht mitgekriegt?

    • Jamuro
    • 26.01.2012 um 13:50 Uhr

    nicht will?

    Wer will denn nicht? Wer versucht seit zig Jahren ständig einen Popasamz aufzubauen und sich als alleiniges Opfer zu stilisieren? Richtig: Israel, oder besser gesagt das vorherrschende politische Israel.
    Natürlich gibt es auch genügend palästinensische Knallköpfe, aber so wie das ständig versucht wird darzustellen mit Israel in der alleinigen und ausschließlichen Opferrolle, so geht das halt nicht.

    Schauen Sie sich Grenzverlauf und Siedlungsentwicklung von 1948 bis 2011 an und Sie werden sehen, wer hier das eigentliche Friedenshindernis ist.
    Was übrigens zum Missfallen mancher Politoffizieller auch von israelischen Friedensinitiativen zu 100% geteilt wird.
    Es gibt sie nämlich, die israelischen Friedensbemühten, wie es sie auch auf palästinensischer Seite gibt.

    Ständig Menschen Land, Haus und Besitz staatlich sanktioniert zu rauben nur weil man über eine aberwitzig hochgerüstete Militärmacht verfügt, ist nicht gerade eine friedensstiftende Maßnahme. Und mir ist nicht bekannt dass es eine Vielzahl von militärisch gesicherten palästinensischen Siedlungsposten im israelischen Kernland gibt. Oder habe ich einfach nur etwas nicht mitgekriegt?

    • zd
    • 26.01.2012 um 10:43 Uhr

    abas will, dass die israelis noch vor den verhandlungen die grenzen von einem "zukuenftigen palaestinenserstaat" festlegen. sollte das nicht das thema der verhandlungen sein. wenn die israelis alle palaestinensische vorderngen noch vor den verhandlungen erfuellen muessen, wieso dann ueberhaupt verhandeln???

    das dumme ist, dass die europaer nicht hoeren wollen, was abas auf arabisch sagt, naehmlich dass er nicht bereit ist einen juedisch staat anzuerkennen... wie gesagt, nicht nur die hamas will palaestina ohne juden, sondern auch die "gemaessigte" fatah von abas. der unterschied liegt darin, dass fatah erst einen staat wollen und erst dann alle juden vertreiben, waehrend die hamas erst die juden vertreiben und dann den staat haben wollen. das alles kann man woertlich sowohl bei hamas, als auch bei fatah nachlesen.

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    Das heißt dann wohl,dass alle Beteiligten noch immer nicht genug gelitten haben und weiter leiden müssen.
    Mir soll's recht sein.
    Leid tun mir eigentlich nur die Kinder.

    Das heißt dann wohl,dass alle Beteiligten noch immer nicht genug gelitten haben und weiter leiden müssen.
    Mir soll's recht sein.
    Leid tun mir eigentlich nur die Kinder.

  4. Friedensverhandlungen.... Diese sind seit Ende 2010 unterbrochen. Damals hatte sich Israel geweigert, einen Baustopp jüdischer Siedlungen im besetzten Westjordanland zu verlängern... Israel fordert dagegen Gespräche ohne Vorbedingungen.

    Jeder neutrale Betrachter der ganzen Sache kann klar erkennen wo das Problem liegt. Aber Zionisten und radikal Christen unter uns, die festgestellet haben, daß die Gott im Bibel das heilige Land den Juden versprochen hat, werden sich über die "Hamas Terroristen" und Kassam Raketen beschweren, die auf das arme Israel alle paar Jahre abgefeuert werden...

    10 Leser-Empfehlungen
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    dass sich islamische und kommunistische Staaten in der Vergangenheit zusammengeschlossen haben um zusammen genug Stimmen für ihre individuellen Ziele gegen Israel bzw. die USA zu erhalten. Man bildete quasi eine Koalition gegen den Westen.

    dass sich islamische und kommunistische Staaten in der Vergangenheit zusammengeschlossen haben um zusammen genug Stimmen für ihre individuellen Ziele gegen Israel bzw. die USA zu erhalten. Man bildete quasi eine Koalition gegen den Westen.

  5. Die Amis unterstützen bedingungslos Israel. Israel wäre schon mehr als 750 mal im UNO Sicherheitsrat verurteilt aber die USA hat es immer verhindert (Veto Recht). "Die USA ist unter der totalen Kontrolle Israels". Ariel Sharon

    Antwort auf "Einigung"
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    ist die Unterstützung wohl nicht mehr..., aber das ist ein anderes Thema:
    http://www.schattenblick....

    ist die Unterstützung wohl nicht mehr..., aber das ist ein anderes Thema:
    http://www.schattenblick....

  6. dass sich islamische und kommunistische Staaten in der Vergangenheit zusammengeschlossen haben um zusammen genug Stimmen für ihre individuellen Ziele gegen Israel bzw. die USA zu erhalten. Man bildete quasi eine Koalition gegen den Westen.

    • qotsa
    • 26.01.2012 um 11:12 Uhr

    Eine Möglichkeit wäre sicherlich mit sofortiger Sanktionen gegen Israel zu verhängen. Im ersten Schritt Einstellung aller Hilfszahlungen und Militärhilfen, zweiter Schritt Einstellung des Handels.

    Wir tuen uns immer so leicht, Danktionen gegen arabische Länder zu verhängen wie z.B. Syrien oder den Iran. Wäre das Völker- oder Menschenrecht hierfür ausschlaggebend, hätten wir schon vor langer Zeit alle Handelsbeziehungen mit Israel eingestellt.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP
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  • Schlagworte Nahost | Israel | Palästina | Frieden
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