US-Republikaner: Gingrich gewinnt Vorwahl in South Carolina
Der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, hat die Vorwahl der Republikaner in South Carolina deutlich gewonnen. Favorit Romney wurde Zweiter.
© T.J. Kirkpatrick/Getty Images

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Newt Gingrich in Columbia, South Carolina
Durch einen überraschenden Sieg von Newt Gingrich bei der US-Vorwahl in South Carolina ist das Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur wieder völlig offen. Der einstige Sprecher des Repräsentantenhauses gewann bei der parteiinternen Abstimmung klar gegen den Favoriten Mitt Romney. Gingrich kam nach Auszählung aller Stimmen auf 40,4 Prozent, während der Ex-Gouverneur von Massachusetts 27,8 Prozent erzielte. Der ehemalige Senator aus Pennsylvania, Rick Santorum, wurde mit 17 Prozent Dritter. Der Kongressabgeordnete Ron Paul erhielt 13 Prozent.
- Romney
Nach letzten Umfragen hat der frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney (64), die größten Chancen, Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden. Im vergangenen Wahlkampf hatte Romney bereits kandidiert, aber gegen John McCain verloren. Der Geschäftsmann und Millionär ist ökonomisch kompetent und eher liberal eingestellt. Allerdings gilt er in auch unter Republikanern als Wendehals. Davon zeugen seine geänderten Meinungen zum Abtreibungsrecht und der Homo-Ehe oder auch die zuerst geforderte und jetzt kritisierte Verpflichtung zur Krankenversicherung. Konservativen Christen ist Romney suspekt, weil er Mormone ist.
- Gingrich
Dem ehemaligen Kongressabgeordneten und Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich (68), werden gute Chancen gegen Romney eingeräumt. In den 1990er Jahren war Gingrich erfolgreicher Gegenspieler der Linken. Die US-Grenze zu Mexiko will der Historiker von Drohnen und Zehntausenden Soldaten überwachen lassen. In Afghanistan sollen die Soldaten länger bleiben und härter vorgehen. Es wird spekuliert, dass Gingrich die Republikaner anspricht, die Romney nicht als rechts genug empfinden. Seine mittlerweile dritte Ehe könnte ihn im Wahlkampf belasten.
- Paul
Der libertäre Kongressabgeordnete Ron Paul (76) ist der Älteste der Bewerber. Besonders junge Republikaner sind Anhänger des Frauenarztes aus Texas. Seine Positionen sind der Mitte zu radikal: Er will den Staat auf das Allernötigste reduzieren. Der Wohlfahrtsstaat sowie die US-Notenbank sollen abgeschafft werden und die USA aus den Vereinten Nationen austreten. Alle US-Truppen sollen nach Hause kommen und die Entwicklungshilfe eingefroren werden, um den Staatshaushalt zu entlasten. Viele Sicherheitsmaßnahmen gegen den Terrorismus lehnt er ebenfalls ab. Der Staat soll die Freiheiten der Bürger nicht beschränken.
- Santorum
Der ehemalige Senator Rick Santorum (53) aus Pennsylvania bringt sich als christlicher Streiter gegen die Homo-Ehe und Abtreibungen ein. Santorum hat nach seiner gescheiterten Wiederwahl 2006 unter anderem als Kommentator für den konservativen Sender Fox News gearbeitet. Er hat anfangs nicht viele Chancen zugesprochen bekommen, zuletzt aber in den Umfragen an Zustimmung gewonnen. Nun wirbt er in Konkurrenz mit Bachmann um die Gunst der Tea-Party-Bewegung.
Noch vor wenigen Tagen hatten Meinungsforscher Gingrich abgeschlagen auf dem zweiten Platz gesehen. Die Vorwahl in dem Südstaat war daher von Experten bereits als Vorentscheidung für das gesamte Rennen um die Nominierung des Herausforderers von Präsident Barack Obama erachtet worden. Romney räumte seine Niederlage schon kurz nach Schließung der Wahllokale ein: "Dies ist ein harter Kampf. Wir müssen noch einen weiten Weg gehen", sagte er.
South Carolina schickt 25 Delegierte zum Nominierungsparteitag der Partei im August, wo insgesamt 1.144 Stimmen für eine Nominierung zum Gegenkandidaten von Obama erforderlich sind. Seit 1980 konnte sich jedoch bislang jeder Gewinner der republikanischen Vorwahlen in South Carolina letztendlich die Präsidentschaftskandidatur sichern.
Die nächste Vorwahl wird am 31. Januar in Florida abgehalten. Die Republikaner nominieren ihren Präsidentschaftskandidaten offiziell Ende August auf einem nationalen Parteitag, die eigentliche Präsidentenwahl findet Anfang November statt. In Florida liegt Romney in den Umfragen deutlich in Führung.







Zwei Jahre lang blockiert die Tea-Party-Fraktion jedliche Steuergesetzgebung, denn das Erhöhen oder gar das Erheben von Steuern ist unnatürlich und muss bekämpft werden.
Kommt dann einer und zahlt nur reichlich 15% auf sein Einkommen (Romney, da fast nur Kapitaleinkünfte), da wird er als unwählbar bezeichnet.
Herr, schmeiß Logik vom Himmel, mein Hirn versteht's nicht mehr.
Entfernt. Bitte tragen Sie sachlich und konstruktiv zur Diskussion bei. Die Redaktion/mak
...
Weder Ron noch Randy Paul hatten dem Wehrétat zugestimmt, was Ron in SC Stimmen kostete. Ron wendete sich zudem gegen eine
anthropologisch tiefsitzende Katholikenstruktur von Newt, welche in SC weit verbreitet ist :
"and love God with the deepest love of which we are capable"(SAPIENTIAE CHRISTIANAE,ON CHRISTIANS AS CITIZENS, ENCYCLICAL OF POPE LEO XIII JANUARY 10, 1890) im Gegensatz zu "§ 654. Policy concerning homosexuality in the armed forces"(
http://www.law.cornell.ed...
).
http://thomas.loc.gov/cgi...
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren