Syrien Assads Armee erobert Vororte von Damaskus zurück
Die syrische Armee geht gegen die Oppositionellen vor Damaskus vor. Regimegegner sprechen von den härtesten Kämpfen seit Beginn der Aufstände.
Syrische Regierungstruppen haben von Rebellen kontrollierte Außenbezirke von Damaskus zurückerobert. Die Freie Syrische Armee habe sich aus taktischen Gründen zurückgezogen, sagte ein Oppositioneller. Einem Aktivisten zufolge hätten die Truppen von Präsident Baschar al-Assad die Vororte der Hauptstadt besetzt, gingen von Haus zu Haus und nähmen Menschen fest.
Unbeeindruckt vom internationalen Ringen um ein Ende der Gewalt in Syrien verschärft die Regierung ihren Kampf gegen die Aufständischen. Nur einen Tag nach dem Stopp des arabischen Beobachter-Einsatzes hatte Assad am Sonntag Hunderte Soldaten in die Außenbezirke der Hauptstadt geschickt.
Bei dem Einmarsch mit etwa 50 Panzern seien mindestens 19 Zivilisten getötet worden, sagten Regierungsgegner. Der Nachrichtensender CNN schreibt, dass Oppositionellen zufolge mindestens 64 Menschen starben. Unter Berufung auf Aktivisten schreibt die BBC, dass es in den zwei Tagen zu den schwersten Kämpfen seit Beginn der Revolution vor zehn Monaten gekommen sei.
Anschlag auf Erdgas-Pipeline
In Hirak in der südlichen Provinz Daraa griffen nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London desertierte Soldaten einen Kleintransporter an, in dem Sicherheitskräfte der Regierung saßen. Sämtliche Insassen seien getötet worden, hieß es. Daraufhin seien zwei Panzer in die Stadt Hirak gerollt und hätten dort das Feuer auf Zivilisten eröffnet. Dabei seien drei Menschen getötet worden.
In der zentralsyrischen Provinz Homs wurde laut einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana ein Sabotageakt auf die Gas-Pipeline zwischen Homs und Banias verübt. Dabei seien 460.000 Kubikmeter Gas entwichen. Seit dem Beginn der Protestwelle gegen Präsident Assad im März 2011 wurden bereits wiederholt auch Netzwerke für Energieversorgung angegriffen.
Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) stellte sich unterdessen hinter den Plan der Arabischen Liga für eine Lösung des innenpolitischen Konflikts in Syrien. OIC-Generalsekretär Ekmeleddin Ihsanoğlu forderte den UN-Sicherheitsrat auf, den Schutz der Zivilisten in Syrien zu gewährleisten. Täglich gebe es "Dutzende Opfer unter den Zivilisten", dazu könne die Weltgemeinschaft "nicht länger schweigen", sagte Ihsanoğlu.
Eine gemeinsame Reaktion der UN ist noch weit entfernt
Die Arabische Liga hatte den Einsatz ihrer Beobachter zuvor unterbrochen. Die Lage in dem Land habe sich dramatisch verschlechtert, begründete der Staatenbund die Entscheidung. Am 5. Februar werden die Außenminister der Liga zusammenkommen, um ihr Vorgehen weiter zu verhandeln.
Auch der UN-Sicherheitsrat hat sich bisher noch nicht auf eine gemeinsame Maßnahme gegen die Gewalt in Syrien geeinigt. Weil sich die UN-Vetomächte Russland und China gegen eine Resolution stellen, ist eine gemeinsame Reaktion der Vereinten Nationen derzeit unwahrscheinlich. Russland gehört zu den wenigen Staaten, die Assad noch unterstützen, es liefert unter anderem Waffen für die syrische Armee. Die russische Regierung hat Assad zwar zu einem Ende der Gewalt aufgefordert. Sie sieht aber auch im Handeln der Opposition eine wesentliche Ursache für die Gewalteskalation im Land.
- Datum 30.01.2012 - 08:05 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
- Kommentare 8
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Die UN wird von Russland und China blockiert?
Auch den "Europäern", bzw. dem "Vermittler" Türkei und der "Arabischen Liga" fällt, außer Lippenbekenntnissen nicht viel ein.
Die "Mängel" in der Information Politik lassen es zur Zeit nicht zu zu eine genaue Beschreibung der tatsächlichen Lage in Syrien zu bewerten.
Syrien ist ein Souveräner Staat. Man sollte es dem Syrischen Volk überlassen vernünftige Lösungen zu Finden.
Dieser Artikel wimmelt nur so vor unklaren Begriffen:
Da ist einerseits von einer "Freien syrischen Armee" die Rede. Diese liefert sich Kämpfe mit der regulären Armee und hat offenbar gerade Terrain verloren. Die dabei getöteten Kämpfer sind dann aber plötzlich wieder Zivilisten.
Das impliziert, böse Armee tötet unschuldige Zivilisten - obwohl real das Gewaltmonopol des Staates gegen bewaffnete Banden durchgesetzt wurde.
Außerdem findet in Syrien keine Revolution statt, sondern allenfalls eine Revolte. Sie hat außerhalb bestimmter Regionen keine wirkliche Massenbasis, da die Bevölkerungsmehrheit offenbar das Chaos mehr scheut als eine Fortführung der Assadregierung. Jedenfalls sind auf allen Medien außerhalb des westlichen Mainstreams immer wieder riesige Pro-Assad-Kundgebungen zu sehen.
Des weiteren stemmen sich Russland und China nicht allgemein gegen eine UN-Resolution gegen die Gewalt in Syrien. Sie stemmen sich nur gegen die einseitige Schuldzuschreibung an die Assad-Regierung, die der Westen betreibt. Und sie stemmen sich gegen jede Resolution, die nach libyschem Vorbild als Eintrittskarte zum nächsten NATO-Überfall missbraucht werden könnte.
Eine ausgewogener russischer Resolutionsentwurf, der sowohl Regierung als auch Aufständische zum Gewaltverzicht verpflichten wollte, wurde hingegen vom Westen abgelehnt.
Ich bin jedenfalls den besonnenen Mächten im UNSR dankbar dafür, dass sie den nächsten Krieg in Arabien (noch?) verhindern.
"Die dabei getöteten Kämpfer sind dann aber plötzlich wieder Zivilisten."
Im Text steht, dass mindestens 64 Menschen starben und davon 19 Zivilisten waren, die wahrscheinlich zwischen die Fronten gerieten.
"außerhalb des westlichen Mainstreams immer wieder riesige Pro-Assad-Kundgebungen zu sehen."
Das impliziert, dass nur Russland und vlt. China anders berichten. Und das sollte sie wundern? Russland hat ja den Hauptnutzen, wenn Assad an der Macht bleibt.
"Sie stemmen sich nur gegen die einseitige Schuldzuschreibung an die Assad-Regierung, die der Westen betreibt. "
Nein nach eigenen Angaben wollen sie keine Militärische Intervention riskieren und nicht den Abtritt Assads.
Dass der Bericht einseitig ist, ist da schon vorprogrammiert.
"Ich bin jedenfalls den besonnenen Mächten im UNSR dankbar dafür, dass sie den nächsten Krieg in Arabien (noch?) verhindern."
Können sie nicht, denn es gibt immer Mittel und Wege. Außerdem herrscht dort schon Krieg, es macht es auch nicht besser wenn wir nicht beteiligt sind.
"Die dabei getöteten Kämpfer sind dann aber plötzlich wieder Zivilisten."
Im Text steht, dass mindestens 64 Menschen starben und davon 19 Zivilisten waren, die wahrscheinlich zwischen die Fronten gerieten.
"außerhalb des westlichen Mainstreams immer wieder riesige Pro-Assad-Kundgebungen zu sehen."
Das impliziert, dass nur Russland und vlt. China anders berichten. Und das sollte sie wundern? Russland hat ja den Hauptnutzen, wenn Assad an der Macht bleibt.
"Sie stemmen sich nur gegen die einseitige Schuldzuschreibung an die Assad-Regierung, die der Westen betreibt. "
Nein nach eigenen Angaben wollen sie keine Militärische Intervention riskieren und nicht den Abtritt Assads.
Dass der Bericht einseitig ist, ist da schon vorprogrammiert.
"Ich bin jedenfalls den besonnenen Mächten im UNSR dankbar dafür, dass sie den nächsten Krieg in Arabien (noch?) verhindern."
Können sie nicht, denn es gibt immer Mittel und Wege. Außerdem herrscht dort schon Krieg, es macht es auch nicht besser wenn wir nicht beteiligt sind.
"Die dabei getöteten Kämpfer sind dann aber plötzlich wieder Zivilisten."
Im Text steht, dass mindestens 64 Menschen starben und davon 19 Zivilisten waren, die wahrscheinlich zwischen die Fronten gerieten.
"außerhalb des westlichen Mainstreams immer wieder riesige Pro-Assad-Kundgebungen zu sehen."
Das impliziert, dass nur Russland und vlt. China anders berichten. Und das sollte sie wundern? Russland hat ja den Hauptnutzen, wenn Assad an der Macht bleibt.
"Sie stemmen sich nur gegen die einseitige Schuldzuschreibung an die Assad-Regierung, die der Westen betreibt. "
Nein nach eigenen Angaben wollen sie keine Militärische Intervention riskieren und nicht den Abtritt Assads.
Dass der Bericht einseitig ist, ist da schon vorprogrammiert.
"Ich bin jedenfalls den besonnenen Mächten im UNSR dankbar dafür, dass sie den nächsten Krieg in Arabien (noch?) verhindern."
Können sie nicht, denn es gibt immer Mittel und Wege. Außerdem herrscht dort schon Krieg, es macht es auch nicht besser wenn wir nicht beteiligt sind.
Libyen hat Öl, da wurden die Freiheitskämpfer ganz schnell unterstützt.
Irak hat Öl, da wurde von den USA sogar vor der UN gelogen, dass sich die Balken bogen - man brauchte eben unbedingt einen Kriegsgrund.
Tunesien und Ägypten - da haben es die Freiheitskämpfer selbst geschafft. Okay, im Fall Ägypten hält der Westen jetzt dem Militär die Hand, da es "zu gefährlich" ist, dem Volk echte Demokratie zu geben.
Syrien hat leider kein Öl und die "Stabilität" im Nahen Osten war mit Assad immer gewährleistet. Es gibt also keinen Grund für den ach so freiheitlichen Westen, sich hier für "Demokratie und Menschenrechte" zu engagieren.
Tja, liebe Syrer. Ihr müsst das leider irgendwie alleine schaffen.
(Manchmal ist Politik so widerlich, man möchteoft kotzen)
"Syrien hat leider kein Öl und die "Stabilität" im Nahen Osten war mit Assad immer gewährleistet. Es gibt also keinen Grund für den ach so freiheitlichen Westen, sich hier für "Demokratie und Menschenrechte" zu engagieren."
Syrien hat nicht genügend Öl, dass es sich lohnt würde dafür einen Krieg zu führen. Nichtsdestotrotz die Stabilität in Syrien ist durch eine stabile, isreal-feindliche und pro-russische Politik geprägt. Ein Wechsel der Machthaber zu einem Pro-USA("Westen")-Politik würde fast den kompletten nahen Osten pro-westlich bzw pro-israelisch machen. Es würde fast nur noch Iran fehlen, die restlichen Staaten wären dann fast egal.
"Tja, liebe Syrer. Ihr müsst das leider irgendwie alleine schaffen.
(Manchmal ist Politik so widerlich, man möchteoft kotzen)"
Weil es besser ist, wenn jemandem die Demokratie gebracht wird oder wie? Der einzig wahre Weg ist doch, wenn ein Volk sich die Demokratie erkämpft. Ich glaube, dass die Ägypter, wenn diese sich zu einer Demokratie wandeln, die Demokratie deutlich höher bewerten werden, als die Lybier, die möglicherweise die Bomben der Nato mit Demokratie verbinden.
Das bedeutet für mich nicht, dass ich den Bürgerkrieg in Syrien bevorzuge. Der Weg in Ägypten und Thunesien ist deutlich besser, jedoch sollte das Ziel sein, dass beide Seiten aufhören zu kämpfen und nicht, dass Assad seine Armee und Polizei frei abschlachten lassen soll.
"Syrien hat leider kein Öl und die "Stabilität" im Nahen Osten war mit Assad immer gewährleistet. Es gibt also keinen Grund für den ach so freiheitlichen Westen, sich hier für "Demokratie und Menschenrechte" zu engagieren."
Syrien hat nicht genügend Öl, dass es sich lohnt würde dafür einen Krieg zu führen. Nichtsdestotrotz die Stabilität in Syrien ist durch eine stabile, isreal-feindliche und pro-russische Politik geprägt. Ein Wechsel der Machthaber zu einem Pro-USA("Westen")-Politik würde fast den kompletten nahen Osten pro-westlich bzw pro-israelisch machen. Es würde fast nur noch Iran fehlen, die restlichen Staaten wären dann fast egal.
"Tja, liebe Syrer. Ihr müsst das leider irgendwie alleine schaffen.
(Manchmal ist Politik so widerlich, man möchteoft kotzen)"
Weil es besser ist, wenn jemandem die Demokratie gebracht wird oder wie? Der einzig wahre Weg ist doch, wenn ein Volk sich die Demokratie erkämpft. Ich glaube, dass die Ägypter, wenn diese sich zu einer Demokratie wandeln, die Demokratie deutlich höher bewerten werden, als die Lybier, die möglicherweise die Bomben der Nato mit Demokratie verbinden.
Das bedeutet für mich nicht, dass ich den Bürgerkrieg in Syrien bevorzuge. Der Weg in Ägypten und Thunesien ist deutlich besser, jedoch sollte das Ziel sein, dass beide Seiten aufhören zu kämpfen und nicht, dass Assad seine Armee und Polizei frei abschlachten lassen soll.
So schnell werden aus friedlichen demonstranten (noch vor wenigen wochen) eine "freie syrische armee" wo es vor "freiheitskämpfern" nur so wimmelt. Man muss doch eigentlich, als durchschnittssyrer nur nach libyen schauen und sich über die dort herrschenden "demokratischen verhältnisse" zu informieren um zu wissen wohin das alles führt.
"Syrien hat leider kein Öl und die "Stabilität" im Nahen Osten war mit Assad immer gewährleistet. Es gibt also keinen Grund für den ach so freiheitlichen Westen, sich hier für "Demokratie und Menschenrechte" zu engagieren."
Syrien hat nicht genügend Öl, dass es sich lohnt würde dafür einen Krieg zu führen. Nichtsdestotrotz die Stabilität in Syrien ist durch eine stabile, isreal-feindliche und pro-russische Politik geprägt. Ein Wechsel der Machthaber zu einem Pro-USA("Westen")-Politik würde fast den kompletten nahen Osten pro-westlich bzw pro-israelisch machen. Es würde fast nur noch Iran fehlen, die restlichen Staaten wären dann fast egal.
"Tja, liebe Syrer. Ihr müsst das leider irgendwie alleine schaffen.
(Manchmal ist Politik so widerlich, man möchteoft kotzen)"
Weil es besser ist, wenn jemandem die Demokratie gebracht wird oder wie? Der einzig wahre Weg ist doch, wenn ein Volk sich die Demokratie erkämpft. Ich glaube, dass die Ägypter, wenn diese sich zu einer Demokratie wandeln, die Demokratie deutlich höher bewerten werden, als die Lybier, die möglicherweise die Bomben der Nato mit Demokratie verbinden.
Das bedeutet für mich nicht, dass ich den Bürgerkrieg in Syrien bevorzuge. Der Weg in Ägypten und Thunesien ist deutlich besser, jedoch sollte das Ziel sein, dass beide Seiten aufhören zu kämpfen und nicht, dass Assad seine Armee und Polizei frei abschlachten lassen soll.
"Nichtsdestotrotz die Stabilität in Syrien ist durch eine stabile, isreal-feindliche und pro-russische Politik geprägt"
Assad ist der Beschützer Israels. Golanhöhen hat er den Israelis verschenkt.Er verübt täglich Massaker gegen das eigene Volk. Aber gegen seinen angeblichen Feind hat er nichts unternommen. In den letzten 40 Jahren wurde Israel nicht mal angepupst...
"Nichtsdestotrotz die Stabilität in Syrien ist durch eine stabile, isreal-feindliche und pro-russische Politik geprägt"
Assad ist der Beschützer Israels. Golanhöhen hat er den Israelis verschenkt.Er verübt täglich Massaker gegen das eigene Volk. Aber gegen seinen angeblichen Feind hat er nichts unternommen. In den letzten 40 Jahren wurde Israel nicht mal angepupst...
"Nichtsdestotrotz die Stabilität in Syrien ist durch eine stabile, isreal-feindliche und pro-russische Politik geprägt"
Assad ist der Beschützer Israels. Golanhöhen hat er den Israelis verschenkt.Er verübt täglich Massaker gegen das eigene Volk. Aber gegen seinen angeblichen Feind hat er nichts unternommen. In den letzten 40 Jahren wurde Israel nicht mal angepupst...
Entfernt da unsachlich. Die Redaktion/mak
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