Syrien Opposition lehnt Verhandlungen mit Assad ab
Die syrische Opposition ist nicht zu einem Dialog mit der Regierung bereit. Der Rücktritt von Staatschef Assad sei weiterhin Bedingung für Verhandlungen.
© Reuters

Über Damaskus steigt Rauch auf.
Die syrische Opposition hat Verhandlungen mit der Führung in Damaskus vor einem Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad ausgeschlossen. Der Präsident des Syrischen Nationalrats, Burhan Ghaliun, erteilte damit einem Vorschlag der russischen Regierung eine Absage, informelle Gespräche in Moskau abzuhalten.
Ghaliun sagte, der Rücktritt von Staatschef Assad sei die Bedingung, um Verhandlungen über einen Übergang Syriens in eine Demokratie einzuleiten. Russlands Versuche, Assad an der Macht zu halten, seien "unrealistisch" sagte er.
Das russische Außenministerium hatte zuvor mitgeteilt, die syrische Führung sei zu informellen Gesprächen mit Vertretern der Opposition bereit. Die Einladung zu den Gesprächen in Moskau sei ohne Zeitvorgabe erfolgt, und die informellen Kontakte sollten "ohne Vorbedingungen" erfolgen, hieß es in der Erklärung.
Die russische Regierung pflegt seit der Sowjetzeit enge Kontakte zur syrischen Führung. Russland verhinderte als Veto-Macht im UN-Sicherheitsrat bislang die Verabschiedung einer Resolution, in der die Führung in Damaskus für das Blutvergießen verantwortlich gemacht worden wäre oder die einen Machtwechsel in Syrien gefordert hätte. Russland hatte seinem Verbündeten gerade erst Kampfflugzeuge im Wert von 427 Millionen Euro verkauft. Zudem unterhält die russische Marine in Syrien einen wichtigen Stützpunkt.
Fluchtversuch von Assad-Familie
Kurz vor der Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu Syrien rückte der Aufstand gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad immer näher an die Hauptstadt Damaskus heran. Nur noch wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt gab es nach Angaben von Augenzeugen in der Nacht zum Montag heftige Gefechte zwischen Regierungstruppen und Deserteuren.
Die von Regimegegnern gegründete Freie Syrische Armee hatte nach eigenen Angaben am Sonntag einzelne Bezirke am Stadtrand von Damaskus unter ihre Kontrolle gebracht. Sie musste sich aber später nach Angriffen von Regierungssoldaten wieder zurückziehen. Die Straße zum internationalen Flughafen von Damaskus sei ebenfalls vorübergehend blockiert gewesen, als Mitglieder des syrischen Geheimdienstes zur Opposition überliefen.
Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen einige Familienmitglieder Assads an einem Versuch gehindert worden sein, das Land zu verlassen. Die ägyptische Tageszeitung Al-Masry Al-Youm berichtete unter Berufung auf syrische Quellen, dass es sich dabei um die Frau, die Mutter, die Söhne und einen Cousin des Präsidenten gehandelt habe. Der Konvoi sei auf dem Weg zum Flughafen von Damaskus gewesen, als er von einem Geheimdienstgeneral zum Anhalten gezwungen wurde. Dem General waren 300 Soldaten unterstellt. Trotz eines Feuergefechts mit den Deserteuren sei es der Leibwache der Assad-Familie gelungen, den Konvoi zu wenden und zurück in den Präsidentenpalast zu bringen.
Loyale Einheiten hätten dann ohne Erfolg versucht, ihren übergelaufenen Anführer, Geheimdienstgeneral Mahmoud Halouf, festzunehmen. Aus Vergeltung seien später 17 Verwandte des hochrangigen Deserteurs getötet worden, hieß es.
Der Chef der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi, will am Dienstag vor dem UN-Gremium einen Plan seiner Organisation vorstellen, der einen Ausweg aus der syrischen Krise bahnen soll. Der Plan sieht einen "friedlichen" Abtritt Assads und Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition vor. Er liegt dem UN-Sicherheitsrat zur Beschlussfassung vor. Wegen der eskalierenden Gewalt hatte die Liga ihre Beobachtermission unterbrochen.
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen starben in Syrien seit dem Beginn der Proteste gegen Assad im März 2011 mehr als 5.400 Menschen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden allein am Sonntag mindestens 80 Menschen getötet.
- Datum 30.01.2012 - 17:31 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
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...und von eigenene Kräften aufgehalten werden, dürfte auch dem letzten Beobachter klar sein, das die Macht nicht bei Assad liegt und dort auch vielleicht nie lag.
Er ist eher eine Marionette, da sein Bruder und die alten alawitischen Herren die schon seinem Vater dienten, die Fäden in der Hand halten.
Also dann blutiger Showdown in Syrien a la Gaddhafi? So langsam fallen ja immer mehr Sunniten aus der Armee ab.
dem Leser sollte gerade beim Stichwort "Gerüchte" bewusst sein, dass Infos und vor allem Desinfos schon immer ein Waffe waren.
Traurig nur, dass die westliche Presse immer nur eine Seite zeigen ...
[...]
Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine neutral Wortwahl. Danke. Die Redaktion/vn
… es gibt also doch noch etwas differenziertere Darstellungen, so hat beispielsweise Bayern 2 einen sehr aufschlussreichen Beitrag dazu gebracht, 5 Minuten die man sich durchaus mal anhören sollte:
http://www.youtube.com/wa...
Der Beitrag lässt natürlich dem syrischen Präsidenten auch nicht seinen Heiligenschein, aber wenigstens werden da mal Ross und Reiter genannt, auch bezüglich eines Ergebnisses durch die arabische Liga sieht die Bewertung dort etwas anders aus und der zu Wort kommende ist nun alles andere als ungebildet in Sachen Syrien.
Man darf also durchaus rätseln warum der Mainstream hier ein wenig einseitig daherkommt … vermutlich aufgrund der guten Beziehungen, die man ja nicht leichtfertig aufs Spiel setzt. Wer also Augen und Ohren aufmacht, der kann sehr wohl die zweifelhaften Einflüsse fremder Demokratisierer in Syrien feststellen. Offenbar kommt es auch nicht darauf an der Mehrheit der Syrer dienlich zu sein, sondern vielmehr den „richtigen Interessen“ und die kennt scheinbar nur der Westen … (°!°)
… es gibt also doch noch etwas differenziertere Darstellungen, so hat beispielsweise Bayern 2 einen sehr aufschlussreichen Beitrag dazu gebracht, 5 Minuten die man sich durchaus mal anhören sollte:
http://www.youtube.com/wa...
Der Beitrag lässt natürlich dem syrischen Präsidenten auch nicht seinen Heiligenschein, aber wenigstens werden da mal Ross und Reiter genannt, auch bezüglich eines Ergebnisses durch die arabische Liga sieht die Bewertung dort etwas anders aus und der zu Wort kommende ist nun alles andere als ungebildet in Sachen Syrien.
Man darf also durchaus rätseln warum der Mainstream hier ein wenig einseitig daherkommt … vermutlich aufgrund der guten Beziehungen, die man ja nicht leichtfertig aufs Spiel setzt. Wer also Augen und Ohren aufmacht, der kann sehr wohl die zweifelhaften Einflüsse fremder Demokratisierer in Syrien feststellen. Offenbar kommt es auch nicht darauf an der Mehrheit der Syrer dienlich zu sein, sondern vielmehr den „richtigen Interessen“ und die kennt scheinbar nur der Westen … (°!°)
mich würde interessieren, ob und wie intensiv unsere NATO Freunde oder die demokratischen Golfstaaten (Saudi-Arabien oder Katar) in die Auseinandersetzung verwickelt sind. Aufgrund der Dauer und der Intensität der Kämpfe könnte man vermuten, dass z.B. Waffen geliefert werden um die Kämpfe anzuheizen.
Denkbar könnte es auch sein, dass bereits britische oder französische Ausbilder oder Spezialeinheiten in Syrien aktiv sind.
Es ist doch unser aller Ziel, Syrien in einen Hort der Demokratie und Menschenrechte zu verwandelt, so wie es bereits mit Ägypten, Libyen und Katar gelungen ist.
Was wird hier immer von Opposition geschrieben und Demanstrtionen? Sollen wir desinformiert werden? Seit wann sperren Demos den Weg zum Flugplatz? Seit wann wird von einer Protestpartei geschossen und seit wann erobern Demos Vorstädte?
Nein hier herrscht Bürgerklrieg! Und Demos gibt es dort schon lange nicht mehr! Nun ergibt sich die Frage, wo die Rebellen die Waffen haben! Sicherlich im Spielzeugladen gekauft!
Diese Rebellen waren Soldaten der syrischen Bundeswehr. Sie hatten die Wahl, ihre Waffen gegen eigene Familien oder gegen das Regime zu richten.
Bitte verzichten Sie auf Anfeindungen anderer User. Die Redaktion/vn
Nur Dank der Gewalt des Sicherheitapparates und der zögerlichen Haltung Druck auf das System auszuüben hat sich die Gewalt verselbstständigt und ist in einem Bürgerkrieg gemündet. Schuld daran ist nicht die böse Nato und der böse westen im Allgemeinen, sondern ein faschistisches diktatorisches System (als Dynastie in Erbfolge), dass schon einmal ca. 50.000 Menschen ermordet hat und zum Machterhalt jederzeit bereit ist, dies wieder zu tun.
Was sollten die Menschen machen? Sich weiter erschiessen lassen oder einfach aufgeben (und damit den Racheaktionen des Systems ausgeliefert sein)?
Die Ereignisse am Flughafen sind das Resultat einer Eskalation, die man mit einem einheitlichen Druck auf das System hätte verhindern können. Schuld sind letztendlich die, die sich dem einheitlichen Votum verweigert haben (aus rein wirtschaftlichen interessen. Oder glauben Sie tatsächlich, dass der russischen und chinesischen Regierung ein gerechter Frieden am Herzen läge?)
und von wegen: "Demos git es dort schon lange nicht mehr"
Ich halte es auch für naiv, dass man glaubt, dass eine Verhandlungslösung mit Assad möglich ist. Bisher hat er JEDEN Versuch Verhandlungen zu führen nur zum Zeitgewinn genutzt.
Allerdings sehe ich Assad bereits fallen, allein aus dem Grund, dass er bisher nicht in der Lage war den Protest zu ersticken. Schade ist, dass ihn niemand gestoppt ist, bevor nun ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist.
Diese Rebellen waren Soldaten der syrischen Bundeswehr. Sie hatten die Wahl, ihre Waffen gegen eigene Familien oder gegen das Regime zu richten.
Bitte verzichten Sie auf Anfeindungen anderer User. Die Redaktion/vn
Nur Dank der Gewalt des Sicherheitapparates und der zögerlichen Haltung Druck auf das System auszuüben hat sich die Gewalt verselbstständigt und ist in einem Bürgerkrieg gemündet. Schuld daran ist nicht die böse Nato und der böse westen im Allgemeinen, sondern ein faschistisches diktatorisches System (als Dynastie in Erbfolge), dass schon einmal ca. 50.000 Menschen ermordet hat und zum Machterhalt jederzeit bereit ist, dies wieder zu tun.
Was sollten die Menschen machen? Sich weiter erschiessen lassen oder einfach aufgeben (und damit den Racheaktionen des Systems ausgeliefert sein)?
Die Ereignisse am Flughafen sind das Resultat einer Eskalation, die man mit einem einheitlichen Druck auf das System hätte verhindern können. Schuld sind letztendlich die, die sich dem einheitlichen Votum verweigert haben (aus rein wirtschaftlichen interessen. Oder glauben Sie tatsächlich, dass der russischen und chinesischen Regierung ein gerechter Frieden am Herzen läge?)
und von wegen: "Demos git es dort schon lange nicht mehr"
Ich halte es auch für naiv, dass man glaubt, dass eine Verhandlungslösung mit Assad möglich ist. Bisher hat er JEDEN Versuch Verhandlungen zu führen nur zum Zeitgewinn genutzt.
Allerdings sehe ich Assad bereits fallen, allein aus dem Grund, dass er bisher nicht in der Lage war den Protest zu ersticken. Schade ist, dass ihn niemand gestoppt ist, bevor nun ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist.
ob Assad verhandlungsbereit ist, es exisitiert ja kein Verhandlungspartner. Die Opposition hat schon angekündigt keine Einladungen zu Verhandlungen anzunehmen. Da agiert sie deckungsgleich mit den Libyschen "Rebellen" [...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen. Die Redaktion/vn
Diese Rebellen waren Soldaten der syrischen Bundeswehr. Sie hatten die Wahl, ihre Waffen gegen eigene Familien oder gegen das Regime zu richten.
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Nur Dank der Gewalt des Sicherheitapparates und der zögerlichen Haltung Druck auf das System auszuüben hat sich die Gewalt verselbstständigt und ist in einem Bürgerkrieg gemündet. Schuld daran ist nicht die böse Nato und der böse westen im Allgemeinen, sondern ein faschistisches diktatorisches System (als Dynastie in Erbfolge), dass schon einmal ca. 50.000 Menschen ermordet hat und zum Machterhalt jederzeit bereit ist, dies wieder zu tun.
Was sollten die Menschen machen? Sich weiter erschiessen lassen oder einfach aufgeben (und damit den Racheaktionen des Systems ausgeliefert sein)?
Die Ereignisse am Flughafen sind das Resultat einer Eskalation, die man mit einem einheitlichen Druck auf das System hätte verhindern können. Schuld sind letztendlich die, die sich dem einheitlichen Votum verweigert haben (aus rein wirtschaftlichen interessen. Oder glauben Sie tatsächlich, dass der russischen und chinesischen Regierung ein gerechter Frieden am Herzen läge?)
und von wegen: "Demos git es dort schon lange nicht mehr"
Ich halte es auch für naiv, dass man glaubt, dass eine Verhandlungslösung mit Assad möglich ist. Bisher hat er JEDEN Versuch Verhandlungen zu führen nur zum Zeitgewinn genutzt.
Allerdings sehe ich Assad bereits fallen, allein aus dem Grund, dass er bisher nicht in der Lage war den Protest zu ersticken. Schade ist, dass ihn niemand gestoppt ist, bevor nun ein Bürgerkrieg ausgebrochen ist.
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