Verteidigungshaushalt US-Regierung kürzt Militär das Budget
Verteidigungsminister Panetta hat einen harten Sparkurs angekündigt: Tausende Stellen sollen gestrichen, Kampfschiffe stillgelegt und Ausgaben gekürzt werden.
© Pool New/ Reuterse

US-Verteidigungsminister Leon Panetta
Es ist die erste Kürzung seit den Anschlägen vom 11. September 2001: Die USA wollen ihre Militärausgaben in den kommenden zehn Jahren um fast eine halbe Billion Dollar senken. US-Verteidigungsminister Leon Panetta kündigte drastische Streichungen an.
Schon im kommenden Haushaltsjahr sollen die Verteidigungsausgaben um neun Prozent sinken. Panetta zufolge soll das noch bis September geltende derzeitige Budget in Höhe von 671 Milliarden Dollar (gut 510 Milliarden Euro) auf 613 Milliarden Dollar in den darauf folgenden zwölf Monaten gekürzt werden. Die Zahl der Soldaten bei den Bodenstreitkräften solle von 570.000 im Jahr 2010 auf 490.000 im Jahr 2017 sinken, sagte Panetta.
In Europa solle es nur noch zwei stationierte US-Kampfbrigaden geben, statt bisher vier. Der Außenminister nannte jedoch keine konkreten Standorte, sodass nicht klar ist, inwieweit die amerikanische Militärpräsenz in Deutschland von den Sparplänen betroffen ist. Drei der vier US-Brigaden sind in Deutschland.
Beim größten Rüstungsprojekt, der Beschaffung des Mehrzweckkampfflugzeugs F-35 von Lockheed Martin, will die US-Regierung Bestellungen hinauszögern und so Geld sparen. Gleiches gilt unter anderem für den Kauf von U-Booten. "Das ist der Test, ob es bei der Reduzierung des Defizits ums Reden oder Handeln geht", sagte Panetta über die Pläne.
Neue Strategie fokussiert Asien und den Nahen Osten
Die USA setzen damit ihre neue Strategie um, deren Hauptaugenmerk auf Asien und den Nahen Osten liegt. Dadurch wird der Schwerpunkt auf Luftwaffe und Marine gerichtet, auch wenn sie künftig mit weniger Geld auskommen müssen. Benachteiligt sind das Heer und die Marineinfanterie.
Als Grundetat des Militärs für das Haushaltsjahr 2013 reichen demnach 525 Milliarden Dollar. Hinzu kommen 88 Milliarden Dollar für Kampfeinsätze wie etwa in Afghanistan. In den kommenden zehn Jahren sollen die Ausgaben um 487 Milliarden Dollar zusammengestrichen werden.
Erstmals seit den Anschlägen vom 11. September 2001 verlangt der Verteidigungsminister nach einem kleineren Haushalt als im Vorjahr.
Die Kürzungen, die laut Panetta in allen 50 Bundesstaaten zu spüren sein werden, dürften zu einer langwierigen Auseinandersetzung zwischen Präsident Barack Obama und dem Kongress über die Grundsatzfrage werden, wie viel den USA die eigene Sicherheit wert ist. Im Wahljahr dürften sie den Republikanern Gelegenheit bieten, Obama eine Vernachlässigung des Militärs vorzuwerfen.
- Datum 27.01.2012 - 06:22 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, Reuters, dpa
- Kommentare 29
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Der Knackpunkt ist die Rüstungsindustrie.
Hier soll verschoben werden, nicht gestrichen.
Auch dies spart natürlich Geld, aber es ist doch zu erkennen, dass hier zögerlicher vorgegangen wird, als bei der Kürzung von Stellen.
Ob Amerika es schafft, seine Rüstungsindustrie seinen und nicht deren Bedürfnissen anzupassen, ist eine spannende Frage. Der Kampf darum wird Jahre in Anspruch nehmen.
...solange der US-Verteidigungshaushalt nicht bei NULL Dollar liegt.
Es ist so schade, dass das Land, das einst wie kein anderes für die Freiheit stand, zu einem waffenstarrenden Monstrum erstarrt ist, das alles in Schutt und Asche legt, was nicht seiner Auffassung von Demokratie, Freiheit und Ölpreisen ist.
Ich wünsche allen Usern einen friedvollen Tag!
...dann fassen sich alle friedlich bei den Händen und tanzen um den Maibaum?
Der Weltfrieden ist immer gefährdet, allein aus der Tatsache, dass die Rohstoffe weltweit ungleich verteilt sind. Wir können lediglich Protagonisten und Antagonisten austauschen, nicht aber das Bühnenstück.
eine Welt, in welcher die Nachbarn (!) Russland und China (und bald Indien dazu) um die militärische und politische Vorherrschaft im arabischen Raum und in Asien kämpfen, wäre vergleichbar mit einem Kindergeburtstag in der Waldorf-Schule...
Beteiligen Sie sich bitte nur, wenn Sie sachlich und konstruktiv zur Diskussion beizutragen haben. Danke, die Redaktion/fk.
Die Wahrheit ist doch, dass es ohne eine Ordnungsmacht nicht geht in einer Welt, die weltpolitisch eine zunehmend multipolar-unübersichtlich-anarchische Schlagseite bekommt.
Freilich, Amerika macht nicht alles richtig (wer tut das schon?). Aber wäre es Ihnen etwa lieber, wenn die Rolle als Ordnungsmacht von China oder Russland übernommen wird?
Na dann - viel Spaß!
...dann fassen sich alle friedlich bei den Händen und tanzen um den Maibaum?
Der Weltfrieden ist immer gefährdet, allein aus der Tatsache, dass die Rohstoffe weltweit ungleich verteilt sind. Wir können lediglich Protagonisten und Antagonisten austauschen, nicht aber das Bühnenstück.
eine Welt, in welcher die Nachbarn (!) Russland und China (und bald Indien dazu) um die militärische und politische Vorherrschaft im arabischen Raum und in Asien kämpfen, wäre vergleichbar mit einem Kindergeburtstag in der Waldorf-Schule...
Beteiligen Sie sich bitte nur, wenn Sie sachlich und konstruktiv zur Diskussion beizutragen haben. Danke, die Redaktion/fk.
Die Wahrheit ist doch, dass es ohne eine Ordnungsmacht nicht geht in einer Welt, die weltpolitisch eine zunehmend multipolar-unübersichtlich-anarchische Schlagseite bekommt.
Freilich, Amerika macht nicht alles richtig (wer tut das schon?). Aber wäre es Ihnen etwa lieber, wenn die Rolle als Ordnungsmacht von China oder Russland übernommen wird?
Na dann - viel Spaß!
Entfernt da unsachlich. Die Redaktion/mak
...dann fassen sich alle friedlich bei den Händen und tanzen um den Maibaum?
Der Weltfrieden ist immer gefährdet, allein aus der Tatsache, dass die Rohstoffe weltweit ungleich verteilt sind. Wir können lediglich Protagonisten und Antagonisten austauschen, nicht aber das Bühnenstück.
ist eine der strukturellen Veränderungen, die die USA bewältigen müssen, um auch in Zukunft im Geschäft bleiben zu können. Es ist aber auch eine dieser Veränderungen, die bei starken Interessengruppen und vielen Wählern, vorhersagbar zu heftigem Widerstand führen werden.
Rüstung und Militär generieren Umsatz und Jobs. Bisher kann ich nicht sehen, wie die Obama Administration das kompensieren will. Ohne Kompensation und überzeugenden Gesamtplan wird es schwer, die nötige Reform so wie geplant durch zu ziehen. Ganz sicher wird es nicht der Geschwindigkeit geschehen, die Obama und Panetta gerne hätten.
Auch Deutschland hat bei weitem zuviel Militaer, was nur Geld kostet und unseren Nachbarn, allen voran Polen und Tschechien, nach wie vor Angst macht. Ich wuerde mir daher wuenschen dass Berlin sich etwas von der klugen Politik des Barack Obama abguckt und die Bundeswehr noch weiter verrkleinert, auf vielleicht 50,000 Soldaten, um sie dann in eine europaeische BErufsarmee einzugliedern. Die jetzige Bundeswehr braucht eigentlich keiner mehr.
Was hat denn der Friedensnobelkasperl nicht alles bei seinem Antritt versprochen??
Was ist denn davon realisiert worden?
Genauso ist auch das hier alles wieder einmal mehr nur heiße Luft.
Kommen wir doch nach den Wahlen noch einmal darauf zurück!
Die Wehrpflicht war und ist eine Kernforderung eines echten Demokraten: Demokratie ist nichts, dass man sich einmal erkämpft hat und danach ist Sie dann für immer da:
Die Freiheitsrechte sind immer in Gefahr - bestimmte Interessensgruppen haben immer einen Vorteil, wenn in bestimmten Bereichen gekungelt wird.
Daher ist eine Wehrpflichtigenarmee eine demokratische Armee. Warum wollen wir denn eine Berufsarmee? Damit sie ohne zu Murren am Ende der Welt "Deutschland" verteidigt.
Vielleicht sollten wir wieder eine richtige Wehrpflichtigenarmee einführen und uns auf die Landesverteidigung spezialisieren. Wenn wir internationale Eingreiftruppen brauchen, dann sollen wir eben Parallelstrukturen aufbauen - dann ist endlich auch Transparent, was uns diese Einsätze wirklich kosten.
Zudem wird dann auch zwischen den Aufgaben Landesverteidigung UND Interventionseinsätzen getrennt, dabei könnten ja weite Teile der Strukturen von beiden Abteilungen genutzt werden, nur wäre nicht jeder der unser Land und unsere Freiheitsrechte schützen wollte verpflichtet dies bei jedem angeordneten Einsatz am Ende der Welt verpflichtend zu leisten.
Geben sie die Errungenschaft der Wehrpflicht nicht so schnell auf - die Armeen verkommen dann zum Instrument einer Regierun, die sich selten zuvor so weit von den Bürgern entfernt hat.
Was hat denn der Friedensnobelkasperl nicht alles bei seinem Antritt versprochen??
Was ist denn davon realisiert worden?
Genauso ist auch das hier alles wieder einmal mehr nur heiße Luft.
Kommen wir doch nach den Wahlen noch einmal darauf zurück!
Die Wehrpflicht war und ist eine Kernforderung eines echten Demokraten: Demokratie ist nichts, dass man sich einmal erkämpft hat und danach ist Sie dann für immer da:
Die Freiheitsrechte sind immer in Gefahr - bestimmte Interessensgruppen haben immer einen Vorteil, wenn in bestimmten Bereichen gekungelt wird.
Daher ist eine Wehrpflichtigenarmee eine demokratische Armee. Warum wollen wir denn eine Berufsarmee? Damit sie ohne zu Murren am Ende der Welt "Deutschland" verteidigt.
Vielleicht sollten wir wieder eine richtige Wehrpflichtigenarmee einführen und uns auf die Landesverteidigung spezialisieren. Wenn wir internationale Eingreiftruppen brauchen, dann sollen wir eben Parallelstrukturen aufbauen - dann ist endlich auch Transparent, was uns diese Einsätze wirklich kosten.
Zudem wird dann auch zwischen den Aufgaben Landesverteidigung UND Interventionseinsätzen getrennt, dabei könnten ja weite Teile der Strukturen von beiden Abteilungen genutzt werden, nur wäre nicht jeder der unser Land und unsere Freiheitsrechte schützen wollte verpflichtet dies bei jedem angeordneten Einsatz am Ende der Welt verpflichtend zu leisten.
Geben sie die Errungenschaft der Wehrpflicht nicht so schnell auf - die Armeen verkommen dann zum Instrument einer Regierun, die sich selten zuvor so weit von den Bürgern entfernt hat.
"Rüstung und Militär generieren Umsatz und Jobs. Bisher kann ich nicht sehen, wie die Obama Administration das kompensieren will. Ohne Kompensation und überzeugenden Gesamtplan wird es schwer, die nötige Reform so wie geplant durch zu ziehen. Ganz sicher wird es nicht der Geschwindigkeit geschehen, die Obama und Panetta gerne hätten."
In der VWL sind Rüstungsausgaben Konsumausgaben - genauer gesagt ist es eine Art Versicherung - wenn alles gut läuft herausgeschmissenes Geld.
Ehrlicherweise ist das Unfug - natürlich brauchen wir Militär und Sicherheit. Sollten die USA/Europa das Militär abschaffen würden wir uns nicht alle in die Arme fallen und gemeinsam bis ans Ende unserer Tage tanzen.
Aber es ist immer noch eine Frage wieviel Geld ich für was ausgebe. Es ist schon erstaunlich, dass wir staatliche Eingriffe in die Wirtschaft als ineffizient ablehnen, aber dem Militär Mrd. $ und € zur Verfügung stellen, ohne wirklich genau zu wissen, wo es landet. Sind in den USA nicht ein paar BILLIONEN $ verschwunden und keiner weis wo die gelandet sind?
Hat die FED nicht, wie laut US Senatsanhörung bekannt wurde, ebenfalls Mrd. $ gedruckt und in den IRAK versendet?
Das Militär übernimmt heute eine wichtige Rolle - aber die Frage der Verhältnismäßigkeit muss gestellt werden und die Frage, ob MILITÄRISCH irgendein Konflikt mehr zu gewinnen ist: (Kernwaffenoverkill, weitere ABC Waffen)
Siehe z.B. Afghanistan Militär<>Hilfen ca. 10:1 - 100:1. Das Militär ist kein Selbstzweck.
Was hat denn der Friedensnobelkasperl nicht alles bei seinem Antritt versprochen??
Was ist denn davon realisiert worden?
Genauso ist auch das hier alles wieder einmal mehr nur heiße Luft.
Kommen wir doch nach den Wahlen noch einmal darauf zurück!
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