US-Regierung: Obamas Stabschef Daley tritt zurück
Nach nur einem Jahr hat Obamas engster Berater im Weißen Haus, Bill Daley, überraschend seinen Rücktritt erklärt. Nachfolger soll Haushaltschef Jack Lew werden.
© Kristoffer Tripplaar-Pool/Getty Images

Präsident Barack Obama und sein zurückgetretener Stabschef William Daley
Der Stabschef von US-Präsident Barack Obama, William Daley, ist nach nur einem Jahr im Amt zurückgetreten. Der 63-Jährige wolle in seiner Heimatstadt Chicago mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, sagte Obama. Nachfolger wird der derzeitige Chef des Etatbüros der Regierung, Jacob Lew.
Lew habe sein "absolutes Vertrauen", sagte der US-Präsident. Obama hob vor allem den ökonomischen Sachverstand des 56-Jährigen hervor: "Sein wirtschaftlicher Rat ist unschätzbar." Lew arbeitete zuvor im Außenministerium in Washington und war bereits Budgetdirektor unter Präsident Bill Clinton.
Der scheidende Stabschef Daley hatte erst im Januar 2011 Rahm Emanuel ersetzt, der Bürgermeister von Chicago wurde. Zuerst habe er Daleys Rücktrittsgesuch nicht zustimmen wollen, sagte Obama. "Aber die Verlockung unserer gemeinsamen Heimatstadt war zu stark." Als Stabschef sei er in die wichtigsten Entscheidungen des vergangenen Jahres eng eingebunden gewesen, wie etwa die Kommandoaktion gegen Al-Kaida-Chef Osama bin Laden in Pakistan.
Frustriert im Weißen Haus
Die New York Times berichtete, dass Daley den Präsidenten bereits in der vergangenen Woche über seinen Amtsverzicht in Kenntnis gesetzt habe. Nach Gesprächen mit seiner Frau während der Weihnachtsfeiertage habe Daley den Entschluss gefasst, das Weiße Haus zu verlassen. Obama soll noch versucht haben, den Stabschef zum Bleiben zu überreden. Ein Grund für den Rücktritt könnte laut Chicago Tribune der Umstand sein, dass der Präsident im November einige Kompetenzen Daleys an seinen Vertrauten Pete Rouse übertragen hatte, der bereits nach dem Abschied Emanuels übergangsweise die Aufgaben des Stabschefs wahrgenommen hatte.
Nach Angaben der New York Times war es allgemein bekannt, dass Daley von seinem Job in Washington frustriert war. Im Oktober hatte er einem Fernsehsender aus Chicago bereits mitgeteilt, dass er nach dem Ende der Wahlperiode das Weiße Haus verlassen wolle. Der linke Flügel der Demokraten begegnete Daley wegen seiner Kontakte in die Wirtschafts- und Finanzwelt mit Misstrauen. Der Stabschef wurde zudem dafür verantwortlich gemacht, dass das Weiße Haus im Streit um die Haushaltssanierung keine Einigung mit den Republikanern im Kongress erreichen konnte.
Der Jurist Daley entstammt einer Politikerfamilie aus Chicago, wo Obama lange gelebt und seine Politikerkarriere begonnen hatte. Von 1997 bis 2000 war Daley Handelsminister unter Präsident Bill Clinton. Vor seiner Berufung ins Weiße Haus gehörte er der Leitungsebene der US-Großbank JP Morgan Chase an. Seine Ernennung galt nach der Niederlage von Obamas Demokraten bei den Kongresswahlen im November 2010 als Signal, dass die Regierung eine wirtschaftsfreundlichere Politik anstrebe.






Auch wenn Lew kein Militär oder Außenpolitiker ist, so sorgt seine Wahl dennoch für Spekulationen, denn:
"During his visit to Israel, Deputy Secretary Lew will focus on topics relating to U.S.-Israel bilateral ties and areas of cooperation." (http://gaza.usvpp.gov/pr0...)
Die "Jerusalem Post" am 09.01.2012:
"Lew, an Orthodox Jew, is currently the director of the Office of Management and Budget, a Cabinet-level position and a post he also filled during the Clinton administration. [...] Lew, like Emanuel, has close Jewish community ties.
There had been speculation in the organized Jewish community about whether Obama would fill a top spot with someone close to the Jewish community after the departure last month of Dennis Ross, who had been Obama’s top Iran policy adviser. The National Jewish Democratic Council congratulated Lew on the appointment."
Und noch David A. Harris, der Vorsitzende des "National Jewish Democratic Council (NJDC), wörtlich zu Lews Wahl :
"Throughout his time leading the Office of Management and Budget, Jack Lew has lived his Jewish values every day by working to strengthen the economy and ensuring that painful budget cuts do not strand vulnerable Americans. Mr. Lew has had such deep experience at the Department of State and the White House, and it’s wonderful to learn that President Barack Obama has selected him to help lead this White House staff forward – and to enact this President’s programs. We wish Jack a hearty ‘mazel tov’ [...].”
das system war leider stärker als obama.
da amerika seine rolle in der welt nicht von innen heraus umgestalten kann, werden es andere mächte tun.
Berater um Obama im Iran Konflikt beizustehn... beim Rockefeller Think Tank Haufen CFR ist er auch also alles richtig gepolt. Bleibt natürlich die Frage ob der alte Chief of Staff nun freiwillig ging oder gegangen worden ist, die Begründung erscheint merkwürdig, sowas weiss man doch vorher...
das system war leider stärker als obama.
da amerika seine rolle in der welt nicht von innen heraus umgestalten kann, werden es andere mächte tun.
Berater um Obama im Iran Konflikt beizustehn... beim Rockefeller Think Tank Haufen CFR ist er auch also alles richtig gepolt. Bleibt natürlich die Frage ob der alte Chief of Staff nun freiwillig ging oder gegangen worden ist, die Begründung erscheint merkwürdig, sowas weiss man doch vorher...
das system war leider stärker als obama.
da amerika seine rolle in der welt nicht von innen heraus umgestalten kann, werden es andere mächte tun.
Berater um Obama im Iran Konflikt beizustehn... beim Rockefeller Think Tank Haufen CFR ist er auch also alles richtig gepolt. Bleibt natürlich die Frage ob der alte Chief of Staff nun freiwillig ging oder gegangen worden ist, die Begründung erscheint merkwürdig, sowas weiss man doch vorher...
wieso in der deutschen Presse eigentlich fast null Berichte/Artikel zum kürzlich unterzeichneten NDAA erscheinen, sind doch dort nicht unerhebliche Dinge dort drin(sektion 1031)...will man uns das nicht erzählen oder erscheint das zu unwichtig?
"A Sabbath-observant Jew was named on Monday as President Barack Obama's chief of staff, one of the most pivotal jobs in U.S. politics."
Demnach scheint es ja nicht nur erwähnenswert, sondern ausgesprochen bedeutsam zu sein, dass Obama einen
konservativen Juden in diesen Job berufen hat :)
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