US-VorwahlenMichele Bachmann zieht Kandidatur zurück

Nach ihrer Niederlage in Iowa gab sie sich noch kämpferisch, nun hat Michele Bachmann doch aufgegeben. Rick Perry hat seinen angedeuteten Rückzug hingegen noch mal überdacht. von afp, dpa und reuters

Nach ihrem schlechten Abschneiden bei den ersten Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner hat sich Michele Bachmann aus dem Kandidaten-Rennen verabschiedet. Das Wahlvolk in Iowa habe mit "sehr klarer Stimme gesprochen", daher habe sie sich entschlossen, "beiseite zu treten", sagte Bachmann.

Die 55-Jährige wurde als Anführerin der Tea-Party-Fraktion im Repräsentantenhaus bekannt, die den Einfluss des Staates reduzieren will. In Iowa erhielt sie nur fünf Prozent der Stimmen und belegte damit den vorletzten Platz. Kurz nach der Wahl hatte sie noch optimistische Töne angeschlagen: "Es gibt viele weitere Kapitel, die auf unserem Pfad zur Nominierung geschrieben werden", sagte sie.

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Der texanische Gouverneur Rick Perry, der seine Kampagne eigentlich aussetzen wollte, teilte dagegen über Twitter mit , dass er an seiner Bewerbung um die republikanische Präsidentschaftskandidatur festhalte. Perry kam in Iowa mit gut zehn Prozent der Stimmen auf Platz fünf. Nach der Wahl hatte er vor seinen Anhängern angekündigt, dass er seine Bewerbung überdenken wolle.

Die Vorwahlen in Iowa hatte Mitt Romney am Dienstag mit einem denkbar knappen Vorsprung von nur acht Stimmen gewonnen. Der frühere Gouverneur von Massachusetts landete vor dem christlich-konservativen Ex-Senator Rick Santorum.

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Leserkommentare
  1. als Pausenclown fortsetzen. Das ist ihrem intellektuellem Niveau auch eher angemessen!

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    • tom310
    • 05. Januar 2012 8:34 Uhr

    Frau Bachmann meint, was sie sagt wirklich, das Wort Humor geht ihr komplett ab.
    Clownerie mag zwar ein sehr ernsthafter Beruf sein, doch ist sich der Clown bewusst, dass er die Leute zum Lachen bringt. Außerdem überbringt ein Clown meist eine sehr menschliche und positive Botschaft.

    • tom310
    • 05. Januar 2012 8:34 Uhr

    Frau Bachmann meint, was sie sagt wirklich, das Wort Humor geht ihr komplett ab.
    Clownerie mag zwar ein sehr ernsthafter Beruf sein, doch ist sich der Clown bewusst, dass er die Leute zum Lachen bringt. Außerdem überbringt ein Clown meist eine sehr menschliche und positive Botschaft.

  2. ...ist sie wohl zu weit gegangen und hat über 50% ihrer Wähler vergrault :-)

    • ElCit
    • 05. Januar 2012 9:51 Uhr

    geht dieser Kelch am amerikanischen Volk diesmal vorbei.

    • Stt
    • 05. Januar 2012 9:57 Uhr

    Partei an ihrer Stelle wechseln.

  3. ihr politisches Netzwerk und sorgt für etwas fund raising. Ansonsten sieht es für Rick nämlich düster aus in den kommenden Bundesstaaten.

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    "sie".

    Meine Güte...

  4. "sie".

    Meine Güte...

  5. dass ausführlich über verschiedene republikanische Präsidentschaftskandidaten ausführlich berichtet wird und gleichzeitig großes Schweigen herrscht über das einschneidendste US-Gesetz seit Jahren?

    Der National Defense Authorization Act erlaubt dem Militär, terrorverdächtig erklärte Personen (auch US-Bürger) auf unbestimmte Zeit ohne Gerichtsverfahren(!) festzuhalten.

    http://www.spiegel.de/pol...

    Ich bin kein Linker oder Schwarzredner, aber ich sehe hier, dass der Kontrollstaat, den Bush begonnen hat, konsequent weiter zementiert und legitimiert wird. Abscheulich. Ich bin enttäuscht von der ZEIT. Über ein recht unbedeutendes Land wie Ungarn wird ohne Ende gescholten, aber die Autokratisierung der derzeit noch größten Weltmacht USA wird nicht diskutiert?? Ich zumindest fahre nicht mehr in die USA, ich habe iranische Freunde (denen ich davon explizit abrate), irgendso ein Marshall könnte ja meinen, ich wäre ein Terrorist...

    2 Leserempfehlungen
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    um Neujahr rum veröffentlicht, dem leider nicht einmal zu entnehmen war, dass die "kritischen" Passagen bzgl der indefinit detention without trial auch amerikanische Staatsbürger betreffen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
  • Schlagworte Michele Bachmann | Bewerbung | Mitt Romney | Repräsentantenhaus | Twitter | Wahl
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