Vorwahlen in den USANevada ist Romney sicher

Vorwahlen für den Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner in Nevada: Der Mormone Mitt Romney kann dort mit den Stimmen seiner Glaubensbrüder rechnen.

Der ehemalige Gouverneur Mitt Romney während einer Rede in Reno, Nevada

Der ehemalige Gouverneur Mitt Romney während einer Rede in Reno, Nevada

Die zweite Vorwahl der US-Republikaner innerhalb einer Woche und es scheint ein zweiter Triumph für Mitt Romneys zu werden. Der Ex-Gouverneur und Multimillionär konnte nach Umfragen im Bundesstaat Nevada mit 45 Prozent der Stimmen rechnen. Sein ärgster Rivale, Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich, lag bei lediglich 25 Prozent. Die beiden anderen Bewerber Rick Santorum und Ron Paul kamen lediglich auf elf und neun Prozent. Erste Ergebnisse werden am frühen Sonntagmorgen deutscher Zeit erwartet.

Es handelt sich um die fünfte Vorwahl und den ersten Test im Westen der Vereinigten Staaten. Zugleich hat Romney in Nevada aber auch einen Vorteil: Dem Mormonen Romney würden allein die Stimmen seiner Glaubensbrüder zum Sieg verhelfen, berichtete die Washington Post. Zwar sind nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung in Nevada Mormonen, aber sie nehmen besonders eifrig an den Republikaner-Vorwahlen teil. "Mitt Romneys Gegner haben in Wirklichkeit niemals eine echte Chance gehabt in Nevada", schreibt das Blatt. Bereits 2008 habe Romney in Nevada 51 Prozent der Stimmen eingefahren. Es sei praktisch unmöglich, in Nevada gegen Romney zu gewinnen.

Romney will Glaube und Wahl trennen

Allerdings versucht Romney, der früher zeitweise als Mormonen-Missionar in Frankreich gearbeitet hatte, das Thema Religion zu meiden. Denn in vielen anderen Bundesstaaten ist das Thema eher ein Nachteil. Zwar sind die Mormonen Christen, doch die Tatsache, dass sie auch den Amerikaner Joseph Smith aus dem 19. Jahrhundert als Propheten betrachten, macht sie in den Augen vor allem erzkonservativer amerikanischer Christen suspekt. Viele betrachten Mormonen als abtrünnige Sekte und bringen sie noch heute mit Polygamie in Verbindung. Romney selbst hat daher wiederholt betont, Religion und Glaube dürfe bei Wahlen in den USA keine Rolle spielen.

Bereits am Dienstag hatte der Ex-Gouverneur von Massachusetts einen klaren Sieg in Florida eingefahren und Gingrich praktisch deklassiert. Romney gilt auch landesweiten Umfragen als klarer Favorit. Die meisten Republikaner meinen überdies, er würde bei den Präsidentenwahlen im November die größten Chancen gegen Barack Obama haben.

Experten meinen allerdings, die neusten Anzeichen der wirtschaftlichen Erholung in den USA stellten Romney vor ein Dilemma. Romney, der früher auch im Finanzsektor gearbeitet und dort ein Millionenvermögen gemacht hatte, richtet seinen Wahlkampf weitgehend auf seine Wirtschaftskompetenz aus und auf die schlechte Bilanz Obamas. Wenn sich die Wirtschaft zunehmend erhole und vor allem die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit sinke dann könnten Romneys Argumente ins Leere laufen.

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Leserkommentare
  1. Organisation/Zeitung:

    Mitt Romney 50 %
    Newt Gingrich 25
    Ron Paul 15
    Rick Santorum 8

    http://elections.nytimes....

  2. Mormomen glauben ausser an die Bibel an das sogenannte Buch Mormon:

    Quelle: Wikipedia:
    "Das Buch Mormon berichtet selbst über seine Entstehung:

    Der etwa 600 v. Chr. aus Jerusalem geflohene Prophet Nephi habe auf Goldplatten einen Bericht über den Umgang Gottes mit seiner Familie angefertigt. Hierin wird berichtet, wie Nephi und seine Familie mit der Hilfe Gottes per Schiff nach Amerika gelangt seien und wie sich dort aus dieser Gruppe von Menschen eine große Zivilisation entwickelt habe. Dieser Bericht, „die kleinen Platten Nephis“, sei bis etwa 130 v. Chr. von Nephis direkten Nachkommen weitergeführt und dann, nach dem Erlöschen der Abstammungslinie, an die politischen Führer des Gemeinwesens übergeben worden. Auf einem zweiten Satz von Goldplatten, den „großen Platten Nephis“, habe Nephi die politische und gesellschaftliche Geschichte seines Volkes niedergeschrieben; dieser wesentlich ausführlichere Bericht sei dann nach Nephis Tod von den Anführern des Gemeinwesens fortgeschrieben worden. Als dritte Quelle gelten die „Platten Ethers“, ein Bericht über ein älteres Volk, das kurz nach dem Turmbau zu Babel etwa 2000 v. Chr. nach Amerika gelangt sei."

  3. Diese Vorlagen sollen um 400 n. Chr. vom historisch nicht nachgewiesenen Propheten Mormon und danach von dessen Sohn Moroni zusammengefasst, kommentiert und für ihre eigene Zeit ergänzt worden sein. Die kleinen Platten Nephis im Original, sowie die Zusammenfassung der großen Platten Nephis und der Platten Ethers, habe Moroni dann versteckt, um sie für zukünftige Generationen zu bewahren. Moroni erwähnt im Text, er sei in "reformiertem Ägyptisch" (reformed egyptian) verfasst,[2] einer von Altphilologen, Orientalisten und Ägyptologen bis heute nicht identifizierten Sprache bzw. Schrift.

    Joseph Smith ergänzt dazu als Geschichte der Entdeckung des Buches:

    Ihm sei Moroni 1823 als Engel erschienen, habe ihm von diesen Aufzeichnungen berichtet und ihm den Platz beschrieben, an dem die Platten versteckt seien. 1827 habe er, Joseph Smith, die Platten dann aus dem nahe gelegenen Hügel Cumorah geborgen und – mit einigen Unterbrechungen – mit Hilfe der Sehersteine Urim und Tummim, welche sich bei den Platten befanden hätten, ins Englische übertragen. Nach Abschluss der Übersetzung habe Moroni die Platten wieder an sich genommen.

    Laut Berichten seiner Mitarbeiter habe Joseph Smith, abgetrennt durch eine im Raum aufgehängte Decke, den Inhalt des Buches Mormon einem auf der anderen Seite der Decke sitzenden Schreiber diktiert.

  4. Heute gilt als sicher, dass der größte Teil von Oliver Cowdery aufgeschrieben wurde, während Emma Smith, Martin Harris und möglicherweise noch andere kurzzeitig für Joseph als Schreiber des Buches Mormon tätig waren.
    Zu Beginn der Übersetzung gab es einen bedeutsamen Zwischenfall: Martin Harris, ein wohlhabender Nachbar und Anhänger von Joseph Smith, der als Schreiber diente, bat Joseph Smith mehrmals, ihm das bisher übersetzte Manuskript zu überlassen, damit er es seiner Frau zeigen könne, die mit seinem, Harris', Engagement ganz und gar nicht einverstanden war. Nach anfänglichem Zögern überließ ihm Joseph Smith das 116-seitige Manuskript, das zu diesem Zeitpunkt im Wesentlichen das "Buch Lehi" enthielt. Bei Martin Harris ging der Text verloren. Joseph Smith behauptete dann, Gott habe ihm geboten, diese Seiten nicht noch einmal zu übersetzen, da böse Menschen das ursprüngliche Manuskript verändert hätten und dann auf die Diskrepanz hinweisen würden, um damit zu beweisen, dass er kein Prophet sei.[3] Diese Episode wird seither immer wieder dazu verwendet, Joseph Smith zu beschuldigen, er habe gar nicht wirklich übersetzt, da er nicht in der Lage gewesen sei, den alten Text zu reproduzieren.

  5. Das Buch Mormon wurde Anfang 1830 bei Egbert Grandin and Company in Palmyra, New York gedruckt und im März veröffentlicht. Diese Erstauflage umfasste 5.000 Exemplare und wurde von Martin Harris finanziert. Die noch existierenden Exemplare der Erstauflage sind heute seltene und sehr teure Sammlerstücke."

    Na ja - warum auch nicht ???

    Ich persönlich warte ja immer noch auf den Tag, an dem hier mal ein qualifizierter Artikel über Ron Paul erscheint !

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