US-Präsidentschaftskandidaten Die US-Republikaner suchen ihren Retter noch
Romney und Santorum führen im Nominierungsrennen der US-Republikaner. Glücklich ist die Partei damit nicht. Sie hofft insgeheim auf einen neuen Kandidaten.
© Don Emmert/AFP/Getty Images

Rick Santorum (links) und Mitt Romney während einer Fernsehdebatte
Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner konzentriert sich auf zwei Bewerber – und ist doch so unberechenbar wie selten zuvor. In der Partei treibt es inzwischen manchem die Sorgenfalten auf die Stirn, dass eine schnelle Entscheidung über den Herausforderer für Barack Obama nicht in Aussicht steht. Zumal für keinen der beiden derzeit führenden Aspiranten rechte Begeisterung aufkommen mag. Ob nun der eher moderate Mitt Romney oder der erzkonservative Rick Santorum: Jeder auf seine Art würde es am Ende schwer haben, die Partei geschlossen hinter sich zu bringen.
Das zeugt zwar auch von einer Spaltung der Republikaner, die es nicht erst seit der Tea-Party-Bewegung gibt. Es ist aber mehr noch Ausdruck einer schleichenden Resignation, die sich langsam Bahn bricht und offenbar in dem Gefühl gipfelt: Wenn wir diese Wahl gewinnen wollen, müssen wir einen anderen Kandidaten haben. Plan B gewissermaßen.
Vermehrte Anzeichen für eine Erholung der Wirtschaft befeuern die schwelende Angst vor dem Scheitern zusätzlich. Seit Monaten sinkt die Arbeitslosigkeit wieder und erreicht Werte wie zuletzt zu Beginn von Obamas Amtszeit. Während dadurch die Umfragewerte für den Präsidenten besser werden, zerfleischen sich die republikanischen Anwärter gegenseitig. Es ist vor diesem Hintergrund kein Wunder, dass sich ihre Debatten häufiger um Positionen zu Abtreibung und Homo-Ehe als um Jobs und Wachstum drehen.
- Interaktive Grafik
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Die Kandidaten der Republikaner konkurrieren in mehr als 50 Vorwahlen um die Nominierung zum US-Präsidentschaftskandidaten der Partei. Wer wird das Rennen machen und bei der Wahl am 6. November gegen Amtsinhaber Barack Obama (Demokraten) antreten? Verfolgen Sie die Entscheidungen in unserer interaktiven Übersicht.
Längst denken die ersten republikanischen Spitzenpolitiker offen darüber nach, was wäre, wenn sich kein Bewerber direkt durchsetzte. In der Regel steht der Kandidat weit vor dem Nominierungsparteitag fest; der ist für August angesetzt. Für wen die Delegierten dort abstimmen, entscheiden in den allermeisten Bundesstaaten die Vorwahlen: Die Stimmen verteilen sich entweder proportional nach dem Abschneiden, oder aber der Gewinner erhält alle Stimmen. In einigen Staaten entscheidet ein Parteitag nach den Vorwahlen. Zumindest im ersten Wahlgang sind die Delegierten im August an diese Entscheidungen gebunden. Hat dabei kein Kandidat eine ausreichende Mehrheit, beginnt hinter den Kulissen das Geschacher – möglich wäre dann auch, einen völlig neuen Namen ins Rennen zu schicken.
Der moderate Mainstream kann mit Santorum wenig anfangen
Spätestens seit seinem Sieg bei den Vorwahlen im bevölkerungsreichen Florida galt Romneys Nominierung, trotz aller Vorbehalte gegen ihn in der konservativen Parteibasis, als nahezu alternativlos. Als er dann überraschend gleich drei Entscheidungen in den US-Bundesstaaten Missouri, Minnesota und Colorado an seinen Widersacher Santorum verlor, war das Rennen plötzlich wieder offen.
Der moderate Mainstream der Republikaner kann mit dem als absoluter Außenseiter gestarteten Santorum wenig anfangen, zumal seine zum Teil radikalen Positionen aus Sicht des Parteiestablishments die Chancen gegen Obama in Grenzen halten. Doch weniger Staat, weniger Steuern, die Ablehnung von Abtreibung und Homo-Ehe – dieses Programm fällt in der Tea-Party-Bewegung auf fruchtbaren Boden. Und aktuelle Umfragen zeigen zudem: Zwar würden beide Bewerber derzeit gegen Obama verlieren, und Romney hätte die besseren Aussichten auf Erfolg – aber eben nicht so viel besser als Santorum. Das ist insofern verwunderlich, als dass Romney immer größere Chancen eingeräumt wurden, die wichtigen Wechselwähler in der Mitte des politischen Spektrums für sich einnehmen zu können.
- Datum 28.02.2012 - 12:58 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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was Santorum tatsächlich bedeutet, gebe einfach mal "Santorum" bei Google ein...:)
Wer die angeblichen Republikaner-Granden sind, bleibt offen. Die Anzeichen ebenso. Am Anfang wird ein großer Popanz (der neue, unbekannte Kandidat) aufgebaut, am Ende dann niedergerissen. Sprachlich ist der Kommentar ohnehin misslungen. Nach "insofern" steht sicher nicht "als dass". Und das bei einer großen deutschen Zeitung. Weitere sprachliche Fehler "zieren" den Artikel. Eine einzige Enttäuschung zu einem zentralen Thema.
Liebe(r) EspritCritique,
danke für den Hinweis auf "insofern" und "als dass" - ist bereits geändert. Den konstruktiven Teil der restlichen Kritik nehme ich ebenfalls gern auf. Beste Grüße, Carsten Luther
Liebe(r) EspritCritique,
danke für den Hinweis auf "insofern" und "als dass" - ist bereits geändert. Den konstruktiven Teil der restlichen Kritik nehme ich ebenfalls gern auf. Beste Grüße, Carsten Luther
was steht zur Verfügung:
- ein Turbo-Kapitalist, Jobvernichter und Sektenangehöriger (Romney)
- ein irrer homophober christlicher Extremist (Santorum)
- ein nicht gerade charismatischer, verwirrter Greis (Paul)
- ein alter, wendehalsiger, unglaubwürderiger Typ, der die USA in die Zahlungsunfähigkeit geführt hatte (Ginrich)
Die wünschen sich doch selbst noch den Bush zurück.
Solange Obama nicht eine Affaire mit seiner Putzfrau anfängt, hat er nichts zu befürchten (und so blöd ist er sicherlich nicht).
"- ein nicht gerade charismatischer, verwirrter Greis (Paul)"
Bitte beschäftigen Sie sich abseits der Mainstreammedien mal mit Ron Paul. Das haben Sie bisher offensichtlich noch nicht getan.
... des zur Wahl stehenden Personals.
dann müßten seine Konkurrenten in die Zwangsjacke
gesteckt werden.
Ich wünschte mir von unseren deutschen Politikern
einmal ähnlich klare Ansagen zur Aussenpolitik,
wie von Ron Paul hier kürzlich auf einer Wahlveranstaltung....
Für US Politiker geradezu "revolutionär" :)
"wir brauchen keinen Krieg gegen Syrien und keinen
gegen den Iran"
www.youtube.com/watch?v=t...
Doppelpost. Die Redaktion/se
Auch, wenn ich Ihre Einschätzung der Kandidaten der GOP nicht teile, so ist eine Frage doch berechtigt: Weshalb sind so profilierte konservative Frauen wie Michele Bachmann und Sarah Palin so schnell aus dem Fokus und in der Versenkung verschwunden?
"- ein nicht gerade charismatischer, verwirrter Greis (Paul)"
Bitte beschäftigen Sie sich abseits der Mainstreammedien mal mit Ron Paul. Das haben Sie bisher offensichtlich noch nicht getan.
... des zur Wahl stehenden Personals.
dann müßten seine Konkurrenten in die Zwangsjacke
gesteckt werden.
Ich wünschte mir von unseren deutschen Politikern
einmal ähnlich klare Ansagen zur Aussenpolitik,
wie von Ron Paul hier kürzlich auf einer Wahlveranstaltung....
Für US Politiker geradezu "revolutionär" :)
"wir brauchen keinen Krieg gegen Syrien und keinen
gegen den Iran"
www.youtube.com/watch?v=t...
Doppelpost. Die Redaktion/se
Auch, wenn ich Ihre Einschätzung der Kandidaten der GOP nicht teile, so ist eine Frage doch berechtigt: Weshalb sind so profilierte konservative Frauen wie Michele Bachmann und Sarah Palin so schnell aus dem Fokus und in der Versenkung verschwunden?
alles nicht so schlimm...die knallchargen sind kandidaten der großen fox-sucht-den-quotenesel-des-monats-show.
wirklich sorgen macht mir die kandidatur von sarah palin 2016.
GOTCHA!
"- ein nicht gerade charismatischer, verwirrter Greis (Paul)"
Bitte beschäftigen Sie sich abseits der Mainstreammedien mal mit Ron Paul. Das haben Sie bisher offensichtlich noch nicht getan.
Energyturnaround hat das schon sehr richtig beschrieben.
Ron Paul ist ein rechter Libertärer, dessen Wirtschaftsideologie selbst die FDP noch aussehen lässt wie einen Verein humanitärer Sozialisten.
Seine Ablehnung der Bush-Doktrin mag löblich sein, aber das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der mann politisch dennoch nicht tragbar ist.
Energyturnaround hat das schon sehr richtig beschrieben.
Ron Paul ist ein rechter Libertärer, dessen Wirtschaftsideologie selbst die FDP noch aussehen lässt wie einen Verein humanitärer Sozialisten.
Seine Ablehnung der Bush-Doktrin mag löblich sein, aber das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der mann politisch dennoch nicht tragbar ist.
... des zur Wahl stehenden Personals.
Bitte bemühen Sie sich um differenzierte Beiträge und konstruktive Kritik. Danke, die Redaktion/fk.
Energyturnaround hat das schon sehr richtig beschrieben.
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