Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich auch der britische Regierungschef David Cameron im Wahlkampf hinter den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy gestellt. "Wir werden Ihr Schicksal in den kommenden Wochen des Wahlkampfes verfolgen und ich sage, ich wünsche Ihnen Glück", sagte Cameron bei einem Treffen mit Sarkozy in Paris .

Er bewundere Sarkozys Mut und Führungsstärke und glaube, dass er für sein Land große Dinge erreicht habe, ergänzte der konservative Premierminister. "Die Unterstützung von David Cameron tut gut", bedankte sich Sarkozy, der in Wahlumfragen deutlich hinter seinem sozialistischen Herausforderer François Hollande liegt.

Bei dem Treffen der beiden Staatschefs ging es um gemeinsame Atompläne zwischen Frankreich und Großbritannien . Die beiden Länder wollen in Zukunft bei der zivilen Nutzung von Atomkraft zusammenarbeiten. Zudem verständigten sich die Staatschefs auf gemeinsame Verteidigungsprojekte. Unter anderem ist die Entwicklung eines unbemannten Überwachungsflugzeuges geplant. Von dem unbemannten Kampfflugzeug solle es bis 2020 einen ersten Prototypen geben.

Bei der verstärkten Zusammenarbeit im Bereich der zivilen Nukleartechnik geht es vor allem um den Bau von zwei leistungsstarken Druckwasserreaktoren nahe der südenglischen Stadt Bridgewater. Bei dem sogenannten Hinkley-Point-Projekt wird die Kooperation zwischen dem britischen Rolls-Royce-Konzern und den französischen Unternehmen Areva und EDF weiter ausgebaut. Insgesamt erhofft sich Rolls Royce durch die Partnerschaft Aufträge im Gegenwert von bis zu 400 Millionen Pfund.

Sarkozy fordert syrische Opposition zur Einheit auf

Auf dem Gipfel forderten Sarkozy und Cameron zudem die syrische Opposition zur Einheit auf. Die Zersplitterung der Regierungsgegner sei eine ebenso große Hürde bei der Krisenlösung wie die Weigerung von Russland und China , im UN-Sicherheitsrat die Regierungsgewalt zu verurteilen, sagte Frankreichs Präsident.

"Wir werden nicht akzeptieren, dass ein Diktator sein Volk abschlachtet, aber die Revolution wird nicht von außen geführt", sagte Sarkozy. "Wie in Tunesien , Ägypten und Libyen muss sie von innen angeführt werden." Cameron sprach sich erneut dafür aus, den Druck auf das Regime zu erhöhen. Als Teil der Hilfe für die durch die Kämpfe notleidende Bevölkerung kündigte der Regierungschef Lebensmittelhilfen für rund 20.000 Syrer an.