Präsidentenwahl Frankreich Hollande will Spitzensteuersatz von 75 Prozent
Der Spitzenkandidat der französischen Sozialisten hat angekündigt, Einkommensmillionäre mit 75 Prozent zu besteuern. Zudem plant er Steuererleichterungen zu streichen.
© Desk-Photo France/AFP/Getty Images

Der Präsidentschaftskandidat der französischen Sozialisten, François Hollande
Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande will im Falle eines Wahlsieges in Frankreich einen Spitzensteuersatz von 75 Prozent einführen. Dieser solle für Einkommen von über eine Million Euro im Jahr gelten, sagte Hollande im Fernsehsender TV1. Er zielt damit auf die hohen Einkommen französischer Spitzenmanager.
Zudem sollten unter Präsident Nicolas Sarkozy eingeführte Steuererleichterungen zurückgenommen werden, sagte Hollande. Das System solle insgesamt fairer gestaltet werden, etwa auch durch höhere Kapitalertragssteuern.
Hollande liegt in Umfragen derzeit deutlich vor Amtsinhaber Sarkozy, der sich erneut zur Wahl stellt. Die künftige Steuerpolitik ist ein wichtiges Thema im Wahlkampf. Sarkozy hatte kürzlich geringere Belastungen für Geringverdiener in Aussicht gestellt.
In Frankreich wird in zwei Wahlgängen im April und Mai ein neuer Präsident gewählt. Den jüngsten Umfragen zufolge würde Hollande in der zweiten Runde zwölf Prozentpunkte vor Sarkozy liegen.
- Datum 28.02.2012 - 09:37 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, AFP
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Viel interessanter wird sein, wenn er gewinnt, ob er das Versprechen auch einhalten kann.
Ein hoher Spitzensteuersatz, bei zB gleichzeitig verringertem Mehrwetssteuersatz wäre jedenfalls auch hierzulande wichtig. Leider ist da von Schwarz-Gelb aber auch Rot-Grün wenig zu erwarten.
Selbst Griechenland kriegt es ja noch nicht hin ihre Reichen entsprechend zu besteuern.
...dass das in einem EUROpäischen Kapitalfreizügigkeits- und Freihandelsland, in dem man sich auch noch von den Finanzmärkten abhängig gemacht hat, nicht umgesetzt wird und wenn, könnte es tatsächlich auch negative Folgen haben. Ich würde den Managern ohne weiteres zutrauen, dass sie Pro-Forma die Konzernholding nach Irland verlegen, einfach um ihr Einkommen zu retten. Fraglich ob Hollande dann den Mut hat, dagegen anzugehen und die neoliberale EU-Doktrin zu gefährden. Ich bezweifle es.
ist Frankreich kein kleiner Fisch in der EU. Somit könnte man sehr gut Druck auf Deutschland und Co. ausüben.
Nicht die Einkommensmillionäre sondern die Vermögensmillionäre!
Dahingehend gibt es nämlich aufgrund der mittlerweile undurchsichtigen Vielzahl von Vermögensmöglichkeiten (Immobilien, Tochtergesellschaften, Banken/Wertpapiere, Aktien etc. pp) noch KEINE vernünftige statistische Methodik dabei die Ungleichheiten festzustellen!
Als wäre das nicht genug ist es zumindest in Deutschland so, dass man die deutschen Gesamtschulden mit dem Vermögen mehr als 4x (!!!) bezahlen könnte! Das Privatvermögen liegt nämlich zwischen 8 und 10 Billionen Euro!
Quelle: http://www.spiegel.de/wir...
Übrigens zur Vermögensverteilung: Ein Prozent der deutschen Bevölkerung besitzt 23% des Volksvermögens!
10% der Gesamtbevölkerung besitzen rund 60% des Volksvermögens!
Quelle: destatis
Einkommensmillionäre besteuern? Halte ich für Schwachsinn!
Man umgeht damit nämlich die unbequeme Frage, Vermögen zu besteuern, Erben zu besteuern usw.!
Die Steuer angemessen einzusammeln. Der Steuersatz an sich ist da gar nicht das große Problem.
75% ist krank. Ganz abgesehen davon, dass es das Land unattraktiv für Großverdiener macht. Hollande zielt auf die Wirkung der Zahl bei gewissen Wählerschichten, nutzen wird es dem Land nicht viel.
...dass das in einem EUROpäischen Kapitalfreizügigkeits- und Freihandelsland, in dem man sich auch noch von den Finanzmärkten abhängig gemacht hat, nicht umgesetzt wird und wenn, könnte es tatsächlich auch negative Folgen haben. Ich würde den Managern ohne weiteres zutrauen, dass sie Pro-Forma die Konzernholding nach Irland verlegen, einfach um ihr Einkommen zu retten. Fraglich ob Hollande dann den Mut hat, dagegen anzugehen und die neoliberale EU-Doktrin zu gefährden. Ich bezweifle es.
ist Frankreich kein kleiner Fisch in der EU. Somit könnte man sehr gut Druck auf Deutschland und Co. ausüben.
Nicht die Einkommensmillionäre sondern die Vermögensmillionäre!
Dahingehend gibt es nämlich aufgrund der mittlerweile undurchsichtigen Vielzahl von Vermögensmöglichkeiten (Immobilien, Tochtergesellschaften, Banken/Wertpapiere, Aktien etc. pp) noch KEINE vernünftige statistische Methodik dabei die Ungleichheiten festzustellen!
Als wäre das nicht genug ist es zumindest in Deutschland so, dass man die deutschen Gesamtschulden mit dem Vermögen mehr als 4x (!!!) bezahlen könnte! Das Privatvermögen liegt nämlich zwischen 8 und 10 Billionen Euro!
Quelle: http://www.spiegel.de/wir...
Übrigens zur Vermögensverteilung: Ein Prozent der deutschen Bevölkerung besitzt 23% des Volksvermögens!
10% der Gesamtbevölkerung besitzen rund 60% des Volksvermögens!
Quelle: destatis
Einkommensmillionäre besteuern? Halte ich für Schwachsinn!
Man umgeht damit nämlich die unbequeme Frage, Vermögen zu besteuern, Erben zu besteuern usw.!
Die Steuer angemessen einzusammeln. Der Steuersatz an sich ist da gar nicht das große Problem.
75% ist krank. Ganz abgesehen davon, dass es das Land unattraktiv für Großverdiener macht. Hollande zielt auf die Wirkung der Zahl bei gewissen Wählerschichten, nutzen wird es dem Land nicht viel.
Gibt es jemanden, der eine Steuerlast von 75% für fair hält? Wie auch immer, die Reichen werden ihr Einkommen halt einfach verdoppeln, damit genug für sie herausspringt.
Es wäre ganz gut, wenn in dem Artikel erklärt wird, was genau ein Spitzensteuersatz ist. Das ist offenbar nicht jedem klar und das ist auch verständlich. Ein Spitzensteuersatz von 75% bei einem Einkommen von 1.000.000 bedeutet, dass alles, was diesen Betrag von 1 Millionen übersteigt mit 75% besteuert wird. Das Einkommen unter 1 Millionen wird nicht mit 75% besteuert.
Die Leute müssten also nicht 75% ihres gesamten Einkommens abgeben.
"Gibt es jemanden, der eine Steuerlast von 75% für fair hält?"
Ja gibt es.
Nach Steuern bleibt noch unverschämt viel übrig.
Ich halte hohe Spitzensteuersätze nicht nur für gerecht, sondern für unverzichtbar, um ein Weltwirtschaftskrise zu vermeiden.
Im übrigen waren die Einkommensteuern für Reiche nach dem 2. Weltkrieg deutlich höher als heute. Z.B. hatten die USA als Mutterland des Kapitalismus in der Hochzeit des Kalten Krieges einen Spitzensteuersatz von über 90%!
Quelle: http://www.taxfoundation....
(Bei Wikipedia werden leider nicht ganz richtige Sätze angezeigt.)
Zum Glück sind solche Steuersätze bei uns verfassungswidrig. Bei 75% könnten wir ansonsten auch gleich den Kommunismus einführen.
Kein Mensch kann soviel mehr leisten als eine Altenpflegerin, um solch hohe Einkommen zu rechtfertigen. Dieser hohe Spitzensteuersatz ist ein Korrektiv einer perversen und asozialen Verzerrung im Lohngefüge.
Viel interessanter fände ich noch die gesetzliche Einführung eines Verhältnisses im innerbetrieblichen Lohngefüge.
Ich glaube, es war Carnegy, der einmal äußerte, dass in einem Unternehmen der bestbezahlte maximal das 20fache des schlechtbezahltesten erhalten solle.
Bei 400 € Minijobs wären das 8000 € Euro Spitzengehälter in einem Unternehmen ;)
Jeder Manager, der mehr Einkommen möchte muss also dafür sorgen, dass auch alle anderen Gehaltsgruppen mehr bekommen.
MfG
AoM
... kann das durch Besteuerung nicht mehr kompensiert werden.
Leider setzt auch Hollande an der falschen Stelle an. Einzig sinnvoll wäre, dass innerhalb eines Betriebs die Stundenbezahlung z. B. max. um den Faktor 20 auseinander liegen kann.
In den 70ern, als der Kapitalismus noch erträglich war, lagen die Löhne max. etwa um den Faktor 17 auseinander. Heute, bei unerträglichem Kapitalismus, ist häufig bei Faktor 200 noch kein Halten.
...verlagern - so einfach ist das. Und daran kann sie keiner hindern, es sei denn, Frankreich mauert sich ein. Gerecht oder nicht gerecht ist eine reine Scheindebatte. Wer Spitzensteuersätze von 75 % einführt verteibt seine besten Steuerzahler. Die Schmerzgrenze dürfte bei 50% liegen.
das wird nicht funktionieren, weil die Rechnung ohne denen gemacht würde, die das System am Laufen halten: den Verbrauchern und den Produzierenden. Wenn das Einkommen nicht stimmt, kann auch nicht konsummiert werden!
... ist völlig verrückt.
Die betroffenen Personen werden alle in die französischsprachige Schweiz an den Genfer See ziehen.
genug ist das gewichtige wort - in einer gesellschaft, in der er es von nichts genug gibt, auch wenn man in genug von allem ertrinkt.
sind ihnen bei einer million "verdienst" 250.000 euro nicht genug?
könnten sie damit nicht leben?
was muss man dann ihrer meinung nach tun, damit man es "verdient" 250.000 euro zu bekommen?
eine firma führen?
im vorstand sitzen?
("wert-")papier verkaufen?
ihren müll beseitigen?
feuer löschen?
auf ihre kinder aufpassen?
ihnen den hintern wischen, wenn sie es selbst nicht mehr können?
menschen, denen solche summen nicht genug sind, die andere eine lebzeit nicht verdienen können, tun mir eigentlich leid. denn ihnen ist weder mit 250.000 noch mit 250.000.000 euro geholfen, da es ihnen nie genug sein wird.
Es wäre ganz gut, wenn in dem Artikel erklärt wird, was genau ein Spitzensteuersatz ist. Das ist offenbar nicht jedem klar und das ist auch verständlich. Ein Spitzensteuersatz von 75% bei einem Einkommen von 1.000.000 bedeutet, dass alles, was diesen Betrag von 1 Millionen übersteigt mit 75% besteuert wird. Das Einkommen unter 1 Millionen wird nicht mit 75% besteuert.
Die Leute müssten also nicht 75% ihres gesamten Einkommens abgeben.
"Gibt es jemanden, der eine Steuerlast von 75% für fair hält?"
Ja gibt es.
Nach Steuern bleibt noch unverschämt viel übrig.
Ich halte hohe Spitzensteuersätze nicht nur für gerecht, sondern für unverzichtbar, um ein Weltwirtschaftskrise zu vermeiden.
Im übrigen waren die Einkommensteuern für Reiche nach dem 2. Weltkrieg deutlich höher als heute. Z.B. hatten die USA als Mutterland des Kapitalismus in der Hochzeit des Kalten Krieges einen Spitzensteuersatz von über 90%!
Quelle: http://www.taxfoundation....
(Bei Wikipedia werden leider nicht ganz richtige Sätze angezeigt.)
Zum Glück sind solche Steuersätze bei uns verfassungswidrig. Bei 75% könnten wir ansonsten auch gleich den Kommunismus einführen.
Kein Mensch kann soviel mehr leisten als eine Altenpflegerin, um solch hohe Einkommen zu rechtfertigen. Dieser hohe Spitzensteuersatz ist ein Korrektiv einer perversen und asozialen Verzerrung im Lohngefüge.
Viel interessanter fände ich noch die gesetzliche Einführung eines Verhältnisses im innerbetrieblichen Lohngefüge.
Ich glaube, es war Carnegy, der einmal äußerte, dass in einem Unternehmen der bestbezahlte maximal das 20fache des schlechtbezahltesten erhalten solle.
Bei 400 € Minijobs wären das 8000 € Euro Spitzengehälter in einem Unternehmen ;)
Jeder Manager, der mehr Einkommen möchte muss also dafür sorgen, dass auch alle anderen Gehaltsgruppen mehr bekommen.
MfG
AoM
... kann das durch Besteuerung nicht mehr kompensiert werden.
Leider setzt auch Hollande an der falschen Stelle an. Einzig sinnvoll wäre, dass innerhalb eines Betriebs die Stundenbezahlung z. B. max. um den Faktor 20 auseinander liegen kann.
In den 70ern, als der Kapitalismus noch erträglich war, lagen die Löhne max. etwa um den Faktor 17 auseinander. Heute, bei unerträglichem Kapitalismus, ist häufig bei Faktor 200 noch kein Halten.
...verlagern - so einfach ist das. Und daran kann sie keiner hindern, es sei denn, Frankreich mauert sich ein. Gerecht oder nicht gerecht ist eine reine Scheindebatte. Wer Spitzensteuersätze von 75 % einführt verteibt seine besten Steuerzahler. Die Schmerzgrenze dürfte bei 50% liegen.
das wird nicht funktionieren, weil die Rechnung ohne denen gemacht würde, die das System am Laufen halten: den Verbrauchern und den Produzierenden. Wenn das Einkommen nicht stimmt, kann auch nicht konsummiert werden!
... ist völlig verrückt.
Die betroffenen Personen werden alle in die französischsprachige Schweiz an den Genfer See ziehen.
genug ist das gewichtige wort - in einer gesellschaft, in der er es von nichts genug gibt, auch wenn man in genug von allem ertrinkt.
sind ihnen bei einer million "verdienst" 250.000 euro nicht genug?
könnten sie damit nicht leben?
was muss man dann ihrer meinung nach tun, damit man es "verdient" 250.000 euro zu bekommen?
eine firma führen?
im vorstand sitzen?
("wert-")papier verkaufen?
ihren müll beseitigen?
feuer löschen?
auf ihre kinder aufpassen?
ihnen den hintern wischen, wenn sie es selbst nicht mehr können?
menschen, denen solche summen nicht genug sind, die andere eine lebzeit nicht verdienen können, tun mir eigentlich leid. denn ihnen ist weder mit 250.000 noch mit 250.000.000 euro geholfen, da es ihnen nie genug sein wird.
in Deutschland sieht es so aus:
Im Jahr 1970 musste man sich, statistisch gesehen, ab einem Verdienst der das 9,4-fache des damaligen Durchschnittsverdienstes betrug mit dem Spitzensteuersatz besteuern lassen.
Im Jahr 1980 war es noch das 4,4-fache, 1990 das 2,9-fache, 2000 das 2,3-fache und in 2010 das 1,8-fache.
Der Spitzensteuersatzes trifft hier somit nicht nur wenige tatsächliche Großverdiener sondern fast schon die breite Masse. Die Mittelschicht mit 30.000€ bis 100.000€ brutto muss entlastet werden!
Was in Frankreich abläuft kann ich teils verstehen (ab 1Mio), aber der Satz ist eindeutig 20% zu hoch.
...sinnvoll wäre ein automatischer jährlicher Ausgleich der kalten Progression. Aber für Politiker ist das halt schön bequem, ohne offensichtliche Gesetzesveränderung immer mehr kassieren...
Wie dumm und populistisch seine Ankündigung ist, könnte man an folgendem Gedanken sehen:
Die Unternehmen gehen hin, und zahlen statt der 1 Mio nur noch 500.000 € p.a., sparen also genau die Hälfte ein. Wie hoch mag bei diesem Einkommen der Spitzensteuersatz liegen? Bei 50 oder 60 Prozent? Über den Ausglauch der Differenz zu dem bisherigen Netto wird man bestimmt legale Wege finden...
So wird sich der Staat nicht nur selbst in die Füße schießen, sondern vermutlich auch einen Teil der besten Manager ans Ausland verlieren. Aber da wird Hollande auch noch hinter kommen.
Was mir allerdings zu denken gibt: Die Skandinavier, hier insbesondere die Schweden, hatten unter Olov Palme bei den Abgaben insgesamt Prozente bis 98!!
Erst als dieses System beendet wurde, ging es mit Schweden wieder langsam aufwärts. Wer jeden Ehrgeiz wegbesteuert, wird die Eliten verlieren. Manche lernen's eben nie.
Die Angaben zur Gesamtsteuergestaltung und damit entscheidend zur Höhe des Spitzensteuersatzes fehlen. Sie könne folglich keine Aussagen über die Einkommensbelastung machen. Liefern Sie doch die benötigten Faktoren nach.
Wir haben einige Jahre in Frankreich gelebt und insbesondere das Familiensplitting schätzen gelernt. Aber das hat noch de Gaulle erfinden lassen.
Ihrem Kommentar ist unbedingt zuzustimmen, aber schauen Sie sich mal das Steuerkonzept der SPD an. Als ehemaliges Mitglied kann man sich nur noch schämen, denn -wie Sie richtig feststellen- ist die Große Koalition der Mittelstandsbelaster immer noch aktiv.
Und noch ein Gesichtspunkt: Der Mittelständler, der sein Unternehmen mangels Nachwuchs verkauft, würde je nach Brnache dann nur noch eine Minirente zu erwarten haben.
Altersarmut made by Sozialistische Internationale.
und jede Anpassung der Steuerstufen an die Inflation als "Entlastung der Besserverdienenden" diskreditiert wird, ist ab 2020 der Spitzensteuersatz ab dem durchschnittlichen Einkommen fällig (oder auch schon darunter).
Es wäre glaubwürdiger, wenn die Möglichkeiten zur Abschreibung reduziert werden. Ein Spitzensteuersatz ab 100.000 Euro bringt nichts, wenn man sich arm rechnen kann.
Gehen Sie da nach den Aussagen von Politikern? Solche Leute, die behaupten, dein Handwerkmeister würde locker auf den Spitzensteuernsatz kommen, obwohl man auf entsprechenden Plattformen im Internet, wo diese ihre Gehalt offen legen sieht, dass die meisten nichtmal auf die Hälfte kommen?
Wir haben Meinungsdiktatur in diesem Land, was die Stimmen von Medien und Politik betrifft, von denen werden sie selten die Wahrheit erfahren. Da sind wir wie Russland, nur dass hier keine Menschen eingesperrt werden, was strategisch weitaus klüger ist fürs Lügen. Ein Lügner, der Gewalt anwendet, macht sich weit verdächtiger, als ein gewaltloser.
Zumal Sie bedenken müssen, was der Faktor 1,8 bedeutet. 1000 ist das zehnfache von 100, aber 2000 lediglich das doppelte von 1000. Dennoch, obwohl wir einmal Faktor 10 und einmal Faktor 2 haben, ist der eigentliche Unterschied 900 und 1000.
Zumal der Durchschnittslohn ja auch von den Spitzengehälter nach oben gezogen wird. Wenn sie 1000 Menschen mit 1000€ Einkommen im Monat haben und einen mit mit einer Million ist das Durchschnittseinkommen 1998€ im Monat. Da haben die 1000 Menschen plötzlich statt 12.000€ Jahreseinkommen fast 24.000€.
Und wer 50.000€ im Jahr verdient, muss zwar nicht extra belastet werden, aber auch nicht entlastet. Das sind über 4000€ pro Monat und damit bereits das drei- bis vierfache, das andere Menschen für den gleichen Arbeitsaufwand bekommen.
...sinnvoll wäre ein automatischer jährlicher Ausgleich der kalten Progression. Aber für Politiker ist das halt schön bequem, ohne offensichtliche Gesetzesveränderung immer mehr kassieren...
Wie dumm und populistisch seine Ankündigung ist, könnte man an folgendem Gedanken sehen:
Die Unternehmen gehen hin, und zahlen statt der 1 Mio nur noch 500.000 € p.a., sparen also genau die Hälfte ein. Wie hoch mag bei diesem Einkommen der Spitzensteuersatz liegen? Bei 50 oder 60 Prozent? Über den Ausglauch der Differenz zu dem bisherigen Netto wird man bestimmt legale Wege finden...
So wird sich der Staat nicht nur selbst in die Füße schießen, sondern vermutlich auch einen Teil der besten Manager ans Ausland verlieren. Aber da wird Hollande auch noch hinter kommen.
Was mir allerdings zu denken gibt: Die Skandinavier, hier insbesondere die Schweden, hatten unter Olov Palme bei den Abgaben insgesamt Prozente bis 98!!
Erst als dieses System beendet wurde, ging es mit Schweden wieder langsam aufwärts. Wer jeden Ehrgeiz wegbesteuert, wird die Eliten verlieren. Manche lernen's eben nie.
Die Angaben zur Gesamtsteuergestaltung und damit entscheidend zur Höhe des Spitzensteuersatzes fehlen. Sie könne folglich keine Aussagen über die Einkommensbelastung machen. Liefern Sie doch die benötigten Faktoren nach.
Wir haben einige Jahre in Frankreich gelebt und insbesondere das Familiensplitting schätzen gelernt. Aber das hat noch de Gaulle erfinden lassen.
Ihrem Kommentar ist unbedingt zuzustimmen, aber schauen Sie sich mal das Steuerkonzept der SPD an. Als ehemaliges Mitglied kann man sich nur noch schämen, denn -wie Sie richtig feststellen- ist die Große Koalition der Mittelstandsbelaster immer noch aktiv.
Und noch ein Gesichtspunkt: Der Mittelständler, der sein Unternehmen mangels Nachwuchs verkauft, würde je nach Brnache dann nur noch eine Minirente zu erwarten haben.
Altersarmut made by Sozialistische Internationale.
und jede Anpassung der Steuerstufen an die Inflation als "Entlastung der Besserverdienenden" diskreditiert wird, ist ab 2020 der Spitzensteuersatz ab dem durchschnittlichen Einkommen fällig (oder auch schon darunter).
Es wäre glaubwürdiger, wenn die Möglichkeiten zur Abschreibung reduziert werden. Ein Spitzensteuersatz ab 100.000 Euro bringt nichts, wenn man sich arm rechnen kann.
Gehen Sie da nach den Aussagen von Politikern? Solche Leute, die behaupten, dein Handwerkmeister würde locker auf den Spitzensteuernsatz kommen, obwohl man auf entsprechenden Plattformen im Internet, wo diese ihre Gehalt offen legen sieht, dass die meisten nichtmal auf die Hälfte kommen?
Wir haben Meinungsdiktatur in diesem Land, was die Stimmen von Medien und Politik betrifft, von denen werden sie selten die Wahrheit erfahren. Da sind wir wie Russland, nur dass hier keine Menschen eingesperrt werden, was strategisch weitaus klüger ist fürs Lügen. Ein Lügner, der Gewalt anwendet, macht sich weit verdächtiger, als ein gewaltloser.
Zumal Sie bedenken müssen, was der Faktor 1,8 bedeutet. 1000 ist das zehnfache von 100, aber 2000 lediglich das doppelte von 1000. Dennoch, obwohl wir einmal Faktor 10 und einmal Faktor 2 haben, ist der eigentliche Unterschied 900 und 1000.
Zumal der Durchschnittslohn ja auch von den Spitzengehälter nach oben gezogen wird. Wenn sie 1000 Menschen mit 1000€ Einkommen im Monat haben und einen mit mit einer Million ist das Durchschnittseinkommen 1998€ im Monat. Da haben die 1000 Menschen plötzlich statt 12.000€ Jahreseinkommen fast 24.000€.
Und wer 50.000€ im Jahr verdient, muss zwar nicht extra belastet werden, aber auch nicht entlastet. Das sind über 4000€ pro Monat und damit bereits das drei- bis vierfache, das andere Menschen für den gleichen Arbeitsaufwand bekommen.
"Das System solle insgesamt fairer gestaltet werden, etwa auch durch höhere Kapitalertragssteuern."
Traurigerweise lese ich diesen Satz und denke mir, es ist derzeit unvorstellbar, ähnliche Aussagen aus dem Munde eines der führenden Akteure der deutschen Sozialdemokraten zu hören. Vielleicht merken selbige nach Hollande's Wahlsieg, woran es liegt, dass die SPD die 30%-Marke derzeit nur von unten sieht...
Nur dass das auch die kleinen Aktionäre trifft. Aber es ist natürlich besser, das Ersparte auf dem Sparkonto zu lassen. Dann sind die Bankgebühren nebst Inflationsabwertung höher als die Zinsen. Supergerecht, supersozial und richtig motivierend.
"Traurigerweise lese ich diesen Satz und denke mir, es ist derzeit unvorstellbar, ähnliche Aussagen aus dem Munde eines der führenden Akteure der deutschen Sozialdemokraten zu hören."
Wie auch. War es nicht die Agendapolitik von rot-grün, welche die Lohndumpingpolitik der letzten Jahre eingeleitet hat?
"Vielleicht merken selbige nach Hollande's Wahlsieg, woran es liegt, dass die SPD die 30%-Marke derzeit nur von unten sieht..."
Der hat noch lange nicht gewonnen.
Nur dass das auch die kleinen Aktionäre trifft. Aber es ist natürlich besser, das Ersparte auf dem Sparkonto zu lassen. Dann sind die Bankgebühren nebst Inflationsabwertung höher als die Zinsen. Supergerecht, supersozial und richtig motivierend.
"Traurigerweise lese ich diesen Satz und denke mir, es ist derzeit unvorstellbar, ähnliche Aussagen aus dem Munde eines der führenden Akteure der deutschen Sozialdemokraten zu hören."
Wie auch. War es nicht die Agendapolitik von rot-grün, welche die Lohndumpingpolitik der letzten Jahre eingeleitet hat?
"Vielleicht merken selbige nach Hollande's Wahlsieg, woran es liegt, dass die SPD die 30%-Marke derzeit nur von unten sieht..."
Der hat noch lange nicht gewonnen.
Es wäre ganz gut, wenn in dem Artikel erklärt wird, was genau ein Spitzensteuersatz ist. Das ist offenbar nicht jedem klar und das ist auch verständlich. Ein Spitzensteuersatz von 75% bei einem Einkommen von 1.000.000 bedeutet, dass alles, was diesen Betrag von 1 Millionen übersteigt mit 75% besteuert wird. Das Einkommen unter 1 Millionen wird nicht mit 75% besteuert.
Die Leute müssten also nicht 75% ihres gesamten Einkommens abgeben.
"Es wäre ganz gut, wenn in dem Artikel erklärt wird, was genau ein Spitzensteuersatz ist. Das ist offenbar nicht jedem klar und das ist auch verständlich. Ein Spitzensteuersatz von 75% bei einem Einkommen von 1.000.000 bedeutet, dass alles, was diesen Betrag von 1 Millionen übersteigt mit 75% besteuert wird."
Nicht zu vergessen, dass es dabei nur um die Besteuerung der privaten Einkünfte geht, nicht um Unternehmensgewinne.
Aber an Aufklärung dieser Art besteht kein Interesse!
Nach wie vor verbreiten Journalisten die Mär vom "scheuen Reh" Kapital. Ein hervorragender Marketing-Coup, weil Bambi süss und harmlos ist, und niemandem etwas zu leide tut. Also lasst es doch bitte friedlich grasen!
Die "Populisten" Gysi und Lafontaine haben schon hunderte Male darauf hingewiesen, dass man Kapitalflucht sehr schnell unterbinden kann, indem man die US-amerikanische Steuerregelung übernimmt, nach der eine Unterbesteuerung im Ausland zu einer Ausgleichsbesteuerung im Inland führt. Allein, es nutzt nichts, weil solche Argumente nicht aufgegriffen werden. Stattdessen berichtet man lieber über Wut-Oskars und die Präsidentschaftskandidaten der LINKEN.
Wes Brot ich ess´, des Knecht ich bin - und genau deshalb ist "Journalist" in meinen Augen ein unehrenhafter Beruf. Und nicht nur in meinen, sondern auch in denen des grössten Teils der Bevölkerung. Imagemässig landet der Beruf des Journalisten regelmässig auf dem vorletzten Platz, vor den Politikern.
"Es wäre ganz gut, wenn in dem Artikel erklärt wird, was genau ein Spitzensteuersatz ist. Das ist offenbar nicht jedem klar und das ist auch verständlich. Ein Spitzensteuersatz von 75% bei einem Einkommen von 1.000.000 bedeutet, dass alles, was diesen Betrag von 1 Millionen übersteigt mit 75% besteuert wird."
Nicht zu vergessen, dass es dabei nur um die Besteuerung der privaten Einkünfte geht, nicht um Unternehmensgewinne.
Aber an Aufklärung dieser Art besteht kein Interesse!
Nach wie vor verbreiten Journalisten die Mär vom "scheuen Reh" Kapital. Ein hervorragender Marketing-Coup, weil Bambi süss und harmlos ist, und niemandem etwas zu leide tut. Also lasst es doch bitte friedlich grasen!
Die "Populisten" Gysi und Lafontaine haben schon hunderte Male darauf hingewiesen, dass man Kapitalflucht sehr schnell unterbinden kann, indem man die US-amerikanische Steuerregelung übernimmt, nach der eine Unterbesteuerung im Ausland zu einer Ausgleichsbesteuerung im Inland führt. Allein, es nutzt nichts, weil solche Argumente nicht aufgegriffen werden. Stattdessen berichtet man lieber über Wut-Oskars und die Präsidentschaftskandidaten der LINKEN.
Wes Brot ich ess´, des Knecht ich bin - und genau deshalb ist "Journalist" in meinen Augen ein unehrenhafter Beruf. Und nicht nur in meinen, sondern auch in denen des grössten Teils der Bevölkerung. Imagemässig landet der Beruf des Journalisten regelmässig auf dem vorletzten Platz, vor den Politikern.
"Gibt es jemanden, der eine Steuerlast von 75% für fair hält?"
Ja gibt es.
Nach Steuern bleibt noch unverschämt viel übrig.
Purer Neid.
Purer Neid.
Über den Satz von 75 Prozent kann man sicherlich diskutieren, aber insgesamt wäre es auch in Deutschland angezeigt die Top-Verdiener wieder mehr in die Verantwortung zunehmen. Im Übrigen gibt es ja auch eine ganze Reihe von Millionären, die das ebenso sehen.
Derzeit ist es doch so, dass eine große Zahl von Menschen garkeine Steuern zahlt, weil sie schlicht zu wenig verdienen als dass man ihnen noch etwas wegnehmen könnte. Im Gegenteil: viele müssen sogar noch aufstocken. Und die Hauptlast tragen die Leute mit mittleren Einkommen, die einerseits das Lohndumping und andererseits die Steuerentlastungen für Top-Verdiener und Unternehmer bezahlen. Ganz zu schweigen von Sonderlasten ala Griechenland....
Und dabei soll man auch noch brav selbst für den Ruhestand vorsorgen und nebenbei am Besten noch 3 bis 4 Kinder großziehen.
Sollte es nicht auch dem gemeinen Politiker auffallen, dass hier eine erhebliche Diskrepanz zwischen Wunsch und Realität vorherrscht?
lässt wie es die unsrige teils tut, darf sich nicht wundern wenn sie "ausblutet".
Seit wann bekommt man die Kinderzahl vorgeschrieben? der Staat als ZEnsor per dekret?
Und man sollte nicht immer auf irgend einen Scheiß Populismus rein fallen. Es gibt acuh genug Millionäre , die nicht mehr zahlen wollen. Klingt neu ,oder?
Unglaublich, wie diese Gutmenschen und TUgendapostel a la Ernst Prost oder Probst oder Obst..das Volk aufhezen.
PS: der Mann wohnt in einem Schloss und macht mir Vorschriften
lässt wie es die unsrige teils tut, darf sich nicht wundern wenn sie "ausblutet".
Seit wann bekommt man die Kinderzahl vorgeschrieben? der Staat als ZEnsor per dekret?
Und man sollte nicht immer auf irgend einen Scheiß Populismus rein fallen. Es gibt acuh genug Millionäre , die nicht mehr zahlen wollen. Klingt neu ,oder?
Unglaublich, wie diese Gutmenschen und TUgendapostel a la Ernst Prost oder Probst oder Obst..das Volk aufhezen.
PS: der Mann wohnt in einem Schloss und macht mir Vorschriften
Das Problem sind nicht erfolgreiche Unternehmer, die all ihr Vermögen in ihren Betriebsmitteln haben, und für dieses Risiko auch eine entsprechende Entlohnung verdienen
Die Finanzkrise mit all ihren Luftbuchungen, ungedeckten Forderungen und Fremdkapital-Hebeln hat gezeigt: Das Problem ist der Versuch der Finanzalchemie, aus Geld leistungslos mehr Geld machen zu wollen.
Es würde daher schon reichen, Hollande würde seine Ankündigung, Kapitalertragssteuern zu erhöhen, konsequent in die Tat umsetzen.
.. aber noch nicht die Lösung.
Kapitalertragssteuern sind Kosten. Kosten werden stets zum Endverbraucher durchgereicht.
Jemand der Millionen an Einkommen hat, bezieht zum allergrößten Anteil "leistungslose Einkommen". Also Einkommen nicht aus Eigenleistung, sondern aus Leistung Dritter. Wenn diese Dritten zu drei Vierteln für den Staat schuften, und nur noch zu einem Drittel für den Lehensherr, dann ist das ein Anfang, aber nicht die Lösung, denn das systeminheränte Problem der Kapitalakkumulation wird auch diese Maßnahme nicht beseitigen - bestenfalls bremsen.
Oder anders gesprochen: wenn ich ein paar Millionen Einkommen im Jahr habe, dann kratzt es mich herzlich wenig, ob davon 25% oder 75% an den Fiskus gehen - auch mit Pfahlsitzen wird sich mein Reichtum weiter mehren.
Genauer gesagt kratzt mich keine Steuer mehr, sobald ich auf der Gewinnerseite des Zins-Pyramidenspiels bin. Ob man zu dieser Klientel gehört kann man übrigens daran festmachen, daß man sich als Kunde für DB Private Banking und die ganzen Privatbanken qualifiziert - und nicht bloß mit einem positiven Betrag auf dem Konto, wie die Reste der Mittelschicht sich in Sicherheit wähnt und dabei auf dem vermeintlichen Pöbel rumtreten.
Ohne fundamentale Änderung der Spielregeln ("Rettungsschirme"=Privatisierung von Gewinnen+Sozialisierung von Verlulsten, Vermögenssteuern, Erbschaftssteuern) wird man m.E. die Zyklen unserer Bubble-Monopoly-Economy nicht in den Griff bekommen.
Sie sprechen ja das Problem an. Haben wir in Europa tatsächlich ein Kapitalismusproblem? Nein! Wir haben in Europa gar keinen Kapitalismus. In einem kapitalistischen und wettbewerbswirtschaftlichem System wird Misswirtschaft bestraft. Unternehmen gehen, ja müssen sogar pleite gehen könne, wenn Sie schlecht wirtschaften. Was ist in Deutschland? Da rufen die Vorstände nach Hilfsgeldern und schieben Arbeitsplätze zur Erpressung vor. Der Staat rettet und zementiert damit Ungleichgewichte, genau wie er mit Subventionen Ungleichgewichte zementiert und Wirtschaftszweige erschafft, die alleine nicht tragfähig wären.
Was ist also die Lösung? Entlohnung begrenzen ? Steuern hoch? Wie wäre es, wenn man endlich wieder Anfängt Risiko und Ertrag als zwei Seiten einer Medaille zu sehen? Wer hohe Erträge (Löhnte / Gewinne usw.) erwirtschaftet hat dies im Normalfall, weil er auch ein hohes Risiko hat. Vorstände eines Unternehmens (AG), sollten an Verlusten durch Fehlentscheidungen genau so partizipieren, wie sie an Gewinnen (Boni) partizipieren, die ja ebenfalls mit dem "guten" Management erklärt werden.
In einer Gesellschaft in der es keine Niederlagen, Verluste und Entbehrungen mehr gibt, oder diese nur noch bei den schwachen Gesellschaftsschichten statt findet, ist nicht Funktional. Wer gut verdient, muss nicht unbedingt 3/4 davon als Steuer zahlen, sondern für seine Entscheidungen gerade stehen. Damit kommen wir auch wieder zu einer nachhaltigeren Wirtschaft.
.. aber noch nicht die Lösung.
Kapitalertragssteuern sind Kosten. Kosten werden stets zum Endverbraucher durchgereicht.
Jemand der Millionen an Einkommen hat, bezieht zum allergrößten Anteil "leistungslose Einkommen". Also Einkommen nicht aus Eigenleistung, sondern aus Leistung Dritter. Wenn diese Dritten zu drei Vierteln für den Staat schuften, und nur noch zu einem Drittel für den Lehensherr, dann ist das ein Anfang, aber nicht die Lösung, denn das systeminheränte Problem der Kapitalakkumulation wird auch diese Maßnahme nicht beseitigen - bestenfalls bremsen.
Oder anders gesprochen: wenn ich ein paar Millionen Einkommen im Jahr habe, dann kratzt es mich herzlich wenig, ob davon 25% oder 75% an den Fiskus gehen - auch mit Pfahlsitzen wird sich mein Reichtum weiter mehren.
Genauer gesagt kratzt mich keine Steuer mehr, sobald ich auf der Gewinnerseite des Zins-Pyramidenspiels bin. Ob man zu dieser Klientel gehört kann man übrigens daran festmachen, daß man sich als Kunde für DB Private Banking und die ganzen Privatbanken qualifiziert - und nicht bloß mit einem positiven Betrag auf dem Konto, wie die Reste der Mittelschicht sich in Sicherheit wähnt und dabei auf dem vermeintlichen Pöbel rumtreten.
Ohne fundamentale Änderung der Spielregeln ("Rettungsschirme"=Privatisierung von Gewinnen+Sozialisierung von Verlulsten, Vermögenssteuern, Erbschaftssteuern) wird man m.E. die Zyklen unserer Bubble-Monopoly-Economy nicht in den Griff bekommen.
Sie sprechen ja das Problem an. Haben wir in Europa tatsächlich ein Kapitalismusproblem? Nein! Wir haben in Europa gar keinen Kapitalismus. In einem kapitalistischen und wettbewerbswirtschaftlichem System wird Misswirtschaft bestraft. Unternehmen gehen, ja müssen sogar pleite gehen könne, wenn Sie schlecht wirtschaften. Was ist in Deutschland? Da rufen die Vorstände nach Hilfsgeldern und schieben Arbeitsplätze zur Erpressung vor. Der Staat rettet und zementiert damit Ungleichgewichte, genau wie er mit Subventionen Ungleichgewichte zementiert und Wirtschaftszweige erschafft, die alleine nicht tragfähig wären.
Was ist also die Lösung? Entlohnung begrenzen ? Steuern hoch? Wie wäre es, wenn man endlich wieder Anfängt Risiko und Ertrag als zwei Seiten einer Medaille zu sehen? Wer hohe Erträge (Löhnte / Gewinne usw.) erwirtschaftet hat dies im Normalfall, weil er auch ein hohes Risiko hat. Vorstände eines Unternehmens (AG), sollten an Verlusten durch Fehlentscheidungen genau so partizipieren, wie sie an Gewinnen (Boni) partizipieren, die ja ebenfalls mit dem "guten" Management erklärt werden.
In einer Gesellschaft in der es keine Niederlagen, Verluste und Entbehrungen mehr gibt, oder diese nur noch bei den schwachen Gesellschaftsschichten statt findet, ist nicht Funktional. Wer gut verdient, muss nicht unbedingt 3/4 davon als Steuer zahlen, sondern für seine Entscheidungen gerade stehen. Damit kommen wir auch wieder zu einer nachhaltigeren Wirtschaft.
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