Atomprogramm: Die Alternative zum Krieg mit dem Iran
Ganz gleich, ob der Iran den Besitz von Atomwaffen anstrebt oder nicht: Das Regime hätte Motive dafür. Der Westen sollte das berücksichtigen, kommentiert U. Ladurner.
Soll der Westen einen Krieg führen, um einen nuklear bewaffneten Iran zu verhindern? Nein. Denn ein Krieg kann den Bau einer iranischen Bombe nur verzögern, aber nicht verhindern. Darüber sind sich alle Experten einig, auch die Kriegsbefürworter unter ihnen.
Wenn das Regime in Teheran die Bombe bauen will, dann wird es dies tun. Es gibt Beispiele dafür, wie Staaten auch unter schwierigsten Bedingungen und gegen den Willen der ganzen Welt in den Besitz von Atombomben kommen konnten: Pakistan und Nordkorea. Was diesen beiden gelang, wird Iran auch gelingen. Früher oder später. Wenn es sich dazu entschieden hat.
Warum nun sollte Teheran eine Bombe wollen?
Erstens: Das Regime will sich gegen jeden Angriff absichern. Wer nämlich eine Atombombe hat, immunisiert sich gegen militärische Interventionen. Der Wille zur Bombe ist in diesem Fall Ausdruck von Unsicherheit und damit eher defensiver Natur.
Zweitens: Das Regime will die Bombe dazu benutzen, um eine hegemoniale Stellung in der Region zu erreichen und seine Ziele durchzusetzen. Sie wäre in diesem Fall der Ausdruck eines Strebens nach regionaler Vorherrschaft und damit offensiver Natur.
In Wirklichkeit lassen sich die Gründe nicht so sauber trennen. Denn wer einmal eine Bombe besitzt, der kann beides: Sich absichern und dominieren. Trotzdem wird man einen nuklear bewaffneten Iran nur verhindern können, wenn man an den möglichen Motiven Teherans arbeitet. Das heißt man sollte sie zunächst einmal sortieren.
Hat das Regime Grund dazu, sich bedroht zu fühlen?
Ganz gewiss, und das schon seit Jahrzehnten. Die Islamische Republik Iran ist insbesondere von den USA nie akzeptiert worden. Ein Regimewechsel in Teheran, das ist ein altes Ziel. Innerhalb des Regimes gibt es gewiss eine Fraktion, die der Meinung ist, dass die Islamische Republik Iran in den Augen des Westens ohnehin keine Existenzberechtigung hat – wie auch immer sie sich verhalten mag. Für diese Fraktion wäre die Bombe die finale Immunisierung gegen ein feindliches Umfeld. Doch wir wissen bis heute nicht, ob sich diese Fraktion durchgesetzt hat. Denn es gibt keinerlei stichhaltige Beweise dafür, dass Iran die Bombe baut. Verdachtsmomente gibt es allerdings viele.
Es gibt eine zweite Fraktion im Regime, die deutlich erkennt, wie hoch der Preis für den Bau eine Bombe ist – die völlige Isolation. Das Ziel des jüngst beschlossenen Ölembargos der USA und Europas gegen Iran ist es, diesen Preis noch einmal deutlich zu erhöhen. Diese "weichere" Fraktion wäre vielleicht bereit einzulenken, doch kann sie es nur unter bestimmten Bedingungen tun. Iran muss für eine Abkehr von seiner dubiosen Atompolitik etwas bekommen. Dieses Etwas müsste beiden Fraktionen wertvoll sein, für die Falken wie für die Tauben.
Dieses Etwas sind zum Beispiel Sicherheitsgarantien in Form eines Nichtangriffsangebots für die Islamische Republik Iran.







eine solche Zusicherung wäre das Papier nicht wert. Dem habe ich auch nicht widersprochen. Man könnte das Land aber auch anders locken, bspw. durch schrittweise Aufhebung der Jahrzehnte andauernden Embargo- und Sanktionspolitik, bis hin zur vollständigen Einbindung in die internationalen ökonomischen Strukturen. Gerade die USA haben da einige Pfründe in der Hinterhand. Als ersten Schritt könnte man bspw. anbieten, diverse antiiranische Gesetze und präsidiale Erlasse aus den letzten Jahrzehnten aufzuheben, mit denen jede Firma - ob amerikanisch oder ausländisch - strafrechtlich in den USA belangt werden kann, wenn sie etwa im Energiesektor des Landes tätig wird (Anlagen- und Raffineriebau, etc.).
Das würde auch den Pragmatikerflügel im iranischen Apparat stärken, wenn der Westen zur Abwechslung mal ein wenig Zuckerbrot statt Peitsche zeigen würde. Diese Pragmatikerfraktion um den Clan Rafsanjanis, generell die Basari, sind nicht nur seit langem an einer schrittweisen Normalisierung im Verhältnis zum Westen interessiert, sie haben auch traditionell eine recht starke Macht- und Einflussbasis. Die Politik des Westens hingegen ist einzig auf Konfrontation und Verhärtung ausgerichtet, ganz so, als ob man die Hardliner im Apparat stärken und stützen wolle.
"...Und es wird auf die Dauer nicht hingenommen werden, dass ausgerechnet ein Staat, der von der großen Mehrheit der Menschen dort als spätkolonialistisches Projekt wahrgenommen wird und mit dessen Existenz man sich innerlich mehr schlecht als recht abgefunden hat, ein Monopol auf Nuklearwaffen hat...."
Hat man sich wirklich damit abgefunden? Welcher Staat im Nahen Osten erkennt denn das Existenzrecht Israels an? Früher einmal die Ägypter, aber den Frieden von Camp David will die Muslimbruderschaft gerade wieder aufkündigen.
Ich frage mich auch, weshalb man nicht mit der gleichen Verbissenheit gegen das Existenzrecht der Islamischen Republik Ägypten kämpft. Denn die Ureinwohner Ägyptens sind die sogenannten Kopten, die von Arabern kolonialisiert wurden!?
Kann man mir diese Frage beantworten? Was ist der Grund dafür, dass Israelischer Kolonialismus ein Verbrechen ist, während Arabischer Kolonialismus ein Gottesgeschenk?
Entfernt. Bitte diskutieren Sie ausschließlich zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/vn
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ist ein klar definierter völkerrechtlicher Terminus und bezeichnet einen klassischen, konventionellen Zustand des KRIEGES (zwischen zwei oder mehr Staaten), resp Völkerrechtssubjekten).
Aha, wenn also Raketen über die Landesgrenze fliegen, dann ist es kein "internationaler bewaffneter Konflikt"? Der Konflikt geht doch über die Nation Israel hinaus, deshalb ist er International, bewaffnet ist der Konflikt, weil die Raketen Waffen sind, und ein Konflikt liegt vor, weil der Nachbar den eigenen Staat durch Raketenbeschuss und Terror vernichten will, nämlich die Hamas.
Eindeutiger geht's einfach nicht!
"...Aha, wenn also Raketen über die Landesgrenze fliegen, dann ist es kein "internationaler bewaffneter Konflikt"? ...."
"Internationaler bewaffneter Konflikt" heißt nichts anderes als Krieg, und zwar im konventionellen Sinne, also sich abspielend zwischen (mindestens) zwei Staaten, Nationen, resp. Völkerrechtssubjekten (im Gegensatz zu bspw. einem sog. "nichtinternationalen bewaffneten Konflikt", wie etwa Bürgerkriegen).
Wenn Sie jemandem in einer Straßenschlägerei ins Gesicht treten und er ko geht, haben Sie gewonnen. Wenn Sie als Boxer im Boxring ihrem Gegner mit den Füßen ins Gesicht springen, geht Ihr Gegner zwar auch ko, aber Sie werden disqualifiziert.
Wenn Sie eine Terrororganisation bekämpfen, sind deren Angehörige schon per Definition Verbrecher und Gesetzesbrecher. Wenn Sie aber behaupten, rechtlich in einem klassischen Krieg gegen eine solche Organisation zu stehen, sind das Kombattanten. Davon abhängig, sind auch deren Taten unterschiedlich zu bewerten. [...]
Gekürzt. Bitte diskutieren Sie ausschließlich zum Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/vn
"...Aha, wenn also Raketen über die Landesgrenze fliegen, dann ist es kein "internationaler bewaffneter Konflikt"? ...."
"Internationaler bewaffneter Konflikt" heißt nichts anderes als Krieg, und zwar im konventionellen Sinne, also sich abspielend zwischen (mindestens) zwei Staaten, Nationen, resp. Völkerrechtssubjekten (im Gegensatz zu bspw. einem sog. "nichtinternationalen bewaffneten Konflikt", wie etwa Bürgerkriegen).
Wenn Sie jemandem in einer Straßenschlägerei ins Gesicht treten und er ko geht, haben Sie gewonnen. Wenn Sie als Boxer im Boxring ihrem Gegner mit den Füßen ins Gesicht springen, geht Ihr Gegner zwar auch ko, aber Sie werden disqualifiziert.
Wenn Sie eine Terrororganisation bekämpfen, sind deren Angehörige schon per Definition Verbrecher und Gesetzesbrecher. Wenn Sie aber behaupten, rechtlich in einem klassischen Krieg gegen eine solche Organisation zu stehen, sind das Kombattanten. Davon abhängig, sind auch deren Taten unterschiedlich zu bewerten. [...]
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gibts hier
KEIN KRIEG!!!
"KEIN KRIEG!!!"
Ich hoffe das schiitische Oberhaupt des Iran erhört sie und stellt die Kriegshandlungen gegen Israel ein. Hamas und Hisbollah werden zurück gepfiffen. Das Existenzrecht Israels wird anerkannt und keine Atombomben zur Vernichtung Israels werden mehr gebaut. Dann können wir in Frieden leben. Ende gut, alles gut!
"KEIN KRIEG!!!"
Ich hoffe das schiitische Oberhaupt des Iran erhört sie und stellt die Kriegshandlungen gegen Israel ein. Hamas und Hisbollah werden zurück gepfiffen. Das Existenzrecht Israels wird anerkannt und keine Atombomben zur Vernichtung Israels werden mehr gebaut. Dann können wir in Frieden leben. Ende gut, alles gut!
"KEIN KRIEG!!!"
Ich hoffe das schiitische Oberhaupt des Iran erhört sie und stellt die Kriegshandlungen gegen Israel ein. Hamas und Hisbollah werden zurück gepfiffen. Das Existenzrecht Israels wird anerkannt und keine Atombomben zur Vernichtung Israels werden mehr gebaut. Dann können wir in Frieden leben. Ende gut, alles gut!
Entfernt. Bitte diskutieren Sie ausschließlich zum Thema des Artikels und bemühen Sie sich um differenzierte Beiträge. Danke. Die Redaktion/vn
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"Und Persien lange vor dieser art Islam und Diktator Shah(Terror gegen Menschheit und Vernünft)die Wiege von Demokratische werte war?"
Sie spielen wahrscheinlich auf die Periode Mossadegh an,
das wusste man allerdings schnell zu vereiteln.
Der Schah u. sein Geheimdienst Savak haben die demokratischen Strukturen, zu Gunsten der westlichen Interessen an billigem Öl, schnell und nachhaltig vernichtet.
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