TV-Interview: Merkels Wahlkampfhilfe für Sarkozy ist riskant
Demonstrativ beschwören Nicolas Sarkozy und Angela Merkel ihre Verbundenheit. Doch mit der Unterstützung aus Deutschland geht Sarkozy ein Risiko ein.
Da saßen sie also einträchtig im Pariser Elysée-Palast. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Seite an Seite traten sie während einer knappen halben Stunde für die Rettung Europas ein. Die Botschaft, die beide weniger an die deutschen als an die französischen Zuschauer senden wollten: Nur mit diesem Zweiergespann, mit "Merkozy", wird dieses Europa eine Zukunft haben. (ZDF-Video des Interviews)
Sarkozy, der das Gemeinschaftsinterview mit dem ZDF und dem französischen Sender France 2 angeregt haben soll, geht damit ein hohes, wahlkampftaktisches Risiko ein. Die Franzosen bewundern Merkel und die Wirtschaftskraft des deutschen Nachbarn – einerseits. Andererseits gefällt es ihnen nicht, dass Deutschland quasi hineinregiert in die Grande Nation. Doch wenn Sarkozy noch eine letzte Chance wahren will, aus der französischen Präsidentschaftswahl am 22. April und 6. Mai als Sieger hervor zu gehen, dann kann er dies nur noch schaffen, indem er sich als Garant eines höheren Ziels verkauft.
Vergessen waren deshalb die Auseinandersetzungen der beiden aus den vergangenen Monaten über Euro-Bonds, eine Finanztransaktionssteuer, die deutsche Exportlust und den Preis, den die anderen EU-Länder dafür bezahlen. "Europa stand am Rande des Abgrunds", antwortete Sarkozy mit Pathos auf die erste Frage, mit der ZDF-Journalist Peter Frey das Interview eröffnen durfte. Auch diese Eröffnung des Interviews durch den Journalisten aus Deutschland statt durch seinen französischen Journalisten-Kollegen David Pujadas werden viele Franzosen nicht goutiert haben. Aber, so hörten sie dann aus dem Mund ihres Präsidenten, das eigene Ego müsse in dieser Situation hintan gestellt werden. Es gehe schließlich nicht darum, ob er oder Merkel am Ende gewinnen würden. "Insgesamt haben wir beide gewonnen, und Europa steht heute stabil da. Darum geht es!" rief Sarkozy.
Sarkozy kann bei Franzosen nur in der Außenpolitik punkten
Mit innenpolitischen Themen konnte der französische Präsident in den vergangenen knapp fünf Jahren kaum glänzen. Der Bruch, den er im Wahlkampf 2007 versprochen hatte, ist nicht eingetreten. Wenn es Sarkozy während seiner Amtszeit gelang, aus Umfragetiefs wieder aufzutauchen, dann stets auf dem Feld der internationalen Politik, etwa während der Georgien-Krise zu Beginn seiner Amtszeit, am Beginn der globalen Finanz-und Wirtschaftskrise und vor allem mit dem Militärschlag gegen Libyen.
Jetzt geht es ihm um die Rettung Europas. Alle Umfragen sehen derzeit seinen Herausforderer François Hollande als Sieger der Präsidentschaftswahlen. Es gilt nicht einmal als sicher, dass Sarkozy es überhaupt in die zweite Runde schafft. Womöglich gibt es am 6. Mai sogar eine Stichwahl zwischen Hollande und der rechtsextremen Bewerberin der Front National, Marine le Pen. So wie 2002, als deren Vater es mit Jacques Chirac aufnahm. Für die Franzosen ist das immer noch ein Trauma.





Möge Sarkozy gewinnen.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und verfassen differenziert argumentierte Kommentare. Danke, die Redaktion/ls
Möge er mit Pauken und Trompeten untergehen!
Die Uckermärkerin zieht er dann hoffentlich mit.
eine lösungsorientiertere Politik in der EU. Das Austeritätsdogma von Angela Merkel ist wirtschaftspolitisch falsch und einzig allein ihrer Machterhaltungsstrategie geschuldet.
Diese Strategie konnte Merkel u.a. deshalb in den vergangenen Monaten so erfolgreich durchsetzen, weil Nicolas Sarkozy klein begegeben und auf ihren Kurs eingeschwenkt ist. Mit einem frisch gewählten Präsidenten Hollande, der seinen Sieg u.a. einer moderneren wirtschaftspolitischen Strategie verdankt (wenn es denn so kommen sollte), wäre dies nicht so einfach. Vielmehr müsste man dann europaweit über Maßnahmen nachdenken, wie sie etwa D durch die Krise von 2007 - 2009 geholfen haben. Da hat D gerade keine Austeritätspolitik betrieben, sondern (eigentlich unter Überschreitung der Verschuldungsspielräume) die Banken und damit die Kreditmärkte gerettet, mit viel Geld für die Kurzarbeit Arbeitsplätze gesichert und mit Konjunkturprogrammen öffentliche Nachfrage geschaffen und damit einen Totalabsturz der Wirtschaft (die gelobten Exporte waren zusammengebrochen) verhindert. D durfte so etwas machen und dabei gegen die Maastricht-Kriterien verstoßen. Griechen, Iren, Portugiesen oder Spanier dürfen dies nicht, weil dann deutsches Geld notwendig wäre, was die Wahlchancen von Frau Merken gefährden könnte. Also: Um des Wahlsiegs 2014 willen darf die EU an die Wand fahren und zig Millionen Menschen europaweit in Arbeitslosigkeit fallen. Eine hoch moralische Kanzlerin.
CHILLY
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Möge er mit Pauken und Trompeten untergehen!
Die Uckermärkerin zieht er dann hoffentlich mit.
eine lösungsorientiertere Politik in der EU. Das Austeritätsdogma von Angela Merkel ist wirtschaftspolitisch falsch und einzig allein ihrer Machterhaltungsstrategie geschuldet.
Diese Strategie konnte Merkel u.a. deshalb in den vergangenen Monaten so erfolgreich durchsetzen, weil Nicolas Sarkozy klein begegeben und auf ihren Kurs eingeschwenkt ist. Mit einem frisch gewählten Präsidenten Hollande, der seinen Sieg u.a. einer moderneren wirtschaftspolitischen Strategie verdankt (wenn es denn so kommen sollte), wäre dies nicht so einfach. Vielmehr müsste man dann europaweit über Maßnahmen nachdenken, wie sie etwa D durch die Krise von 2007 - 2009 geholfen haben. Da hat D gerade keine Austeritätspolitik betrieben, sondern (eigentlich unter Überschreitung der Verschuldungsspielräume) die Banken und damit die Kreditmärkte gerettet, mit viel Geld für die Kurzarbeit Arbeitsplätze gesichert und mit Konjunkturprogrammen öffentliche Nachfrage geschaffen und damit einen Totalabsturz der Wirtschaft (die gelobten Exporte waren zusammengebrochen) verhindert. D durfte so etwas machen und dabei gegen die Maastricht-Kriterien verstoßen. Griechen, Iren, Portugiesen oder Spanier dürfen dies nicht, weil dann deutsches Geld notwendig wäre, was die Wahlchancen von Frau Merken gefährden könnte. Also: Um des Wahlsiegs 2014 willen darf die EU an die Wand fahren und zig Millionen Menschen europaweit in Arbeitslosigkeit fallen. Eine hoch moralische Kanzlerin.
CHILLY
Die beiden hocken da und gucken wie Loriot und Hamann.
Merkel sieht ihre Felle davonschwimmen wenn Hollande gewinnt, denkt also nur an sich.
Und Sarkozy sagt, daß er "sich weigert, an eine Pleite von Griechenland zu denken". Er hätte auch sagen können "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" und demonstriert so einen offensichtlich pathologischen Realitätsverlust.
Und diese beiden Experten sind Europas Spitzenpolitiker. Womit haben wir eigentlich so ein Katastrophen-Personal verdient?
Im übrigen hat ein Börsianer das heute ganz cool vorgerechnet: Griechenland bräuchte ab heute ein jährliches Wirtschaftswachstum von 10%, wenn es den aktuellen Schuldenstand HALTEN möchte.
--> Pleite unausweichlich. Selbst mit Solarstrom.
"Im übrigen hat ein Börsianer das heute ganz cool vorgerechnet: Griechenland bräuchte ab heute ein jährliches Wirtschaftswachstum von 10%, wenn es den aktuellen Schuldenstand HALTEN möchte."
Der freut sich auf einen warmen Geldregen, wenn die CDS fällig werden....
So warnte "Frontal vor kurzem":
"Seit Anfang 2010 kaufen Hedgefonds massiv Kreditausfallversicherungen, sogenannte Credit Default Swaps (CDS) für griechische Staatsanleihen, und treiben so den Preis für Credit Default Swaps in die Höhe. Damit haben die Fonds ihren Einsatz nach Angaben von Marktbeobachtern bis um das Zwanzigfache erhöht. Bei einem Staatsbankrott Griechenlands würden diese Kreditausfallversicherungen ausbezahlt. Und zwar von griechischen Banken, die den Spekulanten die CDS verkauft haben. Die Auszahlung wiederum garantiert der Euro-Rettungsschirm. Und für den steht der europäische Steuerzahler gerade"
http://frontal21.zdf.de/Z...
Es ist einfach herrlich zu beobachten, wie hier europäische Demokratien zum Spielball von Zockerbanden werden und niemand findet etwas dabei....
"Im übrigen hat ein Börsianer das heute ganz cool vorgerechnet: Griechenland bräuchte ab heute ein jährliches Wirtschaftswachstum von 10%, wenn es den aktuellen Schuldenstand HALTEN möchte."
Der freut sich auf einen warmen Geldregen, wenn die CDS fällig werden....
So warnte "Frontal vor kurzem":
"Seit Anfang 2010 kaufen Hedgefonds massiv Kreditausfallversicherungen, sogenannte Credit Default Swaps (CDS) für griechische Staatsanleihen, und treiben so den Preis für Credit Default Swaps in die Höhe. Damit haben die Fonds ihren Einsatz nach Angaben von Marktbeobachtern bis um das Zwanzigfache erhöht. Bei einem Staatsbankrott Griechenlands würden diese Kreditausfallversicherungen ausbezahlt. Und zwar von griechischen Banken, die den Spekulanten die CDS verkauft haben. Die Auszahlung wiederum garantiert der Euro-Rettungsschirm. Und für den steht der europäische Steuerzahler gerade"
http://frontal21.zdf.de/Z...
Es ist einfach herrlich zu beobachten, wie hier europäische Demokratien zum Spielball von Zockerbanden werden und niemand findet etwas dabei....
dieser Zwang der ganzen Welt unsere Politik aufzudrängen sehr bekannt vor ...........
die Welt möchte die Gründe für unsere Erfolge erfahren und denkt darüber nach, welche der jeweiligen Ursachen auch bei ihnen anwendbar wären.
die Welt möchte die Gründe für unsere Erfolge erfahren und denkt darüber nach, welche der jeweiligen Ursachen auch bei ihnen anwendbar wären.
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...sagt das Foto:
Sarkosy denkt vielleicht: "Leute, ich musste es tun"
Merkel denkt vielleicht: "Hoffentlich kann er die Klappe halten"
Man wird' sehen oder hören;-)
"Ferme les yeux et pense à la France, Nici!"
"Ferme les yeux et pense à la France, Nici!"
[...]
Unglaubwürdig und vorgespielt kommt dem Zuschauer diese Trauergemeinde.
Man kann, man muss sich schämen ein Europäer zu sein wenn diese beiden das Nonplusultra von Europa der Nationen sein sollen und wollen.
Was ist aus unsere Politelite geworden dass wir uns diese Mittelmäßigkeit stundenlang reinziehen müssen.
Auf allen Kanälen werden wir überflutet mit der deutsch-französische Commedia dell'Arte.
Und keiner merkt dass diese sich als Retter des Euro aufspielende Schauspieler, Stellvertretend der deutsch-französische Achse sind, die uns Europäer in diese Sackgasse geführt haben weil sie allein bis heute in Europa das Sagen hatten. Morgen muss ich zum Arzt, meine Galle hat da nicht mehr mit gemacht. Sie hat sich entzündet, ich bin eben empfindlich.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/ls
Steht dann in 2013 hier ein sozialistischer französischer Präsident im Wahlkampf gegen Merkel und hält den Linken hier die Daumen … wäre ja zu lustig.
Ok, bevor Merkel abtritt wird sie wohl eher noch ein neues Wahlgesetz und den Umbau der CDU zur Nichtwählerpartei durchprügeln http://qpress.de/2011/05/..., kleine Satire dazu.
Ich jedenfalls bin der Meinung, dass sie mit ihrer Entscheidung, sich dort zugunsten Sarkozys in den Wahlkampf einzumischen, mal wieder einige grundlegende Prinzipien über Bord geworfen hat. Wieviel davon als Boomerang zurückkommt sei also mal dahingestellt, aber die Einmischung macht so oder so keinen guten Eindruck und wirkt eher irritierend.
Ob wir in der Union sind oder nicht, steht nicht zur Debatte. Dass wir von der Union und der Eurogruppe unter dem Strich nur Vorteile für unsere Wirtschaft eingefahren haben, kann jeder nachrechnen. Also müssen wir die Politik in Europa im Sinne einer nachhaltigen Stabilität beeinflussen. Und wir können froh und dankbar sein, dass gerade in dieser Zeit Frau Merkel die Verantwortung dafür trägt. Diese Frau ist in jeder Beziehung zurzeit ohne Alternative. Auch weil man sich auf ihre unaufgeregte und uneitle Prinzipienfestigkeit verlassen kann.
Sehr zu meinem Ärger profitiert der unsägliche Herr Wulff leider auch davon...
There Is No Alternative. Das wuerde ihrem Machtanspruch verbal gerecht werden und Neudeutsch gut rueberkommen.
Anschliessend koennte man die Wahlen nicht abschaffen - sondern aussetzen. Wie uebrigens die Wehrpflicht.
Das gesparte Geld koennte dann in Rettungsfonds fuer die Wirtschaft einfliessen .
Denn wie sie offensichtlich vergessen haben-die deutsche Finanzwirtschaft musste durch Steuergelder gerettet werden wie jetzt Griechenland usf.
Nur wer sich berechtigt fuerchtet, sieht keine, oder will sie nicht sehen und sehnt sich nach Stabilitaet. Es stimmt, dass BRD mit nicht selbstloser Hilfe Frankreichs fuer die Wirtschaft beider Staten nur Vorteile eingefahren hat. Sollte Sarkozy verschwinden, kommt ein anderer Praesident, der bald darauf kommt wie wichtig Frankreichs Beistand fuer Deutschland ist. Und wird mehr Unterstuetzung fordern als sein Vorgaenger Sonst….wird es Frau Merkel noch schwerer haben, weil auch die Nachbarn schon wissen, wie wichtig sie fuer die Exportwirtschaft Deutschlands sind. Und kein Land moechte Griechenlands Wege gehen….
Tyrsen
die von Ajay Kapur, einem global strategisten der Citigroup, schon im Jahre 2007 publiziert wurde, beschriebt auf jeden Fall, womit wir es in der Praxis bei der sogen. "Politik" in Europa z.Zt. zu tun haben.
Der Rückgriff auf die wirtschaftswissenschaftlichen und politischen Grundlagen des Wirtschaftssystems, für das sich Männer wie Walter Eucken, Alfred Müller-Armack, Ludwig Erhard sowie die Mütter und Väter des Grundgesetzes in ihren Diskussionen in der Parlamentarischen Versammlung von 1948/49 eingesetzt haben, verdeutlicht auf ganz dramatische Weise, dass wir in der real-existierenden Neuen Sozialen Marktwirtschaft genau die Strukturen abbilden, die in der Systematik der "plutonomics" dargelegt werden.
Die Wiederherstellung eines totalitären Besitzfeudalsystems steht im Focus nicht nur der "plutocrats" von denen Ajay Kapur schreibt und spricht. Sie ist auch der zentrale Kern der heute so smarten und fast schon bösartigen Klientel- und Lobbygruppensubventions- und -privilegierungspolitik, die unter dem Deckmantel des Finanzkrisenmanagements der Bundeskanzlerin betrieben wird.
Es genügt nicht, nur auf den See zu sehen, wenn man den Fisch erkennen will, sagt ein chinesisches Sprichwort. Man muss sich schon die Mühe machen und seine Augen unter das Wasser bringen. Aber das ist ja bekanntermassen den meisten Menschen viel zu mühsam und viel zu unbequem.
There Is No Alternative. Das wuerde ihrem Machtanspruch verbal gerecht werden und Neudeutsch gut rueberkommen.
Anschliessend koennte man die Wahlen nicht abschaffen - sondern aussetzen. Wie uebrigens die Wehrpflicht.
Das gesparte Geld koennte dann in Rettungsfonds fuer die Wirtschaft einfliessen .
Denn wie sie offensichtlich vergessen haben-die deutsche Finanzwirtschaft musste durch Steuergelder gerettet werden wie jetzt Griechenland usf.
Nur wer sich berechtigt fuerchtet, sieht keine, oder will sie nicht sehen und sehnt sich nach Stabilitaet. Es stimmt, dass BRD mit nicht selbstloser Hilfe Frankreichs fuer die Wirtschaft beider Staten nur Vorteile eingefahren hat. Sollte Sarkozy verschwinden, kommt ein anderer Praesident, der bald darauf kommt wie wichtig Frankreichs Beistand fuer Deutschland ist. Und wird mehr Unterstuetzung fordern als sein Vorgaenger Sonst….wird es Frau Merkel noch schwerer haben, weil auch die Nachbarn schon wissen, wie wichtig sie fuer die Exportwirtschaft Deutschlands sind. Und kein Land moechte Griechenlands Wege gehen….
Tyrsen
die von Ajay Kapur, einem global strategisten der Citigroup, schon im Jahre 2007 publiziert wurde, beschriebt auf jeden Fall, womit wir es in der Praxis bei der sogen. "Politik" in Europa z.Zt. zu tun haben.
Der Rückgriff auf die wirtschaftswissenschaftlichen und politischen Grundlagen des Wirtschaftssystems, für das sich Männer wie Walter Eucken, Alfred Müller-Armack, Ludwig Erhard sowie die Mütter und Väter des Grundgesetzes in ihren Diskussionen in der Parlamentarischen Versammlung von 1948/49 eingesetzt haben, verdeutlicht auf ganz dramatische Weise, dass wir in der real-existierenden Neuen Sozialen Marktwirtschaft genau die Strukturen abbilden, die in der Systematik der "plutonomics" dargelegt werden.
Die Wiederherstellung eines totalitären Besitzfeudalsystems steht im Focus nicht nur der "plutocrats" von denen Ajay Kapur schreibt und spricht. Sie ist auch der zentrale Kern der heute so smarten und fast schon bösartigen Klientel- und Lobbygruppensubventions- und -privilegierungspolitik, die unter dem Deckmantel des Finanzkrisenmanagements der Bundeskanzlerin betrieben wird.
Es genügt nicht, nur auf den See zu sehen, wenn man den Fisch erkennen will, sagt ein chinesisches Sprichwort. Man muss sich schon die Mühe machen und seine Augen unter das Wasser bringen. Aber das ist ja bekanntermassen den meisten Menschen viel zu mühsam und viel zu unbequem.
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