Arabische Revolten: Syriens düstere Perspektiven
Die gescheiterte UN-Resolution gegen Syrien kann den Bürgerkrieg erheblich verschärfen. Am Ende könnte der Staat zerfallen.
Syrien steht ein harter und lang andauernder Bürgerkrieg bevor. "Die schlimmste Folge des UN-Vetos ist, dass sie den Bürgerkrieg weiter anheizt, ihn an Intensität zunehmen lassen wird", schreibt Nabil Boumonsef von der Syrien-kritischen An-Nahar in Beirut, der größten Tageszeitung im Libanon. Eine Befürchtung, die vom Gros der Nahost-Beobachter geteilt wird. Anlass für die pessimistische Sicht war zuletzt das erwähnte Veto Chinas und Russlands gegen die Syrien-Resolution in der UN.
Die Anzeichen für eine Ausweitung des Krieges sind leider deutlich. Direkt nach dem Scheitern der Syrien-Resolution hat die syrische Armee ihre Offensive nach Oppositionsangaben ausgeweitet. Auf das Zentrum der Assad-Gegner, die Stadt Homs, soll das heftigste Bombardement seit Tagen niedergegangen sein, die Arabische Liga kritisierte den Einsatz von schweren Waffen gegen Zivilisten. Die jüngste Angriffswelle sei der Opposition zufolge noch breiter angelegt gewesen als die Offensive am Freitag, bei der mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Anwohner berichteten von Explosionen in mehreren Stadtvierteln von Homs, mindestens 50 Menschen seien getötet worden.
Die Herrscher in Damaskus fühlen sich nach dem Scheitern der UN-Diplomatie offenbar gestärkt. Eine Einigung auf politische Reformen zwischen dem Assad-Klan und den Regimegegnern wird immer unwahrscheinlicher, je brutaler sich der Krieg entwickelt. Von den Oppositionskräften ist, soweit sie klar identifizierbar sind, bekannt, dass sie nicht mit Assad verhandeln wollen, und Assad selbst will nicht weichen.
Viele strategische Einflussfaktoren
Die Voraussetzungen für einen lang anhaltenden Bürgerkrieg sind in Syrien leider gegeben. Eine Minderheit – die Alawiten – herrscht dort mit harter Hand über eine Bevölkerung, die zu drei Vierteln sunnitischen Glaubens ist. Etwa zehn Prozent der Syrer sind zudem Christen. Die Familie Assad gehört zu den Alawiten genauso wie das Gros der militärischen Führung.
Dazu zerren strategische Interessen am Mittelmeerstaat. Iran ist einer der wichtigsten Verbündeten von Assad, ausgerechnet jener Staat, mit dem sich die USA und die EU einen gefährlichen Streit um Atomwaffen liefern. Im Gegensatz zum Libyen-Krieg ist ein Grund für die amerikanische Zurückhaltung in Syrien zu finden, denn man will den verfeindeten Autokraten in Teheran keinen Grund zum Einmischen liefern. Saudi-Arabien auf der anderen Seite unterstützt genau wegen seiner regionalen Gegnerschaft zum Iran zusammen mit Katar die syrische Opposition.
Regional stabilisierenden Einfluss auf Syrien kann zwar die Türkei ausüben, doch sind mit dem Libanon und dem Irak zwei Nachbarstaaten ausgesprochen fragil, in beiden übt Teheran zudem Einfluss aus. An den Golan-Höhen steht die Armee Israels, wo man natürlich ein Chaos in Syrien fürchtet, vor allem, weil auch terroristische Dschihadisten sich nicht davon abhalten lassen werden, im Bürgerkrieg mitzumischen.





Assads Ehefrau ist eine Sunniten, das heißt insesondere, dass die Kinder von ihr per Definition keine Allawiten sein können.
Zudem sind die Sunniten aufgeteilt in arabische Sunniten und kurdische Sunniten, das heißt sie haben gar nichts miteinander zutun und sind sich eher feindlich gesinnt.
Die Neuziehung der Grenzen im Nahen Osten, ist der einzige!!!!!! Ausweg aus unserer jetzigen misslichen Situation. Man müsste einen kurdischen Staat schaffen, einen erweiterten Libanon, welches die von den Allawiten, Drusen, Ismailiten und verschieden christlichen Gruppen bewohnten Gebiete Syriens beinhalten sollte. Den restlichen Teil Syriens sollte mit dem westlichen, von Sunniten bewohnten Teil Iraks zusammenkommen.
dass die Europäer schon viel zu viele "Staaten geschaffen haben" in diesem Teil der Welt? Für uns gilt die nächsten 100 Jahre in dieser Beziehung: einfach mal Schnauze halten
Wie soll denn das gehen, für jede angebliche Ethnie und jede Religion und/oder Sekte ein eigener Staat in Syrien und über seine Grenzen hinaus?
Die leben überhaupt nicht "rasse"rein - wie Sie möglicherweise voraussetzen - auf klar und historisch eindeutigen Territorien. Viele Ethnien und Religionsgemeinschaften sind in den letzten Jahrhunderten zugewandert und der relativ säkulare Vielvölkerstaat ist weitgehend tolerant untereinander, abgesehen von der despotischen Bevorzugung der Alaviten für die Staatsoligarchie und ihr Militär.
Insofern ist die von Ihnen angeführte Ehe Assads ein klares Beispiel gegen statt für Ihre Idee.
Fahrlässig absurd, Ihre Idee.
Eine Ausrichtung der Revolution auf ethnische oder religiöse Vorteile gegeneinander würde ebenso brutal, endlos und in die ganze Region sich ausbreitend wiederholen, was z.B. im Libanon, in Palästina, in Jugoslawien schon jahrzehntelang geschehen ist, ohne dass es einer der Gruppen nützen würde.
Die größte Gefahr gegen Toleranz, säkulare Mindeststandards und Respekt vor ethnischer, kultureller, religiöser Vielfalt sehe ich darin, dass die nicht-sunnitisch geprägten Minderheiten zur Existenzsicherung genötigt sind, sich auch gegen besseres Wissen und freiheitlichere Perspektiven allzu eng an den Schirm der herrschenden Oligarchie zu binden. Das war auch in Husseins Irak, in Ägypten, Libyen u.a. so.
Unfreiwillig und schuldlos könnten sie so zu Opfern zwischen den Fronten werden. Vgl. Christen im Irak.
dass die Europäer schon viel zu viele "Staaten geschaffen haben" in diesem Teil der Welt? Für uns gilt die nächsten 100 Jahre in dieser Beziehung: einfach mal Schnauze halten
Wie soll denn das gehen, für jede angebliche Ethnie und jede Religion und/oder Sekte ein eigener Staat in Syrien und über seine Grenzen hinaus?
Die leben überhaupt nicht "rasse"rein - wie Sie möglicherweise voraussetzen - auf klar und historisch eindeutigen Territorien. Viele Ethnien und Religionsgemeinschaften sind in den letzten Jahrhunderten zugewandert und der relativ säkulare Vielvölkerstaat ist weitgehend tolerant untereinander, abgesehen von der despotischen Bevorzugung der Alaviten für die Staatsoligarchie und ihr Militär.
Insofern ist die von Ihnen angeführte Ehe Assads ein klares Beispiel gegen statt für Ihre Idee.
Fahrlässig absurd, Ihre Idee.
Eine Ausrichtung der Revolution auf ethnische oder religiöse Vorteile gegeneinander würde ebenso brutal, endlos und in die ganze Region sich ausbreitend wiederholen, was z.B. im Libanon, in Palästina, in Jugoslawien schon jahrzehntelang geschehen ist, ohne dass es einer der Gruppen nützen würde.
Die größte Gefahr gegen Toleranz, säkulare Mindeststandards und Respekt vor ethnischer, kultureller, religiöser Vielfalt sehe ich darin, dass die nicht-sunnitisch geprägten Minderheiten zur Existenzsicherung genötigt sind, sich auch gegen besseres Wissen und freiheitlichere Perspektiven allzu eng an den Schirm der herrschenden Oligarchie zu binden. Das war auch in Husseins Irak, in Ägypten, Libyen u.a. so.
Unfreiwillig und schuldlos könnten sie so zu Opfern zwischen den Fronten werden. Vgl. Christen im Irak.
"... gegen Syrien kann den Bürgerkrieg erheblich verschärfen."
Ach und eine Bewaffnung der Rebellen würde natürlich zur Entspannung der Lage beitragen, weil dann Assads Schergen was sagen würden? "Ja, ok, ihr habt jetzt Waffen, ab jetzt wird nicht mehr auf euch geschossen". Mit wie viel Propaganda muss man denn konfrontiert werden um so etwas als Autor zu glauben?
So wie die Bewaffnung von Parteien in Libyen, Afghanistan, Irak, ... , ein voller Erfolg war.
Es ist furchtbar,lesen und sehen zu müssen, was in Libyen tagtäglich passiert.
Es scheint für die sogenannten Rebellen kaum noch Grenzen zu geben.
http://www.youtube.com/wa...
Und so soll das auch in Syrien werden?
Balkanisierung unbequemer Staaten, Zerschlagung von potentiellen Feinden/Konkurrenten/widerspenstigen Rohstofflieferanten.
Vielleicht sollte man sich auch die "€-Krise" einmal unter diesem Aspekt ansehen.
Es ist furchtbar,lesen und sehen zu müssen, was in Libyen tagtäglich passiert.
Es scheint für die sogenannten Rebellen kaum noch Grenzen zu geben.
http://www.youtube.com/wa...
Und so soll das auch in Syrien werden?
Balkanisierung unbequemer Staaten, Zerschlagung von potentiellen Feinden/Konkurrenten/widerspenstigen Rohstofflieferanten.
Vielleicht sollte man sich auch die "€-Krise" einmal unter diesem Aspekt ansehen.
muß sich nicht wundern, wenn es evtl. zu warm wird.
Diplomatie bedeutet, auch mögliche langfristige Konsequenzen des eigenen politischen Verhaltens einzukalkulieren.
Es bleibt größte Skepsis, ob denn irgend eine UN-Resolution die Eigendynamik die dieser Konflikt inzwischen entwickelt hat, irgendwie zu beeinflussen vermag.
Ja gewiss, in der UN sind (nicht zum ersten Mal) fundamentale Interessengegensätze zwischen Russland und China einerseits und auf der anderen Seite die USA, Europa und der Arabischen Liga zu Tage getreten.
Dies ändert aber nichts daran, in Syrien hat ein Zerfallsprozess begonnen, der die Streitkräfte als Machtinstrument des bisherigen Regimes unumkehrbar zu spalten begonnen hat.
… indem er undercover fleißig mitmischt. Sich ferner darüber aufregt wenn hier syrische Spione rumlaufen, aber gleichzeitig alle Ausrüstung (von Schutzwesten und Sturmgewehren, Munition und Kommunikationsgerät) für die sogenannten „Freiheitskämpfer“ dort liefert. Viele Grüße an die Doppelmoral und dann auch noch über die Toten jammern die man selbst zu einem gerüttelt Maß mit zu verantworten hat. Würde solches hier passieren, dann würde man sofort „Terror“ schreien. Wenn es den eigenen Interessen dienst heißt es Freiheitskampf, siehe Libyen.
„Syrien wir kommen, Frieden, Freiheit, Cola, Dollar im Gepäck“
(so hätte die ehrliche Ansprache ans syrische Volk ausgesehen)
Es ist sicherlich keine einfache Aufgabe und Assad würde ich auch nicht als Gutmensch bezeichnen, aber die Einmischung von außen wird, wie immer, die Opferzahlen potenzieren und da liegt der eigentliche Skandal und auch „Schuld“, bei der sich eben die hiesigen Gutmenschen mal an die eigene Nase fassen möchte. Die Reihe der Beispiele ließe sich sicherlich noch um einiges verlängern.
Frequenz und der Grausamkeit der Bilder ab,die wir aus Damaskus bekommen.Außerdem sollten Sie die Menschen nicht füt dumm verkaufen.Ein Srebrenica (oder ein Hama) reicht schliesslich aus.
Mit anderen Worten:Das ist zum Scheitern verurteilt.Ähnlich wie in Libyen kurz vor dem Angriff der Gaddafi-Milizen auf Bengasi,muss man sich irgendwann entscheiden und dann die Konsequenzen mittragen.Deutschland hatte sich feige aus der Verantwortung gestohlen.Sowas darf nicht wieder passieren,dass Deutcshland diplomatisch Seite an Seite mit so freundlichen Ländern wie China und Russland auftritt.
Wieso nicht? Woher wissen Sie dass Nato immer recht hat. Die alle anderen staaten sind auf jeden fall boese und wollen nix gutes fuer die Menschen in Libyen oder in Syrien?
Die Westen kontrollieren UN seit die es gibt. Und welche Problem haben Sie wirklich geloest? Nehmen Wir an, dass USA in jeder gelegenheit einmischen, nur weil sie die Menschen dort gluecklich machen moechten. Aber die Fazit ist keine ist gluechlich geworden ausser waffenhaendler. Haben wir mal ueberlegt, ob ihre Strategie (immer einmischen) falsch ist?
Wieso kann Deutschland nicht neben China und Russen stehen, wenn Sie recht haben? Ist das wirklich immer fair and right, was die USA getan haben?
Frequenz und der Grausamkeit der Bilder ab,die wir aus Damaskus bekommen.Außerdem sollten Sie die Menschen nicht füt dumm verkaufen.Ein Srebrenica (oder ein Hama) reicht schliesslich aus.
Mit anderen Worten:Das ist zum Scheitern verurteilt.Ähnlich wie in Libyen kurz vor dem Angriff der Gaddafi-Milizen auf Bengasi,muss man sich irgendwann entscheiden und dann die Konsequenzen mittragen.Deutschland hatte sich feige aus der Verantwortung gestohlen.Sowas darf nicht wieder passieren,dass Deutcshland diplomatisch Seite an Seite mit so freundlichen Ländern wie China und Russland auftritt.
Wieso nicht? Woher wissen Sie dass Nato immer recht hat. Die alle anderen staaten sind auf jeden fall boese und wollen nix gutes fuer die Menschen in Libyen oder in Syrien?
Die Westen kontrollieren UN seit die es gibt. Und welche Problem haben Sie wirklich geloest? Nehmen Wir an, dass USA in jeder gelegenheit einmischen, nur weil sie die Menschen dort gluecklich machen moechten. Aber die Fazit ist keine ist gluechlich geworden ausser waffenhaendler. Haben wir mal ueberlegt, ob ihre Strategie (immer einmischen) falsch ist?
Wieso kann Deutschland nicht neben China und Russen stehen, wenn Sie recht haben? Ist das wirklich immer fair and right, was die USA getan haben?
"Syrien steht ein harter und lang andauernder Bürgerkrieg bevor."
Aber nur, wenn der Westen und die mit ihm verbündeten arabischen Diktaturen weiter die "Rebellen" aufrüsten, mit
Waffen aller Art, ausländischen Kämpfern, Nachrichten und Propaganda.
Ohne diese militärische Einmischung würde es wesentlich
besser im land aussehen.
würde es für Assad und seine Konsorten aussehen, die das syrische Volk dann ungehindert weiter foltern und unterdrüccken könnten. Und eine solche Meinungsäußerung erhält 18 Empfehlungen! Ich fasse es nicht.
würde es für Assad und seine Konsorten aussehen, die das syrische Volk dann ungehindert weiter foltern und unterdrüccken könnten. Und eine solche Meinungsäußerung erhält 18 Empfehlungen! Ich fasse es nicht.
" .... nach Informationen aus Oppositionskreisen..."
"... wie aus Oppositionskreisen... "
" ... laut Oppositionsangaben ... "
" ... unter Berufung auf Oppostiosmeldungen ... "
Mal im ernst; Ist das noch Journalismus ???
Was macht diese "Opposition" glaubwürdiger als einen syrischen Regierungssprecher ? Was ist das für eine Recherche und was sind das für Quellen ?
[...]
Ist es aus der Mode gekommen Fragen zu stellen und die Antworten zu suchen ?
Gekürzt. Verzichten Sie auf polemische Äußerungen. Die Redaktion/mak
Laut Regierungssprecher herrscht in Syrien paradisische Ruhe. Es sind nur ein Paar Alqaida Terroristen unterwegs, die von ISRAEL unterstützt werden. So ein Quatsch kann sich keiner anhören.
Im Gegensatz zur Regierung, hat die Opposition nichts zu verbergen.
doch mal Assad weshalb er keine freien Journalisten ins Land lässt...
wird die Arbeit unabhängiger Journalisten durch die syrische Regierung praktisch unmöglich gemacht bzw. werden ausländische Berichterstatter gleich mit umgebracht, wie es kürzlich einem französischen Fernsehkorrespondenten geschah, der auf eigene Gefahr von dort berichtete. Warum eigentlich lässt Assad die Berichterstattung nicht zu? Warum dürfen ausländische Journalisten nicht ins Land? Vielleicht hat er ja doch einiges zu verbergen.
Laut Regierungssprecher herrscht in Syrien paradisische Ruhe. Es sind nur ein Paar Alqaida Terroristen unterwegs, die von ISRAEL unterstützt werden. So ein Quatsch kann sich keiner anhören.
Im Gegensatz zur Regierung, hat die Opposition nichts zu verbergen.
doch mal Assad weshalb er keine freien Journalisten ins Land lässt...
wird die Arbeit unabhängiger Journalisten durch die syrische Regierung praktisch unmöglich gemacht bzw. werden ausländische Berichterstatter gleich mit umgebracht, wie es kürzlich einem französischen Fernsehkorrespondenten geschah, der auf eigene Gefahr von dort berichtete. Warum eigentlich lässt Assad die Berichterstattung nicht zu? Warum dürfen ausländische Journalisten nicht ins Land? Vielleicht hat er ja doch einiges zu verbergen.
Die "westliche Wertegemeindschaft" hat mit allen ihr zur Verfügung stehenden ("verdeckten") Mitteln diesen Bürgerkrieg angeheizt.
Und jetzt weint man "Krokodilstränen", und sorgt sich um die Lage!?
Ich versteh es nicht!?
P.S. Es kommt der Tag, da wird der "Westen" seine "Hilfestellungen" für all die Islamisten in Ägypten, Libyen, Tunesien und Syrien verfluchen!
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