Syrien: Viele Tote bei Angriff auf Homs
Syriens Armee startet eine Offensive gegen die Stadt Homs. Mehr als 50 Menschen sollen gestorben sein. Kanzlerin Merkel gab Russland und China Schuld an der neuen Gewalt.
In der syrischen Stadt Homs sind nach Angaben von Oppositionellen bei heftigen Angriffen der Armee mindestens 50 Menschen getötet worden. Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad verhielten sich, als ob sie immun gegen jede Form von internationaler Intervention seien, sagte ein hochrangiges Mitglied des oppositionellen syrischen Nationalrates, Catherine al-Talli.
Die Angaben zu den Opferzahlen stammten von mehreren Oppositionellen in Homs, sagte sie. "Das Regime benimmt sich, als habe es freie Hand für den Einsatz von Gewalt gegen die Bevölkerung." Augenzeugen berichteten, die Armee setze Raketenwerfer ein.
Ein anderer Vertreter der Opposition, der Kontakt zu Bewohnern von Homs hatte, sagte: "Dies ist das gewaltsamste Bombardement seit Tagen." Arabische Fernsehsender zeigten Live-Bilder aus Homs: Es waren Explosionen zu hören, zudem stieg vielerorts Rauch über den Gebäuden auf.
Die jüngsten Angriffe richteten sich gegen die Stadtviertel Baba Amr, Inschaat, Chaldija und Bab Sbaa, meldete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Der Oppositionelle Omar Schaker, der im Stadtviertel Baba Amr wohnt, sagte in einem Telefonat, Panzer der syrischen Armee hätten auf dem Gelände der Universität von Homs Stellung bezogen und feuerten von dort aus Granaten nach Baba Amr.
Die Widerstandsgruppen rechneten mit einer "Großoffensive". Sie forderten die Weltgemeinschaft auf, ein "weiteres Massaker" zu verhindern.
Merkel gibt China und Russland Schuld an Gewalt in Syrien
Eine UN-Resolution für einen Rücktritt des Präsidenten war am Wochenende am Veto Russlands und Chinas gescheitert. Die Blockade der beiden Länder löste weltweit Empörung und Kritik aus. Die Opposition sprach von einer "Lizenz zum Töten".
Bundeskanzlerin Angela Merkel warf Russland und China vor, mit ihrem Veto ein Ende der Kämpfe in Syrien verhindert zu haben. "Beide Länder übernehmen damit die Verantwortung, dass Gewalt und Blutvergießen in Syrien ungehindert weitergehen können", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter.
Zugleich forderte sie den Rücktritt von Präsident Baschar al-Assad. "Der Präsident hat an der Spitze seines Landes nichts mehr verloren." Assad solle den Weg für friedlichen Umbruch frei machen.
Türkei schließt Militär-Intervention aus
Die Außenminister der arabischen Golfstaaten wollen sich am kommenden Samstag in der saudischen Hauptstadt Riad treffen, berichtete der Sender Al-Arabija. Einziges Thema: der Syrienkonflikt. Einen Tag später sollen dann die Außenminister der Staaten der Arabischen Liga in Kairo zusammenkommen.
Der im Exil lebende ehemalige syrische Landwirtschaftsminister Asaad Mustafa sagte dem Sender, er habe vor zwei Wochen aus dem Kreis um Präsident Baschar al-Assad erfahren, dass sein Regime plane, die Stadt Homs, Ortschaften im Umland von Damaskus, die Ortschaft Dschabal al-Sawija und die Stadt Hama "zu zerstören".
Die Regierung in Ankara schließt einen Einsatz der türkischen Armee zum Schutz der Demonstranten im Nachbarland Syrien aus. "Wir werden alles unternehmen", zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu den Vize-Ministerpräsidenten Bülent Arinc. "Aber nein, eine militärische Intervention ist für die Türkei keine Option."
Bereits am Freitag sollen in Homs nach Oppositionsangaben mehr als 200 Menschen von der Armee getötet worden sein. Oppositions- und Menschenrechtsgruppen sprachen vom bislang gewaltsamsten Tag seit Beginn des Aufstands. Seit Beginn der anfangs friedlichen Proteste gegen Assad im März 2011 wurden nach unabhängigen Schätzungen fast 6.000 Menschen getötet.







der Nachbarn nicht mehr mit einer Stimme sprechen!
Die Einmischungen an der anderen Seite des Mittelmeeres in Tunesien, Libyen und Ägypten sind und waren aus heutiger Sicht kontraproduktiv. Besser wären geräuschlose Verhandlungen von Staaten zu Staaten gewesen.
Schließlich haben alle diese Länder Interesse daran, mit dem Westen Geschäfte zu machen. Insofern ist die Verhandlungsposition einzelner Staaten besser als die eines Bürokratieapparates in Brüssel oder New York.
Spätestens dann wenn Fernsehbilder von massenhaft abgeschlachteten Zivilisten in den Städten Hama und Homs auftauchen (auch wenn ich glaube dass der Herr im Artikel bewusst übertreibt und Assad nicht dermassen blöd ist,aber ich kann mich auch irren),dann werden sich alle Nichteinmischungsparolen relativieren.Die Türkei wird ihre Position dann auch nicht mehr halten können.
Spätestens dann wenn Fernsehbilder von massenhaft abgeschlachteten Zivilisten in den Städten Hama und Homs auftauchen (auch wenn ich glaube dass der Herr im Artikel bewusst übertreibt und Assad nicht dermassen blöd ist,aber ich kann mich auch irren),dann werden sich alle Nichteinmischungsparolen relativieren.Die Türkei wird ihre Position dann auch nicht mehr halten können.
Ich frage mich die ganze Zeit, womit die Truppen Assads eigentlich schießen . Waffen aus eigener Produktion werden es kaum sein.
Da Russland und China ihr Veto gegen die UN-Resolution damit begründet haben, man dürfe sich in solche Konflikte nicht einmischen, können die Waffen demnach nicht von ihnen stammen.
Da der Westen nach Meinung vieler Menschen einen Regimewechsel anstrebt, werden die Waffen auch nicht von ihm geliefert worden sein.
Schreiber sitzt auch, oder ist zumindest nicht mehr aktiv - ich verstehe es einfach nicht.
Anm.: Bitte diskutieren Sie ausschließlich das Artikelthema. Die Redaktion/vn
"Anm.: Bitte diskutieren Sie ausschließlich das Artikelthema. Die Redaktion/vn"
[...]
Der Kommentar weist meiner Meinung nach auf einen sehr Treffenden Punkt hin.
Liebe Redaktion, haben Sie noch nicht davon gehört das Waffen zu Toten Führen können? Oder habe ich die Artikelüberschrift falsch verstanden.
[...]
Gekürzt. Bitte üben Sie Kritik sachlich und konstruktiv und richten Sie diese an community@zeit.de. Beachten Sie bitte auch unsere Netiquette. Die Redaktion/vn
Entfernt. Bitte wenden Sie sich mit Fragen oder Kritik zu Moderationsentscheidungen an community@zeit.de. Der Kommentarbereich ist der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten. Danke, die Redaktion/jz
Russland und China haben die Resolution des Sicherheitsrates blockiert, das heisst aber nicht, dass sie keine Waffen liefern, bzw. geliefert haben.
ausserdem hat Russland einen Flottenstützpunkt in einem syrischen Hafen.
"Anm.: Bitte diskutieren Sie ausschließlich das Artikelthema. Die Redaktion/vn"
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Der Kommentar weist meiner Meinung nach auf einen sehr Treffenden Punkt hin.
Liebe Redaktion, haben Sie noch nicht davon gehört das Waffen zu Toten Führen können? Oder habe ich die Artikelüberschrift falsch verstanden.
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Entfernt. Bitte wenden Sie sich mit Fragen oder Kritik zu Moderationsentscheidungen an community@zeit.de. Der Kommentarbereich ist der Diskussion des Artikelthemas vorbehalten. Danke, die Redaktion/jz
Russland und China haben die Resolution des Sicherheitsrates blockiert, das heisst aber nicht, dass sie keine Waffen liefern, bzw. geliefert haben.
ausserdem hat Russland einen Flottenstützpunkt in einem syrischen Hafen.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Spekulationen und Unterstellungen. Die Redaktion/vn
Für die Dschijadisten wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt, auf eines der vielen Friedens- und Gesprächsangebote der Regierung einzugehen und endlich die Waffen niederzulegen. Anderenfalls werden sie mit ihren eigenen Mitteln geschlagen - zum Wohl der syrischen Bevölkerungsmehrheit, die keinesfalls ein Chaos wie in Libyen oder dem Irak will.
Das interessante ist ja, dass die meisten oppositionellen Gruppierungen vorallem demokratische Ziele haben. Die stören sich auch garnicht an der Person Assad, sondern wollen so schnell wie möglich die Verfassung reformieren und freie Wahlen abhalten.
Aber diese oppositionellen Gruppen unterstützen wir nicht. Wir unterstützen den syrischen Nationalrat, dessen einziges erklärtes Ziel ist Assad samt Familie hinzurichten.
Haitham Maleh, a member of the executive committee of the Syrian National Council: "Assad and his family will be killed in Syria, their next steps will be very bloody," he said. "Two months ago we offered him the option to leave us alone and go but instead he went for the blood of his people. The end for him will be that he is killed like Gaddafi."
http://www.telegraph.co.u...
Die NATOstaaten machen sich doch total unglaubwürdig, wenn man die radikalste aller Oppositionsgruppen hofiert. Hier geht es nicht um eine Lösung die Blutvergiessen verhindert, sondern um Regime Change wie in Libyen.
Für die Dschijadisten wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt, auf eines der vielen Friedens- und Gesprächsangebote der Regierung einzugehen und endlich die Waffen niederzulegen. Anderenfalls werden sie mit ihren eigenen Mitteln geschlagen - zum Wohl der syrischen Bevölkerungsmehrheit, die keinesfalls ein Chaos wie in Libyen oder dem Irak will.
Das interessante ist ja, dass die meisten oppositionellen Gruppierungen vorallem demokratische Ziele haben. Die stören sich auch garnicht an der Person Assad, sondern wollen so schnell wie möglich die Verfassung reformieren und freie Wahlen abhalten.
Aber diese oppositionellen Gruppen unterstützen wir nicht. Wir unterstützen den syrischen Nationalrat, dessen einziges erklärtes Ziel ist Assad samt Familie hinzurichten.
Haitham Maleh, a member of the executive committee of the Syrian National Council: "Assad and his family will be killed in Syria, their next steps will be very bloody," he said. "Two months ago we offered him the option to leave us alone and go but instead he went for the blood of his people. The end for him will be that he is killed like Gaddafi."
http://www.telegraph.co.u...
Die NATOstaaten machen sich doch total unglaubwürdig, wenn man die radikalste aller Oppositionsgruppen hofiert. Hier geht es nicht um eine Lösung die Blutvergiessen verhindert, sondern um Regime Change wie in Libyen.
"Der im Exil lebende ehemalige syrische Landwirtschaftsminister Asaad Mustafa..."
komisch vor kurzer zeit noch mitglied in dem "diktatoren club" und dann auf einmal die saulus-paulus erleuchtung...
hahahaa selten so gelacht - mal gucken, ob es ähnlich wird wie in ägypten, lybien oder algerien; wo nach dem "arabischen frühling" diese ganzen witzfiguren wieder an die machtkommen. das wird sich wie in der deutschen nachkriegszeit zwar nicht verhindern lassen, solche leute aber noch zu zitieren - das halte ich für fragwürdig!
Raketen und Granaten machen keinen Unterschied zwischen Männer, Frauen und Kinder.
Wie viele Kinder und Frauen sind unter den Opfern?
Alle haben die Scheuklappen unserer NATO auf!
Das kompplette Waffenarsenal der syrischen Armee stammt aus Russland oder der UDSSR.
Titel entfernt. Bitte achten Sie auf einen sachlichen Umgangston. Danke, die Redaktion/lv
"Das kompplette Waffenarsenal der syrischen Armee stammt aus Russland oder der UDSSR."
Zitat ende
Das komplette Waffenarsenal der Islamisten, die sich der Sympathie halber "Opposition" nennt, stammt aus der USA oder der NATO-Lakaien.
So wie Sie überzeugt sind, auf der richtigen Seite des Geschehens zu sein, genau so denken die Islamisten im Pakistan es auch zu sein und fordern deshalb wegen Gotteslästerung die Hinrichtung von Asia Bibi.
"Das kompplette Waffenarsenal der syrischen Armee stammt aus Russland oder der UDSSR."
Zitat ende
Das komplette Waffenarsenal der Islamisten, die sich der Sympathie halber "Opposition" nennt, stammt aus der USA oder der NATO-Lakaien.
So wie Sie überzeugt sind, auf der richtigen Seite des Geschehens zu sein, genau so denken die Islamisten im Pakistan es auch zu sein und fordern deshalb wegen Gotteslästerung die Hinrichtung von Asia Bibi.
... lohnt sich mal wieder ein Blick in folgenden Kommentar, um die Verantwortung der Großmächte Rußland und China klar zu benennen:
http://www.taz.de/Kommentar-Syrien/!87084/
[...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Die Redaktion/vn
doch nicht etwa den ?
von A. Weiß:
Was ist Propaganda und was nicht?
Hier ein Link zum Bericht der Arabischen Liga.
Diese gehen von großen Terroristischen Anschlägen der
"Freien Syrischen Armee" aus. Demnach sind die Toten und Verletzten haupsächlich diesen zuzuschreiben.
doch nicht etwa den ?
von A. Weiß:
Was ist Propaganda und was nicht?
Hier ein Link zum Bericht der Arabischen Liga.
Diese gehen von großen Terroristischen Anschlägen der
"Freien Syrischen Armee" aus. Demnach sind die Toten und Verletzten haupsächlich diesen zuzuschreiben.
würden alle Toten dort bestattet werden. Ein Volk tötet sich selbst, oder ein Volk wird gemordet, es liegt im Auge des Betrachters.
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