UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon und der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi (Archivbild) © Khaled Desouki/AFP/Getty Images

Nach fast elf Monaten Gewalt in Syrien prüfen die Vereinten Nationen ( UN ) die Entsendung von Beobachtern in das Land. "Wir erwägen eine gemeinsame Mission mit der Arabischen Liga", sagte Generalsekretär Ban Ki Moon nach einer Tagung des Sicherheitsrates in New York . Zudem könnte ein UN-Sondergesandter in das arabische Land geschickt werden.

Liga-Generalsekretär Nabil al-Arabi habe den Vereinten Nationen eine gemeinsame Mission vorgeschlagen, hieß es. "Er hat die Vereinten Nationen um Hilfe gebeten", sagte Ban.

Seit März sollen im Bürgerkrieg in Syrien schon etwa 6.000 Menschen ums Leben gekommen sein. Die Arabische Liga hatte im Dezember eine Beobachtergruppe nach Syrien geschickt, ihren Einsatz aber wegen der eskalierenden Gewalt in dem Land vor wenigen Tagen abgebrochen. Al-Arabi hatte vor wenigen Tagen gesagt, die Liga erwäge eine größere und besser ausgestattete Beobachtermission.

Scheitern der Resolution ermutigt Assad-Regime

Von der US-Regierung hieß es am Mittwoch, sie strebe zusammen mit ihren internationalen Partnern eine politische Lösung im Syrien-Konflikt an. Ein Sprecher des Weißen Hauses kündigte für die kommenden Tage "weitere, sehr aktive Gespräche mit Freunden und Verbündeten" über die nächsten Schritte an. Ziel bleibe ein friedlicher politischer Übergang in Syrien.

Die Türkei versucht derzeit, eine internationale Konferenz zur Lage in Syrien zu organisieren und wirbt dafür auch um die Unterstützung Russlands . Russland und China hatten eine Resolution des UN-Sicherheitsrates mit ihrem Veto blockiert. Darin sollte Präsident Baschar al-Assad zum Rücktritt aufgefordert werden.

Ban hatte zuvor im Sicherheitsrat eigentlich über seine Reise nach Israel und in die Palästinensergebiete berichten wollen, hatte sich aber nach Angaben von Teilnehmern ungewohnt deutlich über die blockierte Syrien-Resolution geäußert. Er sei zutiefst enttäuscht über die Abstimmung, sie sei "katastrophal" für die Menschen in Syrien. Das Scheitern der Resolution habe die syrische Führung "ermutigt, den Krieg gegen ihr eigenes Volk zu verschärfen", sagte Ban.