USA Demokraten und Republikaner erzielen Steuerkompromiss
In letzter Minute haben die US-Parteien einen monatelangen Steuerstreit beigelegt. Folgt der Kongress dem Kompromiss, wäre das ein Erfolg für Präsident Obama.
Nach monatelangem Streit haben sich Demokraten und Republikaner im US-Kongress auf einen Kompromiss für Steuererleichterungen verständigt. Kurz nach Mitternacht gaben der Demokrat Max Baucus und der Republikaner Dave Camp die Einigung bekannt, berichtete die Nachrichtenseite Politico. Demnach habe die Einigung einen Umfang von hundert Milliarden Dollar.
Die Verhandlungen standen kurz vor dem Scheitern, doch in letzter Minute konnten sich die Vertreter der beiden Parteien auf Änderungen einigen. Mit dem Kompromiss gilt als wahrscheinlich, dass Senat und Repräsentantenhaus noch bis Ende der Woche die Steuersenkung beschließen werden.
160 Millionen US-Bürger profitieren
Es wäre ein Erfolg für Präsident Barack Obama wenige Monate vor der Präsidentenwahl. Von dem Kompromiss profitieren etwa 160 Millionen US-Bürger, die nun weitere zehn Monate nur eine geminderte Einkommensteuer zahlen müssen. Zudem einigten sich Republikaner und Demokraten darauf, dass die Gehälter von Ärzten des staatlichen Medicare-Programms nicht gesenkt werden.
Die Republikaner hatten zuvor auf die Forderung verzichtet, an anderer Stelle im Haushalt zu kürzen. Ziel der Steuersenkung ist es, den Konsum zu steigern und so die schleppende Erholung der größten Volkswirtschaft in Schwung zu bringen.
Der bereits vom Wahlkampf geprägte Streit zwischen Republikanern und Demokraten hatte zunächst zu einer Blockade des US-Kongresses geführt. In Umfragen wird die Arbeit des Parlaments nur noch von einer Minderheit als gut bewertet. Dabei lasten die Amerikaner die Tatenlosigkeit vor allem den Republikanern an.
- Datum 16.02.2012 - 08:05 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
- Kommentare 3
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Um die Wirtschaft anzukurbeln müssen diese Erleichterungen die richtigen treffen.
"Von dem Kompromiss profitieren etwa 160 Millionen US-Bürger, die nun weitere zehn Monate nur eine geminderte Einkommensteuer zahlen müssen."
Muss ich jetzt zur SZ oder Spiegel gehen um herauszufinden, welche 160 Mil wie profitieren? Sind das eher einkommen bis 50k $ p.a. oder ist es ein vergünstigter Steuersatz auf Kapitaleinlagen? Und wieso ist das ein Erfolg für Obama, der doch eine Reichen-Steuer möchte?
Muss ich auf die Kommentare anderer warten um Informationen zu erhalten bzw. diese selber suchen?
Wozu ist dann solch eine Meldung gut?
Ich stimme Ihnen zu, wichtige Hintergrundinformationen fehlen leider. Zu Ihrer Information: Der sogenannte Payroll Tax Cut dient der Reduzierung der Lohnsteuer, hilft also vor allem den Menschen der Mittelklasse und darunter. Vorausgesetzt sie haben Arbeit.
Was nicht erwähnt wird: Auch das Arbeitslosengeld und das umstrittene Krankenversicherungsprogramm wurden "gerettet", d.h. nicht zusammen gestrichen. Das halte ich für mindestens genau so wertvoll.
Quelle: http://www.nytimes.com/20...
... dich wirklich interessiert kommst du wahrscheinlich nicht drumrum, ein wenig eigenrecherche zu betreiben.
Ich stimme Ihnen zu, wichtige Hintergrundinformationen fehlen leider. Zu Ihrer Information: Der sogenannte Payroll Tax Cut dient der Reduzierung der Lohnsteuer, hilft also vor allem den Menschen der Mittelklasse und darunter. Vorausgesetzt sie haben Arbeit.
Was nicht erwähnt wird: Auch das Arbeitslosengeld und das umstrittene Krankenversicherungsprogramm wurden "gerettet", d.h. nicht zusammen gestrichen. Das halte ich für mindestens genau so wertvoll.
Quelle: http://www.nytimes.com/20...
... dich wirklich interessiert kommst du wahrscheinlich nicht drumrum, ein wenig eigenrecherche zu betreiben.
Ich stimme Ihnen zu, wichtige Hintergrundinformationen fehlen leider. Zu Ihrer Information: Der sogenannte Payroll Tax Cut dient der Reduzierung der Lohnsteuer, hilft also vor allem den Menschen der Mittelklasse und darunter. Vorausgesetzt sie haben Arbeit.
Was nicht erwähnt wird: Auch das Arbeitslosengeld und das umstrittene Krankenversicherungsprogramm wurden "gerettet", d.h. nicht zusammen gestrichen. Das halte ich für mindestens genau so wertvoll.
Quelle: http://www.nytimes.com/20...
... dich wirklich interessiert kommst du wahrscheinlich nicht drumrum, ein wenig eigenrecherche zu betreiben.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren