US-Vorwahlen: Wer Präsident werden will, muss in Ohio gewinnen
Wen schicken die US-Republikaner ins Rennen um das Weiße Haus? Am "Super Tuesday" mit Vorwahlen in zehn Staaten hofft die Partei auf ein Signal.
© Justin Sullivan/Getty Images

Mitt Romney bei einer Wahlkampfveranstaltung in Cleveland, Ohio
Die Kontrahenten kämpfen mit harten Bandagen, weil sie hoffen, dass dieser Tag die Entscheidung bringt: Wieder einmal geht dabei Mitt Romney als Favorit in die nächste Runde der republikanischen Vorwahlen in den USA. Der frühere Gouverneur von Massachusetts hat eine Serie von Erfolgen hingelegt, das Parteiestablishment hält ihn für den besten Obama-Herausforderer, seine Kriegskasse – und dieser Wahlkampf wirkt zunehmend wie ein Krieg – scheint unerschöpflich, der Organisationsgrad seiner Kampagne überlegen, die Umfragen stehen gut.
Aber was heißt das schon in einem Rennen, das auch der "Super Tuesday" an diesem Dienstag mit Abstimmungen in 10 der 50 Bundesstaaten wohl nicht endgültig entscheiden wird? 430 Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag Ende August stehen auf dem Spiel, mehr als 40 Prozent der benötigten Mehrheit von 1.144. Und doch ist nicht davon auszugehen, dass die zermürbende Schlacht um die Kandidatur der "Grand Old Party" bald ein Ende finden wird.
Oftmals hat sich in früheren Wahljahren das Bewerberfeld um den "Super Tuesday" herum deutlich gelichtet. So war es beispielsweise 2008 beim politischen Gegner, als wenige Wochen danach nurmehr Hillary Rodham Clinton und Barack Obama um die Gunst der Demokraten buhlten.
Noch immer sind bei den Republikanern allerdings vier mögliche Kandidaten im Spiel. Neben dem eher gemäßigten Romney an der Spitze sind dies der ultrakonservative Rick Santorum, der noch die besten Aussichten hat, der ebenfalls wesentlich konservativere, doch zurückgefallene Newt Gingrich und der weit abgeschlagene radikalliberale Exot Ron Paul. Sie alle machen keine Anstalten, die Segel zu streichen, wie auch immer es um ihre Erfolgsaussichten bestellt ist.
Millionen halten die Kampagnen der Bewerber am Leben
Das müssen sie auch nicht, weil sie sich das Kämpfen weiterhin leisten können. Allein das ist eine ungewöhnliche Entwicklung, folgten die Vorwahlen doch bislang oft einem einfachen Drehbuch: Wer im Verlauf der Abstimmungen einmal an Schwung einbüßte, etwa durch eine empfindliche Niederlage, der verlor auch schnell an Unterstützung, schaffte es in der Folge nicht mehr, genügend Geld für den Wahlkampf aufzubringen – und musste notgedrungen aufgeben.
Nun aber dürfen nach einem Urteil des obersten US-Gerichts die SuperPACs genannten politischen Aktionskomitees erstmals Wahlkampfspenden von Unternehmen, Gewerkschaften und Einzelpersonen in unbegrenzter Höhe einsammeln und damit nach Belieben für oder gegen einen Politiker werben. Das spült weiterhin Millionen zwar nicht direkt in die Hände von Romney, Santorum und Gingrich, aber es hilft (oder schadet) ihnen. Und selbst der am Ende aussichtslose Paul weiß eine enthusiastische Unterstützerbewegung hinter sich, die seine Kampagne auch finanziell am Leben hält, wenn auch auf weit niedrigerem Niveau. Akute Geldnot wird das Kandidatenfeld also zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht dezimieren.
Die am "Super Tuesday" anstehenden Vorwahlen werden nach Stand der Umfragen auch keinem der Kandidaten den alles entscheidenden Vorsprung verschaffen. Gingrich dürfte in seiner Heimat Georgia gewinnen, Romney rechnet sich gute Chancen in Massachusetts, Vermont, Virgina und Idaho aus. Santorum könnte sich unter anderem in Tennessee und Oklahoma durchsetzen. Im Grunde sieht es also so aus, dass wieder jeder der vier Aspiranten Punkte mit nach Hause nehmen wird. Auch weil in einigen Staaten nicht nur der Gewinner Delegiertenstimmen erhält, sondern diese proportional nach dem Abschneiden verteilt werden.





Wieso brauchen wir als Leitartikel Infos über den (innerparteilichen) Vorwahlkampf in den USA?
Etwas eingeengter Blick über den Tellerrand, wie mir scheint...
Wann hört das wohl auf?
...die Berichterstattung darüber äußerst gerne und begründe dies sowohl mit a) generellem Interesse als auch b) der Wichtigkeit der innenpolitischen Verfassung der letzen verbliebenen, in letzter Zeit wankenden Supermacht. Während ich durchaus auch einen Bericht über die Oppositionsparteien in Papua-Neuguinea mit Interesse lesen würde, kann man die Relevanz eines solchen Artikels als eher gering einschätzen, von "eingeengtem Blick über den Tellerrand" bezüglich der aktuellen Artikel kann man daher nur aus ideologischen Gründen sprechen...
„Wieso brauchen wir als Leitartikel Infos über den (innerparteilichen) Vorwahlkampf in den USA?
Etwas eingeengter Blick über den Tellerrand, wie mir scheint...
Wann hört das wohl auf?“
Das hört ungefähr dann auf, wenn die USA ihre große Bedeutung für den Rest der Welt verloren haben werden. Und damit auch die Frage, wer dort regiert, weniger wichtig ist. Und damit auch die Frage, wer dort mit welcher Aussicht auf Erfolg versucht, in die Regierung zu kommen. Wahrscheinlich werden Sie dann mehr Artikel darüber finden, wer sich in China oder Indien oder Brasilien um die Macht bemüht - vielleicht finden Sie das ja interessanter. Bis dahin finden Sie aber auf Zeit.de noch unzählige Artikel zu anderen Themen.
...die Berichterstattung darüber äußerst gerne und begründe dies sowohl mit a) generellem Interesse als auch b) der Wichtigkeit der innenpolitischen Verfassung der letzen verbliebenen, in letzter Zeit wankenden Supermacht. Während ich durchaus auch einen Bericht über die Oppositionsparteien in Papua-Neuguinea mit Interesse lesen würde, kann man die Relevanz eines solchen Artikels als eher gering einschätzen, von "eingeengtem Blick über den Tellerrand" bezüglich der aktuellen Artikel kann man daher nur aus ideologischen Gründen sprechen...
„Wieso brauchen wir als Leitartikel Infos über den (innerparteilichen) Vorwahlkampf in den USA?
Etwas eingeengter Blick über den Tellerrand, wie mir scheint...
Wann hört das wohl auf?“
Das hört ungefähr dann auf, wenn die USA ihre große Bedeutung für den Rest der Welt verloren haben werden. Und damit auch die Frage, wer dort regiert, weniger wichtig ist. Und damit auch die Frage, wer dort mit welcher Aussicht auf Erfolg versucht, in die Regierung zu kommen. Wahrscheinlich werden Sie dann mehr Artikel darüber finden, wer sich in China oder Indien oder Brasilien um die Macht bemüht - vielleicht finden Sie das ja interessanter. Bis dahin finden Sie aber auf Zeit.de noch unzählige Artikel zu anderen Themen.
Liberal im amerikanischen Sinne ist das, was man hier linksliberal nennt. Ron Paul ist ein rechts-libertärer mit teilweise rassistischen Einstellungen.
[...]
Ich wünsche Obama von ganzen Herzen Glück, vor Allem aber auch seinen Senatoren, die zur Wahl stehen, wenn er nämlich die Senatsmehrheit verliert, kann er nur eine 'lame duck' bleiben.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf haltlose Spekulationen. Danke, die Redaktion/au.
In dem Video "The Tea Party vs. Occupy Wall Street" werden die konkurrierenden Denkansätze für den Laien anschaulich erklärt:
http://www.youtube.com/wa...
Jetzt ist er also schon Rassist und indirekt auch noch antisemitisch...
Warum fordert die ZEIT-Moderation Sie egtl. nicht auf, ihre Behauptungen mit seriösen Quellen zu belegen?
Da wäre ich jedenfalls sehr gespannt die zu sehen.
Ich nehme an, gleich kommt ein Verweis auf die Newsletter vor ungefähr 235 Jahren, die er nachweislich nicht geschrieben hat.
Jetzt ist er also schon Rassist und indirekt auch noch antisemitisch...
die ZEIT Rdaktion sollte hier wirklich eingreifen.
Aber "myway" liegt eben auf mainstream-Linie, Ron Paul
als abgeschlagenen Exoten zu sehen.
Ich kann "Exterminans" in seinem Kommentar nur zustimmen !
„Ron Paul ist nicht radikalliberal. Liberal im amerikanischen Sinne ist das, was man hier linksliberal nennt.“
Da der Text auf Deutsch und für eine deutschsprachige Leserschaft verfasst wurde, ist die Verwendung des Wortes „liberal“ im deutschen bzw. europäischen Sinne vollkommen korrekt. Angreifbar hätte sich der Autor vielmehr dann gemacht, wenn er Wort „liberal“ ohne Kommentar im amerikanischen Sinne verwendet hätte. Dass es im amerikanischen Englisch etwas anderes bedeutet als im Deutschen, kann nämlich nicht als bekannt vorausgesetzt werden.
„Ron Paul ist ein rechts-libertärer mit teilweise rassistischen Einstellungen.“
Insoweit das zutrifft, unterscheidet er sich damit nicht von einem beträchtlichen Teil der republikanischen Wählerbasis - auch wenn die republikanische politische Klasse nicht so ungeschickt ist, die Regeln der political correctness so offensichtlich zu verletzen, wie Paul es in den 80er und 90er Jahren getan haben mag. (Hintergrund: http://www.csmonitor.com/...)
In dem Video "The Tea Party vs. Occupy Wall Street" werden die konkurrierenden Denkansätze für den Laien anschaulich erklärt:
http://www.youtube.com/wa...
Jetzt ist er also schon Rassist und indirekt auch noch antisemitisch...
Warum fordert die ZEIT-Moderation Sie egtl. nicht auf, ihre Behauptungen mit seriösen Quellen zu belegen?
Da wäre ich jedenfalls sehr gespannt die zu sehen.
Ich nehme an, gleich kommt ein Verweis auf die Newsletter vor ungefähr 235 Jahren, die er nachweislich nicht geschrieben hat.
Jetzt ist er also schon Rassist und indirekt auch noch antisemitisch...
die ZEIT Rdaktion sollte hier wirklich eingreifen.
Aber "myway" liegt eben auf mainstream-Linie, Ron Paul
als abgeschlagenen Exoten zu sehen.
Ich kann "Exterminans" in seinem Kommentar nur zustimmen !
„Ron Paul ist nicht radikalliberal. Liberal im amerikanischen Sinne ist das, was man hier linksliberal nennt.“
Da der Text auf Deutsch und für eine deutschsprachige Leserschaft verfasst wurde, ist die Verwendung des Wortes „liberal“ im deutschen bzw. europäischen Sinne vollkommen korrekt. Angreifbar hätte sich der Autor vielmehr dann gemacht, wenn er Wort „liberal“ ohne Kommentar im amerikanischen Sinne verwendet hätte. Dass es im amerikanischen Englisch etwas anderes bedeutet als im Deutschen, kann nämlich nicht als bekannt vorausgesetzt werden.
„Ron Paul ist ein rechts-libertärer mit teilweise rassistischen Einstellungen.“
Insoweit das zutrifft, unterscheidet er sich damit nicht von einem beträchtlichen Teil der republikanischen Wählerbasis - auch wenn die republikanische politische Klasse nicht so ungeschickt ist, die Regeln der political correctness so offensichtlich zu verletzen, wie Paul es in den 80er und 90er Jahren getan haben mag. (Hintergrund: http://www.csmonitor.com/...)
Entfernt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Artikelthema sachlich, um eine konstruktive Diskussion zu ermöglichen. Danke, die Redaktion/lv
...die Berichterstattung darüber äußerst gerne und begründe dies sowohl mit a) generellem Interesse als auch b) der Wichtigkeit der innenpolitischen Verfassung der letzen verbliebenen, in letzter Zeit wankenden Supermacht. Während ich durchaus auch einen Bericht über die Oppositionsparteien in Papua-Neuguinea mit Interesse lesen würde, kann man die Relevanz eines solchen Artikels als eher gering einschätzen, von "eingeengtem Blick über den Tellerrand" bezüglich der aktuellen Artikel kann man daher nur aus ideologischen Gründen sprechen...
sind doch alle gekauft oder verkumpelt. Wozu sich also darüber diskutieren, wer von den Republikanern hier antritt?
Obama muss weitermachen.
Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ALTERNATIVLOS :-)
der letzten Präsidentschaftswahlen bzw. dessen Wahlkampfkosten wurden 100' von Millionen ausgegeben. Die hälfte davon wurde von lediglich 22 Individuen aufgebracht... Amerika, die Demokratie der 1 Millionstel % Stimmen. Die restlichen Millionen Wahlberechtigter Amerikanischer Staatsbürger hatte kein Wörtchen mitzureden bei der Selektion und schon gar nicht beim Wahlkampf der Kandidaten... Für die kommenden Wahlen wird verm. die Summe noch höher sein und Mrd. Beträge erreichen. Demokratie und Bürgerbeteiligung , vorselektiert und finanziert von einer Handvoll Reicher...
Auch wenn Obama bei sehr vielen Menschen zu Recht an Symphatiepunkten enorm verloren hat, so kann sich doch kein halbwegs demokratischund vor allem logisch denkender Mensch wünschen, dass einer von diesen republikanischen Knalltüten gewählt wird. Ich kenne die amerikanische Mentalität nicht, hoffe aber, dass ein Fünkchen Verstand noch in jedem ist, den totalen Ausverkauf der USA zu Gunsten der Superreichen zu verhindern. Können die normalen US-Amerikanerischen Bürger denn nicht sehen, dass sie ihren eigenen Untergang besiegeln, wenn sie solche Menschen wie Romney wählen. Haben die denn alle ein Brett vorm Kopf. Der Mehrheit geht es doch mittlerweile viel schlechter als je zuvor. Obama hat wenigstens versucht ein wenig daran zu ändern, auch wenn das immer wieder von seinen republikanischen Gegenspielern boykottiert wurde. Wie weit runter wollen die denn noch. Ist Propaganda wirklich so stark, so beeinflussend, dass ich meinen eigenen sozialen Abstieg freiwillig unterzeichne???
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/se
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/se
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