ÄgyptenWo die Scharia Demokratie bedeutet

Kopftuchzwang, Steinigungen, Islamismus – das versteht der Westen unter der Scharia. Für die meisten Ägypter aber ist sie der Garant für den Rechtsstaat.

Nach den Wahlsiegen der Muslimbrüder in Ägypten und Tunesien haben viele politische Beobachter den arabischen Frühling eilig zum islamistischen Winter erklärt. Dabei ist noch völlig offen, wohin es in diesen beiden Ländern politisch gehen wird.

Eines aber steht schon fest: Rund 90 Prozent der Ägypter wünschen sich den Einfluss der Scharia in der Politik. Entsprechende Umfrageergebnisse von 2007 wurden im vergangenen Jahr bestätigt. Bei den Wahlen in Ägypten gingen deshalb auch mehr als 80 Prozent der Stimmen an Parteien, die das islamische Recht als Quelle der Gesetzgebung fordern.

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Doch anders als im Westen verbinden die Menschen in Ägypten die Scharia nicht mit einem islamistischen Gottesstaat, mit Steinigungen oder Händeabhacken. Im Gegenteil: Für mehr als 85 Prozent der Ägypter steht die Scharia für Frauenrechte, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Förderung der Wissenschaften und Minderheitenschutz.

Die säkularen Experimente sind gescheitert

Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung also sieht in Scharia und Demokratie keinen Widerspruch. Vielmehr gehören beide zusammen. Nach den gescheiterten säkularen Experimenten mit Sozialismus und Panarabismus wollen die Ägypter jetzt einer islamisch geprägten Demokratie eine Chance geben.

Alexander Ritzmann

ist Wissenschaftler am Brandenburgischen Institut für Gesellschaft und Sicherheit (BIGS) in Potsdam und arbeitet dort zum Thema "Der islamische Frühling in der arabischen Welt – Chancen und Herausforderungen für Europa“.

Bei den Muslimbrüdern, einer seit ihrer Gründung vor 82 Jahren klar anti-westlichen islamistischen Organisation, gibt es seit einiger Zeit passend dazu eine intensive und kontroverse Debatte über die Idee einer islamischen Demokratie.

So sieht beispielsweise Rashid Ghannouchi, Vorsitzender der tunesischen Muslimbrüderpartei Ennahda, deshalb keinen Widerspruch zwischen Scharia und Demokratie, weil die Scharia kein konkretes Gesetzbuch sei, sondern eine Quelle von Werten wie Gerechtigkeit, Brüderlichkeit, Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit. Westlicher Säkularismus, so Ghannouchi, sei dem Islam jedoch fremd, weil es im Islam keine machtpolitisch agierende Kirche gebe, die in ihre Schranken gewiesen werden müsse. In der islamischen Welt ginge es vielmehr darum, die Religion vor dem Einfluss des Staates zu schützen.

Auch der politische Arm der ägyptischen Muslimbrüder, die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei, erklärte sich kürzlich zum Thema Demokratie: Man wolle innerhalb eines Rahmens religiöser Werte die Freiheiten und Grundrechte jedes Ägypters respektieren. Es dürfe keine Diskriminierung aufgrund der Religion, des Geschlechts oder der Hautfarbe geben. Die Korruption solle bekämpft und politischer Pluralismus gefördert werden.

Leser-Kommentare
  1. Wer immer noch an das Demokratiewunder Ägypten glaubt, dem ist hiermit wohl das Gegenteil bewiesen. Oder um es zu formulieren: Eine Demokratie nach "westlichem" Vorbild wird es da wohl nie geben, wozu auch? Das System funktioniert auch.

    Leider nur befürchte ich, dass alleine von der Überschrift schon ein falsches Bild entsteht, denn Islam bedeutet per se nicht Kopftuchzwang. Das Kopftuch kam erst durch kulturelle Eingliederung zur jetzigen Bedeutung, hatte aber mit der Religion wenig zu tun.

    Ich weiß nicht, aber nach jetzigem Stand halte ich die Menschen dort für unbelehrbar. Es wird wohl so laufen wie vorher auch, mit einer Pseudo-Demokratie, aber offensichtlich scheinen die Menschen zum großen Teil kein Interesse haben daran was zu ändern, wieso auch? Das westliche System ist ja aktuell auch nicht gerade der Garant für großen Erfolg. Amerika ist Pleite, Europa schwankt und sonst?

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    Ich weiß nicht, aber nach jetzigem Stand halte ich die Menschen dort für unbelehrbar.

    Stimmt - es kann halt nicht jeder so belehrbar sein wie wir hier im Westen. ;)
    Die Sache ist doch vollkommen klar: Jahrzehntelang herrschte ein durch und durch korrupter, säkularer Apparat, der - trotz teilweise „sozialistischer“ Fassade eine immense soziale Ungleichheit hervorgebracht hat. Dass die Menschen sich danach von einer - ich verwende den Begriff wertfrei - Ideologie angesprochen fühlen, die verspricht, für die Gleichheit aller Gläubigen (also der großen Mehrheit) zu sorgen uns sich von weltlichen Dingen ütern nicht korrumpieren zu lassen, ist alles andere als schwer nachvollziehbar. Auch in Deutschland hatte eine damals noch sehr klerikal geprägte Partei nach dem Zusammenbruch der NS-Dikatur immensen Zulauf.

    Ich weiß nicht, aber nach jetzigem Stand halte ich die Menschen dort für unbelehrbar.

    Stimmt - es kann halt nicht jeder so belehrbar sein wie wir hier im Westen. ;)
    Die Sache ist doch vollkommen klar: Jahrzehntelang herrschte ein durch und durch korrupter, säkularer Apparat, der - trotz teilweise „sozialistischer“ Fassade eine immense soziale Ungleichheit hervorgebracht hat. Dass die Menschen sich danach von einer - ich verwende den Begriff wertfrei - Ideologie angesprochen fühlen, die verspricht, für die Gleichheit aller Gläubigen (also der großen Mehrheit) zu sorgen uns sich von weltlichen Dingen ütern nicht korrumpieren zu lassen, ist alles andere als schwer nachvollziehbar. Auch in Deutschland hatte eine damals noch sehr klerikal geprägte Partei nach dem Zusammenbruch der NS-Dikatur immensen Zulauf.

  2. Und nun relativieren wir...

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    so schön kurz und knackig!

    Leider wurde im Artikel nicht erklärt, warum die Scharia von den Menschen gewollt ist. "Demokratische" Richter werden als korrupt wahrgenommen. Vor solchen Gerichten gewinnt, wer das meiste Geld hat. Man sollte nicht vergessen, dass dies genau der Grund für die Einführung weltlicher Gerichte in Europa wahr. Reiche Bürger wollten sich vom Adel nicht schikanieren lassen.
    Wenn nach der Scharia geurteilt wird, dann durch religiöse Richter. Die gelten als weniger korrupt. Ob dann gleich die Steine fliegen, ist eher eine Frage der örtlichen Gegebenheiten.

    so schön kurz und knackig!

    Leider wurde im Artikel nicht erklärt, warum die Scharia von den Menschen gewollt ist. "Demokratische" Richter werden als korrupt wahrgenommen. Vor solchen Gerichten gewinnt, wer das meiste Geld hat. Man sollte nicht vergessen, dass dies genau der Grund für die Einführung weltlicher Gerichte in Europa wahr. Reiche Bürger wollten sich vom Adel nicht schikanieren lassen.
    Wenn nach der Scharia geurteilt wird, dann durch religiöse Richter. Die gelten als weniger korrupt. Ob dann gleich die Steine fliegen, ist eher eine Frage der örtlichen Gegebenheiten.

    • goddi
    • 05.03.2012 um 17:25 Uhr

    "Im Gegenteil: Für mehr als 85 Prozent der Ägypter steht die Scharia für Frauenrechte, Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Förderung der Wissenschaften und Minderheitenschutz.

    Ich hab den Koran gelesen, zwar nur auf deutsch, aber das Zitat scheint mir stimmig. Ich kenn aber nur den Koran und keinen Text "Scharia".

    8 Leser-Empfehlungen
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    Moin,

    leider lassen Sie in Ihrem Statement aus, dass es im Islam viel mehr als nur den Koran als Rechtsquelle (e.g. Hadithen) gibt. In der Hoffnung, dass Sie belehrbar sind würde ich als Einstieg die entsprechenden Lemmata in der deutschen und der englischen (-> Sharia) Wikipedia empfehlen.
    Das für mich zentrale Problem dieser wie auch biblischer Vorgaben ist der Unfehlbarkeitsanspruch. Dieser steht einer Gesellschaft die sich entwickeln kann und muss diametral entgegen. Und eine Demokratie deren Weg dergestalt bis ins Einzelne vorgegeben ist, ist alternativlos und mithin unfrei. Verdient also den Namen Demokratie nicht.

    CU

    Moin,

    leider lassen Sie in Ihrem Statement aus, dass es im Islam viel mehr als nur den Koran als Rechtsquelle (e.g. Hadithen) gibt. In der Hoffnung, dass Sie belehrbar sind würde ich als Einstieg die entsprechenden Lemmata in der deutschen und der englischen (-> Sharia) Wikipedia empfehlen.
    Das für mich zentrale Problem dieser wie auch biblischer Vorgaben ist der Unfehlbarkeitsanspruch. Dieser steht einer Gesellschaft die sich entwickeln kann und muss diametral entgegen. Und eine Demokratie deren Weg dergestalt bis ins Einzelne vorgegeben ist, ist alternativlos und mithin unfrei. Verdient also den Namen Demokratie nicht.

    CU

  3. wie weit zurück in der Vergangenheit muss ein Gemeinwesen strukturiert sein, damit ein Regelwerk von vor 1500 Jahren als das modernere gilt?

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    Nur erstens ist es älter
    Zweitens war es damals durchaus anders...

    Ja, Demokratie gab es als Idee schon in Griechenland!

    Nur erstens ist es älter
    Zweitens war es damals durchaus anders...

    Ja, Demokratie gab es als Idee schon in Griechenland!

  4. Nur erstens ist es älter
    Zweitens war es damals durchaus anders...

    Ja, Demokratie gab es als Idee schon in Griechenland!

    16 Leser-Empfehlungen
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    • talwer
    • 05.03.2012 um 18:52 Uhr

    Doppelposting entfernt. Die Redaktion/vn

    • talwer
    • 05.03.2012 um 18:52 Uhr

    Gemäß den islamischen Hidschri-qamari-Jahr entspricht dieses Jahr dem islamischen Jahr 1433.
    Nach christlicher Zeitrechnung sind es in September genau 1390 ab der islamischen Zeitrechnung (2012-622=1390).
    Bekanntlich sind die Zahlen 1433 und 1390 kleiner als 1500!
    Oder habe Sie andere Erkenntnisse?

    • talwer
    • 05.03.2012 um 18:52 Uhr

    Doppelposting entfernt. Die Redaktion/vn

    • talwer
    • 05.03.2012 um 18:52 Uhr

    Gemäß den islamischen Hidschri-qamari-Jahr entspricht dieses Jahr dem islamischen Jahr 1433.
    Nach christlicher Zeitrechnung sind es in September genau 1390 ab der islamischen Zeitrechnung (2012-622=1390).
    Bekanntlich sind die Zahlen 1433 und 1390 kleiner als 1500!
    Oder habe Sie andere Erkenntnisse?

  5. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Die Redaktion/vn

    Eine Leser-Empfehlung
    • bayert
    • 05.03.2012 um 17:33 Uhr

    man muss sich nur auf die richtige Deklaration einigen (hier: Kairoer Erklärung der Menschenrechte). Alleine die Formulierung "Man wolle innerhalb eines Rahmens religiöser Werte die Freiheiten und Grundrechte jedes Ägypters respektieren." sollte schon stutzig machen.

    P.S.: Man möge endlich eine Quelle nennen, wo man nachlesen kann, dass Scharia " Quelle von Werten wie Gerechtigkeit, Brüderlichkeit, Freiheit, Gleichheit und Menschlichkeit" bedeutet. Zählen Frauen vor Gericht nun genau so viel wie ein Mann?

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    • joG
    • 05.03.2012 um 19:34 Uhr

    ...mit Religion und Demokratie. Die sind auch nicht konform und widersprechen sich grundlegend. Nimmt man die RK, so sind bspw die meisten Politiker exkommuniziert, weil sie zulassen, dass Abtreibung erlaubt ist und durch den Staat bezahlt wird.

    Scharia meint das religiöse Gesetz im Islam und im Zuge dessen ist der Koran die wichtigste Quelle. Dass in ihm die oben genannten Werte drinstehen, ist bei Überprüfung des Koran (Übersetzung z.B. bei www.free-minds.org) sehr leicht herauszufinden. Wem das Suchen zu aufwändig ist, hier ein Zitat mit Verweis auf Textstellen.

    Der Begriff "Islam" stellt keine besondere Bezeichnung dar, sondern ist vielmehr seit Beginn der menschlichen Geschichte das Paradigma aller Gottesergebenen. Die Religion "Islam" ist universell (3:83), bewirkt die Vereinigung der Rassen (49:13), wirkt friedensstiftend zwischen den Völkern (2:62; 2:135-136), spricht jedem die Gerechtigkeit zu (5:8), erfordert nebst dem Empirismus auch die objektiven Beweise (3:86; 2:111; 21:24; 74:30), hat ein geschütztes und mathematisch kodiertes Buch (15:9; 2:23), vertritt den Frieden und die Realität (60:8-9), kennt keine Mittler und keinen Klerus (2:48, 9:31,34), fordert die Aufteilung der Reichtümer (59:7), zeigt keine Toleranz gegenüber produktionsloser Ökonomie (5:90; 3:130), sieht für die Bewältigung gesellschaftlicher Aufgaben die Beratung vor (42:38), gibt dem Individuum einen großen Wert (5:32), gibt der Frau Wert (3:195; 4:124; 16:97), will von uns, dass wir mit der Natur und der Umgebung in Harmonie leben (30:41)...
    (Quelle: http://alrahman.de)

    Zum Thema Freiheit ist noch der Vers "Es gibt keinen Zwang in der Religion (2:256) aufzuführen.

    Viele Grüße

    Es ist, wie andere religiöse Schriften auch, Interpretationssache. In einem Rechtsstaat muss die Gesetzgebung aber klar definiert sein, und nicht, je nachdem wie man es gerade braucht, Auslegungssache.
    Zudem sind diese Schriften, da ja Gottes Wille, unveränderlich, und veraltete Regelungen können nicht an die moderne Situation angepasst werden.
    Darum ist die Einführung der Sharia aus meiner Sicht ein großer Rückschritt in der Entwicklung der Menschen.
    (Und wer wirklich meint, die Sharia wäre mit den Menschenrechten vereinbar, der soll doch mal in den Tiefen des Internets nach einem Livevideo einer Steinigung suchen. Entschuldigung, aber ich habe noch nie in solche Abgründe der Unmenschlichkeit geschaut.)

    • joG
    • 05.03.2012 um 19:34 Uhr

    ...mit Religion und Demokratie. Die sind auch nicht konform und widersprechen sich grundlegend. Nimmt man die RK, so sind bspw die meisten Politiker exkommuniziert, weil sie zulassen, dass Abtreibung erlaubt ist und durch den Staat bezahlt wird.

    Scharia meint das religiöse Gesetz im Islam und im Zuge dessen ist der Koran die wichtigste Quelle. Dass in ihm die oben genannten Werte drinstehen, ist bei Überprüfung des Koran (Übersetzung z.B. bei www.free-minds.org) sehr leicht herauszufinden. Wem das Suchen zu aufwändig ist, hier ein Zitat mit Verweis auf Textstellen.

    Der Begriff "Islam" stellt keine besondere Bezeichnung dar, sondern ist vielmehr seit Beginn der menschlichen Geschichte das Paradigma aller Gottesergebenen. Die Religion "Islam" ist universell (3:83), bewirkt die Vereinigung der Rassen (49:13), wirkt friedensstiftend zwischen den Völkern (2:62; 2:135-136), spricht jedem die Gerechtigkeit zu (5:8), erfordert nebst dem Empirismus auch die objektiven Beweise (3:86; 2:111; 21:24; 74:30), hat ein geschütztes und mathematisch kodiertes Buch (15:9; 2:23), vertritt den Frieden und die Realität (60:8-9), kennt keine Mittler und keinen Klerus (2:48, 9:31,34), fordert die Aufteilung der Reichtümer (59:7), zeigt keine Toleranz gegenüber produktionsloser Ökonomie (5:90; 3:130), sieht für die Bewältigung gesellschaftlicher Aufgaben die Beratung vor (42:38), gibt dem Individuum einen großen Wert (5:32), gibt der Frau Wert (3:195; 4:124; 16:97), will von uns, dass wir mit der Natur und der Umgebung in Harmonie leben (30:41)...
    (Quelle: http://alrahman.de)

    Zum Thema Freiheit ist noch der Vers "Es gibt keinen Zwang in der Religion (2:256) aufzuführen.

    Viele Grüße

    Es ist, wie andere religiöse Schriften auch, Interpretationssache. In einem Rechtsstaat muss die Gesetzgebung aber klar definiert sein, und nicht, je nachdem wie man es gerade braucht, Auslegungssache.
    Zudem sind diese Schriften, da ja Gottes Wille, unveränderlich, und veraltete Regelungen können nicht an die moderne Situation angepasst werden.
    Darum ist die Einführung der Sharia aus meiner Sicht ein großer Rückschritt in der Entwicklung der Menschen.
    (Und wer wirklich meint, die Sharia wäre mit den Menschenrechten vereinbar, der soll doch mal in den Tiefen des Internets nach einem Livevideo einer Steinigung suchen. Entschuldigung, aber ich habe noch nie in solche Abgründe der Unmenschlichkeit geschaut.)

  6. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Die Redaktion/vn

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