AtomprogrammEU kündigt Wiederaufnahme der Atomgespräche an

China, Russland und die beteiligten westlichen Staaten wollen die Verhandlungen mit dem Iran fortsetzen. Die Gespräche sind seit etwa einem Jahr ausgesetzt.

Die internationale Gemeinschaft will "so rasch wie möglich" mit der Regierung in Teheran über das iranische Atomprogramm verhandeln. Dies hat die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton dem iranischen Chefunterhändler Said Dschalili in einem Brief mitgeteilt.

Sie unterbreite der iranischen Regierung dieses Angebot im Namen Chinas, Frankreichs, Deutschlands, Russlands, Großbritanniens und der USA, sagte Ashton. Es müsse nun schnell ein Termin und ein Ort für die neuen Verhandlungen gefunden werden.

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"Wir hoffen, dass der Iran nun in einen anhaltenden und konstruktiven Dialogprozess eintreten wird", sagte Ashton. Teheran hatte im Februar neue Gespräche angeboten, zugleich aber erneut sein Recht auf eine friedliche Nutzung der Atomenergie betont. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich an Atomwaffen zu arbeiten, was Teheran kategorisch zurückweist.

Die Gesprächsrunde des Irans und deR fünf UN-Vetomächte sowie DeutschlandS ist seit etwa einem Jahr ausgesetzt. Seither verschärfte der Westen seine Sanktionen gegen Teheran. Zudem gibt es derzeit Unstimmigkeiten zwischen Israel und den USA über mögliche militärische Angriffe auf die iranischen Atomanlagen. Während die USA für eine diplomatische Lösung plädieren, betont Israel die Möglichkeit eines Angriffs.
 

 
Leserkommentare
  1. Wenn es um Kooperation ginge, müsste der Iran einen Nobelpreis dafür erhalten.

    Kein anderes Land hat sich in den vergangen Jahren, ja gar Jahrzehnten, so viel gefallen lassen müssen wie der Iran, obwohl nie konkrete Beweise vorgelegt werden konnten und im Gegenteil sogar die amerikansichen Geheimdienste die Entwicklung einer iranischen Bombe verneinten.

    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf haltlose Spekulationen. Danke, die Redaktion/au.

    3 Leserempfehlungen
    • Karst
    • 06.03.2012 um 16:29 Uhr

    Ein schlimmeres Foto ging nicht? Die arme Frau Ashton...

    Zum Thema:

    Jetzt mal ganz neutral:
    Wenn ein Ministaat nebenan und ein Staat wie die USA, die eine ganz lange Liste an Angriffskriegen mit sich herumtragen, ganz offen gestern und heute noch darüber reden, ob man mich jetzt wegbomben soll oder nicht... wie ernst kann ich da wohl eine Einladung auch im Namen der USA nehmen?

    Ich sehe drei Probleme:

    1. wir unterscheiden immernoch nach "guten" und "bösen" Diktaturen, je nachdem ob sie für oder gegen uns sind.

    2. unsere Haltung zu Irans Nutzung von Atomenergie steht fest. Wir verhandeln nicht mit ihnen. Wer verhandelt, hat auch was anzubieten und ist zu Kompromissen bereit. Sind wir aber nicht. Wir wollen, dass Iran keine Atomenergie nutzt. Denn wir werden hinter jeder zivilen Nutzung immer die Atombombe vermuten. Und das eben wegen 1.: weil wir Iran für böse halten.

    3. aus 1. und 2. resultiert, dass wir gar keine Chance auf erfolgreiche Gespräche haben. Und das kann man nicht nur Iran in die Schuhe schieben. Da sind beide Seiten dran schuld.

    Und hier noch ein schöner Kommentar zum Thema:

    http://www.der-postillon....

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    • freerk
    • 06.03.2012 um 16:45 Uhr

    die Öl-Import-Sanktion wird schon ab Sommer ihre Wikung zeigen....

  2. Meine Empfehlung: folgen Sie dem Link!

    Antwort auf "3 Probleme"
    • doors
    • 06.03.2012 um 17:00 Uhr

    Mittlerweile bin ich das Thema leid.

    Kritiker des Irans werden hier im Forum niedergemacht, der Iran wird ja sowas von ungerecht beschuldigt - deren Meinung.

    Ja, was war den 2009 als die Iranische Zivilbevölkerung niedergeknüppelt worden ist - alles nur "ganz grosse Show" des Westens? so der einhellige Kommentar der "Liebhaber der Iranischen Verhältnisse".

    Mein Gott, wo leben wir eigentlich?

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    In welcher Welt leben wir eigentlich, wenn man das noch glaubt.

    Der Iran stand unter Mohammad Khatami kurz vor Reformen, das Engagement der USA im nahen Osten hat diese Reformbewegung um Jahre zurückgeworfen.

    die Iranische Bevölkerung kann und wird sich Reformieren, aber eine Intervention von aussen wird für Iran und vermutlich dem Rest der Welt eine Katastrophe.

    im Gegenteil, viele Bekannte und Freunde von mir mussten unter diesem Regime leiden, aber:

    Es ist absolut nicht Aufgabe des Westens in irgendeiner Form mit Gewalt eine Form der eigenen präferierten Regierungsform durchzusetzen. Ich denke vor allem an die berechtigte Kolonialismus-Angst bei den nahöstlichen Ländern die ja durchaus ihre Berechtigung hat. Irak ist ein failed state, Libyen ist ein failed state und in jedem Fall wurde wegen angeblicher "Menschenrechte" angegriffen. Das es den Menschen stellenweise schlechter geht als jetzt vergessen sie offensichtlich.

    Ferner noch wurde der Irak auch wegen angeblicher ABC-Waffen angegriffen die nie gefunden wurden. Heute ist dieser Staat ein failed state, ein Teil der Bevölkerung leidet unter der bewusst eingesetzten Uran-Munition und es gibt für diesen Staat keine Zukunft.

    Ich bin für einen Regimewechsel im Iran, aber dieser kann nicht durch Gewalt erfolgen. Die USA und ihre Verbündeten handeln aus eigenwilligen, geostrategischen Interessen und nicht aufgrund der Menschenrechte. Was ist denn dagegen einzuwenden, wenn es eine friedliche Nutzung von Atomkraft gibt? Was ist gegen Handel einzuwenden der nicht nur der Bevölkerung dient sondern vor allem die radikal-Politiker effektiv schwächt da ihre Propaganda wirkungslos sein wird?

    • joG
    • 06.03.2012 um 18:12 Uhr

    ....jedenfalls dann, wenn ich welche treffe. Die ich kenne sind sehr angenehme Menschen. Es ist auch sehr schlimm, wie sie unterdrückt werden.

    Aber es ist nicht an uns, sie mit Waffen zu befreien. R2P liegt beim Sicherheitsrat. Entscheidet Russland oder China, dass man die Bevölkerung nicht schützen soll, so darf man sie nicht retten. Zumindest ist sehr umstritten, ob man eine Bevölkerung vor den nationalen Machthabern vor Massenmord usw schützen darf, soweit das Land Mitglied der UNO ist. Deutschland sagt vielleicht. Russland sagt nein.

    Hier geht es aber nicht um R2P.
    Es geht um die existentielle Sicherheit eines Landes. Bei solcher Gefährdung kann der SR das Land schützen. Tut er das nicht, so geht die Verantwortung für die Sicherheit des Landes über auf das Land und/oder seine Alliierten. Dieser Unterschied in der Konstruktion der Sicherheit ist wichtig.

    Sie sagen es! Hier geht es um mögliche Atombomben und sie fordern das Recht ein den Iran aufgrund der Menschenunwürdigen Bedingungen kritisieren zu dürfen. Damit verbinden sie zwei Dinge, die diejenigen, die Krieg führen wollen, nach außen hin streng leugnen, aber nach innen hin, meine Behauptung, genau so sehen. Es geht nicht um die Atombombe. Genau so wenig wie es im Irak um die Massenvernichtungswaffen ging. Es geht um den Iran, um Einfluss, Macht, Geld, und das alles unter dem Deckmäntelchen der Sicherheit und des Humanismus. Wenn Sie das nach Irak und Afghanistan immer noch glauben, dann tun Sie mir echt Leid.

    Die Menschen in dem Land können sich nur selbst befreien. Das sehen wir immer wieder. Wenn das Ausland sich einschaltet, ist das oft genug Grund dafür, die jeweiligen Rebellen und Revolutionäre schlecht zu reden.

    Wir müssen aufhören mit dem Iran Geschäfte zu machen, so dass die Menschen dort sehen, dass man als Diktatur in der Internationalen Gemeinschaft nicht weit kommt und sich für Reformen aussprechen. Das halte ich für richtiger.

    In welcher Welt leben wir eigentlich, wenn man das noch glaubt.

    Der Iran stand unter Mohammad Khatami kurz vor Reformen, das Engagement der USA im nahen Osten hat diese Reformbewegung um Jahre zurückgeworfen.

    die Iranische Bevölkerung kann und wird sich Reformieren, aber eine Intervention von aussen wird für Iran und vermutlich dem Rest der Welt eine Katastrophe.

    im Gegenteil, viele Bekannte und Freunde von mir mussten unter diesem Regime leiden, aber:

    Es ist absolut nicht Aufgabe des Westens in irgendeiner Form mit Gewalt eine Form der eigenen präferierten Regierungsform durchzusetzen. Ich denke vor allem an die berechtigte Kolonialismus-Angst bei den nahöstlichen Ländern die ja durchaus ihre Berechtigung hat. Irak ist ein failed state, Libyen ist ein failed state und in jedem Fall wurde wegen angeblicher "Menschenrechte" angegriffen. Das es den Menschen stellenweise schlechter geht als jetzt vergessen sie offensichtlich.

    Ferner noch wurde der Irak auch wegen angeblicher ABC-Waffen angegriffen die nie gefunden wurden. Heute ist dieser Staat ein failed state, ein Teil der Bevölkerung leidet unter der bewusst eingesetzten Uran-Munition und es gibt für diesen Staat keine Zukunft.

    Ich bin für einen Regimewechsel im Iran, aber dieser kann nicht durch Gewalt erfolgen. Die USA und ihre Verbündeten handeln aus eigenwilligen, geostrategischen Interessen und nicht aufgrund der Menschenrechte. Was ist denn dagegen einzuwenden, wenn es eine friedliche Nutzung von Atomkraft gibt? Was ist gegen Handel einzuwenden der nicht nur der Bevölkerung dient sondern vor allem die radikal-Politiker effektiv schwächt da ihre Propaganda wirkungslos sein wird?

    • joG
    • 06.03.2012 um 18:12 Uhr

    ....jedenfalls dann, wenn ich welche treffe. Die ich kenne sind sehr angenehme Menschen. Es ist auch sehr schlimm, wie sie unterdrückt werden.

    Aber es ist nicht an uns, sie mit Waffen zu befreien. R2P liegt beim Sicherheitsrat. Entscheidet Russland oder China, dass man die Bevölkerung nicht schützen soll, so darf man sie nicht retten. Zumindest ist sehr umstritten, ob man eine Bevölkerung vor den nationalen Machthabern vor Massenmord usw schützen darf, soweit das Land Mitglied der UNO ist. Deutschland sagt vielleicht. Russland sagt nein.

    Hier geht es aber nicht um R2P.
    Es geht um die existentielle Sicherheit eines Landes. Bei solcher Gefährdung kann der SR das Land schützen. Tut er das nicht, so geht die Verantwortung für die Sicherheit des Landes über auf das Land und/oder seine Alliierten. Dieser Unterschied in der Konstruktion der Sicherheit ist wichtig.

    Sie sagen es! Hier geht es um mögliche Atombomben und sie fordern das Recht ein den Iran aufgrund der Menschenunwürdigen Bedingungen kritisieren zu dürfen. Damit verbinden sie zwei Dinge, die diejenigen, die Krieg führen wollen, nach außen hin streng leugnen, aber nach innen hin, meine Behauptung, genau so sehen. Es geht nicht um die Atombombe. Genau so wenig wie es im Irak um die Massenvernichtungswaffen ging. Es geht um den Iran, um Einfluss, Macht, Geld, und das alles unter dem Deckmäntelchen der Sicherheit und des Humanismus. Wenn Sie das nach Irak und Afghanistan immer noch glauben, dann tun Sie mir echt Leid.

    Die Menschen in dem Land können sich nur selbst befreien. Das sehen wir immer wieder. Wenn das Ausland sich einschaltet, ist das oft genug Grund dafür, die jeweiligen Rebellen und Revolutionäre schlecht zu reden.

    Wir müssen aufhören mit dem Iran Geschäfte zu machen, so dass die Menschen dort sehen, dass man als Diktatur in der Internationalen Gemeinschaft nicht weit kommt und sich für Reformen aussprechen. Das halte ich für richtiger.

    • joG
    • 06.03.2012 um 17:06 Uhr

    ...und man kann wirklich hoffen, dass es nicht schon wieder ein iranischer Versuch ist Zeit zu schinden.

  3. Da die Veröffentlichungen von Amerikas möglicherweise wichtigsten investigativen Reporters, Seymore Hersh, in Deutschland weitgehend unbekannt sind, hier ein Link zu seinem Artikel im New Yorker:

    http://www.newyorker.com/...

    Seymore Hersh, Pulitzer Preisträger, ist für die Aufdeckung der Massaker von My Lai (Vietnam), Abu Ghuraib und anderen verdeckten Operationen der US Geheimdienste bekannt. Sy Hershs Kontakte zu den US Geheimdiensten sind bekanntermassen ausgezeichnet.

    Nach seinen Informationen existieren keine Geheimdienstberichte (weder in USA, noch in Israel noch in Europa), dass der Iran Atomwaffenfähiges Material anreichert. Der Iran hat bisher alle Auflagen der IAEA erfüllt und die Fabriken für (den zivilen Einsatz von) Nuklearmaterial sind 24 Stunden unter internationaler Beobachtung durch IAEA Kameras und Experten.

    Weder die IAEA noch die "Homeland Security" können dem Iran irgendeine Verfehlung des Atomwaffensperrvertrages andichten. Natürlich sind die Äusserungen Achmadinedshads für jeden Bürger Israels beängstigend, aber ohne Beweise einen Angriffskrieg zu führen ist offensichtlich ein Verstoß gegen die UN Konventionen und internaionales Recht, wenn nicht sogar Völkermord.

    Auch hier gilt die Unschuldsvermutung.

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    • joG
    • 06.03.2012 um 19:27 Uhr

    ...wo doch die Verfehlungen jedem offensichtlich sind. Iran befolgt die Anweisungen des SR nicht Inspektoren nachsehen zu lassen, die er erlassen hat um einen Krieg zu vermeiden.

    Das ist zu trennen davon ob Iran a-Waffen baut. Tut er das, wäre das ein zweites Vergehen.

    • joG
    • 06.03.2012 um 19:27 Uhr

    ...wo doch die Verfehlungen jedem offensichtlich sind. Iran befolgt die Anweisungen des SR nicht Inspektoren nachsehen zu lassen, die er erlassen hat um einen Krieg zu vermeiden.

    Das ist zu trennen davon ob Iran a-Waffen baut. Tut er das, wäre das ein zweites Vergehen.

  4. In welcher Welt leben wir eigentlich, wenn man das noch glaubt.

    Der Iran stand unter Mohammad Khatami kurz vor Reformen, das Engagement der USA im nahen Osten hat diese Reformbewegung um Jahre zurückgeworfen.

    die Iranische Bevölkerung kann und wird sich Reformieren, aber eine Intervention von aussen wird für Iran und vermutlich dem Rest der Welt eine Katastrophe.

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