Proteste : Zehntausende Spanier demonstrieren gegen Sparpolitik

Mehrere Tausend Schüler und Studenten haben in Spanien gegen die Kürzungen von Bildungsausgaben protestiert. In Barcelona kam es dabei zu gewaltsamen Zusammenstößen.
Studentenstreik in Barcelona © David Ramos/Getty Images

In Spanien haben am Mittwoch Zehntausende Schüler und Studenten gegen Einsparungen bei der Bildung protestiert. Die Veranstalter sprachen allein in Barcelona von 70.000 Teilnehmern, die Polizei von 25.000. "Wir zahlen nicht für ihre Betrügereien – Rettet die staatliche Universität!", stand auf einem Spruchband, das die Menge vor sich hertrug.

Immer wieder kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und der Polizei. An der Börse in Barcelona ging die Polizei mit Schlagstöcken gegen Randalierer vor. Vermummte Demonstranten schlugen die Fenster einer Bankfiliale ein, setzten Mülleimer und Polizeimotorräder in Brand. Aus Sicherheitsgründen riegelte die Polizei auch den Zugang zur Mobilfunk-Messe in Barcelona ab. Mehrere Menschen wurden festgenommen.

Am europaweiten Protesttag gegen die Sparpolitik der EU-Regierungen waren in Spanien Kundgebungen in rund 40 Städten angekündigt. Der Protest richtete sich außerdem gegen Zusammenstöße mit der Polizei bei einer Demonstration in Valencia . Vor gut einer Woche waren Polizisten dort mit Schlagstöcken gegen Demonstranten vorgegangen, die unter anderem gegen ungeheizte Klassenräume protestierten. Dabei wurden mehrere jugendliche Demonstranten zu Boden gerissen und verletzt. Der Vorfall löste landesweit Empörung aus.
 

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Kommentare

4 Kommentare Kommentieren

Sieht so Randale aus?

Guten Tag, die Zeit schreibt:
"In Barcelona kam es dabei zu gewaltsamen Zusammenstößen." und Sie sprechen von "Randale".
Ich lebe seit 5 Jahren in Barcelona, bin Student, und muss sagen dass zu 99% die Proteste gegen die unfaehige Politik wirklich so aussehen wie auf dem Bild geschildert: Menschen, Buerger, alle Altersklassen, demonstrieren friedlich und die Gewalt wird von der Polizei gestartet.