Ruben Salvadori : Hinter den Kulissen des Fotojournalismus

Der italienische Fotograf Ruben Salvadori entlarvt die Tricks der Fotojournalisten. Seine Bilderserie beweist: Die Wirklichkeit der Nachrichtenbilder gibt es nicht.

Medien und ihre Nutzer stellen an journalistische Bilder den Anspruch, das Geschehen objektiv abzubilden. Damit liegt eine große Verantwortung auf den Fotografen, der sie aber nicht immer gerecht werden. Der Italiener Ruben Salvadori deckt das mit seinem Projekt Photojournalism Behind the Scenes auf. Seine Bilder aus Jerusalem offenbaren die Arbeitsweise seiner Kollegen, die schon mit der Wahl des Ausschnitts ihre Version der Wirklichkeit formen. Die Fotostrecke zeigt, was sie fotografieren und wie sie es fotografieren.

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Kommentare

26 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

Na ja, auch Kameraleute hängen an ihrem Leben,

daher sollte man eben bei Zeitunglesen nicht den gesunden Menschenverstand ausschalten.
Ich finde die Serie interessant und auch ganz lustig, wie viele "behind the scenes" Photos eben.

Schlimmer ist in meinen Augen im dazugehörigen Text ein moralisierend-drängender Ton, mit dem für sehr weitreichende, mitunter sogar kriegerische politische Entscheidungen geworben wird.
Schwerwiegende Fragen bedürfen stets der Nüchternheit und des Abwägens der Folgen, und der Schreiber sitzt in der Regel am sicheren Schreibtisch, ohne Helm. Also keine Panik bitte!

Man sollte sich immer vor Augen führen

zum Beispiel ein iranischer, irakischer oder Münchener Taxifahrer nichts, absolut nichts gegeneinander haben. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Wenn plötzlich viele auf Krawall gebürstet sind, liegt es eindeutig am Schulterschluss zwischen Politik und Medien.