Hinter den Kulissen des Fotojournalismus

Dramatische Szene: Palästinensischer Jugendlicher im Osten Jerusalems. Das nächste Bild zeigt, wie die Aufnahme entstand. | © Ruben Salvadori
Medien und ihre Nutzer stellen an journalistische Bilder den Anspruch, das Geschehen objektiv abzubilden. Damit liegt eine große Verantwortung auf den Fotografen, der sie aber nicht immer gerecht werden. Der Italiener Ruben Salvadori deckt das mit seinem Projekt Photojournalism Behind the Scenes auf. Seine Bilder aus Jerusalem offenbaren die Arbeitsweise seiner Kollegen, die schon mit der Wahl des Ausschnitts ihre Version der Wirklichkeit formen. Die Fotostrecke zeigt, was sie fotografieren und wie sie es fotografieren.
- Datum 22.03.2012 - 11:35 Uhr
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Extrem interessante Bilderserie. Wahrscheinlich ist der halbe arabische Frühling auf diese Weise erschaffen worden. Eine Schande!
daher sollte man eben bei Zeitunglesen nicht den gesunden Menschenverstand ausschalten.
Ich finde die Serie interessant und auch ganz lustig, wie viele "behind the scenes" Photos eben.
Schlimmer ist in meinen Augen im dazugehörigen Text ein moralisierend-drängender Ton, mit dem für sehr weitreichende, mitunter sogar kriegerische politische Entscheidungen geworben wird.
Schwerwiegende Fragen bedürfen stets der Nüchternheit und des Abwägens der Folgen, und der Schreiber sitzt in der Regel am sicheren Schreibtisch, ohne Helm. Also keine Panik bitte!
zum Beispiel ein iranischer, irakischer oder Münchener Taxifahrer nichts, absolut nichts gegeneinander haben. Weder in die eine noch in die andere Richtung. Wenn plötzlich viele auf Krawall gebürstet sind, liegt es eindeutig am Schulterschluss zwischen Politik und Medien.
Als Zugabe zu diesem sehr aufschlussreichen Artikel, ein paar propagandistische Kostproben und heroische Posen, aus dem Libyenkrieg, die vom erst kürzlich in Syrien getöteten Fotografen Remi Ochlik stammten.
http://ochlik.photoshelte...
Zum welchem Zweck solche und ähnliche Bilder letzendlich benutzt werden, dürfte jedem klar sein.
Respekt an die Zeit!
Das ist ja nun großer Unsinn. Danke, dass wir Fotojournalisten immer als die größen Idioten unter den Journalisten dargestellt werden. Seit eh und je ist es unser Job die Realität abzubilden und ebenso lange haben wir nur einen bestimmten Bildausschnitt zur Verfügung. Bei den meisten Bildern benutzen die Polizisten Distanzwaffen wie Schnellfeuergewehre mit Gummigeschossen. Die sind 150 Meter entfernt von den Demonstranten. Wie bitteschön soll man die ins Bild bekommen, wenn man einen Demonstranten fotografiert? Diese Zeit-"Geschichte" ist eine Farce. Natürlich gibt es Journalisten (wie die verantworlich zeichnenden dieses Beitrages), die sich die Wirklichkeit hinbiegen bis sie passt. So wie Taxifahrer gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen. das macht nichts richtiger oder wichtiger, aber einen Fotografen beim Fotografieren abzubilden, um ihm dann verzerrte Wiedergabe der Realität vorzuwerfen ist peinlich. Peinlich für ein Medium, wie die Zeit, die wert auf gute Bilder legt. Keines unserer Bilder würde mehr gedruckt und keiner der Leser hier würde es sich anschauen wollen, würden wir nur noch weite Übersichtfotos abliefern, damit möglichst viel langweiliges zu sehen ist und der angeblichen Wirklichkeit Rechnung getragen wird. Dieser Beitrag der Zeit ist diffamierend und lächerlich. Manche von uns riskieren ihr Leben, um Bilder aus berichtsrelevanten Zonen der Welt zu liefern. Aber klar, dass finden einige Sofastrategen natürlich überflüssig.
sicherlich in vielem Recht und wenn ich sie richtig verstehe sind sie 'Betroffener'. Man kann nicht immer alles so fotografieren, wie man es mit eigenen Augen sieht, manchmal auch weil es einfach zu gefährlich ist.
ABER: und darin besteht für mich der Manipulationsverdacht, wird durch die Redaktionen, mir, dem Leser, ein Bild geliefert, welches mit dem umgebenden Text die Realität abbildet - wenn auch nur im Auszug. Wenn diese Bilder aber gestellt sind, wenn Personen zu aufgeforderten Steinewerfern werden, verlange ich einen Hinweis am Bild, das dieses Bild inzeniert ist.
Die Verantwortung in welche Richtung die Meinung der Leser geht, darf nicht dadurch willentlich manipuliert werden. Die Verantwortung der Medien dahingehend ist einfach zu groß.
Und nur weil ich mich nicht in Kriegsgebiete begebe, finde ich es unangemessen mich als Sofastrategen von einer Meinung zu dem Thema auszuschließen.
Niemand behauptet Fotografen seien die größten Idioten unter den Journalisten. Nicht mein Kollege im begleitenden Text noch diese Fotostrecke.
Dass es auch zu inszenierten Bildern kommen kann, bleibt aber leider nicht aus und daran haben alle ihren Anteil: Die bildhungrige Medienbranche, der Fotojournalist, der liefern muss und nicht zuletzt die Leser, die bildgewaltige Fotostrecken mit ihrer Aufmerksamkeit, in Form von Klicks oder Kauf honorieren.
Ruben Salvadori hat seine Arbeit auch mit einem sehr sehenswerten Video dokumentiert. Ihre 150 Meter Theorie ist in diesem Fall leider nicht haltbar: http://vimeo.com/29280708
Jeder gut verzichten. Und um nichts anderes geht e hier.
sicherlich in vielem Recht und wenn ich sie richtig verstehe sind sie 'Betroffener'. Man kann nicht immer alles so fotografieren, wie man es mit eigenen Augen sieht, manchmal auch weil es einfach zu gefährlich ist.
ABER: und darin besteht für mich der Manipulationsverdacht, wird durch die Redaktionen, mir, dem Leser, ein Bild geliefert, welches mit dem umgebenden Text die Realität abbildet - wenn auch nur im Auszug. Wenn diese Bilder aber gestellt sind, wenn Personen zu aufgeforderten Steinewerfern werden, verlange ich einen Hinweis am Bild, das dieses Bild inzeniert ist.
Die Verantwortung in welche Richtung die Meinung der Leser geht, darf nicht dadurch willentlich manipuliert werden. Die Verantwortung der Medien dahingehend ist einfach zu groß.
Und nur weil ich mich nicht in Kriegsgebiete begebe, finde ich es unangemessen mich als Sofastrategen von einer Meinung zu dem Thema auszuschließen.
Niemand behauptet Fotografen seien die größten Idioten unter den Journalisten. Nicht mein Kollege im begleitenden Text noch diese Fotostrecke.
Dass es auch zu inszenierten Bildern kommen kann, bleibt aber leider nicht aus und daran haben alle ihren Anteil: Die bildhungrige Medienbranche, der Fotojournalist, der liefern muss und nicht zuletzt die Leser, die bildgewaltige Fotostrecken mit ihrer Aufmerksamkeit, in Form von Klicks oder Kauf honorieren.
Ruben Salvadori hat seine Arbeit auch mit einem sehr sehenswerten Video dokumentiert. Ihre 150 Meter Theorie ist in diesem Fall leider nicht haltbar: http://vimeo.com/29280708
Jeder gut verzichten. Und um nichts anderes geht e hier.
Ich freue mich schon auf die Bilderserie zu den schreibenden Kollegen in Jerusalem. Sitzend am Telefon. Stehend mit Schreibblock in einer Seitenstraße, weit ab der Straßenschlacht. Langweilig und realitätsverzerrend? Richtig! Aber so sieht deren Arbeit nun mal aus.
sicherlich in vielem Recht und wenn ich sie richtig verstehe sind sie 'Betroffener'. Man kann nicht immer alles so fotografieren, wie man es mit eigenen Augen sieht, manchmal auch weil es einfach zu gefährlich ist.
ABER: und darin besteht für mich der Manipulationsverdacht, wird durch die Redaktionen, mir, dem Leser, ein Bild geliefert, welches mit dem umgebenden Text die Realität abbildet - wenn auch nur im Auszug. Wenn diese Bilder aber gestellt sind, wenn Personen zu aufgeforderten Steinewerfern werden, verlange ich einen Hinweis am Bild, das dieses Bild inzeniert ist.
Die Verantwortung in welche Richtung die Meinung der Leser geht, darf nicht dadurch willentlich manipuliert werden. Die Verantwortung der Medien dahingehend ist einfach zu groß.
Und nur weil ich mich nicht in Kriegsgebiete begebe, finde ich es unangemessen mich als Sofastrategen von einer Meinung zu dem Thema auszuschließen.
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