Atomkraft-Debatte: Fukushima hat Frankreich verändert, Russland nicht
Nach Fukushima debattierten viele Länder über Kraftwerksicherheit und Atomausstieg. In Frankreich ist das ein Wahlkampfthema, Russland dagegen macht weiter wie bisher.
© Lionel Bonaventure/AFP/Getty Images

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy besucht das Atomkraftwerke Fessenheim.
In Frankreich hat sich nach Fukushima das Bild der Kernenergie in der Öffentlichkeit gewandelt, schreibt Gero von Randow.
Viel hat sich in Frankreich verändert. Die nukleare Aufsichtsbehörde ASN hatte bald nach dem Atomunfall begonnen, sämtliche Reaktoren einer harten Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen, mit teilweise haarsträubenden Ergebnissen. Sie hat den Betreibern sodann radikale Umbauten auferlegt, deren Kosten noch nicht geschätzt sind; allein die zusätzlich geforderten Notstromdiesel dürften insgesamt rund zwei Milliarden Euro kosten.
Am weitesten reicht indes die Veränderung der öffentlichen Meinung. Die Umfragen, denen zufolge eine knappe Mehrheit der Franzosen langfristig auf Kernenergie verzichten will, bilden nur einen Teil der Wirklichkeit ab.
Wie sehr die Stimmung umgeschwenkt ist, zeigt sich daran, dass der aussichtsreichste Kandidat für die Präsidentschaftswahl, der Sozialist François Hollande, den Anteil des Atomstroms bis zum Jahr 2015 von derzeit 75 auf 50 Prozent herunterfahren will. Eine Anstrengung, die noch größer wäre als die deutsche, schließlich ist das Land energietechnisch voll und ganz auf Kernkraft eingestellt.
- 11. März 2011, 14.46 Uhr
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© Nasa/Goddard/SeaWiFS/ORBIMAGESatellitenbild von Japan
Das schwerste Erdbeben in der Geschichte Japans erschüttert rund sechs Minuten das Land mit einer Stärke von 9,0. Das Epizentrum liegt rund 130 Kilometer vor der Ostküste der Hauptinsel Honshu. Die Auswirkungen sind dramatisch: Auf dem Meeresgrund reißt die Erdkruste auf 400 Kilometern Länge, Teile der Küste verlagern sich ruckartig um bis zu 50 Meter nach Osten. Eine Fläche so groß wie Schleswig-Holstein hebt sich um einige Meter an.
- 11. März 2011, ca. 15.40 Uhr
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© STR/AFP/Getty ImagesZerstörung in der Stadt Natori
Ein Tsunami rast mit 800 Kilometern pro Stunde auf die Küste zu. Über zehn Meter sind die Flutwellen mancherorts hoch, an einzelnen Stellen erreichen sie fast 40 Meter. Kilometerweit dringen die Wassermassen landeinwärts. Mehr als 19.000 Menschen sterben. Ganze Städte werden ausgelöscht. Im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi fällt der Strom aus. Das Beben hat die Leitungen gekappt, der Tsunami Dieselgeneratoren überspült.
- 11. März 2011, 16.30 bis 20.30 Uhr
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© STR/AFP/Getty ImagesDas AKW Fukushima am 12. März 2011
Die Wasserkühlung zweier Reaktoren des Kraftwerks Fukushima-Daiichi ist ausgefallen. Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan sagt, die Lage in den 54 Reaktoren des Landes sei stabil, weil sie sofort nach dem Beben automatisch heruntergefahren wurden. Um 20.30 Uhr muss die Regierung dann für Fukushima-Daiichi den atomaren Notfall verkünden. Etwa 2.000 Bewohner in der Umgebung werden aufgefordert, sofort ihre Häuser zu verlassen.
- 12. März 2011, morgens
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© STR/AFP/Getty Images.jpgSoldaten retten Menschen aus den Unglücksgebieten.
Nach Strahlenmessungen am Kernkraftwerk wird die Evakuierungszone vergrößert. Mindestens 60.000 Personen sind auf der Flucht. Ministerpräsident Kan fliegt im Hubschrauber nach Fukushima, um sich ein Bild der Lage zu machen. Im AKW lassen Ingenieure Dampf durch die Notventile ab, um den Druck in den Reaktorbehältern zu senken. Inzwischen kocht das Wasser in den Notkühlbecken.
- 12. März 2011, 15.36 Uhr
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© Park Ji-Hwan/AFP/Getty ImagesMenschen in aller Welt sehen die Explosion im Fernsehen.
In Fukushima-Daichi entzündet sich Wasserstoff und zerfetzt die Außenhülle von Reaktor 1. Ohne Strom für die Pumpen, die den Kühlkreislauf antreiben, waren Temperatur und Druck zu stark angestiegen. Trotz Abschaltung des Blocks begannen so die Brennstäbe zu glühen, Wasser verdampfte und Wasserstoffgas bildete sich, während der Reaktorkern schmolz. Japan und die Welt fürchten die atomare Apokalypse.
- 13. März 2011
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© JIJI PRESS/AFP/Getty ImagesDer damalige Premier Naoto Kan am 13. März während einer Pressekonferenz.
In der Nähe des von Reaktor 1 in Fukushima-Daiichi wird eine vierhundertfach erhöhte Radioaktivität gemessen. Ministerpräsident Kan räumt erstmals ein, dass eine Kernschmelze möglich sei. Simulationen und Messdaten von außen bestätigen die Schmelze in den Wochen nach der Havarie. Heute ist die Ruine, die von Block 1 übrig ist, luftdicht in Plastik eingehüllt.
- 14. März 2011
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© Paula Bronstein/Getty ImagesEine Frau sucht in der Verwüstung nach Habseligkeiten.
Allein in der Präfektur Miyagi im Nordosten Japans werden 2.000 Tote gefunden. 390.000 Menschen sind auf der Flucht aus dem Tsunami-Katastrophengebiet, mehr als 1.400 Notlager werden eingerichtet. Inzwischen gibt es an vielen Orten kein Heizöl mehr, die Menschen frieren. Weit mehr als 300.000 Häuser und Gebäude sind zerstört, Straßen, Zugstrecken und ganze Landstriche unpassierbar.
- 14. März 2011
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© ZEIT-GrafikFallout nahe der Küste
Obwohl die AKW-Arbeiter die Reaktoren verzweifelt mit Meerwasser kühlen, gibt es eine weitere Wasserstoffexplosion, im Reaktor 3 von Fukushima-Daiichi. Radioaktives Material dringt nach draußen, der Großteil wird in den kommenden Tagen auf den Pazifik geweht. Doch ein Teil verbreitet sich auch über dem Festland. Die Abbildung zeigt, wo sich langlebiges Cäsium konzentriert hat (rot steht für die höchsten Strahlenwerte).
- 15. März 2011
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© Issei Kato/AFP/Getty ImagesStrahlenuntersuchung für AKW-Arbeiter
Eine dritte und vierte Explosion ereignen sich in Fukushima. Das Gebäude von Reaktor 2 bleibt intakt, Wasserstoff aus Block 3 sprengt das Dach von Reaktor 4. Von vorher 800 Arbeitern bleiben etwa 40 im stockfinsteren Kraftwerk. Vergeblich hatten sie versucht, weitere Detonationen zu verhindern. Das Unglück wird als nukleares Ereignis der Stufe 6 bewertet. Einen Monat später erhält es wie Tschernobyl die Höchststufe 7: GAU.
- Vorläufige Bilanz des Unglücks
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© Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty ImagesFukushima-Daiichi ein Jahr nach der Havarie
In einem der sechs Reaktorblöcke ereignete sich offenbar eine komplette Kernschmelze, in zwei weiteren verflüssigten sich die Brennstäbe wohl mindestens zur Hälfte. Die Regierung schätzt, dass eine sichere Demontage von Fukushima-Daiichi mindestens 40 Jahre dauern werde. Im Dezember verkündete sie die Kaltabschaltung des Kraftwerks, allerdings ist umstritten, wie sicher die Lage dort wirklich ist.
- Vorläufige Bilanz des Unglücks
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© Nicholas Kamm/AFP/Getty ImagesEin Mann in den Trümmern seiner Stadt
Die Strahlenbelastung der Menschen war weit geringer als für die Bewohner von Tschernobyl. Das Strahlenschutz-Komitee der UN schätzt, dass die Zunahme der Krebsfälle nicht messbar sein wird. Das liegt vor allem daran, dass kaum radioaktives Jod von Menschen eingeatmet oder mit der Nahrung aufgenommen worden ist. Der Tsunami hingegen tötete mehr als 18.000 Menschen. Bis heute wohnen Überlebende in provisorischen Wohnungscontainern.
Für Russland ist die Atomindustrie vor allem ein militärisches Statussymbol, schreibt Johannes Voswinkel.
Wer im russischen Fernsehprogramm an diesem Wochenende eine Sondersendung zum Jahrestag der Katastrophe von Fukushima sucht, braucht eine Lupe. Er wird nur einmal, am Sonntag um 23.50 Uhr auf dem Ersten Kanal, fündig. Ein Dokumentarfilm zeigt die Gefahr von Erdbeben und Tsunamis für die Küste im Fernen Osten. Von Atomkraftwerken ist im Trailer des Films keine Rede. Fukushima liegt für viele Russen lange zurück und weit weg. Die Anti-Atomkraft-Bewegung, die nach dem GAU von Tschernobyl entstand und Anfang der neunziger Jahre ihren Zenit erreichte, ist auf Enthusiastengrüppchen zusammengeschmolzen. Eine breite Diskussion über die Sicherheit der Atomkraft gibt es auf den staatskontrollierten Fernsehkanälen nicht. Die Regierung hat kein Interesse daran.
Denn die Atomindustrie ist in Russland Fetisch und Milchkuh in einem. Sie entstand im Ost-West-Konflikt nach dem Zweiten Weltkrieg und galt von Anfang an als militärisches Objekt von strenger Abschirmung. Die Geheimnistuerei prägt den Staatsmonopolisten Rosatom bis heute. Atomraketen sind für Moskau eines der letzten Statussymbole als Großmacht. Zudem geht es um Energie und das Geschäft. Im Inland sollen nach ehrgeizigen Verlautbarungen in den kommenden 18 Jahren bis zu 40 neue Atomkraftwerke gebaut werden. Im Ausland ist die Spaltung des Atoms eine der seltenen Hochtechnologien aus russischer Entwicklung, die bis heute Geld verdienen. Zwar mögen einzelne Reaktortypen einer Sicherheitsrevision unterworfen werden, aber am russischen Gesamtprogramm rüttelt das nicht. Für den deutschen Atomausstieg hat Moskau kein Verständnis: Er gilt Rosatom als zu teuer, zu belastend für die CO2-Bilanz und zu fortschrittsfeindlich.







Fessenheim ist ein alter Kasten, Cattenom ebenso. Beide sind, nach interen Papieren der EDF ungenügend gewartet. Ich bete jeden Tag, dass uns nicht eine dieser Schrottbuden um die Ohren fliegt.
Sehr geehrter Herr von Randow,
in Ihren Artikel hat sich ein folgenschwerer Fehler eingeschlichen: Leider "will" François Hollande den Anteil von Atomstrom erst bis 2025 (und nicht bis 2015!) auf 50% verringern. Wie Sie wissen, besteht nur ein geringes "Risiko" für Hollande, 2025 noch Präsident zu sein... Leider wird dieser Fehler in keinem der über 55 Kommentare erwähnt.
Selbst ohne die Risiken der laufenden Reaktoren, die ungelöste Endlagerfrage und die von anderen Kommentatoren genannten Betriebsprobleme im Sommer und im Winter ist es für Frankreich nur sinnvoll, den Anteil von Atomstrom drastisch zu verringern, denn schon heute ist es günstiger und gesamtwirtschaftlich sinnvoller, in erneuerbare Energien zu investieren anstatt in neue Atomkraftwerke. Ein neuer EPR-Reaktor kostet in Finnland wie auch in Frankreich zur Zeit geschätzte 6.000.000.000 €, bei 1650 MW Leistung also 3636 € pro kW. Die Investitionskosten für neue Windkraftanlagen (800-1000 € pro kW) und neue Photovoltaik-Anlagen (2080 € pro kW) sind also heute schon bedeutend geringer (Zahlen: Wikipedia). Dies ist ein Grund, warum in ganz Europa die Zahl der aktiven Atomreaktoren seit Jahren sinkt, der Anteil an erneuerbaren Energien dagegen ansteigt. Und die Langfristigen Kosten sind dabei bekanntlich überhaupt nicht integriert.
Leider gelten die von Johannes Voswinkel über Russland geschriebenen Sätze auch für Frankreich: "Eine breite Diskussion über die Sicherheit der Atomkraft gibt es auf den [staatskontrollierten*] Fernsehkanälen nicht. Die Regierung hat kein Interesse daran". [*Die Massenmedien sind in Frankreich zwar teilweise unabhängiger als in Russland, jedoch längst nicht unabhängig genug, was man nicht nur bei den Themen Atomstrom und -bomben, sondern auch z.B. bei der Berichterstattung zur DSK-Affäre sehen konnte.]
Auch der Satz: "Die Geheimnistuerei prägt den Staatsmonopolisten Rosatom bis heute" gilt m.E. auch für Frankreich mit seinen Atomkraft-Monopolisten EDF und Areva.
Die Putin-Regierung ist sicherlich besonders Atom-freundlich, dies gilt jedoch auch für die Regierung Sarkozys! Trotz Sarkozys Nähe zu den Atom-Bossen baut Frankreich nur EINEN neuen Atomreaktor (die geschätzten Baukosten haben sich während Sarkozys Amtszeit verdoppelt).
Ich würde daher gerne eine Kiste Wein ihrer Wahl darauf wetten, dass Russland in den nächsten 18 Jahren nicht 40 neue Atomkraftwerke bauen wird (das sind bloß Ankündigungen). Es ist klar, dass in allen Staaten neue Atomkraftwerke nur mit massiven staatlichen Subventionen gebaut werden, wobei die Kosten für neue Atomkraftwerke in Zukunft weiter steigen, die für Photovoltaik, Biomasse- und Windenergie weiter sinken werden. Warum reden sie eine Renaissance der Atomkraft herbei, die es nicht gibt?
Sehr geehrter Herr von Randow,
in Ihren Artikel hat sich ein folgenschwerer Fehler eingeschlichen: Leider "will" François Hollande den Anteil von Atomstrom erst bis 2025 (und nicht bis 2015!) auf 50% verringern. Wie Sie wissen, besteht nur ein geringes "Risiko" für Hollande, 2025 noch Präsident zu sein... Leider wird dieser Fehler in keinem der über 55 Kommentare erwähnt.
Selbst ohne die Risiken der laufenden Reaktoren, die ungelöste Endlagerfrage und die von anderen Kommentatoren genannten Betriebsprobleme im Sommer und im Winter ist es für Frankreich nur sinnvoll, den Anteil von Atomstrom drastisch zu verringern, denn schon heute ist es günstiger und gesamtwirtschaftlich sinnvoller, in erneuerbare Energien zu investieren anstatt in neue Atomkraftwerke. Ein neuer EPR-Reaktor kostet in Finnland wie auch in Frankreich zur Zeit geschätzte 6.000.000.000 €, bei 1650 MW Leistung also 3636 € pro kW. Die Investitionskosten für neue Windkraftanlagen (800-1000 € pro kW) und neue Photovoltaik-Anlagen (2080 € pro kW) sind also heute schon bedeutend geringer (Zahlen: Wikipedia). Dies ist ein Grund, warum in ganz Europa die Zahl der aktiven Atomreaktoren seit Jahren sinkt, der Anteil an erneuerbaren Energien dagegen ansteigt. Und die Langfristigen Kosten sind dabei bekanntlich überhaupt nicht integriert.
Leider gelten die von Johannes Voswinkel über Russland geschriebenen Sätze auch für Frankreich: "Eine breite Diskussion über die Sicherheit der Atomkraft gibt es auf den [staatskontrollierten*] Fernsehkanälen nicht. Die Regierung hat kein Interesse daran". [*Die Massenmedien sind in Frankreich zwar teilweise unabhängiger als in Russland, jedoch längst nicht unabhängig genug, was man nicht nur bei den Themen Atomstrom und -bomben, sondern auch z.B. bei der Berichterstattung zur DSK-Affäre sehen konnte.]
Auch der Satz: "Die Geheimnistuerei prägt den Staatsmonopolisten Rosatom bis heute" gilt m.E. auch für Frankreich mit seinen Atomkraft-Monopolisten EDF und Areva.
Die Putin-Regierung ist sicherlich besonders Atom-freundlich, dies gilt jedoch auch für die Regierung Sarkozys! Trotz Sarkozys Nähe zu den Atom-Bossen baut Frankreich nur EINEN neuen Atomreaktor (die geschätzten Baukosten haben sich während Sarkozys Amtszeit verdoppelt).
Ich würde daher gerne eine Kiste Wein ihrer Wahl darauf wetten, dass Russland in den nächsten 18 Jahren nicht 40 neue Atomkraftwerke bauen wird (das sind bloß Ankündigungen). Es ist klar, dass in allen Staaten neue Atomkraftwerke nur mit massiven staatlichen Subventionen gebaut werden, wobei die Kosten für neue Atomkraftwerke in Zukunft weiter steigen, die für Photovoltaik, Biomasse- und Windenergie weiter sinken werden. Warum reden sie eine Renaissance der Atomkraft herbei, die es nicht gibt?
Das wird genauso mit der energetischen Geisterfahrt in Deutschland passieren. Das hilflose Hoffen aus Verbündete ist leider umsonst.
...als ich den Artikel las. Als ob es nutzt, wenn zwei den gleichen Fehler machen.
Nun ganz stimmt das mit den fehlenden Verbündeten dann doch nicht:
http://www.zeit.de/politi...
Desweiteren ist der Atomausstieg als Idee auch erstrebenswert, nur sollte man hier ach Maß halten, was die Bundesregierung mit ihrem geplanten Ausstieg bis 2022 definitiv nicht tut. Dem Klima erweist sie damit ganz nebenbei noch einen Bärendienst, indem sie viele alte Kohlekraftwerke wieder einschaltet, sowie neue Kohle- und Gaskraftwerke baut. Schade!
...als ich den Artikel las. Als ob es nutzt, wenn zwei den gleichen Fehler machen.
Nun ganz stimmt das mit den fehlenden Verbündeten dann doch nicht:
http://www.zeit.de/politi...
Desweiteren ist der Atomausstieg als Idee auch erstrebenswert, nur sollte man hier ach Maß halten, was die Bundesregierung mit ihrem geplanten Ausstieg bis 2022 definitiv nicht tut. Dem Klima erweist sie damit ganz nebenbei noch einen Bärendienst, indem sie viele alte Kohlekraftwerke wieder einschaltet, sowie neue Kohle- und Gaskraftwerke baut. Schade!
Welch sprechende Körpersprache!
Die Russische Politik ist nicht gerade von Wertschätzung bezüglich der Umwelt und der Menschen geprägt.
Daher war die Überraschung doch diesbezüglich begrenzt.
Fukushima hat leider vor allem Deutschland verändert.
Warum gibt es eigentlich keine Volksabstimmung über die weitere Nutzung der Kernenergie (und gegebenenfalls den Bau von neuen, modernen, sicheren und effizienteren AKW?
Ich bin mir ziemlich sicher, das mindestens zwei Drittel der Bevölkerung preiswerte (der ganze Öko-Quark!), saubere (z. B. verglichen mit der Energiegewinnung aus Kohle!) und versorgungssichere (Russland am Hauptschalter!) Energie haben möchten und sich nicht vorschreiben lassen wollen, ihre Waschmaschine nachts um 2 Uhr anzuwerfen, weil geradde der Wind weht.
Danker lieber Freiheitsfreund, dass sie mir die Augengeöffnet haben. Ich hatte doch glatt übersehen, dass Atomenergie preiswert, sicher und sauber ist. Wie schön dass es immer noch solch weit blickende "Freiheitsfreunde" gibt, die selbstlos für eine bessere Welt einstehen.... ausser natürlich man beschließt vor ihrer Haustür ein Atomendlager zu errichten, dann hört der spass auf. sigh
Meinen Sie den Typus von verantwortungsbewußten Menschen, die Windernergie befürworten und deren massive Nutzung fordern, bei der Trassenführung für die Versorgungsleitungen dann aber gerne auf die Nachbargemeinde verweisen?
Wenn man alle europäischen Stromnetze intelligent miteinander verbindet, kann die Grundlast auch mit einem hohen Anteil an Windenergie gewährleistet werden. Man muss es nur wollen. Voraussetzung dafür ist natürlich der Ausbau des Stromnetzes, um die Überkapazitäten an Windstrom aufzufangen.
weil schon vor den Ereignissen in Fukushima eine Mehrheit der Deutschen den Ausstieg aus der Kernenergie befürwortet hat.
Was jetzt (nach einem Jahr) an Informationen über die dreifache Kernschmelze in Fukushima an Informationen zutage getreten ist zeigt auch, dieser Ablauf wäre vermeidbar gewesen, wenn es nicht schon bei deren Bau massive Versäumnisse gegeben hätte. Ein wirksamer Schutz gegen ein solches Erdbeben / einen solchen Tsunami wäre schon damals möglich gewesen, man wollte es aber offensichtlich nicht mitbezahlen.
Sicherheit muss aber auch unter einem ganz anderen Aspekt betrachtet werden. Die aktuelle Debatte um das Nuklearprogramm des Iran zeigt sehr deutlich: eine Trennung zwischen der Nutzung der Kernenergie zur (reinen) Energiegewinnung und der Gewinnung von spaltbarem Material für Massenvernichtungswaffen ist in der Realität nicht so ohne weiteres möglich.
Dies ist nicht der einzige Grund, weswegen Kernenergie keine sinnvolle Lösung ist, um den steigenden Energiebedarf einer stets wachsenden Menschheit zu decken. Schon mit dem jetzt vorhandenen Knowhow ist es machbar, rein Solar betriebene Anlagen zur Meerwasserentsalzung zu bauen. Solche Ansätze sind es doch, die die Menschheit braucht.
Danker lieber Freiheitsfreund, dass sie mir die Augengeöffnet haben. Ich hatte doch glatt übersehen, dass Atomenergie preiswert, sicher und sauber ist. Wie schön dass es immer noch solch weit blickende "Freiheitsfreunde" gibt, die selbstlos für eine bessere Welt einstehen.... ausser natürlich man beschließt vor ihrer Haustür ein Atomendlager zu errichten, dann hört der spass auf. sigh
Meinen Sie den Typus von verantwortungsbewußten Menschen, die Windernergie befürworten und deren massive Nutzung fordern, bei der Trassenführung für die Versorgungsleitungen dann aber gerne auf die Nachbargemeinde verweisen?
Wenn man alle europäischen Stromnetze intelligent miteinander verbindet, kann die Grundlast auch mit einem hohen Anteil an Windenergie gewährleistet werden. Man muss es nur wollen. Voraussetzung dafür ist natürlich der Ausbau des Stromnetzes, um die Überkapazitäten an Windstrom aufzufangen.
weil schon vor den Ereignissen in Fukushima eine Mehrheit der Deutschen den Ausstieg aus der Kernenergie befürwortet hat.
Was jetzt (nach einem Jahr) an Informationen über die dreifache Kernschmelze in Fukushima an Informationen zutage getreten ist zeigt auch, dieser Ablauf wäre vermeidbar gewesen, wenn es nicht schon bei deren Bau massive Versäumnisse gegeben hätte. Ein wirksamer Schutz gegen ein solches Erdbeben / einen solchen Tsunami wäre schon damals möglich gewesen, man wollte es aber offensichtlich nicht mitbezahlen.
Sicherheit muss aber auch unter einem ganz anderen Aspekt betrachtet werden. Die aktuelle Debatte um das Nuklearprogramm des Iran zeigt sehr deutlich: eine Trennung zwischen der Nutzung der Kernenergie zur (reinen) Energiegewinnung und der Gewinnung von spaltbarem Material für Massenvernichtungswaffen ist in der Realität nicht so ohne weiteres möglich.
Dies ist nicht der einzige Grund, weswegen Kernenergie keine sinnvolle Lösung ist, um den steigenden Energiebedarf einer stets wachsenden Menschheit zu decken. Schon mit dem jetzt vorhandenen Knowhow ist es machbar, rein Solar betriebene Anlagen zur Meerwasserentsalzung zu bauen. Solche Ansätze sind es doch, die die Menschheit braucht.
Putin wird einen Supergau in Russland einfach per Dekret verbieten. Und Punkt.
Besser so!
Besser so!
Ohne Konzept zur Ensorgung, wir eine strahlende Zukunft propagiert von den Atombefürwortern.
Langfristig sind fossile Energieträger, wozu auch die Atomkraft gehört, auf dem absteigenden Ast.
Steigende Rohstoffkosten werden es erzwingen.
Danker lieber Freiheitsfreund, dass sie mir die Augengeöffnet haben. Ich hatte doch glatt übersehen, dass Atomenergie preiswert, sicher und sauber ist. Wie schön dass es immer noch solch weit blickende "Freiheitsfreunde" gibt, die selbstlos für eine bessere Welt einstehen.... ausser natürlich man beschließt vor ihrer Haustür ein Atomendlager zu errichten, dann hört der spass auf. sigh
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