Euro-KriseGriechen streichen Gesundheitsausgaben zusammen

Unter dem Druck der Troika hat das griechische Parlament weitere Einsparungen beschlossen. Dieses Mal wird bei der Renten- und Gesundheitspolitik gekürzt.

Das griechische Parlament hat in der Nacht weitere Sparmaßnahmen gebilligt, die von den Gläubigern des hoch verschuldeten Landes verlangt werden. 213 der 283 anwesenden Abgeordneten stimmten Kürzungen der Gesundheits- und Rentenausgaben zu. Die von der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank geforderten Sparmaßnahmen sehen unter anderem Kürzungen bei Medikamenten, den Zusatzrenten und Einschränkungen beim Gesundheitsbudget durch Fusionen von Krankenhauseinrichtungen vor.

Gesundheitsminister Andreas Loverdos von der sozialistischen Regierungspartei Pasok sagte während der zwölfstündigen Parlamentsdebatte, der Gesetzentwurf sei zwar unter dem Druck der Gläubiger zustande gekommen. Das Gesetz sei aber von entscheidender Bedeutung für die Kostenreduzierung und -rationalisierung im Gesundheitsbereich. Das griechische Gesundheitssystem gilt als teuer und ineffizient. Das Land gibt dafür im Jahr rund 25 Milliarden Euro aus.

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Im insgesamt 300 Abgeordnete zählenden Parlament verfügen die Pasok und die konservative Nea Dimokratia (ND) zusammen über 193 Sitze. Die beiden Parteien stützen die Regierung unter dem früheren Vizepräsidenten der Europäischen Zentralbank, Lucas Papademos. Zudem stimmten einige Unabhängige für das Gesetz. Die Abgeordneten der Kommunistischen Partei und des Linksbündnisses lehnten die Kürzungen ebenso ab wie die der ultrarechten Laos-Partei.

Euro- und EU-Gipfel in Brüssel

Die Einsparungen gehören zu den Bedingungen, an die die internationalen Geber weitere Notkredite gekoppelt haben. Die Abstimmung im griechischen Parlament erfolgte rechtzeitig vor dem Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel, bei dem die Umsetzung der Sparpolitik durch die griechische Regierung überprüft werden soll.

Aus Protest gegen die Sparpolitik legten am Mittwoch zahlreiche Beschäftigte die Arbeit nieder. Der dreistündige Streik, zu dem die Gewerkschaftsdachverbände des öffentlichen Diensts (Adedy) und der Privatwirtschaft (GSEE) aufgerufen hatten, war Teil eines europaweiten Aktionstages gegen die Kürzungspolitik in der Europäischen Union. An den Aktionen beteiligte sich auch die griechische Ärzteschaft aus Protest gegen die Maßnahmen im Gesundheitswesen.

Die europäische Schuldenkrise wird auch Thema des heute beginnenden Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel sein. Unter anderem ist die Unterzeichnung des von Deutschland durchgesetzten Fiskalpakts geplant. Im Mittelpunkt der Beratungen sollen aber Maßnahmen für mehr Wachstum und Beschäftigung stehen. Zudem werden die EU-Staaten voraussichtlich den Belgier Herman van Rompuy für eine zweite Amtszeit bis Ende 2014 zum EU-Ratspräsidenten bestimmen. Van Rompuy soll auch den Vorsitz bei den zweimal jährlich geplanten Euro-Gipfeltreffen führen.
 

 
Leserkommentare
  1. "Unter dem Druck der Troika hat das griechische Parlament weitere Einsparungen beschlossen."

    Das Gerücht geht, dass die Griechen selbst vorgeschlagen haben, Verteidigungsausgaben zu streichen, und die Troika dies abgelehnt haben soll. Wenn dem so wäre... Wirtschaftsinteressen des Nordens ... Pfui!

    Vielleicht kann die Zeit diese Gerücht bestätigen (oder nicht).

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    Laut wikipedia
    http://de.wikipedia.org/w...
    sind die griechischen Militärausgaben sehr hoch und Hauptgrund dafür ist "die wahrgenommene Bedrohung Griechenlands durch die Türkei". Im Militärbereich gäbe es wohl gewaltige Einsparmöglichkeiten, auch durch Abschaffung der Wehrpflicht nach dem Vorbild Deutschlands. Die jungen Griechen müssten dann nicht nutzlos in einer Kaserne rumhängen, sondern könnten in dieser zeit schon arbeiten oder eine Ausbildung machen. Doch dürfte dem der National-Narzissmus der Griechen entgegenstehen: Wenn man weniger Soldaten und Waffen hat, fühlt man sich angreifbarer (zum Beispiel durch den Erbfeind Türkei) und schwächer, was schlecht für das nationale griechische Selbstwertgefühl ist, das sowieso schon gekränkt ist, weil Griechenland als Schuldner mit Zahlungschwierigkeiten in Abhängigkeit seiner Gläubiger gerät.

    "Das Gerücht geht, dass die Griechen selbst vorgeschlagen haben, Verteidigungsausgaben zu streichen, und die Troika dies abgelehnt haben soll. Wenn dem so wäre... Wirtschaftsinteressen des Nordens ... Pfui!"

    Ich persönlich glaube dieses Gerücht nicht. Ich habe viele griechische Bekannte und die meisten haben beim Militär "gedient". Das Militär hat so etwas wie einen unangreifbaren Nimbus. Meine griechischen Bekannten meinten, wenn man dem Militär seine Spielzeuge wegnehmen würde, würden die schneller putschen als man Pythagoras sagen kann.

    Es ist eine Idiotie der Geschichte, dass sich die Griechen ein Militär halten, das relativ mehr vom BIP verschlingt als jenes hochgerüstet der USA. Warum? Weil man ein ANDERES Natomitglied als ewigen Feind wahrnimmt. Es ist mir auch schleierhaft, warum die Nato solche Animositäten unter seinen Mitgliedern duldet.

    Laut wikipedia
    http://de.wikipedia.org/w...
    sind die griechischen Militärausgaben sehr hoch und Hauptgrund dafür ist "die wahrgenommene Bedrohung Griechenlands durch die Türkei". Im Militärbereich gäbe es wohl gewaltige Einsparmöglichkeiten, auch durch Abschaffung der Wehrpflicht nach dem Vorbild Deutschlands. Die jungen Griechen müssten dann nicht nutzlos in einer Kaserne rumhängen, sondern könnten in dieser zeit schon arbeiten oder eine Ausbildung machen. Doch dürfte dem der National-Narzissmus der Griechen entgegenstehen: Wenn man weniger Soldaten und Waffen hat, fühlt man sich angreifbarer (zum Beispiel durch den Erbfeind Türkei) und schwächer, was schlecht für das nationale griechische Selbstwertgefühl ist, das sowieso schon gekränkt ist, weil Griechenland als Schuldner mit Zahlungschwierigkeiten in Abhängigkeit seiner Gläubiger gerät.

    "Das Gerücht geht, dass die Griechen selbst vorgeschlagen haben, Verteidigungsausgaben zu streichen, und die Troika dies abgelehnt haben soll. Wenn dem so wäre... Wirtschaftsinteressen des Nordens ... Pfui!"

    Ich persönlich glaube dieses Gerücht nicht. Ich habe viele griechische Bekannte und die meisten haben beim Militär "gedient". Das Militär hat so etwas wie einen unangreifbaren Nimbus. Meine griechischen Bekannten meinten, wenn man dem Militär seine Spielzeuge wegnehmen würde, würden die schneller putschen als man Pythagoras sagen kann.

    Es ist eine Idiotie der Geschichte, dass sich die Griechen ein Militär halten, das relativ mehr vom BIP verschlingt als jenes hochgerüstet der USA. Warum? Weil man ein ANDERES Natomitglied als ewigen Feind wahrnimmt. Es ist mir auch schleierhaft, warum die Nato solche Animositäten unter seinen Mitgliedern duldet.

    • u.t.
    • 01.03.2012 um 9:22 Uhr

    Natürlich ist es der Vergleich mit dem Land der Pharmalobbies ein etwas krummer;-)

    Bei uns ist es eben extra teuer.

    Allerdings:
    1) in D kann man es sich leisten (auf dem Rücken der Mittelschichten, aber die gibt es hier ja immerhin)
    2) dürfte die griech. Gesundheitsversorgung auch schon vor der Krise erheblich schlechter gewesen sein (für die, die sich nichts besseres leisten können).

    Eine Leserempfehlung
  2. Ende Januar 2012 betrug der Mindestlohn 876,62 Euro/Monat. Gezahlt werden 14 Monatsgehälter. Beabsichtigt ist eine Absenkung auf 600 Euro, was bei 14 Monatslöhnen/Jahr dann etwa 700 Euro entspricht.

    Der Mindestlohn in Slowenien und Tschechien liegt bei 310 Eito je Monat bei 12 Zahlungen im Jahr.
    Und diese Länder "füttern" also Griechenland.

    http://www.google.de/publicdata/explore?ds=ml9s8a132hlg_&met_y=minimum_wage&idim=country:gr&fdim_y=currency:eur&dl=de&hl=de&q=mindestlohn+in+griechenland#!ctype=l&strail=false&bcs=d&nselm=h&met_y=minimum_wage&fdim_y=currency:eur&scale_y=lin&ind_y=false&rdim=country&idim=country:gr:tr:cz:sk&ifdim=country&hl=de&dl=de

    Dann kommen Sie jetzt einmal mit Ihren Daten herüber.

    Bei den Renten können Sue bei FOCUS Nachlesen.

    http://www.focus.de/finan...

    Die Wirtschaftskraft Griechenland können Sie von einer Zeitreihe der WELTBANK ermitteln. (Suchen nach BIP und Land.

    Etwas Mühe müssen Sie schon selbst einsetzen, oder sind Sie Grieche????

    Der Währungsverfall Griechenlands von 1960 bis zum Euro 2002 zeigt folgendes Bild:
    1960 für eine DEM gab es 1,67 Drachmen,
    2000 gab es für eine DEM 170 Drachmen. Also ein totaler Abwertungsmarathon der Griechen, der mehr als aussagefähig ist.

    Nicht nur ideologische Scheuklappen anziehen, etwas Realität walten lassen.

    6 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Richtig,"
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    http://www.google.de/publicdata/explore?ds=ml9s8a132hlg_&met_y=minimum_wage&idim=country:gr&fdim_y=currency:eur&dl=de&hl=de&q=mindestlohn+in+griechenland#!ctype=l&strail=false&bcs=d&nselm=h&met_y=minimum_wage&fdim_y=currency:eur&scale_y=lin&ind_y=false&rdim=country&idim=country:gr:tr:cz:sk&ifdim=country&hl=de&dl=de

    • gokahe
    • 01.03.2012 um 11:29 Uhr

    in Ruhe lesen und nachdenken. Mein(und Ottos) Thema waren die Reinigungskraft und die Krankenschwester, zum Thema Mindestlohn und...... habe ich nichts beigetragen.
    Ihr Thema/Behauptung war "Z.B. die Durchschnittsrente in DE liegt bei 980 Euro, die in GR bei 1.120 inkl. (exklusive?) Zusatzrente und die Beitragszeit ib DE liegt bei 39 Jahren, die der Griechen bei 33 Jahren."
    Eine seriöse Quelle für diese Behauptung sehe ich immer noch nicht oder? Bei Focus lese ich ich auch nichts über Durchschnittsrenten bzw. deren Vergleich oder? Es werden merkwürdige Vergleiche dort geführt aber kein Vergleich der Durchschnittsrenten. Ich würde es mal mit der OECD als Grundlage versuchen. Lesen Sie doch in Ruhe auch mal die Beiträge 21, 38 u. 42, wobei ich die Stelle "...das nahe beieinder....." für die jetzige Situation mal arg bezweifele. Meine Zusammenfassung, Thema verfehlt zumindest bezüglich meiner Anfrage. Das Angebot besteht weiter.
    gruß gokahe
    p.s.: Der Zusammenhang von Vergleichen, nach meiner Meinung(die Diskussion zeigt nicht nur meiner) auf falscher, nicht begründeter Grundlage mit Mindestlohn, Mindestrente, Wirtschaftskraft, Währungsverfall.. erschließt sich mir nun wirklich nicht.

    "Ende Januar 2012 betrug der Mindestlohn 876,62 Euro/Monat. Gezahlt werden 14 Monatsgehälter. Beabsichtigt ist eine Absenkung auf 600 Euro, was bei 14 Monatslöhnen/Jahr dann etwa 700 Euro entspricht."

    Brutto? Netto? Ich habe in Griechenland gearbeitet für den sog. Mindestlohn. Ausgezahlt wurden mir ca. 650€. Nichts mit 870!

    Was die Renten betrifft, die meisten Rentner, die ich hier kenne, bekommen in etwa 400-500€/Frau 600-700€/Mann.

    "Der Mindestlohn in Slowenien und Tschechien liegt bei 310 Eito je Monat bei 12 Zahlungen im Jahr."

    Wie sind denn so die Lebenshaltungskosten in diesen Ländern im Vergleich mit Griechenland?

    "Und diese Länder "füttern" also Griechenland."
    Uns füttert hier niemand durch! Ich arbeite ca. 10h am Tag, 6-7 Tage die Woche, und Sie?

    http://www.google.de/publicdata/explore?ds=ml9s8a132hlg_&met_y=minimum_wage&idim=country:gr&fdim_y=currency:eur&dl=de&hl=de&q=mindestlohn+in+griechenland#!ctype=l&strail=false&bcs=d&nselm=h&met_y=minimum_wage&fdim_y=currency:eur&scale_y=lin&ind_y=false&rdim=country&idim=country:gr:tr:cz:sk&ifdim=country&hl=de&dl=de

    • gokahe
    • 01.03.2012 um 11:29 Uhr

    in Ruhe lesen und nachdenken. Mein(und Ottos) Thema waren die Reinigungskraft und die Krankenschwester, zum Thema Mindestlohn und...... habe ich nichts beigetragen.
    Ihr Thema/Behauptung war "Z.B. die Durchschnittsrente in DE liegt bei 980 Euro, die in GR bei 1.120 inkl. (exklusive?) Zusatzrente und die Beitragszeit ib DE liegt bei 39 Jahren, die der Griechen bei 33 Jahren."
    Eine seriöse Quelle für diese Behauptung sehe ich immer noch nicht oder? Bei Focus lese ich ich auch nichts über Durchschnittsrenten bzw. deren Vergleich oder? Es werden merkwürdige Vergleiche dort geführt aber kein Vergleich der Durchschnittsrenten. Ich würde es mal mit der OECD als Grundlage versuchen. Lesen Sie doch in Ruhe auch mal die Beiträge 21, 38 u. 42, wobei ich die Stelle "...das nahe beieinder....." für die jetzige Situation mal arg bezweifele. Meine Zusammenfassung, Thema verfehlt zumindest bezüglich meiner Anfrage. Das Angebot besteht weiter.
    gruß gokahe
    p.s.: Der Zusammenhang von Vergleichen, nach meiner Meinung(die Diskussion zeigt nicht nur meiner) auf falscher, nicht begründeter Grundlage mit Mindestlohn, Mindestrente, Wirtschaftskraft, Währungsverfall.. erschließt sich mir nun wirklich nicht.

    "Ende Januar 2012 betrug der Mindestlohn 876,62 Euro/Monat. Gezahlt werden 14 Monatsgehälter. Beabsichtigt ist eine Absenkung auf 600 Euro, was bei 14 Monatslöhnen/Jahr dann etwa 700 Euro entspricht."

    Brutto? Netto? Ich habe in Griechenland gearbeitet für den sog. Mindestlohn. Ausgezahlt wurden mir ca. 650€. Nichts mit 870!

    Was die Renten betrifft, die meisten Rentner, die ich hier kenne, bekommen in etwa 400-500€/Frau 600-700€/Mann.

    "Der Mindestlohn in Slowenien und Tschechien liegt bei 310 Eito je Monat bei 12 Zahlungen im Jahr."

    Wie sind denn so die Lebenshaltungskosten in diesen Ländern im Vergleich mit Griechenland?

    "Und diese Länder "füttern" also Griechenland."
    Uns füttert hier niemand durch! Ich arbeite ca. 10h am Tag, 6-7 Tage die Woche, und Sie?

  3. Als ein Land, das - wie die Bundesrepublik Deutschland - seit ihrer Gründung 1949 - extrem über die eigenen Verhältnisse gelebt hat, sollten wir uns das Griechenland der Gegenwart als Beispiel nehmen. Auch hierzulande gibt es sehr viele in ihrer Gesamtheit oder zumindest in ihrer Höhe überflüssige und damit verzichtbare Leistungen. Wenn es die Hellenen unter der aktuellen Notwendigkeit schaffen, besonders im Transferleistungssektor harte, aber seit geraumer Zeit überfällige Einschnitte zu setzen, sollte Deutschland dem nicht nachstehen.
    Noch können wir ohne Druck frei darüber entscheiden. Wollen wir erst so lange abwarten, bis auch hierzulande "griechische Verhältnisse" eingekehrt sind und unser Rating auf "Ramsch hoch 2" herunter gestuft wird?

    Eine Leserempfehlung
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    Im Klartext meinen Sie doch:
    soziale Leistungen des Staates schnell abschaffen. Wer es nicht schafft soll halt krepieren. Ich verkneife mir eine Vermutung über Ihre Parteizugehörigkeit. Ihrer Logik zu folgen hieße auch, die Militärausgaben unangetastet zu lassen, die Vermögenden außer Landes ziehen zu lassen, von Vermögenden keine Steuern einzutreiben.....Sie müßten andererseits mit Befriedigung feststellen, dass genau dieser WEg in Deutschland seit Jahren verfolgt wird.

    Im Klartext meinen Sie doch:
    soziale Leistungen des Staates schnell abschaffen. Wer es nicht schafft soll halt krepieren. Ich verkneife mir eine Vermutung über Ihre Parteizugehörigkeit. Ihrer Logik zu folgen hieße auch, die Militärausgaben unangetastet zu lassen, die Vermögenden außer Landes ziehen zu lassen, von Vermögenden keine Steuern einzutreiben.....Sie müßten andererseits mit Befriedigung feststellen, dass genau dieser WEg in Deutschland seit Jahren verfolgt wird.

  4. http://www.google.de/publicdata/explore?ds=ml9s8a132hlg_&met_y=minimum_wage&idim=country:gr&fdim_y=currency:eur&dl=de&hl=de&q=mindestlohn+in+griechenland#!ctype=l&strail=false&bcs=d&nselm=h&met_y=minimum_wage&fdim_y=currency:eur&scale_y=lin&ind_y=false&rdim=country&idim=country:gr:tr:cz:sk&ifdim=country&hl=de&dl=de

  5. Bitte dann auch die Lebenshaltungskosten in Griechenland gegenüber Deutschland vergleichen, sind nämlich um einiges teurer.

    - Die Autos werden abgemeldet, in langen Schlangen stehen die Griechen vor den zuständigen Behörden um die Nummernschilder ihrer Autos abzugeben.
    Ohne Auto ist es schier unmöglich sich in Griechenland zu bewegen (Ausnahme Athen).

    -Griechen können sich keinen Arzt mehr leisten. Durch die Arbeitslosigkeit verlieren die Betroffenen nach einem Jahr ihre Krankenversicherung.

    - Griechen können sich kein Strom leisten. Während in Deutschland bei einer drohenden Stromabstellung – abhängig von der Fallgestaltung – das Jobcenter oder das Sozialamt einspringen können, gibt es in Griechenland keine derartigen Stützen. Arbeitslos im Dunkel.

    - Obdachlose vermehren sich. Ein neuer trauriger Höhepunkt der Misere.

    - Selbstmordrate steigt um 40%, dramatisch. Traditionell hatte Griechenland die niedrigste Rate von Selbsttötungen aller europäischen Staaten.

    Man spricht hier nicht von ein Osteuropäisches Land.
    Griechenland ist Westeuropa.

    Ja doch! Ein DDR Vergleich passt. Aber andersrum!

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    • u.t.
    • 01.03.2012 um 9:55 Uhr

    Buon giorno;-)

    Ich habe da gestern ein sinnig-unsinniges Zitat von Paul Krugman gelesen:

    ""...Look at the 15 European nations currently using the euro (leaving Malta and Cyprus aside), and rank them by the percentage of G.D.P. they spent on social programs before the crisis. Do the troubled GIPSI nations (Greece, Ireland, Portugal, Spain, Italy) stand out for having unusually large welfare states? No, they don’t; only Italy was in the top five, and even so its welfare state was smaller than Germany’s..."

    Also einmal davon abgesehen, dass Italien einen größeren Teil seiner Ausgaben für den Sozialstaat ausgibt, haben es speziell Portugal und Griechenland geschafft, sich bis Oberkante zu verschulden und trotzdem keinen funktionierenden Sozialstaat ihren Bürgern anzubieten.

    • u.t.
    • 01.03.2012 um 9:55 Uhr

    Buon giorno;-)

    Ich habe da gestern ein sinnig-unsinniges Zitat von Paul Krugman gelesen:

    ""...Look at the 15 European nations currently using the euro (leaving Malta and Cyprus aside), and rank them by the percentage of G.D.P. they spent on social programs before the crisis. Do the troubled GIPSI nations (Greece, Ireland, Portugal, Spain, Italy) stand out for having unusually large welfare states? No, they don’t; only Italy was in the top five, and even so its welfare state was smaller than Germany’s..."

    Also einmal davon abgesehen, dass Italien einen größeren Teil seiner Ausgaben für den Sozialstaat ausgibt, haben es speziell Portugal und Griechenland geschafft, sich bis Oberkante zu verschulden und trotzdem keinen funktionierenden Sozialstaat ihren Bürgern anzubieten.

    • Rhesus
    • 01.03.2012 um 9:35 Uhr

    Warum macht die gesamte deutsche Presse wenig bis gar nicht darauf aufmerksam, welche Leute in Griechenland sparen sollen und wo gespart wird?
    Ich weise - mal wieder - auf den griechischen Verteidigungsetat hin, der als einziger Etat nicht unter den von der Eurozone diktierten Massnahmen zu leiden hatte. Deutsche Waffensysteme werden natürlich weiter in den Süden verkauft. Wir sind ja schliesslich ne Exportnation....
    Aber bei Gesundheit, Erziehung, Kultur, Rente... wird freilich "gespart"

    P.S. Neulich traf sich Merkel mit chinesischen Führern, die dringend darauf hinwiesen, dass die Schuldenkrise in Europa gelöst werden müsse. Merkel bat darauf die Kommunistische(!) Partei Chinas um finanzielle Mithilfe. Das allein! Und ob die chinesische Seite Merkel ernsthaft genug nach der Einhaltung der Menschenrechte in Griechenland gefragt hat?

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    • u.t.
    • 01.03.2012 um 10:18 Uhr

    "Neulich traf sich Merkel mit chinesischen Führern, die dringend darauf hinwiesen, dass die Schuldenkrise in Europa gelöst werden müsse. Merkel bat darauf die Kommunistische(!) Partei Chinas um finanzielle Mithilfe. Das allein!"

    Ach wissen Sie, auf die chinesische Regierung würde ich nicht viel geben. Die hält ihren Yuan seit Jahren künstlich extrem tief (viel tiefer als Schwellenländer das sonst nach langen Boomphasen machen).

    Während andere Nicht-EU-Staaten durchaus ohne viele Worte mithelfen (Japan, Südkorea), weil sie sich wg. ihrer eigenen Exporte um die Wichtigkeit eines soliden Euro bewusst sind, spielt die chinesische Regierung nun auf besserwisserisch und ziert sich lange.

    Das einzig irgendwie gute am schwachen Euro ist, dass sich die Chinesen heimlich ärgern, weil ihre Gewinnspanne nicht mehr ganz so hoch ist.
    Ein chinesisches Engagement zur Stützung des Euros ist in derem ureigenen Interesse.

    • u.t.
    • 01.03.2012 um 10:18 Uhr

    "Neulich traf sich Merkel mit chinesischen Führern, die dringend darauf hinwiesen, dass die Schuldenkrise in Europa gelöst werden müsse. Merkel bat darauf die Kommunistische(!) Partei Chinas um finanzielle Mithilfe. Das allein!"

    Ach wissen Sie, auf die chinesische Regierung würde ich nicht viel geben. Die hält ihren Yuan seit Jahren künstlich extrem tief (viel tiefer als Schwellenländer das sonst nach langen Boomphasen machen).

    Während andere Nicht-EU-Staaten durchaus ohne viele Worte mithelfen (Japan, Südkorea), weil sie sich wg. ihrer eigenen Exporte um die Wichtigkeit eines soliden Euro bewusst sind, spielt die chinesische Regierung nun auf besserwisserisch und ziert sich lange.

    Das einzig irgendwie gute am schwachen Euro ist, dass sich die Chinesen heimlich ärgern, weil ihre Gewinnspanne nicht mehr ganz so hoch ist.
    Ein chinesisches Engagement zur Stützung des Euros ist in derem ureigenen Interesse.

  6. was ist das für ein Gesundheitssystem?!?!?
    Ineffizient scheint geschmeichelt....

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