ErdölObama verschärft Sanktionen gegen Iran

US-Präsident Obama will den Iran mit den bisher schärfsten Sanktionen zum Einlenken im Atomstreit zwingen. Dabei geht er selbst ein hohes poltisches Risiko ein.

US-Präsident Barack Obama während einer Rede im Garten des Weißen Hauses

US-Präsident Barack Obama während einer Rede im Garten des Weißen Hauses

US-Präsident Barack Obama hat den Druck auf die Führung in Teheran weiter erhöht und die bislang schärfsten Sanktionen gegen den Iran gebilligt.

Ziel ist es, die Importe von iranischem Öl weltweit so stark wie möglich zu kappen. Dazu sollen ausländische Banken und Firmen, die Geschäfte mit der iranischen Zentralbank betreiben, künftig bestraft werden. Dies teilte das Weiße Haus am Freitag mit. Der Iran wickelt seinen Ölhandel über die Zentralbank in Teheran ab. Zusammen mit den Erdgasexporten macht er etwa 70 Prozent der iranischen Einnahmen aus.

Mit den Sanktionen setzt Obama im Atomstreit mit Teheran weiter auf eine diplomatische Lösung. Zugleich warnten die USA aber auch, dass die Zeit dafür nicht unbegrenzt sei. Es werde bald klar sein, ob die iranische Führung zu ernsten, glaubwürdigen Diskussionen über ihr Nuklearprogramm bereit sei, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton.

Sie bezog sich dabei offensichtlich auf geplante neue Gespräche der fünf ständigen Mitglieder des Weltsicherheitsrates und Deutschlands mit iranischen Vertretern. Sie sollen am 13. und 14. April in Istanbul stattfinden.

"Es ist Sache der iranischen Führer, die richtige Wahl zu treffen", sagte Clinton. "Bisher haben sie uns wenig Grund für Zuversicht gegeben. Sicher ist, dass das iranische Fenster, eine friedliche Lösung zu suchen und zu erhalten, nicht für immer offen bleibt."
 

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Leserkommentare
  1. Wie lange kann der hochverschuldete Westen diese Blockade durchhalten, wenn es durch Ramschpreise fuer iranisches Oel bei den wirtschaflichen Konkurrenten wie China zu weiteren Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Wirtschaftsstandorten kommt, also Arbeitsplaetze und Industrien im Westen dadurch verlorengehen?

    Prinzipiell sind Sanktionen gegen Iran ja eine gute Idee, aber es sieht ganz danach aus, als ob diese auf wackeligen, duennen Beinchen stehen, und am Ende die Steuerzahler der westlichen Nationen die Zeche zahlen muessen.

    Die Tuerkei zumindest koennte ueberdies ein doppeltes Spiel spielen und sich den Segen zur Unterwanderung der Sanktionen mit Zugestaendnissen Irans in Syrien, im Kaukasus oder in den irakischen Kurdengebieten erkaufen.

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    > Prinzipiell sind Sanktionen gegen Iran ja eine gute Idee

    Wie kommen Sie darauf?

    > was immer auch eine iranische Atomwaffe und damit auch
    > einen Atomkrieg verhindern kann, dass ist wohl seinen
    > (jeden) Preis wert.

    Diese Aussage beruht nicht unbedingt auf Tatsachen, sondern ist pure Islamophobie. Warum sollte der Iran angreifen? Er versucht sich zu schützen, gerade wegen seines Ölreichtums. Die USA würden sogar ein atomfreies Russland angreifen..
    Und die Israelis versuchen Angriffskriege auf 'Verteidigung' umzudeuten..

    • bugme
    • 31.03.2012 um 18:32 Uhr

    Wie lange kann sich das Iranische Regime die Dumpingpreise für China leisten ohne die eigene Diktatur zu gefährden?
    Schließlich ist die Entwicklung der Nukleartechnologie und der Polizeistaat von den Petrodollars abhängig.

    > Prinzipiell sind Sanktionen gegen Iran ja eine gute Idee

    Wie kommen Sie darauf?

    > was immer auch eine iranische Atomwaffe und damit auch
    > einen Atomkrieg verhindern kann, dass ist wohl seinen
    > (jeden) Preis wert.

    Diese Aussage beruht nicht unbedingt auf Tatsachen, sondern ist pure Islamophobie. Warum sollte der Iran angreifen? Er versucht sich zu schützen, gerade wegen seines Ölreichtums. Die USA würden sogar ein atomfreies Russland angreifen..
    Und die Israelis versuchen Angriffskriege auf 'Verteidigung' umzudeuten..

    • bugme
    • 31.03.2012 um 18:32 Uhr

    Wie lange kann sich das Iranische Regime die Dumpingpreise für China leisten ohne die eigene Diktatur zu gefährden?
    Schließlich ist die Entwicklung der Nukleartechnologie und der Polizeistaat von den Petrodollars abhängig.

  2. ...seinen Friedens-Nobel-Preis nachträglich zu rechtfertigen.

    Was rigide, langwährende Sanktionen bringen, kann man am Beispiel Kuba und Nordkorea gut ablesen: Nichts

    Das ist inzwischen sogar dem Papst aufgefallen.

    10 Leserempfehlungen
  3. der das Land im Inneren immer mehr einigt
    und in unseren Regionen generell zu
    Preiserhöhungen führen wird.

    Und warum das Ganze ?

    Um gegenüber Israel Argumente zu
    haben, den Iran NICHT antzugreifen.

    Israel, das nicht wirklich einen
    atomaren Vernichtungsschlag des Iran
    befürchtet, sondern lediglich den
    Verlust seiner Hegemoniestellung in
    der Region.

    Wir sollten diesen Preis nicht zahlen.

    18 Leserempfehlungen
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    'Unsinniger Aktionismus

    der das Land im Inneren immer mehr einigt'

    Eine weitgehende Destabilisierung des Mullah-regimes kann so in der Tat nur schwer gelingen. Andererseits besteht aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Ostblock 1989 wohl die Hoffnung, dass auch der Iran seine Kraefte und Ressourcen im Wettruesten mit seinen Nachbarn ueberstrapaziert und so kollabiert. Nicht umsonst hat der Westen vor Kurzem die Golfstaaten massiv aufgeruestet.

    Einzig die Oelsanktionen, sofern sich Staaten wie China, Indien und die Tuerkei nicht anschliessen, duerften eher in die Kategorie Wahlkampftaktitk fallen, um auch den Waehlern glaubhaft machen zu koennen, dass 'etwas getan wird'. Das kann man sicher zurecht Aktionismus nennen, wie Sie es tun.

    Wir sollten es Praesident Oama jedoch nicht uebel nehmen, seine Friedensbestrebungen derart zu untermauern. So manch anderer haette schon Tatsachen geschaffen - aber vermutlich ist doch noch Zeit fuer Diplomatie, und was immer auch eine iranische Atomwaffe und damit auch einen Atomkrieg verhindern kann, dass ist wohl seinen (jeden) Preis wert.

    Denn nach der atomaren Ausloeschung der Menschheit werden auch Geld und Oel ihren Wert verloren haben.

    • AllEin
    • 31.03.2012 um 11:09 Uhr

    wie China (welche Kriege hat den China geführt???) so würden sehr viele Ressourcen geschont und der Einfluss in der Welt wäre größer. Auch Israel müsste nicht stets um seine Existenz fürchten.
    Wie wäre es mir symbiotischen Lebensweisen und weniger Parasitismus...? :-)

    'Unsinniger Aktionismus

    der das Land im Inneren immer mehr einigt'

    Eine weitgehende Destabilisierung des Mullah-regimes kann so in der Tat nur schwer gelingen. Andererseits besteht aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Ostblock 1989 wohl die Hoffnung, dass auch der Iran seine Kraefte und Ressourcen im Wettruesten mit seinen Nachbarn ueberstrapaziert und so kollabiert. Nicht umsonst hat der Westen vor Kurzem die Golfstaaten massiv aufgeruestet.

    Einzig die Oelsanktionen, sofern sich Staaten wie China, Indien und die Tuerkei nicht anschliessen, duerften eher in die Kategorie Wahlkampftaktitk fallen, um auch den Waehlern glaubhaft machen zu koennen, dass 'etwas getan wird'. Das kann man sicher zurecht Aktionismus nennen, wie Sie es tun.

    Wir sollten es Praesident Oama jedoch nicht uebel nehmen, seine Friedensbestrebungen derart zu untermauern. So manch anderer haette schon Tatsachen geschaffen - aber vermutlich ist doch noch Zeit fuer Diplomatie, und was immer auch eine iranische Atomwaffe und damit auch einen Atomkrieg verhindern kann, dass ist wohl seinen (jeden) Preis wert.

    Denn nach der atomaren Ausloeschung der Menschheit werden auch Geld und Oel ihren Wert verloren haben.

    • AllEin
    • 31.03.2012 um 11:09 Uhr

    wie China (welche Kriege hat den China geführt???) so würden sehr viele Ressourcen geschont und der Einfluss in der Welt wäre größer. Auch Israel müsste nicht stets um seine Existenz fürchten.
    Wie wäre es mir symbiotischen Lebensweisen und weniger Parasitismus...? :-)

  4. Wer Zeit und Lust hat, hier ein Radio- und TV- Interview
    mit dem US/Iraner Hooman Majd.
    Er ist ein Verwandter von Khatami, hat als Dolmetscher
    bei Gesprächen von Ahmadinejad in den US fungiert,
    war gerade für 1 Jahr im Iran und hat zwei interessante
    Bücher über das Ajatollah Regime geschrieben, zu dem
    er eher in Opposition steht.

    http://minnesota.publicra...

    Eine Leserempfehlung
  5. 'Unsinniger Aktionismus

    der das Land im Inneren immer mehr einigt'

    Eine weitgehende Destabilisierung des Mullah-regimes kann so in der Tat nur schwer gelingen. Andererseits besteht aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Ostblock 1989 wohl die Hoffnung, dass auch der Iran seine Kraefte und Ressourcen im Wettruesten mit seinen Nachbarn ueberstrapaziert und so kollabiert. Nicht umsonst hat der Westen vor Kurzem die Golfstaaten massiv aufgeruestet.

    Einzig die Oelsanktionen, sofern sich Staaten wie China, Indien und die Tuerkei nicht anschliessen, duerften eher in die Kategorie Wahlkampftaktitk fallen, um auch den Waehlern glaubhaft machen zu koennen, dass 'etwas getan wird'. Das kann man sicher zurecht Aktionismus nennen, wie Sie es tun.

    Wir sollten es Praesident Oama jedoch nicht uebel nehmen, seine Friedensbestrebungen derart zu untermauern. So manch anderer haette schon Tatsachen geschaffen - aber vermutlich ist doch noch Zeit fuer Diplomatie, und was immer auch eine iranische Atomwaffe und damit auch einen Atomkrieg verhindern kann, dass ist wohl seinen (jeden) Preis wert.

    Denn nach der atomaren Ausloeschung der Menschheit werden auch Geld und Oel ihren Wert verloren haben.

    Antwort auf "Unsinniger Aktionismus"
    • SuR_LK
    • 31.03.2012 um 9:50 Uhr

    Mit der USS Enterprise die Gibraltar passiert hat ist bald der 3. US Träger vor Ort, da ist natürlich leichter zu drohen, ob sich der Iran auf jegliche Drohungen der USA/Israel einlässt ist etwas anderes. Wenn vor meinem Land ganze Schiffsflotten und 4-5 Flugzeugträger(der kleine Franzosenträger ist ja auch nah) kreuzen würde ich das auch als feindlichen Akt sehen.

    15 Leserempfehlungen
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    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf haltlose Spekulationen. Danke, die Redaktion/au.

    Auf der letzten Mission vor der geplanten Abwrackung ist der genannte US-Flugzeugträger inzwischen schon ein gutes Stück weiter Richtung seines 9/11 gefahren.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf haltlose Spekulationen. Danke, die Redaktion/au.

    Auf der letzten Mission vor der geplanten Abwrackung ist der genannte US-Flugzeugträger inzwischen schon ein gutes Stück weiter Richtung seines 9/11 gefahren.

  6. 7. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf haltlose Spekulationen. Danke, die Redaktion/au.

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    Antwort auf "Kriegstreiber"
  7. in den Blättern für deutsche und internationale Politik.
    http://www.blaetter.de/ar...

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