Syrer stehen neben einem zerstörten Armeepanzer in der Stadt Rastan. © AFP/getty images

Der syrische Staatschef Baschar al-Assad hat für die Niederschlagung des Aufstandes in seinem Land offenbar Unterstützung aus dem Iran bekommen. Die Regierung in Teheran habe Assads Militär unter anderem Waffen und Munition sowie Giftstoffe geliefert, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter aus den USA und Europa .

Zudem habe der Iran der syrischen Regierung elektronische Überwachungssysteme geliefert, berichtet die Agentur. US-Zeitungen hatten zuvor gemeldet, dass der Iran für die Gewalt gegen Regimegegner in Syrien mitverantwortlich ist . Demnach waren auch iranische Einheiten nach Syrien gereist, um das Militär dort direkt zu unterstützen .

Von einer solchen militärischen Unterstützung berichtet nun auch Reuters. Iranische Sicherheitsbeamte seien nach Damaskus gereist, um Assad Ratschläge im Kampf gegen die Rebellen zu geben, meldet die Agentur und beruft sich dabei auf die für Sicherheitsfragen zuständigen EU- und US-Beamten. Einige der iranischen Sicherheitskräfte seien zu weiteren Beratungen im Land geblieben. Der Iran soll auch geholfen haben, durch die Unterbrechung von Internetverbindungen die Kommunikation der Opposition zu erschweren.

Patienten in Krankenhäusern ruhiggestellt

Syriens Präsident Assad geht trotz internationaler Kritik seit mehr als einem Jahr gegen Oppositionelle vor. Die Vereinten Nationen schätzen, dass seitdem mehr als 8.000 Menschen, vor allem Zivilisten, ums Leben gekommen sind.

Nach Angaben der Vereinten Nationen hat das syrische Regime selbst bei den Krankenhausbesuchen von Beobachtern der Arabischen Liga in unmenschlicher Weise manipuliert. Patienten seien offenbar ruhiggestellt worden, bevor die Beobachter an die Betten kamen. Das berichten Mitglieder einer Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats zu Syrien. Es sollen Zeugenaussagen vorliegen, nach denen Ärzte in Aleppo im Norden Syrien entsprechende Anweisungen erhielten.

Die Enthüllungen gehen auf die Zeit der ersten Beobachtermission in Syrien im Januar zurück. Die Beobachter der Arabischen Liga wurden damals von syrischen Regierungsvertretern begleitet.

Weil sich einige Ärzte weigerten , dem nachzukommen, seien sie selbst "schlecht behandelt und gefoltert" worden. Die Kommission werde den Hinweisen nachgehen, sagte ein Sprecher. Allerdings erhielt sie nicht die Erlaubnis der syrischen Regierung, die Vorwürfe vor Ort zu überprüfen.